Was der Morgen verspricht

Buch von Kristina Herzog

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Was der Morgen verspricht

Der bewegende Auftakt zu einer fesselnden Familiensaga um die Freiheit zu träumen, den Mut zu handeln und die Kraft zu lieben. Eine starke Frau in einer Welt voller Konventionen. Ein Traum, den sie niemals aufgibt. Berlin 1904: Gegen den Widerstand ihrer Eltern verbringt die Jüdin Hannah viel Zeit in der Arztpraxis ihres Großvaters. Heimlich träumt sie davon, Medizin zu studieren. In Tübingen soll das auch für Frauen möglich sein. Doch das schickt sich nicht für ein Mädchen aus gutem Hause – anders als eine Hochzeit. Abrupt vor vollendete Tatsachen gestellt, lässt Hannah ihren Verlobten beim ersten Treffen einfach stehen. Dabei hat Daniel nur Augen für sie. Und je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr fühlt Hannah sich zu dem einfühlsamen jungen Mann hingezogen. Ob sie ihm von ihrem Traum erzählen kann?
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Serieninfos zu Was der Morgen verspricht

Was der Morgen verspricht ist der 1. Band der Sternberg Saga Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Kristina Herzog

Kristina Herzog wurde 1972 in Berlin geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften in Berlin und Heidelberg sowie Mediation an der Fernuniversität Hagen. Neben ihrem Rechtsreferendariat am Landgericht Berlin machte sie ihren Abschluss an einer Schreibschule. Mehr zu Kristina Herzog

Bewertungen

Was der Morgen verspricht wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Was der Morgen verspricht

    Der Widerstand verschafft der Liebe immer kräftigere Waffen. (George Sand)
    1904 Berlin. Die junge Jüdin Hannah Sternberg, Tochter aus gutem Hause, möchte unbedingt Medizin studieren, was ihren Eltern gar nicht gefällt. Ihnen strebt vielmehr eine standesgemäße Heirat vor und einen passenden Kandidaten haben sie auch schon in Daniel Friedländer gefunden. Doch sie haben die Rechnung ohne Hannah gemacht, die sich viel lieber in der Praxis ihres Großvaters aufhält und ihm bei den Behandlungen über die Schulter sieht. Hannahs Eltern sehen über die Wünsche ihrer Tochter hinweg und organisieren erst die Verlobung, dann die Hochzeit und Hannah muss Folge leisten. Aber von ihren Träumen hat sie sich deshalb noch lange nicht verabschiedet und kämpft weiter für ihr großes Ziel: das Medizinstudium…
    Kristina Herzog hat mit „Was der Morgen verspricht“ einen unterhaltsamen, historischen Roman vorgelegt, der das Schicksal einer jungen Frau zur damaligen Zeit beschreibt und die sich gegen die damalige Erwartungshaltung der Gesellschaft auflehnt. Der flüssige und gefühlvolle Erzählstil fängt den Leser schnell ein und bringt ihn ins vergangene Jahrhundert zurück, um dort als Schatten von Hannah deren Schicksal für den Zeitraum von 1904 bis 1925 hautnah mitzuverfolgen. Hannahs Eltern vertreten die Ansicht, dass die Rolle ihrer Tochter die einer Ehefrau und Mutter zu sein hat und entscheiden über ihren Kopf hinweg über ihr Leben. Auch wenn sich der zukünftige Ehemann Daniel als ein angenehmer Zeitgenosse entpuppt, ist allein der Gedanke schrecklich, einen Mann heiraten zu müssen, den man kaum kennt und den man sich selbst nicht ausgesucht hat. So ergeht es auch Hannah, auch wenn sie sich schon bald von Daniels menschlichen Qualitäten überzeugen kann. Trotzdem ist sie mutig und widerspenstig genug, sich ihre Träume nicht aus dem Kopf schlagen zu lassen und erhält neben ihren Großeltern ausgerechnet von ihrem Ehemann die nötige Unterstützung. So beginnt sie schließlich ein Studium in Tübingen, da nur dort Frauen der Zugang dazu gewährt wurde. Kristina Herzog spult ihre Geschichte in einem gemächlichen Tempo ohne große Höhen und Tiefen ab, die Handlung besitzt kaum Spannungsmomente. Gleichzeitig ist alles sehr weichgespült, Probleme lösen sich praktisch in Luft auf und insgesamt ist alles eitel Sonnenschein. Die Schwierigkeiten der Frauen damals werden nicht wirklichkeitsgetreu dargestellt, was der Geschichte ihrer Glaubhaftigkeit beraubt. Auch die Zeitsprünge sowie viele Dinge, die sich einfach in Wohlgefallen auflösen, hinterlassen keinen positiven Eindruck.
    Die Charaktere sind mit menschlichen Ecken und Kanten ausgestaltet, der Leser folgt ihnen auf Schritt und Tritt, um die Ereignisse zu verfolgen. Hannah ist schon als junge Frau nicht nur wissbegierig, sondern besitzt Entschlossenheit, Mut und eine gewisse Stärke. Sie hält an ihren Träumen fest und kämpft für die Realisierung. Daniel ist ein freundlicher und liebenswerter Mann, der seine Frau auf Hänfen trägt und ihre jeden Wunsch erfüllen will. Alma ist die gute Seele des Hauses. Sie ist zurückhaltend, steht Hannah aber immer zur Seite und ist vor allem sehr loyal. Hannahs Mutter ist eiskalt und weil sie selbst unglücklich ist, ist ihr das Schicksal ihrer Tochter wohl egal. Hannahs Bruder Jakob ist ein Widerling, der sich nimmt, was er will, ohne Rücksicht auf Verluste.
    „Was der Morgen verspricht“ ist ein kurzweiliger historischer Roman, in dem eine Frau für ihre Rechte kämpft. Eine gemächliche Handlung mit zeitlichen Sprüngen, ohne Tiefgang und große Spannung sowie die sich gefällig auflösenden Probleme hinterlassen allerdings keinen bleibenden Eindruck beim Leser. Eingeschränkte Leseempfehlung!
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  • Rezension zu Was der Morgen verspricht

    Der Traum vom Leben
    Hannah, eine junge Frau, die im Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufwächst, bewundert die Arbeit ihres Großvaters, er ist Arzt mit Leib und Seele. In ihr wächst der Wunsch, es ihm gleichzutun. Schon früh, beginnt sie medizinische Werke zu lesen, doch für ein Mädchen aus gutem Haus kommt ein Studium der Medizin nicht infrage. Doch Hannah gibt ihren Traum nicht auf und sucht nach der einen Möglichkeit, ihn zu verwirklichen. Sie erfährt, dass Frauen auch in Tübingen studieren dürfen. Aber ihre Eltern haben anderes im Sinn, sie soll heiraten und einen Ehekandidaten gibt es bereits. Für Hannah bricht eine Welt zusammen.
    Die Autorin Kristina Herzog erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die ihren Traum leben will. In „Was der Morgen verspricht“ schildert sie das Leben von Hannah, einer Jüdin aus dem Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hannah wächst mit dem Wunsch auf, wie ihr Großvater Ärztin zu werden. Allerdings erwacht sie ziemlich abrupt aus diesem Traum, denn ihre Eltern sind strikt gegen diesen Berufswunsch, für sie kommt nur eine Heirat infrage.
    Diese Konstellation ist das Grundgerüst dieser Handlung. Die Autorin hat es gut verstanden, ihre Charaktere vorzustellen, ihre Wünsche und Träume in Szene zusetzten. Hannah kommt dabei eigentlich als willensstarker Charakter daher, bricht zwischendurch aber immer mal wieder weg. Ihr Zwiespalt zwischen ihrem Wunsch Medizin zu studieren und auch ihren Eltern nicht zu widersprechen wird deutlich. Mir persönlich waren es dann aber doch zu viele Zusammenbrüche der Protagonistin. Erst ist sie willensstark und versucht, sich durchzusetzen, nur um im nächsten Moment völlig zusammenzubrechen und mit Fieber im Bett zu landen. Auf der einen Seite will sie dann um ihren Traum kämpfen, wehrt sich gegen die Hochzeit, um dann im nächsten Moment spontan ihre Liebe zu ihrem Verlobten zu entdecken. Diese Wandlung ging mir zu schnell vonstatten und auch dass Daniel, der Verlobte, sie in ihrem Wunsch sofort unterstützt, fand ich etwas unglaubwürdig.
    Zunächst hat die Autorin sich viel Zeit genommen, um Hannah und ihr Umfeld vorzustellen. Ihr Kampf um das Studium wird ausführlich geschildert. Das Buch ist schon zur Hälfte vorbei, als die Autorin beginnt die Zeit zu straffen, ab jetzt fliegen die Jahre nur so dahin und das weitere Leben von Hannah und ihrem Daniel wird schnell erzählt.
    Gefallen hat mir, dass auch das Leben von Alma weitererzählt wird. Alma beginnt als Dienstmädchen bei Hannahs Familie und wird zum festen Bestandteil ihres Lebens. Auch Alma hatte Träume und Wünsche für ihr Leben, diese wurden ebenfalls lebhaft geschildert. Ehrlich gesagt hat mir Alma sogar als Protagonistin besser gefallen als Hannah.
    Fazit:
    „Was der Morgen verspricht“ ist eine gefühlvolle Geschichte über den Lebenstraum einer jungen Frau, die alles für ihren Traum geben würde. Der Erzählstil von Kristina Herzog ist wunderbar zu lesen. Sie erzählt anschaulich aus dem Leben ihrer Protagonisten und lässt sie lebendig werden. Auch wenn manche Szenen mir nicht so gut gefallen haben, etwas mehr Spannung nicht geschadet hätte, fand ich, die Geschichte insgesamt betrachtet unterhaltsam zu lesen.
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Ausgaben von Was der Morgen verspricht

E-Book

Seitenzahl: 445

Taschenbuch

Seitenzahl: 447

Besitzer des Buches 4

Update:

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