Drachenbanner

Buch von Rebecca Gablé

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Drachenbanner

England 1238: Die junge Adela of Waringham und Bedric, Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie, sind zusammen aufgewachsen. Während Adela als Hofdame zur Schwester des Königs geschickt und später mit einem Ritter verheiratet wird, schuftet Bedric auf den Feldern von Waringham - dem Elend der Leibeigenschaft und der Willkür von Adelas Bruder ausgeliefert. Als die Situation unerträglich wird, flieht er, nicht ahnend, dass Adela von ihm schwanger ist. In London begegnet Bedric Simon de Montfort, dem charismatischen Schwager des Königs. Als 1258 Seuchen und Missernten über das Land ziehen, bricht ein Krieg aus, der eine neue Zeit einläutet. Doch Bedric und Adela haben einander nie vergessen ...
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Serieninfos zu Drachenbanner

Drachenbanner ist der 2. Band der Waringham Saga Reihe. Sie umfasst 7 Teile und startete im Jahr 1997. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Rebecca Gablé

Ingrid Krane-Müschen machte sich unter ihrem Pseudonym Rebecca Gablé einen Namen als Schriftstellerin. Die 1964 in Wickrath in Deutschland geborene Autorin wurde einem größeren Publikum durch ihre historischen Romane bekannt. Mehr zu Rebecca Gablé

Bewertungen

Drachenbanner wurde insgesamt 12 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Teilweise sehr politisch und dadurch in die Länge gezogen. Hatte nur ein paar spannende Stellen.

    Annabell95

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Drachenbanner

    Bisschen in die Länge gezogen
    England um 1238: Bedric, der Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie und Adela of Waringham sind als "Milchgeschwister" gemeinsam aufgewachsen. Sie entwickeln verbotene Gefühle füreinander. Während Bedric auf den Feldern schuften muss, um seine Familie zu ernähren, wird Adela zur Schwester der Köngis geschickt um dort ihren Dienst als Hofdame anzutreten. Bedric ist der Macht und Wilkür von Adelas Bruder ausgeliefert. Als seine Situation unerträglich wird, flieht er von dort nach London um ein freier Mann zu werden. Später begegnet er dort Simon de Montfort, Schwager des Königs. Als dann 1258 nach Missernten und Seuchen der Krieg über das Land zieht, ändern sich die Zeiten...
    "Drachenbanner" ist der 7. Teil der Waringham-Saga und lässt sich unabhängig von den anderen Teilen lesen.
    Anfangs fand ich ein wenig langatmig, weil noch nicht wirklich viel passiert ist. Es wurde mehr Bedrics und Adelas Leben erzählt. Die wechselnden Perspektiven zwischend den beiden haben es aber sehr abwechslungsreich gestaltet. Beide Hauptprotagonisten fand ich klasse und ich mochte sie sehr gerne auf ihrem Weg begleiten.
    Es gab sehr viele Ereignisse in der Handlung und es wurde detailliert erzählt. Zum geschichtlichem Hintergrund hat man die aufwendige Recherche gemerkt, die dann mit in die Handlung verwoben worden ist. Allerdings gab es für mich nur wenige spannende Stellen, es zog sich in die Länge und wurde zu politisch. Teilweise wirkte es sehr konstruiert und zwanghaft. Es gab mir den ein oder anderen Zufall zu viel. Mit den vielen Protagonisten und Namen kam ich ab und an trotz Namensverzeichnis durcheinander.
    Mein Fazit:
    Manchmal war es ein wenig zu zwanghaft und in die Länge gezogen. Daher fand ich es nur solide. Ein paar Seiten weniger wären auch okay gewesen, aber sonst gut.
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  • Rezension zu Drachenbanner

    Gelungene Symbiose von Historie und fiktiver Geschichte
    Buchmeinung zu Rebecca Gablé – Drachenbanner
    „Drachenbanner“ ist ein historischer Roman von Rebecca Gablé, der 2022 bei Lübbe erschienen ist.
    Zum Autor:
    Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt.
    Klappentext:
    England 1238: Die junge Adela of Waringham und Bedric, Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie, sind zusammen aufgewachsen. Während Adela als Hofdame zur Schwester des Königs geschickt und später mit einem Ritter verheiratet wird, schuftet Bedric auf den Feldern von Waringham - dem Elend der Leibeigenschaft und der Willkür von Adelas Bruder ausgeliefert. Als die Situation unerträglich wird, flieht er, nicht ahnend, dass Adela von ihm schwanger ist. In London begegnet Bedric Simon de Montfort, dem charismatischen Schwager des Königs. Als 1258 Seuchen und Missernten über das Land ziehen, bricht ein Krieg aus, der eine neue Zeit einläutet. Doch Bedric und Adela haben einander nie vergessen.
    Meine Meinung:
    Auch bei diesem Roman ist es Rebecca Gable englische Geschichte lebendig werden zu lassen. Die Erzählung erfasst die Zeit von 1238 bis 1265 während der Regentschaft von König Henry III. Neben historischen Ereignissen spielt die fiktive Geschichte derer von Waringham eine tragende Rolle. Die Hauptfiguren sind Adela of Waringham und der leibeigene Bauer Bedric, die gemeinsam aufgewachsen sind. Adela wird als junges Mädchen an den Hof von Prinzessin Eleanor, der Schwester des Königs, geschickt. Dort erwirbt sie schnell das Vetrauen der Prinzessin,die mit Simon de Montfort verheiratet ist. Mit diesem Kniff erfahren die Leser die Absichten der revolutionären Seite aus erster Hand. Bedric ist vom Wunsch besessen, sich aus der Leibeigenschaft zu befreien. Adela, Bedric , Eleanor und Simon de Montfort sind starke Sympathieträger, auch wenn sie durchaus dunkle Seiten zeigen. Adela und Bedric verbindet eine enge Beziehung, auch wenn Adela einen Ritter heiratet und sie sich längere Zeit nicht begegnen. Die Handlung ist sowohl in historischer als auch in fiktiver Hinsicht komplex. Beeindruckend ist die Einbindung einer Vielzahl von Nebenfiguren, die meist vielschichtig gezeichnet sind. Rebecca Gable verzichtet auf ausführliche Schlachtszenen und nimmt dem oftmaligen Morden so einen Teil des Schreckens. Obwohl die geschichtlichen Vorgaben beachtet werden, schafft es die Autorin für die Waringham-Seite ein Happy-End jenseits vom Kitsch zu erschaffen.
    Bei den ewigen Machtkämpfen der Adligen untereinander und mit oder gegen den König sind die häufigen Seitenwechsel etlicher Beteiligter eine Konstante, die zu immer neuen Kämpfen führen. Dabei bleiben die einfachen Bauern und die Leibeigenen die Hauptleidtragenden dieser Kämpfe.
    Der Schreibstil ist zugleich nüchtern, lebhaft und atmosphärisch. Man spürt die umfangreiche Recherche bis in kleine Details. Ich habe mit meinen Helden gefiebert und musste mehrmals lesen, dass ihre Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Aber sie haben nie aufgegeben. So soll es sein.
    Fazit:
    Wieder einmal macht Rebecca Gable englische Geschichte und das harte Leben der meisten Menschen lebendig. Mich hat dieser Titel fasziniert und deshalb vergebe ich fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.
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  • Rezension zu Drachenbanner

    England 13. Jahrhundert: Der Leibeigene Bedric und die Adelige Adela of Waringham wurden am selben Tag geboren, Bedrics Mutter Eldrida war Adelas Amme, so dass die beiden die ersten Jahre gemeinsam verbracht haben. Daraus ist eine tiefe Freundschaft entstanden, die auch anhält, nachdem Eldrida und Bedric wieder die Burg verlassen.
    Bedric ist 14 Jahre alt, als sein Vater durch einen Unfall stirbt. Seine Hoffnung, dessen Scholle nun selbst bewirtschaften zu können, zerschlägt sich, da Raymond of Waringham in Vertretung seines erkrankten Vaters die Entscheidung fällt, dass Bedric noch zu jung dafür ist und seine Mutter erneut heiraten muss. Raymond, Adelas Bruder, ist ein schwieriger Mensch und nicht gut auf Bedric zu sprechen.
    Adela wird ungefähr zur selben Zeit Hofdame bei Eleanor Plantagenet, der Schwester König Henrys III, Tochter des „teuflischen“ John, und seit kurzem Ehefrau Simon de Montfort.s
    Der bereits siebte Band der Waringham-Reihe hat erstmalig einen Protagonisten, der nicht dem Adel zuzurechnen ist, sondern als Leibeigener der Waringhams geboren wurde. Als Leibeigener hat man nahezu keine Rechte, gehört im wahrsten Sinne des Wortes seiner Herrschaft. „Der Leibeigene ist ein Ding ohne Rechte, nichts weiter als ein Besitzstück seines Herrn“ (Richard FitzNigel), das Eingangszitat des ersten Teils (insgesamt gibt es vier Teile) sagt schon sehr viel darüber aus. Für Bedric und seine Familie bedeutet das einiges Leid. Es ist aber auch interessant die Geschichte (in doppeltem Wortsinn) einmal aus dieser Perspektive zu erleben.
    Mit Adela begibt man sich als Leser an das andere Ende der Hierarchie, dort steht König Henry III. Als Hofdame seiner Schwester kommt Adela und damit auch der/die Leser:in ihm sehr nahe, hier erleben wir dann auch die historischen Hintergründe jener Zeit, wie etwa Henrys zügelloses Auspressen der Bevölkerung für seine eigenen Bedürfnisse, und das sogar während einer langen Phase, in der Ernten ausbleiben, und das Volk hungert und an Seuchen stirbt. Eine große Rolle spielt hier auch Eleanors Ehemann Simon de Montfort.
    Rebecca Gablés Romane leben davon, dass das persönliche Leben ihrer Protagonisten mit den historischen Ereignissen verquickt ist, und man diese so aus deren Perspektive miterleben kann. In diesem Band dauert es etwas, bis der historische Hintergrund Fahrt aufnimmt, dann jedoch ist man mitten drin. Die Protagonisten kommen einem sehr nahe. Und auch wenn man vielleicht nicht alles gut und richtig findet, was diese tun, es gibt auf jeden Fall genug, das die eigenen Emotionen anspricht. Ebenso ist das hier sehr stark auch bei der Familie Montfort der Fall, gerade auch, weil man die tatsächlichen historischen Ereignisse nicht ändern kann.
    Das Ende bleibt relativ offen, was die Protagonisten angeht, so dass ich sehr hoffe, das es noch einen Anschlussband geben wird. Bis zu den Ereignissen der ersten Bände der Reihe, die ja später stattfinden, ist noch genug Zeit, ein weiterer Band davor also möglich.
    Wie es sich für einen guten historischen Roman gehört, und von einem solchen kann man bei der Autorin ausgehen, gibt es wieder einige Extras. Neben einem lesenswerten Nachwort gibt es ein Personenverzeichnis mit Kennzeichnung der historischen Personen und eine Karte. Sehr gut gefallen haben mir auch die zum jeweiligen Teil passenden Illustrationen.
    Ich habe auch Band 7 wieder sehr gerne gelesen, es ist einfach immer wieder schön, nach Waringham zu kommen. Er bringt einem die historischen Geschehnisse der Jahre 1238 bis 1265 durch das persönliche Erleben seiner Protagonisten nahe und gleichzeitig spannende und interessante Lesestunden. Sehr gerne empfehle ich ihn daher weiter.
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  • Rezension zu Drachenbanner

    Inhalt
    „England 1238: Die junge Adela of Waringham und Bedric, Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie, sind zusammen aufgewachsen. Während Adela als Hofdame zur Schwester des Königs geschickt und später mit einem Ritter verheiratet wird, schuftet Bedric auf den Feldern von Waringham - dem Elend der Leibeigenschaft und der Willkür von Adelas Bruder ausgeliefert. Als die Situation unerträglich wird, flieht er, nicht ahnend, dass Adela von ihm schwanger ist. In London begegnet Bedric Simon de Montfort, dem charismatischen Schwager des Königs. Als 1258 Seuchen und Missernten über das Land ziehen, bricht ein Krieg aus, der eine neue Zeit einläutet. Doch Bedric und Adela haben einander nie vergessen ...“
    Quelle: Klappentext
    Meinung
    Alle Waringham Bücher folgen einem Schema: Die fiktiven Hauptcharaktere derer von Waringham werden durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens begleitet, wobei sie immer nah am historischen Geschehen sind. Dabei sind sie häufig die Ratgeber oder Leibwächter der Könige (oder deren Widersacher) und sind so unterschwellig an einigen bedeutenden historischen Geschehnissen beteiligt.
    Als ich den Klappentext von „Drachenbanner“ gelesen habe, war ich sehr gespannt. Ich fand die Idee sehr spannend, die die Geschichte diesmal aus der Sicht einer Frau und eines Leibeigenen zu erleben, anstatt aus der Sicht der Earls of Waringham oder deren Brüder.
    Allerdings war ich auch ein wenig skeptisch. Denn so sehr diese Sicht in den heutigen Zeitgeist passt und ich selbst Lust auf diesen Perspektivwechsel hatte, so gehört nunmal zur historischen Wahrheit, dass die meisten wichtigen historischen Ereignisse ohne Frauen und unfreie Bauern stattfanden.
    Leider ist Rebecca Gablé aus meiner Sicht dieser Spagat nicht so gut gelungen, wie ich erhofft hatte.
    Über viele wichtigen Ereignisse berichteten Boten oder Augenzeugen, aber man war als Leser/in selten mittendrin. Dadurch wird das über 900 Seiten lange Buch irgendwann etwas langatmig. Außerdem blieben einige Charaktere mir zu blass.
    Das macht der großartige Schreibstil aber in vielen Teilen wett, sodass ich trotzdem über Phasen Schwierigkeiten hatte, das Buch aus der Hand zu legen.
    Fazit
    „Drachenbanner“ ist eine schöne Familiengeschichte/Liebesgeschichte im mittelalterlichen Kontext. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist es mir aber zu weit weg von vielen historischen Ereignissen.
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Ausgaben von Drachenbanner

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 928

E-Book

Seitenzahl: 929

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