Einmal noch sterben

Buch von Oliver Bottini

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Einmal noch sterben

Februar 2003. Nach den Anschlägen von New York steht der Krieg gegen den Terror vor einem weiteren Höhepunkt: Die USA und ihre Verbündeten bereiten sich darauf vor, in den Irak einzumarschieren. BND Agent Frank Jaromin ist gerade von einem Einsatz in Bosnien zurückgekehrt und will sich eigentlich um seine zerstrittene Familie kümmern. Da kommt ein hochbrisanter Auftrag aus dem Kanzleramt: Eine irakische Regimegegnerin behauptet, die Vorwürfe, die den Krieg legitimieren sollen, seien erfunden, es gebe im Irak nachweislich keine Massenvernichtungswaffen. »Curveball« – jener Informant, auf dessen Aussage die Vorwürfe basieren – lüge. Der BND schickt Frank Jaromin mit zwei Kollegen in geheimer Mission nach Bagdad, um die Beweise der Dissidentin zu sichern und den Krieg im letzten Moment zu verhindern. Das aber liegt nicht im Interesse einer Gruppe einflussreicher Akteure – ganz im Gegenteil. Und schon bald kämpft Frank Jaromin um sein Leben … Dem fünffachen Deutschen-Krimipreis-Träger Oliver Bottini gelingt mit seinem neuen Roman ein Meisterwerk des Spionagethrillers, politisch brisant und absolut mitreißend.
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Über Oliver Bottini

Oliver Bottini wurde 1965 in Nürnberg geboren und wuchs in München auf. Nach seinem Abitur und Zivildienst studierte Bottini ab 1992 an der LMU München Italianistik, Germanistik sowie Markt- und Werbepsychologie. Mehr zu Oliver Bottini

Bewertungen

Einmal noch sterben wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Einmal noch sterben

    Klappentext/Verlagstext
    Februar 2003. Nach den Anschlägen von New York steht der Krieg gegen den Terror vor einem weiteren Höhepunkt: Die USA und ihre Verbündeten bereiten sich darauf vor, in den Irak einzumarschieren. BND-Agent Frank Jaromin ist gerade von einem Einsatz in Bosnien zurückgekehrt und will sich eigentlich um seine zerstrittene Familie kümmern. Da kommt ein hochbrisanter Auftrag aus dem Kanzleramt: Eine irakische Regimegegnerin behauptet, die Vorwürfe, die den Krieg legitimieren, seien erfunden, es gebe im Irak nachweislich keine Massenvernichtungswaffen. »Curveball« – jener Informant, auf dessen Aussage die Vorwürfe basieren – lüge. Der BND schickt Frank Jaromin mit zwei Kollegen daher in geheimer Mission nach Bagdad, um die Beweise der Dissidentin zu sichern und den Krieg im letzten Moment zu verhindern. Das aber liegt nicht im Interesse einer Gruppe einflussreicher politischer Akteure – ganz im Gegenteil. Und schon bald kämpft Frank Jaromin um sein Leben …
    Der Autor
    Oiver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt 2018 für ›Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens‹.
    Inhalt
    Der BND-Agent Frank Jaromin hat in Afghanistan, Somalia und im Irak gedient; seine Teamkollegen kennt er bereits seit der gemeinsamen Bundeswehrzeit. In der Gegenwart haben sie z. B. einen gesuchten Kriegsverbrecher aufgespürt und seinem Gerichtsverfahren in Den Haag zugeführt. Frank sollte sich längst ins Privatleben zurückgezogen haben, als er in Bagdad einen Bilderbuch-Auftrag für einen erfahrenen Veteranen wie ihn übernehmen muss. Er soll Dokumente übernehmen, die beweisen würden, dass die Begründung für den Irakkrieg von Anfang an falsch war, und die diesen Krieg noch verhindern könnten. „Curveball“, der Informant der westlichen Geheimdienste, wäre damit als Betrüger entlarvt; beachtliche finanzielle Investitionen in diese Figur wären in den Sand gesetzt. Ein Alptraum. Und eine heikle Mission für Jeromin, da der BND keine eigenen Informanten mehr in Bagdad hat und sich auf Informationen „befreundeter Dienste“ verlassen muss.
    Franks Informantin „Abeer“ ist eine verwitwete Frau; aber auf wessen Seite sie steht, bleibt für ihn als Fremden lange ein Rätsel. Nebenbei steht die Frau für das hochaktuelle Thema der Ortskräfte, die von westlichen Armeen genutzt, aber letztendlich nicht geschützt werden. Auch wenn er mit der arabischen Kultur vertraut und in Bagdad noch bestens vernetzt ist, fragt sich, ob das für den heiklen Auftrag wirklich genügt. Sein Team tritt mit der hastigen Aktion mächtigen Seilschaften auf die Füße. Auf französischer Seite agiert als Analyst in Bagdad Claude Bitat, dessen Lebenslauf als Teilnehmer des Jugoslawienkriegs dem Jeromins erstaunlich ähnelt. Schließlich tritt noch mit Hans Breuninger in Berlin die ganz alte, längst pensionierte Garde „der Dienste“ auf; Breuninger hat dafür sehr spezielle Motive. Der Agent Curveball wird derweil in Deutschland durch Hanne Lay vom BKA verhört, die im Laufe dieser Aktion ihren Arbeitsplatz riskieren könnte.
    Fazit
    Oliver Bottinis komplexer Spionage-Thriller „Einmal noch sterben“ erfordert zunächst, sich in die Phase des Irakkriegs (ab 2003) zu versetzen, der uns inzwischen erstaunlich fern zu liegen scheint. Die Lebensläufe der Figuren würden sich bereits zu einem komplexen Plot fügen, den gemeinsame Kriegserlebnisse nicht einfacher machen. Es geht u. a. um Seilschaften in Organisationen, Männerbünde, den obligatorischen Maulwurf, um Traumata, sowie Familienangehörige von Militär und Geheimdienstmitarbeitern. Das zeitlose Thema Kränkungen erhält seinen Platz (von Individuen und ganzen Nationen), aber auch Konflikte zwischen akademisch gebildeten Büromenschen und denen, die ihr Leben in fernen Staubwüsten aufs Spiel setzen.
    Das Nachwort
    Bottini hat mich mit komplexen, absolut glaubwürdigen Figuren und deren sich überlappenden Vorgeschichten beeindruckt. Mit jeder gelesenen Seite wurden die Ereignisse zeitloser.
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Ausgaben von Einmal noch sterben

Hardcover

Seitenzahl: 480

E-Book

Seitenzahl: 521

Taschenbuch

Seitenzahl: 432

Besitzer des Buches 5

Update: