Der Buchhändler

Buch von Petra Johann

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Buchhändler

Unter Verdacht Nach einem einschneidenden Ereignis verlässt der vierunddreißigjährige Erik seine Heimat und übernimmt in einer bayrischen Kleinstadt eine Buchhandlung. Der Neustart scheint zu gelingen. Erik fühlt sich in Neukirchen wohl – bis die Tochter eines seiner neuen Freunde verschwindet. Die Grundschülerin hat in aller Frühe ihr Elternhaus verlassen und ist nicht zurückgekehrt. Eine groß angelegte Suche beginnt. Hauptkommissarin Judith Plattner, die nach einem persönlichen Schicksalsschlag nie wieder eine Ermittlung leiten wollte, übernimmt den Fall. Nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass jemand aus dem Umfeld des Mädchens für sein Verschwinden verantwortlich ist. Schon bald richten sich alle Augen auf Erik, den Neuen. Und dann macht jemand eine Entdeckung – mit fatalen Folgen. Ein hintergründiger Thriller über eine Gemeinschaft, in der die Angst die Macht übernimmt
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Bewertungen

Der Buchhändler wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,3 Sternen.

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Meinungen

  • Eine trügerische Geschichte mit überraschendem Ende!

    Jasminh86

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Buchhändler

    Der 34jährige Erik muss seinen bisherigen Wohnort aus privaten Gründen verlassen. Mit der Übernahme eines Buchladens in einer bayrischen Kleinstadt wagt er einen Neubeginn. Bald ist er gut integriert, findet Freunde und wird auch zu Familienfeiern eingeladen.
    Als die neunjährige, bildhübsche Tochter eines befreundeten Paares spurlos verschwindet, beteiligt sich auch Erik eifrig an der Suche. Doch bald kreisen schlimme Gerüchte in der kleinen Gemeinde, und der Buchhändler gerät unter einen schrecklichen Verdacht.
    Der Inhaltsangabe nach zu schließen, wird das eine spannende Geschichte, habe ich mir gedacht, und den Roman hoffnungsfroh auf meinen Reader geladen. Doch nicht überall wo Thriller draufsteht ist auch einer drin, so wie in diesem Fall.
    Obwohl ich unblutige Krimis und Thriller bevorzuge, war dieser leider gar nicht nach meinem Geschmack. Rund zwei Drittel des Buches kreisen stets um dasselbe Thema, nämlich die Befragungen der Nachbarn zum Verschwinden der kleinen Theresa Brunner. An und für sich lese ich gerne über detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit, aber mir waren weder die beiden Polizistinnen sympathisch, noch ist auch nur ein Hauch von Spannung aufgekommen.
    Die Protagonisten bleiben charakterlich blasse Erscheinungen, zu denen ich keinen Zugang fand. Auch Eriks "Geheimnis" ist eher ein trauriges Kapitel in seiner Vita, nichts, was den Leser faszinieren oder ihn neugierig machen könnte.
    Die Auflösung der Geschichte hat mir eigentlich noch am Besten gefallen, da sie zwar nur wenig spektakulär, aber logisch gut nachvollziehbar und schlüssig ist.
    Selbst mich - als Liebhaberin moderater Krimis und Thriller - hat dieses Buch überhaupt nicht in seinen Bann ziehen können. Daher gibt es von mir leider nur
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  • Rezension zu Der Buchhändler

    🌟Eine trügerische Geschichte mit überraschendem Ende!🌟
    Erik Lange, ein freundlicher Mittdreißiger, wagt einen Neuanfang. In einer Kleinstadt übernimmt er eine Buchhandlung. Sein neues Leben beginnt vielversprechend – bis eines Tages ein kleines Mädchen verschwindet. Theresa hat in aller Frühe ihr Elternhaus verlassen und ist nicht zurückgekehrt. Eine großangelegte Suchaktion wird gestartet, die erfahrene Kriminalhauptkommissarin Judith Plattner nimmt ihre Ermittlungen auf. Auch Erik hilft bei der Suche, genauso wie alle im Ort. Doch nach und nach verdichten sich die Hinweise, dass jemand aus ihrem Umfeld für Theresas Verschwinden verantwortlich ist. Auch Erik gerät in Verdacht – mit fatalen Folgen.
    ,,Der Buchhändler“ von Petra Johann ist ein Thriller, der am 14. März 2022 als E-Book im Aufbau Digital-Verlag erschienen ist. Diese Geschichte über eine scheinbar friedliche Kleinstadt Neukirchen in Bayern und einer fest eingeschworenen Gemeinschaft habe ich eher als Krimi wahrgenommen, da mir der Thrill gefehlt hat. Trotzdem fand ich die Handlung interessant, lesenswert und facettenreich, sodass ich überwiegend gut unterhalten wurde. Die Autorin hat das sensible Thema Pädophilie eingebaut. Während der Handlung habe ich mir öfters eine bestimmte Frage gestellt: sollte ein Mann mit pädophilen Gedanken, von denen er seit er denken kann gequält wird, er diese jedoch sein komplettes Leben lang erfolgreich unterdrücken konnte, verurteilt werden? Diese Gedanken eines Betroffenen wurden hier sehr deutlich erörtert und ich konnte nachvollziehen, was dieses Schicksal mit der eigenen Psyche anrichten kann. Die Reaktionen der Mitmenschen sind, wie hier in dieser Geschichte, negativ und auf den ersten Blick erst einmal verständlich, trotzdem sollte sich jeder über die Unterschiede zwischen einer Person mit bestehenden pädophilen Gedanken und einem aktiven Pädophilen informieren. Ob ich meine Kinder einem Menschen mit nonstop bestehenden Gedanken blind anvertrauen könnte? Ich weiß es nicht.
    Erik Lange, der hier anfangs im Vordergrund steht, erzählt in unregelmäßigen Abständen aus seiner Perspektive. Der Buchhändler verlässt schweren Herzens seine Heimat und somit seine Tochter, die für ihn sein Ein und Alles ist. Er findet schnell Anschluss und wird von der Gemeinschaft in Schönblick akzeptiert, sodass er schnell zur festen Nachbarschaft gehört. Erik fühlt sich wohl und die Sehnsucht nach seiner Tochter wird somit erträglicher. Doch als die auffallend schöne Grundschülerin Theresa in aller Frühe ihr Elternhaus verlässt und nicht mehr zurückkehrt, versammelt sich die komplette Nachbarschaft und rasch hilft jeder bei einer intensiven und groß angelegten Suche des Mädchens mit. Theresa bleibt verschwunden, vor allem aber für die Eltern beginnt ein quälender Alptraum. Mit jedem Tag, wo Theresa nicht auffindbar ist, gehen diese gleichzeitig mit zugrunde. Selbst die netten und aufmunternden Worte ihrer Nachbarn prallen an ihnen ab. Während Theresas Eltern vor Sorge zu psychischen Wracks werden, geht die gesamte Gemeinschaft in einem Strudel von Lügen und Gerüchten unter.
    Geheimnisse einiger Nachbarn kommen ans Tageslicht und auch Erik Langes langjähriges Geheimnis macht schnell die Runde. Nach und nach verdichten sich Hinweise, dass jemand aus Theresas Umfeld für ihr Verschwinden verantwortlich ist. Eriks bekannt gewordenes Geheimnis kommt der Nachbarschaft wie gerufen und es geschehen Handlungen, die fatale Folgen nach sich ziehen. Die Stimmung in Schönblick wird immer explosiver und ich wurde mit einem richtig guten, unvorhersehbaren und krassen Ende belohnt. Die Frage, was mit Theresa passiert ist und wer an ihrem Verschwinden beteiligt war, hat mich komplett überrascht. Das Finale, welches mich auf der einen Seite schockiert und traurig gestimmt und auf der anderen Seite total überrascht hat, ist der Autorin unheimlich gut gelungen. Die Frage um Theresas Roller, der plötzlich wieder in der Garage stand, sorgt für große Aufruhr. Dieser war mit dem Mädchen gleichzeitig verschwunden und gibt den Ermittlerinnen ein weiteres und kopfzerbrechendes Rätsel auf.
    Die beiden Kommissarinnen Judith Plattner und Pia Meyer ermitteln von Anfang an und nehmen jeden einzelnen Nachbarn ins Visier. Es wird ausgiebig ermittelt und zwischendurch erfuhr ich einige private Details aus dem Leben der beiden Frauen. Die Ermittlerinnen erledigen solide und detaillierte Kriminalarbeit, die an einigen Stellen etwas unglaubwürdig rüberkam. Dies fand ich jetzt nicht wirklich tragisch, außerdem musste ich das ein oder andere Mal schmunzeln. Plattner ist Hauptkommissarin und während den Ermittlungen werden ihr langsam die Augen geöffnet und ihr wird bewusst, warum ihre Familie von einem tragischen Schicksalsschlag getroffen wurde. Sie sieht durch diesen Fall den ungeahnten Selbstmord ihres Sohnes mit anderen Augen und versucht, eine Erklärung für seine schreckliche Tat zu finden. Kommissarin Meyer, die aus Muskeln wie der Hulk besteht, wirkt praktisch und quadratisch. Ihre Gründe für ihr jetziges und kompaktes Aussehen werden zwischendurch immer mal wieder kurz aufgegriffen. Das Buch besteht aus drei Teile, die allesamt eine angenehme Kapitellänge haben. Es wird aus der Sicht der Kommissarinnen und Erik erzählt, sodass ich mich in dessen Gedanken, Gefühle und Handlungen sehr gut hineinversetzen konnte. Eriks Flucht und Geheimnis wurden mit der Zeit offenbart, was mich teilweise sehr beschäftigt hat. Sein Verhältnis zu seiner Tochter wurde mit der Zeit intensiver beschrieben, das Verhalten einiger Personen gegenüber ihm hat mich schockiert und gleichzeitig auch wütend gemacht.
    Alle Charaktere sind interessant, authentisch und gut ausgearbeitet. Sie haben ihren Part hervorragend gespielt und zusammen eine tiefgründige Gemeinschaft gebildet, in der die Angst die Macht übernimmt. Detaillierte, jedoch keine ausschweifende Beschreibungen haben während des Lesens für klare Bilder gesorgt. Der flüssige Schreibstil und der Perspektivenwechsel haben bei mir deshalb auch für einen schnellen Lesefluss gesorgt. Nicht zu vergessen die Beschreibungen einiger Nachbarn - zum Beispiel dem zwinkernden und gleichzeitig mit dem Schlüssel spielenden Nachbarn, sind der Autorin gut gelungen, sodass ich die Befragungen immer sehr unterhaltsam und interessant fand. Dass nicht jeder das vorgegebene Bilderbuchleben lebt, wurde im Laufe der Handlung immer deutlicher. Zwischendurch gab es für meinen Geschmack einige Längen und es hat anfangs etwas gedauert, bis die Geschichte in die Pötte kam. Trotzdem hat mich ,,Der Buchhändler“ trotz des heiklen Themas super unterhalten. Von mir gibt es deshalb gute vier Sterne für die tödliche Idylle!
    🌟🌟🌟🌟
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  • Rezension zu Der Buchhändler

    Ich habe das Buch mit nur einer Unterbrechung gelesen und es bekam gute 4 Sterne von mir. Einen Punkt Abzug eigentlich nur für das Ende (die letzte Seite), da hätte ich mir noch etwas mehr Infos zum "Danach" gewünscht, das Ende war so gar nichts für mich, ABER der ganze Thriller war für mich sehr lesenswert.
    Der Prolog ließ ja schon erahnen (wer gut aufpasst), worum es irgendwann gehen wird, jedenfalls war ICH mir sicher und fragte mich fortan, wie DAS wohl umgesetzt wird und wurde nicht enttäuscht.
    Ich mochte die ganze Ermittlungsarbeit sehr, die sich von der ersten bis zur letzten Seite zieht. Ich mochte die Protagonisten und Ermittlerinnen. Ich fand die eingestreute Geschichte (Hintergrundinfos) zu den Personen sehr gut dosiert.
    Und als dann so ungefähr nach der Hälfte die Katze aus dem Sack gelassen wurde, da nahm das ganze dann richtig Fahrt auf, wurde teils unerträglich spannend für mich, hatte ich Sorgen und Ängste, die dann auch genauso eintraten.
    Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, mit einem sehr heiklen und äußerst aktuellen Thema und gutem Umgang damit im Buch! Das hat mir ausnahmslos gut gefallen.
    Es wäre, wie gesagt, für mich ein 5-Sterne-Buch geworden, wenn die letzte Seite nicht so ätzend gewesen wäre. Ohne jetzt etwas zu verraten: Das Ende ist KEIN Cliffhanger, keine Angst. Alles aufgelöst, ABER für mich ist das KEIN zufriedenstellendes Ende. Nicht bei so sympathischen Figuren, die ich über so viele Seiten kennengelernt habe und z. T. sehr mochte...
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  • Rezension zu Der Buchhändler

    Was das Leben in einer Kleinstadt bedeutet, muss Erik Lange am eigenen Leib erfahren. Zunächst sah es so aus, als sei sein Neustart geglückt. Er hat eine Buchhandlung übernommen, Freunde gefunden und sich wohl gefühlt. Doch dann verschwindet die Tochter eines Bekannten und schnell ermittelt die Polizei, dass jemand aus ihrem persönlichen Umfeld dafür verantwortlich sein könnte. Somit wird auch Erik genauer unter die Lupe genommen und plötzlich bekommt er zu spüren, dass sich in einer Kleinstadt Gerüchte schnell verbreiten, dass viele ein Geheimnis haben – ihn eingeschlossen – und die Menschen alles tun würden, um den Schein des perfekten Lebens zu bewahren.
    Petra Johann ist es gut gelungen ihre Kleinstadt und deren Bewohner zu beschreiben. Es wird auch glaubhaft geschildert, wie die Angst die Macht übernimmt und die Menschen sich an jeden Strohhalm festkrallen und zur Selbstjustiz neigen. Leider braucht der Roman sehr lange, bis er Fahrt aufgenommen hat und ansatzweise als Thriller durchgeht. Es dauert ebenfalls sehr lange, bis der Buchhändler so wirklich in Erscheinung tritt. Er hat zwar eine wesentliche und interessante Rolle, aber eben auch erst sehr spät. Die Einführungsphase war mir viel zu lang, so dass ich schon kurz davor war, das Buch abzubrechen. Den Schluss habe ich gerne gelesen, denn die Auflösung und die Geschehnisse davor waren interessant, auch die Ermittlungsarbeit, aber für mich und mein Thriller-Bedürfnis war alles davor leider sehr langatmig erzählt.
    Fazit: Ein sehr ruhiger Thriller, der lange braucht, bis er wirklich Fahrt aufnimmt – für meinen Geschmack leider zu lange. Das hat der an sich spannenden Story, die sich durchaus von anderen abheben kann, leider nicht gutgetan. Daher kann ich nur 3,5 Sterne vergeben, die ich auf 3 Sterne abrunden muss.
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Ausgaben von Der Buchhändler

Taschenbuch

Seitenzahl: 431

E-Book

Seitenzahl: 465

Besitzer des Buches 15

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