Die Diplomatin

Buch von Lucy Fricke

Cover zum Buch Die Diplomatin

Titel: Die Diplomatin

3,8 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

76,4% Zufriedenheit

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 256

ISBN: 9783548067780

Termin: März 2023

Aktion

  • Kurzmeinung

    Marie
    Unterhaltsam, stilistisch ansprechend. Aber: Lebt es sich tatsächlich so im diplomatischen Dienst?
  • Kurzmeinung

    easymarkt3
    Insgesamt eine spannende Lektüre!
  • Cover zum Buch Das Fest Cover zum Buch Takeshis Haut Cover zum Buch Ich habe Freunde mitgebracht

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Diplomatin

»Aktueller denn je: Wie geht man vor, wenn man etwas erreichen will, ohne dass es eskaliert? Ein Roman über die Kunst der Diplomatie.« Die ZEIT Dann steht man da und ist nur Deutschland. Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee. In ihrem fulminanten, so komischen wie bitteren neuen Roman erzählt Lucy Fricke von einer Diplomatin, die den Glauben an die Diplomatie verliert – und das, was in ihrem Beruf das Wichtigste ist: die Geduld.
Weiterlesen

Bewertungen

Die Diplomatin wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

(3)
(10)
(0)
(0)
(1)

Meinungen

  • Unterhaltsam, stilistisch ansprechend. Aber: Lebt es sich tatsächlich so im diplomatischen Dienst?

    Marie

  • Insgesamt eine spannende Lektüre!

    easymarkt3

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Diplomatin

    • 11. April 2022 um 21:41
    Ein würdiger Nachfolger
    Lucy Fricke wusste schon mit „Töchter“ zu überzeugen und auch ihr neuer Roman steht dem in nichts nach. Auf unterhaltsame und eindrückliche Weise erzählt die Autorin von ihrer Protagonistin Friedericke (Fred) Andermann, die als Diplomatin nach einem Vorfall in Montevideo nach Istanbul versetzt, und in der politisch aufgeheizten Stadt vor große Herausforderungen gestellt wird.
    Fred wirkt sehr abgeklärt und bringt eine große Portion trockenen Humor mit. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, habe sie als Hauptcharakter aber sehr zu schätzen gelernt. Vor allem im letzten Teil des Buches bekommt der Leser tiefere Einblicke in Freds Welt. Die Nebenspieler bleiben mir allerdings etwas zu farblos.
    Der Hauptteil der Handlungen spielt in der Türkei und greift damit zusammenhängende aktuelle Aspekte auf, die man aus den Nachrichten der letzten Monate und Jahre nur zu gut kennt. Mehr als einmal wird Fred hier mit ihrer eigenen Ohnmacht vor den herrschenden Verhältnissen konfrontiert, was sie allerdings nicht auf sich sitzen lassen kann.
    Das Buch greift aktuelle Fragen auf und hinterfragt auf eine schnörkellose Art und Weise, übt Kritik dort, wo es nötig ist. Ein mutiges Buch, das tief blicken lässt. Eine klare Empfehlung.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Die Diplomatin

    • 28. März 2022 um 18:22
    unterhaltsam und brisant
    Worum geht es?
    Fred ist Diplomatin, erst in Montevideo (Uruguay) und dann nach einem Vorfall in Istanbul. Dort wird sie von politischen Abläufen überrollt und an ihre Grenzen gebracht: Menschlich und auch politisch.
    Worum geht es wirklich?
    Schuld, Mut und Ohnmacht.
    Lesenswert?
    Ja, eine unterhaltsame und dennoch nachdenklich stimmende Lektüre. In wirklich kurzen Kapiteln begleitet man Fred bei ihrer Arbeit in Montevideo, ihren Aufgaben als Diplomatin - weniger politisch als vielleicht erwartet. Nach einem Zeitsprung dann ein anderer Arbeitsort: Istanbul. Und hier wird es wesentlich persönlicher und auch politisch aufgeheizter.
    Während ich die Protagonistin Fred zu Beginn eher anstrengend und unsympathisch empfunden habe, wurde sie im Verlauf der Handlung immer greifbarer, immer menschlicher und die Handlung damit irgendwie immer drängender.
    Es gibt durchaus viele unterhaltsame und amüsante Stellen, zeitgleich schwebt aber die politische Ohnmacht über den Handelnden und man muss (recht fassungslos) dabei zuschauen, was möglich ist und was eben auch nicht möglich ist.
    Die Richtung, in die die Handlung sich entwickelt, habe ich nicht erwartet. Hat mir aber gut gefallen und ich habe zum Ende hin mit den Protagonist*innen gebangt und gehofft.
    Sprachlich sehr angenehm zu lesen. Durch die kurzen Kapitel und den geringen Umfang des Buches auch für Menschen mit wenig Lesezeit oder nur kurzer Lesezeit sehr gut geeignet. Kann man gut beiseite legen und erst später wieder wieder einsetzen.
    Trotz des Unterhaltungsfaktors dieses Buches war die Handlung brisant und auch bewegend. Es werden keine politischen Namen genannt, es gibt keine konkreten Angaben. Und dennoch denkt man sich immer wieder: Oh verdammt, das kann so echt passieren. Das ist nicht weit weg. Das passiert genau so in manchen Ländern. Mit diesen wenigen Seiten und den kurzen Szenen wird ein sehr greifbares und reales Bild erschaffen. Es muss nicht lange erklärt werden. Es entsteht einfach nebenbei. Und es ist erschreckend.
    Von daher kann ich die Lektüre dieses Buches empfehlen.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Die Diplomatin

    • 25. März 2022 um 18:28
    Ein guter Diplomat muss mit den Ohren sehen und mit den Augen schweigen können. (Lawrence Durrell)
    Die 50-jährige Friederike Andermann, genannt Fred, ist alleinstehend und seit fast 20 Jahren als im diplomatischen Dienst tätig, wo sie sich Schritt für Schritt die Karriereleiter hinausgearbeitet hat. Bisher war Bagdad ihre Wirkungsstätte, doch nun beginnt sie ihre neue Aufgabe als Botschafterin in Montevideo/Uruguay. Mitten in den Vorbereitungen zur Feier des 3. Oktobers, dem Tag der deutschen Wiedervereinigung, erhält sie über einen Anruf Kenntnis davon, dass eine junge deutsche Reisebloggerin vermisst wird, die sich in Uruguay aufhielt. Fred spendet dem Fall nicht genügend Aufmerksamkeit, so dass sie ins türkische Istanbul „strafversetzt“ wird. Dort setzt sie sich für gefährdete Kurden ein und hilft ihnen bei der Flucht nach Griechenland, bis die Krankheit ihrer Mutter sie wieder in ihre Heimatstadt Hamburg bringt…
    Lucy Fricke hat mit „Die Diplomatin“ einen unterhaltsamen Roman vorgelegt, der das Leben einer Frau im Auswärtigen Dienst unter die Lupe nimmt und den Leser dabei an deren persönlicher Entwicklung teilhaben lässt. Der flüssige, lakonische und sehr pointierte Erzählstil lässt den Leser Fred kennenlernen, die sich mit viel Fleiß und großem Ehrgeiz die Karriereleiter im diplomatischen Dienst hinaufgearbeitet hat und nun in Uruguay die Landesvertretung Deutschlands leitet. Ihr Dienstpersonal lässt sie gleich zu Beginn im Stich, der Fall einer vermissten Bloggerin und Tochter prominenter Eltern bringt Freds Laufbahn gefährlich ins Wanken, so dass sie sich als Konsulin in Istanbul wiederfindet. Hat sie vorher streng nach Protokoll gearbeitet, so findet anhand der politisch brisanten Fälle, die nun auf ihrer Tagesordnung stehen, ein Umdenken bei ihr statt. Fred fängt an, eigene Entscheidungen zu fällen, die sie in eine brisante Lage bringen, doch sie merkt, dass sie sich damit wesentlich wohler fühlt, als sich hinter ihren Vorgesetzten oder dem Protokoll zu verstecken, was sie aber auch an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit bringt. Die Autorin hat gut recherchiert und ihre Geschichte mit einigen aktuellen Tatsachen garniert wie Verhaftungen aufgrund von nebulösen Anschuldigungen, Menschen, die von jetzt auf gleich verschwunden sind sowie die doch recht harten Repressalien und Verfolgungen, die so mancher in der Türkei aufgrund seiner Abstammung oder seiner Einstellung erleiden muss. Gerade die Aktualität macht diesen Roman so interessant und spannend, gewährt er doch einen Einblick in die diplomatischen Verwicklungen und den Balanceakt auf dem Drahtseil, der hier für zusätzlichen Druck auf alle Beteiligten sorgt.
    Die Charaktere sind liebevoll und realitätsnah in ausgestaltet und in Szene gesetzt, ihre glaubwürdigen menschlichen Eigenschaften können den Leser von Beginn an überzeugen, der er ihnen nur zu gerne folgt. Fred ist eine selbstsichere, ehrgeizige Frau, die sich aus einfachsten Verhältnissen im diplomatischen Dienst hochgearbeitet hat. Hat sie bisher streng nach Protokoll gearbeitet, lässt ein Vorfall sowie die Versetzung nach Istanbul sie plötzlich alles in Frage stellen, woran sie vorher vorbehaltlos selbst geglaubt hat. Gerade diese Gradwanderung und die Zweifel Freds lassen sie dem Leser sehr ans Herz wachsen. Aber auch Protagonisten wie Philipp, David, Christoph, Baris oder Meral spielen eine wichtige Rolle innerhalb dieser Geschichte.
    „Die Diplomatin“ ist ein gelungener Einblick in die komplizierte Welt diplomatischer Beziehungen, der vor allem jetzt nicht aktueller sein könnte. Verdiente Leseempfehlung für eine tolle Geschichte, die haarscharf die Realität im Blick hat!
    Weiterlesen

Ausgaben von Die Diplomatin

Taschenbuch

Cover zum Buch Die Diplomatin

Seitenzahl: 256

Hardcover

Cover zum Buch Die Diplomatin

Seitenzahl: 256

E-Book

Cover zum Buch Die Diplomatin

Seitenzahl: 257

Hörbuch

Cover zum Buch Die Diplomatin

 

Besitzer des Buches 19

  • Mitglied seit 5. Oktober 2008
  • Mitglied seit 23. April 2019
  • Mitglied seit 29. Mai 2008
  • Mitglied seit 30. August 2018
  • Mitglied seit 4. März 2024
  • Mitglied seit 16. September 2018
  • Mitglied seit 22. März 2016
  • Mitglied seit 18. September 2009
Update: 8. Mai 2026 um 13:48