Dark Rome: Das geheime Leben der Römer
Buch von Michael Sommer
Titel: Dark Rome: Das geheime Leben der Römer
Michael Sommer (Autor)
Verlag: C.H.Beck
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783406808623
Termin: Neuerscheinung Juni 2024
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Kurzmeinung
Regenmann Zusammenfassung hinlänglich bekannter Fakten
Bewertungen
Dark Rome: Das geheime Leben der Römer wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.
Meinungen
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Zusammenfassung hinlänglich bekannter Fakten
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Dark Rome: Das geheime Leben der Römer
- Magdalena
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22. Dezember 2025 um 11:18
Der Titel klingt ein wenig reißerisch, gibt aber durchaus gut wieder, womit sich der Historiker Michael Sommer in diesem Buch beschäftigt: mit diversen düsteren Seiten des alten Rom. Da stehen jedoch nicht nur Prostitution, Strippenzieher des organisierten Verbrechens und spektakuläre Giftmorde auf der Tagesordnung, sondern auch Palastintrigen und politische Mauscheleien, miese Machenschaften in den Provinzen, Wirtschaftskriminalität, die grausamen Spiele in den Arenen oder Blüten, die die Machtgier treibt. Und natürlich werden auch historische Bösewichter wie Caligula oder Nero beleuchtet und manche Mythen zurechtgerückt. Auch die Christenverfolgung und das spätere Umschwenken auf das Christentum als anerkannte und wichtigste Religion kommen zur Sprache, ebenfalls oft mit unerwarteten Details.Weiterlesen
Das Buch gliedert sich in 14 Kapitel, die sich jeweils einem Oberthema wie Gift, Geld oder Sex widmen und ist gespickt mit interessanten und skurrilen Fakten, wobei ich die Kapitel je nach Thematik recht unterschiedlich spannend fand. Manche waren sehr unterhaltsam und sogar witzig, andere fand ich doch recht trocken (mag aber auch an meinem persönlichen Interessensschwerpunkten gelegen haben, kriegerische Auseinandersetzungen in der Antike gehören da eher nicht dazu). Bei Büchern übers alte Rom immer verwirrend sind die zahlreichen Namen, die alle so fürchterlich ähnlich klingen, was es gerade bei den politischen Verwicklungen manchmal etwas schwer macht, den Überblick zu behalten.
Alles in allem ein lesenswertes Buch für alle, die ein bisschen tiefer ins alte Rom einsteigen wollen, Wert auf fundierte Recherche legen und bei bestimmten Themen einen langen Atem mitbringen. Mir war es teilweise ein wenig zu zäh - vielleicht empfiehlt es sich, das Buch eher kapitelweise als am Stück zu lesen. -
Rezension zu Dark Rome: Das geheime Leben der Römer
- Firkraag
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27. August 2023 um 18:37
Klappentext (Inhalt):Weiterlesen
War Mark Aurel drogensüchtig? Angeblich konsumierte der Philosophenkaiser Opium. Hat Archimedes, der geniale Baumeister aus Syrakus, tatsächlich eine Superwaffe konstruiert? Und tagte gar eine Geheimloge in der unterirdischen Basilika, die Archäologen in Roms Unterwelt entdeckt haben? Diese und viele weitere Rätsel erwarten die Leserinnen und Leser von Dark Rome – einer ebenso wilden wie faktenreich und spannend erzählten Sittengeschichte der römischen Welt. So stößt, wer in den Abgründen des römischen Imperiums schürft, gelegentlich auf Bleitäfelchen: Am richtigen Ort vergraben und mit der richtigen Fluchformel versehen, konnte man mit schwarzer Magie versuchen, unliebsame Zeitgenossen in den Orkus zu schicken. Eilige wählten für solche Anlässe lieber ein Pilzgericht wie beispielsweise Agrippina, die Gattin des Kaisers Claudius, die ihren Gemahl mit seiner Lieblingsspeise zu einem Gott machte (böse Zungen behaupten, er habe es im Jenseits nur zu einer Karriere als Kürbis gebracht ...). In den Dunkelzonen des römischen Reiches begegnet man auch Politikern wie den Statthaltern Albinus und Florus in Ägypten, welche die Provinzbevölkerung nach Strich und Faden ausplünderten. Doch die beiden waren Waisenknaben im Vergleich mit dem notorischen Halsabschneider und Proprätor Verres, der Sizilien zu seiner Pfründe machte und dabei über Leichen ging. Was Mord aus politischen Motiven betrifft, so könnten selbst Despoten unserer Tage noch von den alten Römern lernen. Diese setzten bei Bedarf ihre Gegner – wie es etwa Sulla, Octavian und Marcus Antonius taten – einfach auf sogenannte Proskriptionslisten, so dass jeder die Vogelfreien straffrei töten und sich an ihrem Vermögen gütlich tun konnte. Kurzum: Dark Rome erweist sich auf unterschiedlichen Ebenen als Quelle der Erkenntnis, wobei es den Leserinnen und Lesern überlassen bleiben soll, die Kapitel über Geheimschriften, Spione, Falschspieler, dunkle Kulte und die Freuden der Venus aufzublättern...
Klappentext (Autor):
Michael Sommer ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Oldenburg. Er forscht zur Sozialen- und Mentalitätsgeschichte des römischen Kaiserreichs und epochenübergreifend zur Geschichte der Levante. Bei C.H.Beck sind von ihm lieferbar: Wirtschaftsgeschichte der Antike (2013), Die Phönizier. Geschichte und Kultur (2008) und Schwarze Tage. Roms Kriege gegen Karthago (2022).
Beurteilung:
Was den Inhalt betriff, da muss ich nicht viel dazu sagen, der Klappentext ist da ziemlich ausführlich. Also fasse ich mich hier eher kurz. Die Inhalte sind nach Themen geordnet. Und zu jedem Thema gibt der Autor reichlich Bespiele an. Diese sind aber nicht chronologisch geordnet. Da hüpft er zeitlich manchmal durch das ganze alte Rom. Was einen natürlich etwas verwirren und aus dem Konzept bringen kann. Auch haut der Autor einem reichlich Namen um die Ohren. Da er sich mehr auf die Themen konzentriert, kommen nähre Erläuterungen zu den Namen und den Hintergrundgeschichten ebenfalls zu kurz. Also empfiehlt es sich, hier einiges an Vorwissen mitzubringen. Wenn es um ein Ereignis geht, das einem bekannt ist, geht das lesen recht flott. Aber wenn man es mit Personen oder Ereignisse zu tun bekommt, die einem nicht geläufig sind, kann man schon öfters beim Lesen den Faden verlieren. Oder die Lesekonzentration. Ich musste so manche Stelle mehrfach lesen. Andererseits hatte ich einen Großteil des Buches an Orten gelesen, wo ich nicht besonders viel Ruhe hatte. Was ich aber den Lesern dieses Buches dringen empfählen würde.
Die Inhalte waren zwar interessant und sehr gut recherchiert, aber vieles kam mir zu kurz vor. Meist nur anhand von einigen wenigen Beispielen (manchmal bekannt, manchmal eher nicht) erzählt.
Wem würde ich das Buch empfehlen? Auf jeden Fall keinen Anfängern in Sache „antikes Rom“. Ein gewisses Maß an Wissen ist hier schon Voraussetzung. Sonst verliert man sich bei dem ganzen zeitlichem Rumgehüpfe und der Fülle an Namen. Absoluter Experte sollte man aber auch nicht sein, da viele Beispiele eher bekannter Natur sind. Experten würden sich also eher langweilen. Empfehlen würde ich es Leute die schon Fortgeschritten sind, aber noch weit davon entfernt sind, richtige Profis zu sein.
Was die Wertung des Buches angeht, da schwanke ich zwischen 3,5 und 4 Sternen. Da ich das Buch meistens nicht an einem stillen Ort gelesen habe, war meine Konzentration auch nicht bei 100%, also vergebe ich als Vorschuss 4 Sterne. Aber irgendwann lese ich das Buch nochmal. An einem ruhigeren Ort. Also bloß nicht unterwegs lesen!
Ausgaben von Dark Rome: Das geheime Leben der Römer
Besitzer des Buches 7
Update: 22. Dezember 2025 um 11:18





