Die Birken der Freiheit

Buch von Christine Kabus

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Birken der Freiheit

Die Birken des Nordens Oldenburg, 1914: Luise reist nach Estland, wo die adelige Wilhelmine einen jungen deutschbaltischen Baron heiraten soll. Nicht wissend, dass es sich um den Zukünftigen ihrer Herrin handelt, trifft Luise auf Julius und verliebt sich in ihn. Die beiden Frauen fassen einen verwegenen Plan, aber ihr Glück steht auf Messers Schneide, denn schon bald bricht der Erste Weltkrieg aus. Estland, 1989: Bislang hat sich Merike stets ihrem tyrannischen Großvater gefügt, doch jetzt schließt sie sich gegen seinen Willen nicht nur der Unabhängigkeitsbewegung an, sondern kommt auch hinter streng gehütete Geheimnisse der Familie – und entdeckt ihre deutschen Wurzeln. Vor der wildromantischen Kulisse Estlands beschreiten drei Frauen neue Wege auf der Suche nach Freiheit und Liebe
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Serieninfos zu Die Birken der Freiheit

Die Birken der Freiheit ist der 2. Band der Estland Saga Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Christine Kabus

Ende 1964 wurde ich in Würzburg geboren, ging in Freiburg zur Schule und studierte in München und Heidelberg Germanistik und Geschichte. Als Regieassistentin und Dramaturgin arbeitete ich an verschiedenen Theatern, bevor ich 1996 nach München und in die Film- und Fernsehbranche wechselte. Mehr zu Christine Kabus

Bewertungen

Die Birken der Freiheit wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Birken der Freiheit

    „Nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.“ (Dietrich Bonhoeffer)
    1914. Rechtzeitig vor der Hochzeit der adligen Wilhelmine von Rahden trifft die Deutsche Luise in Estland ein, um dort als deren Zofe zu arbeiten. Die beiden Frauen hegen schnell ein freundschaftliches Verhältnis. Wilhelmine würde lieber ein Medizinstudium aufnehmen, als den ihr zugedachten Baron zum Ehemann zu nehmen. Trotzdem macht sie sich in Begleitung von Luise auf den Weg nach Livland, um ihren Zukünftigen kennenzulernen. Als Luise Julius begegnet, ahnt sie nicht, dass es sich hier um den Bräutigam handelt und verliebt sich sofort in ihn. Wilhelmine nutzt die Gunst der Stunde und schmiedet gemeinsam mit Luise einen Plan, damit jede von ihnen das Leben bekommt, das sie sich wünscht. Doch der Ausbruch des Ersten Weltkrieges könnte alles zunichtemachen…
    1989 Estland. Merike begehrt endlich auf gegen ihren despotischen Großvater Andrus und schließt sich mit Hilfe von Lenja der Unabhängigkeitsbewegung gegen Russland an. Zudem spürt sie ein altes Familiengeheimnis auf, das bislang gut gehütet wurde…
    Christine Kabus hat mit „Die Birken der Freiheit“ den zweiten Band ihrer Estland-Serie vorgelegt, der dem Vorgänger in punkto Unterhaltung und Spannung in nichts nachsteht. Die Geschichten können unabhängig gelesen werden, denn ihre Handlungen unterscheiden sich voneinander. Der flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil lädt den Leser zu einer Zeitreise ein, um zum einen 1914 mit Luise eine abenteuerliche Reise von Deutschland nach Estland anzutreten sowie 1989 auf Merike zu treffen, die sich in Zeiten des politischen Umbruchs von Estland behaupten muss. Der perspektivische Wechsel lässt die Spannung steigen und den Leser den Zusammenhang zwischen den beiden Handlungsebenen erst nach und nach erahnen. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und den historischen Hintergrund fundiert in ihre Geschichte eingewebt. So erlebt der Leser nicht nur den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, sondern erfährt auch von der Freiheitsbewegung Estlands, die sich gegen die russische Führung im Land wehrt und die Unabhängigkeit des Landes erkämpfen will. Auch die farbenfrohen Beschreibungen der Örtlichkeiten sowie deren Geschichte lassen während der Lektüre Bilder im Kopf des Lesers entstehen und vermitteln den Eindruck, er sei direkt vor Ort. Die politische Situation beider Zeitebenen lassen Parallelen zur derzeitigen Lage zu, vor allem aber der damalige Untergang des Eisernen Vorhangs rückt noch einmal intensiv in das Gedächtnis des Lesers.
    Die Charaktere sind facettenreich und lebendig in Szene gesetzt und fangen den Leser mit ihren glaubwürdigen Eigenschaften schnell ein, der sich ihnen gern an die Fersen heftet und mitfiebert. Wilhelmine ist eine Frau ohne Standesdünkel mit eigenem Kopf und dem Herz an der richtigen Stelle. Für ihre Freiheit spielt sie mutig ein gefährliches Spiel. Luise ist fleißig und besitzt ein freundliches Wesen, das sich Wilhelmine nur schwer widersetzen kann. Merike wächst über sich hinaus, sie fasst sich ein Herz und steht endlich für sich selbst ein. Großvater Andrus ist ein Tyrann, der nur seinen eigenen Willen gelten lässt. Merikes restliche Familie dagegen ist warmherzig, jedoch besitzt keiner die Stärke, sich gegen Andrus aufzulehnen.
    „Die Birken der Freiheit“ können den Leser mit einer gelungenen Mischung aus Historie, unterschiedlichen Zeitebenen sowie Liebe und Familiengeheimnissen überzeugen, der das Buch kaum aus der Hand legen kann. Verdiente Leseempfehlung für eine gut recherchierte und unterhaltsame Geschichte!
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  • Rezension zu Die Birken der Freiheit

    Nach ihrem Erfolgsroman „Die Zeit der Birken“ hat Christine Kabus nun ihr neustes Werk „Die Birken der Freiheit“, der jetzt im Aufbau Verlag erschienen ist, veröffentlicht. Leider muss ich gestehen, dass ich weder die Autorin noch ihre Bücher kannte, aber das wollte ich schnellstmöglich ändern. Nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, merkte ich, dass dieser alles hatte, was ich als großer Fan von historischen Büchern so liebe: Eine Familiengeschichte, die ein lang vorborgenes Geheimnis beinhaltet und um dieses zu lösen, muss der Leser eine Reise durch mehreren Zeitebenen absolvieren. Meine Neugierde wurde mehr als nur geweckt und so startete ich meine Reise ab Oldenburg 1914.
    Mit ihrem flüssigen und leichten Schreibstil konnte mich die Autorin von Anfang an überzeugen. Sofort merkte ich, dass Christine Kabus ihr Handwerk versteht und sie ganz genau weiß, womit sie ihre Leserschaft in ihren Bann ziehen kann. Ab der ersten Seite tauchte ich in das Leben der drei jungen Frauen ein und ab und ließ mich auf eine spannende Zeitreise ein. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und wiedergegeben. Durch ihre ausdrucksstarke und facettenreiche Darstellung bereichern sie die Geschichte auf ihre Art und Weise. Ganz besonders hatten es mir Luise und Wilhelmine angetan und die beiden konnten im Sturm mein Herz erobern. Bei Merike dauerte dies zwar etwas länger, aber je mehr ich über sie und ihre Lebenssituation erfuhr, desto besser wurde es.
    Leider kenne ich Estland nicht, aber dank der perfekt ausgearbeiteten Kulisse konnte mir Christine Kabus einen kleinen, aber dennoch sehr interessanten Einblick über Land und Leute geben. Besonders die damalige politische Situation fand ich sehr informativ.
    Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen im Jahr 1914 und dort treffen wir auf Luise, die als Zofe arbeitet. Eine neue Anstellung findet sie bei der adligen Wilhelmine, die ihren zukünftigen Ehemann kennenlernen soll. Dafür müssen beide Frauen nach Estland reisen, aber auf der Reise schließen sie einen Pakt, der beide Leben komplett auf den Kopf stellt.
    Der anderen entführt uns Christine Kabus ins Jahr 1989, dort lernen wir Merike kennen. Dort lebt sie in einem drei Generationenhaus, aber an ein harmonisches Familienleben kann keine Rede sein. Ihr tyrannischer Großvater sorgt schon dafür, dass alle Familienmitglieder sich ihm unterordnen. Bis Merike merkt, dass sie so nicht mehr weiterleben kann und will. Nicht nur politisch kämpft sie für eine Unabhängigkeit, sondern auch privat. Nach und nach kommt sich hinter einigen wohlbehütende Familiengeheimnisse, die so manch einer gerne verschwiegen bzw. vergessen hätte.
    Ich kann gar nicht schreiben, welche Zeitzone mir am besten gefallen hat. Für mich war eine sehr bewegende und spannende Zeitreise in zwei Leben, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die über 500 Seiten flogen nur so dahin und zeitweise konnte und wollte ich das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen. So emotional die Geschichte auch gewesen sein mag, dass Ende wurde noch mal getoppt. Zwei Handlungsstränge, die perfekt miteinander verwoben worden sind, sind letztendlich zu einem geworden. Ein schöneres Ende hätte ich mir nicht wünschen können.
    Die Birken der Freiheit ist nicht nur ein gut recherchierter historischer Roman, sondern auch eine spannende Familiengeschichte, die einen in seinen Bann zieht.
    5 von 5 Sternen und dieses Buch empfehle ich sehr gerne weiter.
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Ausgaben von Die Birken der Freiheit

Taschenbuch

Seitenzahl: 553

E-Book

Seitenzahl: 561

Besitzer des Buches 8

Update: