Wie die Wellen auf dem Meer
Buch von Nora Amelie
Titel: Wie die Wellen auf dem Meer
Nora Amelie (Autor)
Band 1 der Bernsteininsel-Reihe
Verlag: Independently published
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 430
ISBN: 9798743165407
Termin: April 2021
Aktion
Zusammenfassung
Serieninfos zu Wie die Wellen auf dem Meer
Wie die Wellen auf dem Meer ist der 1. Band der Bernsteininsel Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2021. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2024.
Bewertungen
Wie die Wellen auf dem Meer wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wie die Wellen auf dem Meer
- Deidree C.
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14. Oktober 2025 um 19:46
Inhalt:Weiterlesen
Die junge Ärztin Lara Mertens hat sich zum Arbeiten in die elterliche Praxis locken lassen. Dabei wollte sie die Welt erobern. Stattdessen sitzt sie nun auf einer Ostsee-Insel fest.
Sie ahnt nicht, dass genau das der Plan ihres Vaters war. Denn schon seit Jahren müht er sich, den Mantel des Schweigens über ein düsteres Familiengeheimnis zu halten. Und das klappt nur, solange er Frau und Töchter an der kurzen Leine hält.
Doch Laras Hunger aufs Leben ist groß.
Als sie für einen kurzen Moment aus der Reihe tanzt, gerät nicht nur das Kartenhaus ihres Vaters ins Wanken. Die Emotionen überrollen sie und stellen plötzlich alles infrage, was bisher wichtig war. Ihr einziger Rettungsanker scheint der attraktive Bernsteinfischer Lasse zu sein …
Rezension:
Leichter Liebesroman mit handfestem Familiengeheimnis
Es ist für mich das erste Buch aus der Reihe „Die Bernsteininsel“ der Autorin Nora Amelie. In diesem Band begleiten wir Lara ein Stück auf ihrem Lebensweg. „Wie die Wellen auf dem Meer“ hört sich im ersten Moment sehr harmlos, eher romantisch, verzückt an. Doch das Buch bietet nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein handfestes Familiengeheimnis.
Mir hat der lockere Schreibstil sehr gut gefallen. Ich konnte mir Lara mit ihren verschiedenen Problemen und Überlegungen gut vorstellen. Hin und wieder kam ein Wort oder Satz in Plattdeutsch vor, das aber nicht stört, sondern sich eher charmant liest. Wenn nicht schon der Sinn aus der Szene hervorgeht, so wird die Übersetzung spätestens am Ende geliefert.
In meinen Augen haben wir hier eine schöne, leichte, beginnende Liebesbeziehung, die mit dem Familiengeheimnis von Laras Familie direkt eine erste Bewährung erfährt.
Ich kenne die anderen Bände nicht, und weiß daher nicht, ob kleinere, offene Fragen in weiteren Geschichten beantwortet werden. Wenn ja, dann völlig in Ordnung. Für mich hätte es sich allerdings etwas runder angefühlt, wenn die Fragen zu Lara noch hier geklärt worden wären. Dafür hätte ich auch die eine oder andere Szene gekürzt.
Aber als Fazit kann ich sagen, dass ich den Roman gerne gelesen habe und ich mir die Reihe als Urlaubslektüre sehr gut vorstellen kann. -
Rezension zu Wie die Wellen auf dem Meer
- buecherfratz
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14. Oktober 2025 um 09:19
Ein Geschichte, die leider keine ganz großen Wellen schlägtINHALTWeiterlesen
Hätte Lara gewusst, welche Aufregung ein Foto von ihr verursachen würde, hätte sie sich wohl von ihrem Schwager nicht zu diesem Aktshooting überreden lassen. Ihr ohnehin herrischer Vater beschuldigt sie des Betrugs an ihrer Schwester und die Ehe ihrer Eltern scheint dadurch auf der Kippe zu stehen. Lara fragt sich, ob der Einstieg als Zahnärztin in die Praxis ihrer Eltern tatsächlich die richtige Entscheidung war oder ob es möglicherweise Zeit für einen Neuanfang wäre. Zum Glück springt ihr dabei der ebenso sympathische wie attraktive Bernsteinfischer Lasse zur Seite, der zu einer unverzichtbaren Stütze für Lara wird - in einer Zeit ihres Lebens, die von weiteren Geheimnisse geprägt zu sein scheint.
MEINUNG
Die als spannende Mischung aus Liebesgeschichte und Familiendrama anmutende Handlung hätte großes Potential, das aus meiner Sicht leider nicht voll ausgeschöpft wurde. Ich wurde leider mit Nora Amelies Schreibstil nicht so wirklich warm. So hat mich beispielsweise die harsch wirkende Bezeichnung "der Vater/die Mutter/die Eltern" an Stelle von "ihre Vater/ihre Mutter/ihre Eltern" o.ä. irritiert, auch wenn diese möglicherweise als Stilmittel zur Darstellung des distanzierten Verhältnisses zwischen Lara und ihren Eltern verwendet wurde. Doch auch die oftmals unvollständigen Satzbildungen und die ausfallende Sprach des herrischen Vaters trafen einfach nicht meinen Geschmack. Positiv zu erwähnen seien aber die sehr sinnlichen Beschreibungen der aufkeimenden Gefühle zwischen Lara und Lasse - die zarten Annäherungen, das Kribbeln und die Anziehung waren für mich deutlich zu spüren.
FAZIT
Auch wenn der Roman meinen Geschmack nicht ganz getroffen hat, kann ich mir vorstellen, dass die Geschichte rund um Lara und ihre Familie in der wunderschönen Landschaft von Rügen und Darß für viele eine willkommene und leichte Leseflucht aus dem Alltag darstellt. Auch ich selbst werde - ob der schönen Grundideen der Romane - auch bestimmt einem weiteren Buch von Nora Amelie eine Chance geben. -
Rezension zu Wie die Wellen auf dem Meer
- Juanla
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10. Oktober 2025 um 16:36
Mit ihrem Roman "Wie die Wellen auf dem Meer" hat Nora Amelie einen sehr romantischen und tiefgründigen Liebesroman erschaffen. Es geht um ein Familiengeheimnis, welches zwar spürbar ist und so einige Irrungen und Wirrungen mit sich bringt.Weiterlesen
Bereits das Cover sagt viel über das Setting dieses wunderbaren Romans aus, welcher durch das Meer und die Küstenlandschaft mit Muscheln, Bernstein und sommerlichen Früchten an den Zweigen geprägt ist. Die Bernsteinfischerei spielt in dieser Geschichte ebenfalls eine große Rolle.
Nora Amelie hat einen sehr einfühlsamen, emphatischen Schreibstil und wählt die Worte so passend und angenehm, dass dieses fast 400 Seiten umfassende Werk zügig lesbar macht. Sie schildert die Protagonisten, die Geschehnisse und auch die Beschreibungen des Meeres sehr farbenfroh und so bildhaft, so dass beim Lesen der Eindruck entsteht, selbst ein Teil der Geschichte zu sein.
Mein Lieblingszitat ist die Stelle, an der Lasse über Lara sagt: „Sie kann reden wie ein Wasserfall, schweigen wie ein Grab und ihr Lachen hört sich wie das Zwitschern der Schwalben an, die im Sommer über die Wiesen jagen.‘“
Die Charaktere sind durchweg außerordentlich gut gezeichnet. So versetzt sich die Leserschaft in die Hauptprotagonistin Lara, der anscheinend die Welt zu Füßen liegt, denn bereits früher gelang es ihr, in der Schule und im Chor sehr erfolgreich zu sein, die Aufmerksamkeit der Jungs auf sich zu ziehen und auch heute noch zieht sie mit ihrem seidenglatten, schwarzen Haar, den dunklen Augen und den makellosen Gesichtszügen die Blicke auf sich. Aber auch die anderen Protagonisten sind so dargestellt, dass sie aufgrund ihrer Beschreibungen und Charaktereigenschaften in ihrem Handeln sehr authentisch wirken. Besonders ihre jüngere Schwester Antonia mit ihrem dunkelblonden Haar, der hellen Haut und ihren blassblauen Augen hat stets deutlich gespürt, dass sie weniger gut bei anderen Menschen ankommt. Die Schwestern verstehen sich meistens sehr gut, denn auch das besondere Aussehen von Lara bringt nicht nur Vorteile mit sich. Während Antonia mit Victor verheiratet ist, gestaltet es sich für Lara teilweise schwierig, zu erkennen, welche Männer ernsthaftes Interesse an ihr haben und welche nur ein kurzweiliges Vergnügen mit ihr erleben wollen. In der Hinsicht hat Antonia ihr etwas voraus, denn sie hat bereits einen Ehemann, auch, wenn es etwas gibt, dass einen großen Unterschied zwischen dem Ehepaar macht. An dieser Stelle geschieht dann etwas, was das Verhältnis der Schwestern zueinander auf eine harte Probe stellt.
Alles andere als oberflächlich ist jedoch die Story. Ihr Vater Olaf, ein geschätzter Zahnarzt, bietet ihr an, in seiner Praxis als Zahnärztin zu arbeiten. Er richtet ihr alles ein, so dass sie sofort mit ihrer Arbeit beginnen kann. Was so gut gemeint scheint, hat für Lara jedoch einen bitteren Beigeschmack. Olaf wird als eher berechnend, kühl kalkulierend und manchmal ein wenig cholerisch bezeichnet. Die Stimmung in der Praxis, in der auch Mutter Silke arbeitet, ist oftmals miserabel, denn auch die Mutter ist sehr bedacht darauf, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten und wirkt dadurch eher unnahbar und kühl. Außerdem hat Lara es mit fast 30 Jahren noch nicht geschafft, sich von ihrem Elternhaus abzunabeln.
Der Spannungsbogen steigert sich stetig, denn was zunächst wie eine romantische Liebesgeschichte wirkt, entwickelt sich dahingehend, dass es auch als Krimi durchgehen würde. Immer mehr gerät der bis dahin gut gewahrte Schein sowie die nach außen hin kultiviert wirkende Familienidylle ins Wanken.
Für die emotionale Tiefe sorgt nicht nur die Auseinandersetzung Laras mit ihrer Vergangenheit, sondern auch die Konflikte, die sehr vielschichtig sind und tiefgründig liegen, um ein dunkles Geheimnis aus vergangenen Zeiten zu schützen. Die daraus resultierenden Spannungen stellen Lara vor Herausforderungen und sie muss Entscheidungen treffen, die ihre Beziehung zu ihrem Partner und ihren weiteren Berufsweg treffen, die nicht bei jedem in ihrem Umfeld populär sind.
Als sie dann der Wahrheit gefährlich nahekommt und sie dabei ist, die Geheimnisse zu lüften, kommt es zu einer überraschenden Wendung.
Fazit: Das Meer und die Küstenlandschaft, der maritime Flair, der diese Geschichte trägt, sind tragende Elemente, die das zentrale Thema "Geld oder Liebe" in einen passenden Rahmen setzen. Ein Lesevergnügen der besonderen Art, welches meine volle Empfehlung bekommt!
Ausgaben von Wie die Wellen auf dem Meer
Besitzer des Buches 3
Update: 14. Oktober 2025 um 19:46




