Wenn ich gross bin
Buch von José Mauro de Vasconcelos, Marianne Jolowicz
Titel: Mein kleiner Orangenbaum
José Mauro de Vasconcelos (Autor) , Marianne Jolowicz (Übersetzer)
Band 1 der Sesé-Reihe
Verlag: Unionsverlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 208
ISBN: 9783293710252
Termin: Neuerscheinung Juli 2024
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Wenn ich gross bin
Sesé ist ein wunderlicher kleiner Junge. Immer nimmt er sich fest vor, brav zu sein, aber wie soll man widerstehen, wenn sich die Gelegenheit zu einem herrlichen Streich bietet? Seine Familie glaubt, der Teufel stecke ihm in den Knochen, und will ihm den Schabernack mit allen Mitteln austreiben. Von den Erwachsenen missverstanden, flüchtet Sesé sich in seine eigene Welt – eine Welt, in der die Hühner im Hinterhof zu wilden Panthern werden, die bunten Papierdrachen singend am Himmel tanzen und ein kleiner Orangenbaum ihn zu Abenteuern überredet. Und irgendwo, da ist er sich sicher, wartet der beste Mensch der Welt auf ihn. Mit der weltweit geliebten Geschichte einer Kindheit schuf José Mauro de Vasconcelos einen zeitlosen Klassiker und eine Ode an die Macht der Freundschaft und der Fantasie.
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Serieninfos zu Wenn ich gross bin
Wenn ich gross bin ist der 1. Band der Sesé Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 1968. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 1974.
Bewertungen
Wenn ich gross bin wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wenn ich gross bin
- findo
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6. März 2026 um 18:33
Autor: Jose Mauro de VasconcelosWeiterlesen
Titel: Mein kleiner Orangenbaum
Seiten: 199
ISBN: 978-3-293-71025-2
Verlag: Unionsverlag
Übersetzung: Marianne Jolowicz
Autor:
Jose Mauro de Vasconcelos wurde 1920 in Rio de Janeiro geboren und war ein brasilianischer Schriftsteller. Bereits 1942 erschien seine erste von zahlreichen Erzählungen, deren bekannteste "Mein kleiner Orangenbaum" 1968 veröffentlicht und ein Jahr später ins Deutsche übersetzt wurde. Der Schriftsteller studierte Medizin, Jura, Philosophie und Malerei, arbeitete als Lehrer, Bananenlader, Krankenpfleger und Fischer, bevor er das Schreiben zu seinem Beruf machte. Vasconcelos starb 1984 in Sao Paulo.
Inhalt:
Sese kann keinen Streich widerstehen, und seine Familie glaubt, der Teufel stecke ihm im Leib. Um ihrem Groll zu entgehen, flüchtet sich Sese in seine Fantasie - eine Welt, in der die Hühner zu wilden Panthern werden und ein kleiner Orangenbaum ihn zu Abenteuern überredet. Und wo ganz, ganz sicher der beste Mensch der Welt auf ihn wartet. (Klappentext)
Rezension:
Zwischen fiktionalisierter Kindheitsbiografie und Coming of Age Geschichte schwankt die Erzählung des brasilianischen Schriftstellers Jose Mauro de Vasconcelos, die direkt nach Erscheinen 1968 Aufsehen erregte. Die kompakt gehaltene Novelle, in der beinahe durchgehend ein Orangenbaum der einzig positive Bezugspunkt für den kleinen jungen Protagonisten ist, verliert kein Wort zu viel und geht dennoch direkt unter die Haut.
[…]
Erzäht wird die Geschichte einer Kindheit, die einzig Trostlosigkeit in Hülle und Fülle zu bieten hat. Allen voran vor den Schlägen der Eltern und seiner älteren Geschwister flüchtet sich der kleine Hauptprotagonist in eine farbenfrohe Phantasiewelt, die ihn stets zu Streichen animiert, wofür es im nächsten Moment promt erneut Prügel hagelt, die den Jungen nach und nach seinen Glauben an sich selbst verlieren lässt, wobei auch nicht hilfreich ist, dass die stete Armut der Familie keine Perspektiven bietet. Selbst in Kinderaugen, die nur Wut und Verzweiflung in den Augen der Älteren sehen oder zu Weihnachten keine Geschenke.
[…]
In der Erzählung, die kein überflüssiges Wort enthält, begleiten wir die Hauptfigur durch die erste Zeit des bewussten Erlebens in der Kindheit, der mit wachen Augen seine Umgebung wahrnimmt, um darauf zu reagieren und dann fast immer den kürzeren zu ziehen. Fürsprecher hat er wehrlos kaum, von der Familie ist es beinahe allein eine ältere Schwester, ansonsten werden nach und nach nur wenige außenstehende Erwachsene zu positiven Bezugspunkten aufgebaut. Alle anderen Figuren sind im Gegensatz zu Sese, dessen Verbrechen es ist, Kind zu sein in einer kinderfeindlichen Umgebung, aus dessen Sicht klare Antagonisten.
[…]
Das macht den kleinen und intelligenten Jungen zu einem klaren Sympathieträger, der so sensibel wie mutig sich einer Welt entgegen stellt, die dem Kinde überdrüssig ist, allen voran die eigenen Eltern. Nicht nur der Wechsel zwischen realen Erleben und Phantasie kennzeichnet die Dynamik der Erzählung, auch Seses tiefgängige Gedanken, natürlich auch die Streiche in dichter Abfolge provozieren geradezu ein hohes Lesetempo, welches man nur gegen Ende stocken lässt, um an den entsprechenden Stellen innehalten zu können.
Diesen Tempowechsel so gekonnt hinzubekommen, ist hier wirklich gelungen. Erwähnenswert, die Erzählung verliert dadurch nichts, sondern gewinnt eher. Alle Figuren ohne Ausnahme, haben ihre Ecken und Kanten. Keine ist zu blass gezeichnet, als dass man sie sich nicht vor dem inneren Auge vorstellen könnte. Auch Orte, wobei diese überschaubar an der Zahl sind, werden sehr plastisch dargestellt. Die Schilderung der Gefühlswelt Seses tut ihr übriges. Zudem werden wichtige Themen wie Geldsorgen und Armut, aber auch Gewalt in der Familie thematisiert. Bemerkenswert, wenn man die Entstehungszeit des Romans betrachtet.
All dies überein zu bringen, ist Jose Mauro de Vasconcelos mit "Mein kleiner Orangenbaum", in der einfühlsamen Übersetzung von Marianne Jolowicz vorliegend, so gut gelungen, dass die kleine Novelle sich in das Gedächtnis eingräbt, wie die Wurzeln besagter Pflanze in die Erde. Mehr kann man da gar nicht verlangen. -
Rezension zu Wenn ich gross bin
- Conor
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3. Februar 2009 um 09:12
Klappentext:Weiterlesen
"Ich tauge überhaupt nichts. Ich bin ganz schlecht. Deshalb kommt zu Weihnachten für mich der Teufel auf die Welt, und ich bekomme nichts geschenkt. ich bin ein Ekel. Ein Biest. Ein Hund. Ein ganz abscheuliches Mistvieh. Eine meiner Schwestern hat mir mal gesagt, so was Widerwärtiges wie ich hätte gar nicht geboren werden dürfen..."
Ganze fünf Jahre alt ist der liebenswerte Strolch, der diese Kurzcharakteristik von sich selbst gibt. Von der ersten Seite an gehört ihm das Herz des Lesers. Sesé ist ein Lausbub. Immer wieder bieten sich ihm Gelegenheiten für neue Streiche, und doch weiß er im gleichen Augenblick, dass er hart dafür bestraft wird. Die Armut ist ständiger Gast in seiner Familie, und er leidet darunter. Aber sie macht ihn erfindungsreich. Mit viel Phantasie und Sensibilität ausgestattet, unterhält sich der kleine überdurchschnittlich intelligente Bub mit Orangenbäumen und Vögeln, kann lesen, ohne das Lesen je gelernt zu haben, und erstaunt seine Umgebung mit umwerfender Logik.
Sein kleines Herz sehnt sich nach Zärtlichkeit und Zuneigung, für die seine Familie wenig Zeit hat.
Als er endlich den "besten Menschen von der Welt" gefunden hat, beginnt die schönste Zeit seines jungen Lebens, bis ihn ein schreckliches Unglück aus all seinen Träumen reißt...
Der Autor:
José Mauro de Vasconcelos, geboren 1920 in Rio de Janeiro, hat einen portugiesischen Vater und eine indianische Mutter. Er studierte Medizin, Jura, Philosophie und Malerei und sammelte als Trainer, Bananenlader, Fischer, Lehrer und Krankenpfleger bei den Indianern im Urwald reiche Erfahrungen über seine Heimat.
Weitere in deutscher Sprache erschienene Werke:
"Ara Ara. Abenteuer im brasilianischen Urwald" (1971), "Meine Brüder, der Wind und das Meer" (1972), Romane
Meine Meinung:
Was für ein schönes, dünnes Büchlein - eins, was ich jetzt schon zweimal gelesen habe.
Sehr einfühlsam wird hier die Geschichte des fünfjährigen Sesé erzählt - aus der Sicht des Fünfjährigen. Man lacht und weint -man fühlt mit ihm.
Die Sprache ist poetisch - manchmal muss man schmunzeln und am Schluss muss man "mitweinen".
Das Buch hat nur einen Nachteil: Es ist viel zu kurz!
Ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen.
Ausgaben von Wenn ich gross bin
Besitzer des Buches 8
Update: 6. März 2026 um 18:33





