Das liebe Böse: Warum wir gut sein wollen und nicht können

Buch von Nahlah Saimeh

  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    Interessante Einblicke in soziologische und psychologische Aspekte der Kriminalität
Anzeige

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das liebe Böse: Warum wir gut sein wollen und nicht können

Warum fühlen wir uns vom Bösen oft so magisch angezogen? Seit Menschengedenken spielt das Böse eine zentrale Rolle in Kunst und Kultur. Unsere Welt wird beherrscht vom Guten, aber zugleich auch immer vom Bösen. Warum der Mensch aber überhaupt zum Bösen befähigt ist, bedarf einer Vernetzung mit Antworten der Psychologie, der Kriminologie und der Soziologie – dabei darf aber auch der spirituelle Blick auf das bloße Menschsein nicht fehlen. Welche Gefühle verleiten zu Verbrechen und inwiefern spielt die Psychologie eine Rolle im Erlebnis des Bösen? Die Erfolgsautorin Nahlah Saimeh begibt sich in ihrem Buch auf die Spur des Bösen. Als forensische Psychiaterin profitiert sie dabei aus ihrer langjährigen Arbeit mit Straftäter*innen. Nach ihren erfolgreichen True-Crime-Büchern widmet sich die Autorin in „Das liebe Böse“ nun der übergeordneten Frage, warum wir als Menschen böse handeln, obwohl wir es doch im Grunde besser wissen. Ein hochspannendes Buch für alle, die die dunklen Abgründe des Bösen ergründen möchten.
Weiterlesen

Bewertungen

Das liebe Böse: Warum wir gut sein wollen und nicht können wurde bisher einmal bewertet.

(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Meinungen

  • Interessante Einblicke in soziologische und psychologische Aspekte der Kriminalität

    Jasminh86

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das liebe Böse: Warum wir gut sein wollen und nicht können

    Interessante Einblicke in soziologische und psychologische Aspekte der Kriminalität!
    Warum fühlen wir uns vom Bösen oft so magisch angezogen?
    Seit Menschengedenken spielt das Böse eine zentrale Rolle in Kunst und Kultur. Unsere Welt wird beherrscht vom Guten, aber zugleich auch immer vom Bösen. Warum der Mensch aber überhaupt zum Bösen befähigt ist, bedarf einer Vernetzung mit Antworten der Psychologie, der Kriminologie und der Soziologie – dabei darf aber auch der spirituelle Blick auf das bloße Menschsein nicht fehlen. Welche Gefühle verleiten zu Verbrechen und inwiefern spielt die Psychologie eine Rolle im Erlebnis des Bösen? Die Erfolgsautorin Nahlah Saimeh begibt sich in ihrem Buch auf die Spur des Bösen. Als forensische Psychiaterin profitiert sie dabei aus ihrer langjährigen Arbeit mit Straftäter*innen. Nach ihren erfolgreichen True-Crime-Büchern widmet sich die Autorin in „Das liebe Böse“ nun der übergeordneten Frage, warum wir als Menschen böse handeln, obwohl wir es doch im Grunde besser wissen. Ein hoch spannendes Buch für alle, die die dunklen Abgründe des Bösen ergründen möchten.
    ,,Das liebe Böse - Warum wir gut sein wollen und nicht können" der Autorin und zugleich forensischen Psychiaterin Nahlah Saimeh ist ein Buch, welches sich über Prinzipien und allgemeine Beweggründe menschlichen Handelns und Bedürfnisse Gedanken macht. Dies ist kein True Crime-Buch, denn hier wird sich größtenteils über soziologische und psychologische Aspekte der Kriminalität geäußert. Das ‎128-seitige Buch ist am 18. Februar 2022 im Verlag Fischer & Gann erschienen.
    Nahlah Saimeh setzt sich mit der Frage auseinander, ob das Böse lieb sein kann. Als Psychiaterin der Forensik mit jahrelanger Erfahrung hat sie schon in unzählige Abgründe menschlicher Abgründe blicken müssen, sodass sie sich sicher ist, dass ,,das Böse" nicht lieb sein kann. Denn ,,das Böse" ist ein abstraktes Prinzip und Menschen, die Böses tun, können auch liebe Seiten haben. Ihre Erklärungen sind interessant und regen definitiv zum Nachdenken an, da mir aus verschiedenen Blickwinkeln das menschliche Verhalten näher gebracht wurde. Warum ein Mensch zu Bösem fähig ist, wird verständlich erklärt. Wie das menschliche Verhalten nicht nur erst ab dem ersten Atemzug geprägt wird, fand ich besonders spannend zu erfahren. Nahlah Saimeh setzt sich mit der Metapher vom „Rucksack“ auseinander und zeigt auf, wie vorgeburtliche Einflüsse und Erfahrungen in der Kindheit das weitere Leben prägen. Des Weiteren setzt sie sich mit Antisozialität und Kriminalität sowie ,,das Böse" und die Moral auseinander. ,,Das Böse" wird als Fehlgeburt des radikalen Sittlichen dargestellt, da keine Ungeheuer geboren werden. Warum Straftaten immer einen Grund haben, wird detailliert erläutert, was ich auch absolut nachvollziehen konnte. Die Sichtweise von Nahlah Saimeh ist klar und für Laien verständlich erklärt, umständliche Fachwörter werden am Ende des Buches separat nochmal extra erklärt. Auch teilt sie dort zahlreiche Literaturtipps rund um die psychiatrische Forensik.
    Nahlah Saimeh erläutert auch in diesem Buch wieder klar und deutlich, dass sie Straftäter nicht verurteilt. Auch wenn dessen ausgeübten Taten unvorstellbar schrecklich sind, sind es für sie weiterhin Menschen, dessen Verhalten ein Ausdruck des Scheiterns ist. Es liegt in erster Linie in der Natur, was das ,,Böse" zum Ausdruck bringt. Um die Metapher vom „Rucksack“ besser verstehen zu können, wurde mir eine kleine Imaginationsübung vorgeschlagen. Für dieses Gedankenexperiment hat die Autorin zwei sensible Fragen zum Anlass genommen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben. Denn ihre Schilderungen sind tiefgründig, schlüssig und erschreckend zugleich. Tiefe, sehr weit zurück liegende Ursachen der Vernachlässigung und religiöse Verbindungen zum Bösen sind wichtige Thema in diesem Buch. Dass ,,Liebe“ und „Böse“ Gegenstände theologischer Betrachtungen sind, war mir zwar nicht fremd, doch dass das Ausmaß so groß ist, war mir neu. Auch wenn diese Erläuterungen versucht worden sind verständlich zu erklären, hatte ich hiermit etwas Probleme. Obwohl das Buch gut verständlich und flüssig geschrieben ist, fand ich Erklärungen aus dem theologischen und spirituellen Bereich etwas anspruchsvoller. Jedoch fand ich es interessant zu erfahren, dass es in metaphysischen Narrativen und in Geboten, die in religiös-spirituellen Kontexten Eingang in die Menschheitsgeschichte gefunden haben, Muster und Anspiegelungen auf menschliches Verhalten, das auf strafrechtliche und moralische Verfehlungen hinweist, zu finden sind. Die sieben Todsünden spiegeln Persönlichkeitsmerkmale wider, was ich erschreckend finde. Denn diese Charaktereigenschaften finden sich im Spektrum forensisch, relevanter Persönlichkeitseigenschaften wieder. Es werden aktuelle Bereiche mit eingebunden, sodass mir mehrere Denkanstöße mit auf den Weg gegeben wurden.
    Der Reiz der forensischen Psychiatrie hat sich für Nahlah Saimeh im Laufe der Zeit verändert. Die Verantwortung im Dienste des Rechtsstaats gilt für sie auch weiterhin, aber hinzugekommen ist ein tiefes Verständnis für die Störanfälligkeit des Menschen. Bestimmte Erklärungsansätze für böses Handeln der forensischen Psychiatrie und warum der Mensch überhaupt zum Bösen befähigt ist, wurde sachlich und neutral zusammengefasst. Es wird auch erwähnt, dass es unter anderem verschiedene Ansätze aus der Entwicklungspsychologie und zwischenmenschlichen Beziehungen braucht. ,,Das liebe Böse" schreibt über umfassendes Hintergrundwissen und stellt die Fragen, warum wir überhaupt böse Gedanken hegen und was uns zu Handlungen treibt. Somit ist dies ein spannendes und interessantes Buch für jeden, der dem Bösen auf den Grund gehen und die Ursache der eigenen schlechten Gedanken finden möchte. Denn bei der Frage nach den Ursachen für das ,,Böse", das Menschen begehen, hat mit Extremvarianten menschlicher Verhalten zu tun. Zu welcher Persönlichkeit wir heranwachsen, ist abhängig von einer Mixtur, die gründlich erörtert wurde. Viele verschiedene Faktoren spielen eine unheimlich große Rolle, die mir mit diesem Buch näher gebracht wurden.
    🌟🌟🌟🌟,5!
    Weiterlesen
Anzeige

Ausgaben von Das liebe Böse: Warum wir gut sein wollen und nicht können

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 128

E-Book

Seitenzahl: 144

Update: