Un ciel rempli d'oiseaux
Buch von Antoine Choplin
Titel: Un ciel rempli d'oiseaux
Antoine Choplin (Autor)
Verlag: Fosse aux Ours
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 80
ISBN: 9782357071674
Termin: Oktober 2021
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Rezension zu Un ciel rempli d'oiseaux
- tom leo
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8. Februar 2026 um 18:59
Original: Französisch, 2021Weiterlesen
KLAPPENTEXT: „Die Entdeckung des Werks von Ceija Stojka war buchstäblich ein Schock. Eine echte Umarmung. In dem Sinne, dass ich sofort und für immer die Umarmung spürte, die sie mir durch die rohe und einhüllende Anmut ihrer Gemälde und Schriften gab. Ihr Lebensweg, der einer 1933 geborenen österreichischen Roma-Frau, Überlebende der Konzentrationslager, lange Zeit als Analphabetin betrachtet, unterstreicht umso mehr die Kraft ihres Zeugnisses und das großartige Rätsel, das sie dazu gebracht hat, Künstlerin zu werden. Langsam entstand in mir der Wunsch, mich ihr durch das Schreiben anzunähern. An manchen Tagen spüre ich, wie sehr sie mich begleitet, so sehr, dass ich ihre Schulter spüren kann, nicht weit entfernt.” Antoine Choplin.
(Übersetzt mit DeepL.com/kostenlose Version)
UM WEN GEHT ES? Ceija Stojka, bürgerlich Margarete Horvath-Stojka (* 23. Mai 1933 in Kraubath an der Mur, Steiermark; † 28. Jänner 2013 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin und Künstlerin. Sie gehörte den Lovara-Roma an, die besonders in Zentral- und Osteuropa leben.
Als Kind wuchs Ceija Stojka in einer Familie auf, die als Pferdehändler durch Österreich reiste. Nach der Deportation ihres Vaters 1941 nach Dachau, wurde der Rest der Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. 1943 wurde sie mit ihrer Mutter und Schwester ins KZ Auschwitz-Birkenau geschickt, wo Stojka in der Nähstube arbeiten musste. 1944 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und Schwester, getrennt von den jüngeren Brüdern, ins Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück gebracht. Kurz vor Kriegsende kamen alle drei nach Bergen-Belsen, wo sie 1945 von den Briten befreit wurden. Von der Großfamilie, die etwa 200 Personen umfasste, überlebten nur sechs Personen. Nach dem Krieg ließ sich Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.
Erst spät entschied sie sich, Zeugnis abzulegen und begann 1988 ihr erstes Buch “Wir leben im Verborgenen” und machte als eine der ersten auf das Schicksal ihres Volkes in den Konzentrations- und Vernichtungslagern aufmerksam. 1992 folgten mit dem Buch “Reisende auf dieser Welt” ihre Erinnerungen an die Zeit im Nachkriegsösterreich. 1989 fing sie nach einer Japanreise an, erste Bilder zu malen. Immer wiederkehrende Themen sind bunte Naturmotive, besonders der Roma vor dem Krieg, aber auch sehr düstere Darstellungen der NS-Gräuel. Ausstellungen ihrer Werke waren am häufigsten in Deutschland und Österreich zu sehen, aber auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Japan und Tschechien. 2003 erschien ihr Gedichtband “Meine Wahl zu schreiben – ich kann es nicht”. (Quelle: wiki und vita im Buche)
BEMERKUNGEN: Dieses Buch wurde wunderbar editiert im Lyoner Verlag “La fosse aux ours”, mit einem guten Dutzend ihrer Bilder (siehe als Beispiel auch: https://www.ecosia.org/images?q=ceija%20stojka%20peinture ) und einer angenehmen Schriftgrösse. Eine fiktive (?) Freundin von Ceija, Lisa, wendet sich an diese mit einem “Du”, erzählt aus deren Leben in den 30iger Jahren und dann in den Lagern in zehn Kapiteln. Dabei dienen die Bilder als Ausgangspunkte: diese haben im Wesentlichen zwei Themen. Das “freie” Leben in den Pferdewagen, eng verbunden mit der Natur und untereinander, in einer gewissen Buntheit und einem Überschwang. Und andererseits eher düstere Zeichnungen, Bilder aus dem Lagerleben. (Es gibt in diesem Jahr unter anderem eine Ausstellung in Besançon: https://sortir.besancon.fr/2026/02/02/cei…bre-et-lumiere/ )
Als Rahmenhandlung dient die Vernissage einer Ausstellung, in dem Ich-Erzählerin und Ceija anwesend sind. Teils wie Fremde, mitten in einem Milieu, das sie doch eigentlich wahrnehmen sollte.
Ich bin immer wieder überrascht, welche Themen und Schätze Choplin da wieder entdeckt und verarbeitet! Man möge dazu einfach – auch wenn man die Bücher nicht auf Französisch geniessen kann – mal einige Besprechungen anklicken, die ich im Laufe der Jahre eingestellt habe: https://www.buechertreff.de/search/?q=anto…&sortOrder=DESC . Besonders beeindruckt mich, dass der Autor nicht vor schweren Themen zurückschreckt, in ihnen aber auch den Funken Menschlichkeit unterscheidet. Besonders denke ich da an Antoine Choplin – Une forêt d'arbres creux , wo er ebenfalls das Leben und das Werk eines Menschen und Künstlers ehrt, der im KZ war.
So geht meine Dankbarkeit an Choplin und seine Aufmerksamkeit!
AUTOR : Antoine Choplin ist ein französischer Schriftsteller und Dichter, der 1962 in Châteauroux geboren wurde. Nach einem Studium an einer Wirtschaftsschule und weiteren Studien der Mathematik und Wirtschaft in Paris, arbeitet er zunächst in einem Beratungsunternehmen. Er lebt derzeit in der Nähe von Grenoble/Isère, wo er seit 1996 Leiter des Festivals von Arpenteur ist. Er liebt die Berge, Schach, Guitarre und das Klavier. Inzwischen hat er gut zwanzig Romane, Schilderungen und Gedichtbände veröffentlicht. (siehe auch: https://fr.wikipedia.org/wiki/Antoine_Choplin )
Publisher : FOSSE AUX OURS
Publication date : 14 Oct. 2021
Language : French
Print length : 80 pages
ISBN-10 : 2357071672
ISBN-13 : 978-2357071674
Dimensions : 13.9 x 0.6 x 18.9 cm
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Update: 8. Februar 2026 um 18:59



