Das Gotteshaus

Buch von C. J. Tudor, Marcus Ingendaay

  • Kurzmeinung

    Firkraag
    Ein sehr gut zu lesender Thriller mit einer etwas zu konstruierten Story!
  • Kurzmeinung

    Bona Vox
    Rechnete mit Langeweile, wurde vom Gegenteil überrascht!

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Gotteshaus

Vor 500 Jahren: Acht Märtyrer wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Vor 30 Jahren: Zwei Mädchen verschwanden für immer. Vor zwei Monaten: Ein Pfarrer hat sich in der Kapelle erhängt. Willkommen in Chapel Croft. Für die Pfarrerin Jack Brooks und ihre Tochter Flo sollte es ein Neustart sein: neuer Job, neues Zuhause. Aber Jack stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, in der Misstrauen gegenüber Fremden tief verwurzelt ist. Schon bald muss sie sich fragen: Wer schickt ihnen düstere Drohbotschaften? Und warum hat Flo Visionen von brennenden Mädchen? Chapel Crofts Geheimnisse liegen verborgen in einem dunklen Grab, aber nun kehren die alten Gespenster zurück - und sie werden keinen Frieden finden, bis sie nicht Vergeltung geübt haben ...
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Bewertungen

Das Gotteshaus wurde insgesamt 12 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Ein sehr gut zu lesender Thriller mit einer etwas zu konstruierten Story!

    Firkraag

  • Rechnete mit Langeweile, wurde vom Gegenteil überrascht!

    Bona Vox

  • Ein schauriger, mysteriöser und unheimlicher Thriller, dessen dichte Atmosphäre Gänsehaut verursacht!

    Jasminh86

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Gotteshaus

    Erster Eindruck
    Wenn ich an Dan Brown denke, machen Hetze und Metropolen als Schauplätze einen Thriller aus. Nicht aber bei „Das Gotteshaus“ von C.J. Tudor. Die Handlung entwickelt sich langsam und spielt am „Arsch der Welt“. Der Roman ist in erfrischender Umgangssprache geschrieben – einschließlich der Kraftausdrücke – und erzählt aus den Perspektiven dreier Figuren. Und er ist spannend vom ersten Satz an.
    Inhalt ohne Spoiler
    Als Pfarrerin Jack Brooks mit ihrer 15jährigen Tochter Flo in das gottverlassene Nest Chapel Croft (was nichts mit dem gleichnamigen Waldstück südöstlich von London zu tun hat) einzieht, lässt jeder Moment in der verwahrlosten Kirche und im heruntergekommenen Pfarrhaus Unheil erwarten. Scheinbar will jeder in der zwei Dutzend Häuser großen, aber weitläufigen Gemeinde sein Geheimnis hüten, während Reverend Brooks unter ihrem eigenen leidet und gezwungenermaßen die Geheimnisse ihrer klein- bis spießbürgerlichen Schäfchen lüften muss. Das ist unumgänglich, um den vermeintlichen Spuk der „brennenden Mägdelein“ in ihrer Kirche sowie das Verschwinden zweier Mädchen aufzuklären. Nur so kann sie die befürchtete Gefahr von Flo abwenden. Doch dadurch begibt sie sich in einen Strudel aus Märtyrersage, Tradition, Glaube und Weltlichkeit, der letztendlich für sie und Flo lebensbedrohend wird …
    Schreibstil
    Erfreulich dreidimensional zeigt Tudor ihre Protagonistinnen. Gefühle, Ängste und verborgene Erinnerungen dominieren über die Beschreibung körperlicher Merkmale. So ist Brooks‘ weißer Pfarrerskragen weniger Kleidungstück als Bollwerk gegen Aufdringlichkeit und Neugier, auch Flos düstere Erscheinung entspricht ihrem Charakter und ihrem Versuch der Selbstfindung. Tudor beschränkt sich auf eineinhalb Dutzend Figuren – die namenlosen Polizisten, Sanitäter und Spurensicherer einmal außen vor gelassen. Wie die dramaturgisch hervorragende, aber gewollt quälend langsame Aufklärung von Verbrechen aus Gegenwart und mehr- bis hundertjähriger Vergangenheit ist auch das anfängliche Missverständnis in Bezug auf den Namen Jack – abgeleitet von Jaqueline – ein Stilmittel, um den Leser unter Spannung zu halten. Überhaupt sind Spannung und Suspense die hervorstechenden Merkmale des Romans. Die Düsternis wird unterstützt durch drei Perspektiven: als Ich-Erzählung von Jack Brooks und in der dritten Person von Flo und … nein, keinen Spoiler! Dazu kommt eine unmittelbare Betroffenheit des Lesers durch die Gegenwartsform sowie durch die ihm ja geläufige Umgangssprache. Darüber hinaus entbehrt der Roman nicht eines von mir süffisant genossenen Sarkasmus und einer gehörigen Portion Selbstironie Jacks. Wenn ich mir dann noch ihre Ängste um Flo verdeutliche, bin ich froh, Vater zweier erwachsener Söhne zu sein und nicht Mutter einer pubertierenden Tochter. Meine eigenen Leser locke ich selbst gern auf falsche Fährten, Tudor überraschte aber auch mich mit einer Vielzahl von Wendungen, die meinen jeweiligen Verdacht gekonnt ad absurdum führten.
    Fazit
    Wer nur von Dan Brown und Tom Clancy bzw. dessen Nachfolge-Autor aufregende Thriller erwartet, liegt falsch. Im Vergleich zum düsteren „Gotteshaus“ Tudors sind deren Romane allesamt farblos. Nicht zuletzt liegt das an der Hetze und daran, dass ihre Figuren keine charakterliche Tiefe haben. Diese Bestsellerautoren sollten sich an Tudor ein Beispiel nehmen.
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  • Rezension zu Das Gotteshaus

    🌟Ein schauriger, mysteriöser und unheimlicher Thriller, dessen dichte Atmosphäre Gänsehaut verursacht!🌟
    Vor 500 Jahren: Acht Märtyrer wurden bei lebendigem Leib verbrannt.
    Vor 30 Jahren: Zwei Mädchen verschwanden für immer.
    Vor zwei Monaten: Ein Pfarrer hat sich in der Kapelle erhängt.
    Willkommen in Chapel Croft. Für die Pfarrerin Jack Brooks und ihre Tochter Flo sollte es ein Neustart sein: neuer Job, neues Zuhause. Aber Jack stößt auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, in der Misstrauen gegenüber Fremden tief verwurzelt ist. Schon bald muss sie sich fragen: Wer schickt ihnen düstere Drohbotschaften? Und warum hat Flo Visionen von brennenden Mädchen? Chapel Crofts Geheimnisse liegen verborgen in einem dunklen Grab, aber nun kehren die alten Gespenster zurück – und sie werden keinen Frieden finden, bis sie nicht Vergeltung geübt haben…
    ,Das Gotteshaus" der Autorin C.J. Tudor ist ein Thriller, der am 14. Juni 2022 im Goldmann-Verlag erschienen ist. 560 Seiten voller mysteriöse Spannung und Geheimnisse haben mich hervorragend unterhalten, denn diese Geschichte lüftet, besonders gegen Ende, ein besonderes dunkles und komplexes Geheimnis, welches mich völlig überrascht hat. Die Autorin hat hier eine sehr geschickte und vor allem überraschende Wendung eingebaut, die ich nicht vorhergesehen habe. Ereignisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart ergaben für mich einen gut durchdachten Plot, der von einer schaurigen und übernatürlichen Atmosphäre begleitet wird. Mehrere, darunter auch rätselhafte Handlungsstränge, sowohl aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit, ergeben im Laufe der Zeit eine gut überlegte, schlüssige und komplexe Geschichte mit einer intensiven Spannung, einige Einblicke aus dem Leben von Jack und Flo haben den Fokus von der wahren Geschichte nicht abschweifen lassen. Die düstere Erzählung verdichtet sich so umso besser, außerdem haben diese für eine schöne Abwechslung gesorgt.
    Durch die spannende, flüssige, authentische und detaillierte Erzählweise ist es der Autorin wunderbar gelungen, dass ich mich sehr gut in die beiden Hauptfiguren hineinversetzen konnte. Da Jack mit Flo kurzfristig von Nottingham nach Chapel Croft umgezogen sind, sind die ersten Tage für sie nicht einfach. Während Jack auf einen Neuanfang hofft und eine ruhigere und friedlichere Zeit angehen möchte, verbringt Flo anfangs viel Zeit mit Fotografie, ihrem größten Hobby. Langsam bereitet sich Jack für ihre neue, jedoch viel kleinere Gemeinde in dem ländlichen Sussex vor, wo sie als Pfarrerin weiter Gottes Weg befolgen und lehren will. Dass ihr Vorgänger Selbstmord beging, erfährt sie erst, als sie längst angekommen ist. Nicht nur diese Nachricht lässt sie grübeln, denn wenig später geschehen regelmäßig rätselhafte und bedrückende Situationen, die dafür sorgen, dass Jack von Alpträumen und ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Dass sie auf der Flucht vor einem Mann ist, der sich hier regelmäßig zu Wort meldet und mich tief in seine dunkle Seele hat blicken lassen, behält sie nur für sich. Dies führt zu einer extrem angespannten Pastorin, die nicht mehr zur Ruhe kommt als plötzlich auch noch skurrile Botschaften auftauchen und mysteriöse Situationen entstehen.
    Schnell wird Jack klar, dass sich hinter dem idyllischen Chapel Croft eine erschreckende und dunkle Geschichte verbirgt, die nur darauf wartet, erneut auszubrechen. Flo, die auf dem Friedhof unvorstellbare Situationen erlebt und dabei ist sich in einen Außenseiter zu verlieben, wird auch langsam, aber sicher in den dunklen Abgrund gezogen. Jack und Flo werden von Visionen brennender Mädchen heimgesucht, die Legende der Sussex-Märtyrer und das rätselhafte Verschwinden der beiden Mädchen vor 30 Jahren tauchen in ein neues Licht und bringen Erschreckendes zutage. Auf den ersten Blick wirkt Chapel Croft ruhig und harmonisch, doch ich wurde des besseren belehrt und konnte tief in verstörende Abgründe einer verschworenen Gemeinschaft blicken.
    Schauderhafte Beschreibungen einiger Situationen haben bei mir Gänsehaut verursacht. Was Flo auf ihren regelmäßigen Entdeckungstouren entdeckt, fand ich unheimlich spannend geschrieben, besonders der eingearbeitete, übernatürliche Hauch. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der auf Mystery und Übernatürliches steht, in dieser Geschichte hat dies jedoch hervorragend gepasst, da sich diese Ereignisse nahtlos und passend an die Handlung angepasst haben. Es wurde mit den Mystery-Elementen nicht übertrieben, sodass ich den kompletten Inhalt als wohl dosiert gruselig empfand. Die Elemente aus Horror und übernatürlichen Ereignissen haben dieser Geschichte das gewisse Etwas gegeben. Die Atmosphäre ist, wie schon erwähnt, brillant atmosphärisch, ich hatte regelmäßig das Gefühl, bei vielen Situationen hautnah mit dabei zu sein. Erzählerisch sowie spannungstechnisch ist dieser Thriller meiner Meinung nach außerordentlich gut gelungen. Der Plot ist clever, intensiv, rätselhaft und dunkel, der zum Miträtseln einlädt.
    Die mehrschichtigen Charaktere sind gut ausgearbeitet und kommen authentisch rüber, besonders Jack und Flo. Aber auch der rätselhafte Mann, der auf der Suche nach Jack ist, hat mir Gänsehaut beschert. Nicht nur der spannende Zeitenwechsel, auch ein übersichtlicher Perspektivenwechsel halten die Spannung auf einer hohen Ebene aufrecht, die starke Sogwirkung hat mich an die Seiten gefesselt. Was noch aus der turbulenten Zeit aus Nottingham auf Jacks Schultern lastet, wurde von Kapitel zu Kapitel deutlicher. Überhaupt ist Jack ein klasse Charakter und überhaupt keine spießige Pfarrerin. Sie raucht heimlich und steht zu ihrer Meinung, als Mutter kann sie sich, wie ich finde, ebenfalls sehen lassen, das erklärt auch das innige Verhältnis zu ihrer Tochter. Ihr weißer Kragen macht deutlich, dass sie auf Gottes Seite steht, insgesamt ist sie aber richtig taff und cool, weshalb sie Schwierigkeiten hat, sich der Dorfgemeinschaft anzupassen.
    Insgesamt hat mir dieser unheimliche, abwechslungs- und wendungsreiche, fesselnde und verdrehte Spannungsroman ein paar schaurige und brennende Lesemomente beschert, weshalb ich ihn mit gutem Gewissen weiterempfehle. Besonders am Ende haben mich die Ereignisse umgehauen, sodass der Autorin geniale Wendungen gelungen sind. Auch von der Atmosphäre und den außergewöhnlichen Protagonisten war ich vollkommen angetan, deshalb bekommt diese Geschichte von mir ganz klare fünf Sterne und natürlich eine glasklare Leseempfehlung.
    🌟🌟🌟🌟🌟
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Ausgaben von Das Gotteshaus

Taschenbuch

Seitenzahl: 560

E-Book

Seitenzahl: 561

Hardcover

Seitenzahl: 400

Das Gotteshaus in anderen Sprachen

  • Deutsch: Das Gotteshaus (Details)
  • Englisch: The Burning Girls (Details)

Besitzer des Buches 19

Update: