Exodus

Buch von Leon Uris

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Exodus

Die dramatischen Ereignisse, die zur Geburt des Staates Israel führten, bilden den Rahmen für Leon Uris' brillantes Epos: Er erzählt die Geschichte einer amerikanischen Krankenschwester, eines jüdischen Freiheitskämpfers und zahlreicher weiterer Menschen, die hineingerissen werden in den Kampf eines Volkes um Freiheit und Eigenständigkeit.
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Serieninfos zu Exodus

Exodus ist der 1. Band der Exodus Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 1958. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 1960.

Bewertungen

Exodus wurde insgesamt 22 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Exodus

    Ich habe das Buch nach längerem Lesen beendet und fand es sehr beeindruckend.
    Mittelpunkt der Handlung ist die Entstehung des Staates Israel, die anhand des Lebens, Wirkens und Kampfes der Protagonisten geschildert wird. Die Geschichte steigt bei der Exodus ein, einem Schiff voller jüdischer Flüchtlingskinder, die den 2. Weltkrieg überlebt haben und aus dem britischen Internierungslager Caraolos auf Zypern nach Palästina fliehen wollen. Doch das Land steht den Juden nicht offen, im Gegenteil wollen die Briten in ihrem Mandatsgebiet Palästina eine allzu umfassende Einwanderung der Juden mit allen Mitteln verhindern. Und so landen viele Überlebende, die nach den Schrecken des Krieges auf der Suche nach einer neuen Heimat sind, in britischen Internierungslagern (nachdem sie vorher die deutschen Konzentrationslager überlebt haben ). Dieser Aspekt hat mich sehr überrascht und bestürzt, ich gebe zu, dass ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe (und es auch im Geschichtsunterricht nicht thematisiert wurde), was eigentlich den überlebenden Juden nach dem Krieg widerfahren ist.
    In Rückblenden werden die Vergangenheit und das Schicksal einiger Hauptpersonen erzählt, was mich fassungslos, entsetzt, traurig und auch beschämt zurückließ - es ist schlimm, was die jüdische Bevölkerung erleiden musste und was Menschen einander antun können: An erster Stelle die Greueltaten der Nazi´s (wer hat nicht Schindler´s Liste gesehen, aber die Vielzahl der Grausamkeiten schwarz auf weiß zu lesen oder über die makabre Zielstrebigkeit und Effizienz der Nazi´s zu erfahren, war für mich doch noch etwas ganz anderes und ging mir sehr nahe). Auch die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in Russland und Polen im 19. Jahrhundert geht einem sehr nahe. Entsetzt war ich auch, als die Überlebenden der KZ´s in Polen an der Ausreise gehindert werden sollten - diese Menschen, die das Schlimmste im Leben erlebt haben, sollten das Land, in dem sie auch bloß nicht erwünscht waren, nicht verlassen dürfen.
    Teilweise hat das Buch einige Längen und liest sich nicht mal eben so weg. Die Seiten sind eng beschrieben und das Lesen erfordert einiges an Konzentration. Dennoch ist es sehr interessant, über den Aufbau der jüdischen Siedlungen oder den Kampf gegen eine Vielzahl von Widrigkeiten zu erfahren. Sehr spannend las sich z. B. die internationale Abstimmung über die Teilung Palästinas, welche den Anlass für die Ausrufung der Republik Israel bildete.
    Das Buch hat bei mir ein Wechselbad der Gefühle hervorgerufen: Ich war entsetzt über die Greueltaten gegenüber den jüdischen Menschen. Ich war beeindruckt, was das jüdische Volk in dem unwirtlichen Land Palästina auf die Beine gebracht hat (Wüsten urbar machen, Sümpfe trocken legen, eine Infrastruktur schaffen). Ich war bestürzt, welche Rolle die Briten gespielt haben, weil ich vorher noch nie davon gehört habe. Ich war fasziniert vom Kampfeswillen der jüdischen Bevölkerung, die den Kampf für das eigene Land und die Freiheit über persönliche Interessen und sogar das eigene Leben stellt - sie wollen nie wieder Unterdrückung, Ghetto oder Vertreibung erleben, nachdem sie auf eigenem Boden und in ihrem eigenen Staat Israel gelebt haben. Sehr treffend beschreibt es meiner Meinung nach folgendes Zitat (S. 698): "Aus der Diaspora, aus dem Exil kamen sie, die überall Unerwünschten zu diesem einzigen kleinen Fleck auf der ganzen Welt, wo das Wort Jude kein Schimpfwort war."
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies ein sehr interessantes und bewegendes Buch ist. Trotz einiger Längen vermittelt es sehr viele historische Fakten und ein interessierter Leser wird vieles daraus mitnehmen können.
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  • Rezension zu Exodus

    Zypern, 1946. In einem großen Flüchtlingslager leben zahlreiche Juden, die vor der Verfolgung aus Deutschland geflohen sind und sich in Palästina den Siedlern anschließen wollen, die dort ihren Traum vom eigenen jüdischen Staat zu verwirklichen suchen. Die Einreise nach Palästina ist jedoch nicht gestattet - weswegen die geheime Einwanderungsorganisation Mossad Aliyah Bet versuchen will, ein Schiff voller jüdischer Kinder ins Land zu schmuggeln.
    Die amerikanische Krankenschwester Kitty Fremont arbeitet seit einiger Zeit im Lager bei den Kindern und hat ihr Herz besonders an die sechzehnjährigen Karen gehängt, die aus Deutschland geflohen ist und in der sie ihre als Kleinkind verstorbene Tochter wiederzuerkennen glaubt. Weil sie Karen nicht alleine gehen lassen will, fährt sie mit auf dem klapprigen Schiff "Exodus" nach Palästina und hofft, dass das waghalsige Unternehmen gutgeht.
    Dies ist die Ausgangslage für einen umfangreichen Roman über die Entstehung des heutigen Staates Israel. Die Mission der "Exodus" bildet dabei zunächst eher die Rahmenhandlung für die Lebensläufe der wichtigsten Protagonisten, die in Rückblenden erzählt werden und exemplarisch für verschiedene Strömungen und Lebensformen des Judentums in Deutschland, Osteuropa und Palästina stehen.
    Sobald diese Lebensgeschichten erzählt sind, widmet sich das Buch dann voll und ganz den ereignisreichen Jahren zwischen 1946 und 1951, in denen mit eisernem Willen, erbitterten Kämpfen, viel Blutvergießen auf allen Seiten und einer diplomatischen Hängepartie schließlich der Wunsch der Zionisten nach einem jüdischen Staat erfüllt werden konnte.
    Durch die Perspektive Kitty Fremonts wird der Eifer und teils sogar Fanatismus der Siedlerbewegung etwas relativiert. Als amerikanische Christin gelingt es ihr zwar, sich bis zu einem gewissen Grad zu integrieren, doch die Mentalität der meist sehr jungen Menschen, die bereit sind, für ihren Traum vom eigenen Staat jedes erdenkliche Opfer zu bringen, bleibt ihr fremd. Somit ist das Buch kein durchweg unkritischer Lobgesang, wenngleich die Sympathien natürlich klar auf Seiten der Siedler liegen.
    Die persönlichen Geschichten der Hauptfiguren verbinden sich auf gelungene Weise mit den historischen Ereignissen. Es bleibt dramatisch bis zum Schluss, ohne rührselig zu werden, und trotz des Umfangs und der vielen Schleifen in die Vergangenheit auch durch die Bank spannend. Lediglich die eine oder andere Schilderung von Kampfhandlungen hätte für mich persönlich ein wenig knapper sein dürfen.
    Viele Szenen aus dem Buch werden mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben - und es hat mich mal wieder dazu angeregt, die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren.
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Ausgaben von Exodus

Taschenbuch

Seitenzahl: 848

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 510

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