Der Holländer

Buch von Mathijs Deen

  • Kurzmeinung

    Annabell95
    Schön erzählte Handlung. Toller Schreibstil - gefühlt war man mittendrin.
  • Kurzmeinung

    Lesezeichenfee
    Etwas holprig und langatmig, aber vielversprechend

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Holländer

Es soll eine ruhige Fahrt übers Wattenmeer für Geeske Dobbenga werden, die letzte vor ihrer Pensionierung beim niederländischen Grenzschutz. Doch in der Emsmündung stößt ihr Patrouillenboot auf eine Leiche. Bevor die Flut sie wegträgt, bringen Geeske und ihre Mannschaft sie nach Delfzijl in den Niederlanden. Damit beginnen die Probleme: Der Tote war Deutscher, und sein Fundort liegt in umstrittenem Grenzgebiet. Während der Streit um die Zuständigkeit beiderseits der Grenze eskaliert und die Fragen rund um den toten Wattwanderer sich häufen, schickt die Bundespolizei See in Cuxhaven heimlich einen Ermittler nach Delfzijl: Liewe Cupido, gebürtiger Deutscher, aber auf der niederländischen Insel Texel aufgewachsen. Seine deutschen Kollegen nennen diesen eigenwilligen, schweigsamen Typen: den Holländer. Wer, wenn nicht er, könnte den Fall lösen?
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Bewertungen

Der Holländer wurde insgesamt 13 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Meinungen

  • Schön erzählte Handlung. Toller Schreibstil - gefühlt war man mittendrin.

    Annabell95

  • Etwas holprig und langatmig, aber vielversprechend

    Lesezeichenfee

  • Nichts ist hier, wie es scheint

    Bellis-Perennis

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Holländer

    Die Wattwanderer
    Eigentlich sollte es für Geeske Dobbenga eine ruhige letzte Fahrt übers Wattenmeer werden. Doch in der Emsmündung stoßen sie auf einer Sandbank auf einer Leiche. Sie und ihre Mannschaft müssen ihn schnell an Bord holen, denn die nahende Flut droht den Leichnam fortzuspülen. Damit beginnen die Probleme: Der Tote war Deutscher und lag an der umstrittenden deutsch-niederländischen Grenze. Der Streit um die Zuständigkeit beginnt. Die Bundespolizei schickt heimlich einen Ermittler auf den Weg. Liewe Cupido, genannt der Holländer, soll den Fall lösen.
    Mit dem Schreibtstil habe ich mich sofort wohlgefühlt. Er war flüssig und angenehm leicht zu lesen. Man flog nur quasi durch die Zeilen. Der Autor konzentriert sich auf das Wesentliche ohne viel drumherum Gerede. So konnte ich ohne gedankliches Abschweifen der Handlung folgen. Man hatte das Gefühl, dass man mittendrin im Geschehen war. Allerdings wollten dadurch nicht so recht Bilder von der Umgebung und den Protagonisten entstehen aufgrund mangelnder Umgebungsbeschreibungen. Auch die Protagonisten blieben dadurch noch recht blass.
    Der Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten hat für Abwechslung und ein wenig Spannung gesorgt. Der Fall ansich war doch recht offensichtlich und mir war schnell klar wie es enden wird.
    Mein Fazit:
    Das Buch war ein guter Zeitvertreib für zwischendurch. Es gab keine große Spannung, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Dafür gibt es auch eine Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Der Holländer

    Authentisch und fesselnd
    Ein toter Wattwanderer wird auf einer Sandbank im umstrittenen deutsch-niederländischen Grenzgebiet aufgefunden. Seinem Mitwanderer gelingt es gerade noch so, das Festland zu erreichen. Der Tote ist Deutscher, wurde aber von den Niederländern entdeckt und geborgen. Ein Streit zwischen den deutschen und niederländischen Behörden beginnt. Die deutsche Bundespolizei schickt den inoffiziellen Ermittler Liewe Cupido alias der Holländer, der schon bald ahnt, dass es sich hierbei wohl nicht nur um ein tragisches Unglück handelt...
    Insgesamt war ich positiv überrascht von diesem Buch, denn der unscheinbare Titel und das Cover sind zwar passend, bewirken aber, dass man den Krimi deutlich unterschätzt und in mitten von anderen Büchern eventuell sogar übersieht.
    Dieser eher ungewöhnliche Nordseekrimi ist sehr authentisch und spannend geschrieben. Der Schreibstil passt sehr gut zum Buch: klar und pointiert, kein Wort zu viel, aber auch keines zu wenig. Die Thematik des Wattwanderns, das gar nicht so ungefährlich ist wie ich immer dachte, ist sehr geschickt in die Geschichte verstrickt. Das unberechenbare Watt mit all seinen Gefahren wird authentisch und faszinierend beschrieben, darin spiegelt sich auch die Liebe und Verbundenheit des Autors zu seiner Heimat wider.
    Die Kapitel sind eher kurz gehalten und wechseln immer wieder zwischen den Personen und Orten. Die Landkarte im Buchumschlag ermöglicht es, die wechselnden Handlungsorte mitzuverfolgen und nicht im Watt verloren zu gehen. Der Fokus liegt nicht nur auf den Ermittlungen, sondern auch auf dem Drum und Dran, den Gedanken, Gefühlen und auch der Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Diese sind ebenfalls sehr authentisch, mit der ein oder anderen Eigenheit gestaltet. Cupio mit seiner ruhigen, bedachten Art, seinem feinen Gespür und seinem skurrilen Humor war mir auf Anhieb sympathisch.
    Der fesselnde und authentische Erzählstil ist neben den überzeugenden Charakteren einer von vielen Gründen, diesen etwas anderen Nordseekrimi zu lesen.
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  • Rezension zu Der Holländer

    Mathijs Deen Der Holländer mare Verlag 2022
    Eine vielversprechende Serie
    Mit diesen Worten bekam ich das Buch von meiner Freundin in die Hand gedrückt. Es ist immer spannend, wenn man Band 1, einer hoffentlich spannenden, neuen Serie bekommt. Das drumherum war auf jeden Fall meins.
    Das Cover ist wunderschön und hat mich angesprochen. Das Buch ist liebevoll gestaltet und gibt eine 1 mit Sternchen.
    Auf 263 Seiten wird uns ein Krimidebut präsentiert, das vom Anschein spannender nicht sein könnte. Grenzstreitigkeiten von Holländern und Deutschen. Dazu ein deutscher Toter im Wattenmeer. Eigentlich Niemandsland, aber beide Nationen wollen ermitteln und streiten sich um die Leiche.
    Der Lokalkolorit ist auf jeden Fall da und sehr schön beschrieben, so dass mein Kopfkino sofort anspringt. Die Protagonisten, vor allem Liewe Cupido, der Deutsche, der in den Niederlanden aufgewachsen ist sowie die holländischen Kollegen, gefallen mir schon mal sehr gut. Natürlich auch – der junge Kollege – Xander. Ich denke, diese beiden geben ein gutes Team ab.
    Natürlich ist der erste Fall dann doch etwas holprig und stellenweise langatmig. An den Schreibstil musste ich mich auch erst mal gewöhnen. Und ehrlich? Ich hoffe, dass hier niemand den Autor drängt, noch mehr Seiten zu schreiben, denn dann wird die Serie so langatmig und wird sicher nicht so erfolgreich! Die Protagonisten dürfen gerne noch ausführlicher beschrieben werden, sofern es nicht Biografien von allen in einem Buch gibt!
    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Gerne gebe ich hier 4 Sterne für den ersten Fall, einer hoffentlich erfolgreichen Serie.
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  • Rezension zu Der Holländer

    Zwei Wattwanderer sind auf dem Weg vom ostfriesischen Festland nach Borkum. Beide sind erfahrene Extremwattwanderer, doch nur einer von beiden erreicht das Ziel.
    Für Geeske vom niederländischen Grenzschutz sollte es eine letzte, ruhige Patrouillenfahrt vor ihrer Pensionierung werden. Doch sie finden eine Leiche auf einer Sandbank. Sie und ihre Mannschaft nehmen die Leiche an Bord, dass sie durch die kommende Flut nicht weggespült werden kann. Damit beginnen die Probleme. Der Tote ist der zweite deutsche Wattwanderer, das Gebiet ist umstrittenes Grenzgebiet, dadurch tauchen Probleme mit der Zuständigkeit auf. Ob Liewe Cupido helfen kann? Er ist Deutscher, aber in der Niederlande aufgewachsen und wird nur der "Holländer" genannt.
    Das Cover finde ich absolut passend zur Story. Mir gefällt der flüssige Schreibstil und durch die kurzen Kapitel ist das Buch gut zu lesen. Auch wenn man das Watt nicht kennt und Ebbe und Flut noch nie erlebt hat, kann man sich durch die bildhafte Beschreibung des Autors gut hineinversetzen. Auch die Schilderung der Zuständigkeiten der unterschiedlichen Behörden fand ich interessant. Liewe gefiel mir durchndie eher leisen Töne und seine Fähigkeiten des Zuhörens. Mit ihm hat Mathijs Den einen überzeugenden Charakter geschaffen. Das einige Fachbegriffe auftauchen, hat mich nicht gestört. Ein Pluspunkt definitiv die Karte auf der Rückseite des Schutzumschlages. Obwohl der Großteil spannend war, hat mich die ein oder andere längere Passage einwenig gestört.
    Ein interessanter, intelligenter ohne Blutvergießen auskommender Krimi, der durch seinen Hauptakteur absolut lesenswert und in großen Teilen auch spannend ist.
    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
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  • Rezension zu Der Holländer

    Gefährliches Watt
    Atmosphärisch, ruhig und teilweise auch gruselig- dieser Roman versetzt den Leser tatsächlich an die Nordsee- ins Watt.
    2 erfahrene Wattwanderer versuchen gemeinsam durch das Watt nach Borkum zu wandern. Nur einer kommt auf der Insel an. Er ist verwirrt, berichtet aber, dass sein Begleiter beim Durchwarten eines Priels mit dem Wasser mitgerissen wurde. Ein niederländisches Patrouilleboot findet diesen auf einer Sandbank und kann den Leichnam bergen, bevor die Flut kommt. Fraglich ist nun, ob hier ein Unfall oder ein Verbrechen vorliegt und welche Behörde in welchem Land zuständig ist. Der niederländische Vorgesetzte möchte, dass der Fall in den Niederlanden bleibt. Die deutschen Behörden wollen ebenfalls den Fall übernehmen.
    Der Fall entwickelt sich langsam. Der Leser lernt nach und nach verschiedene Ermittler aus beiden Ländern kennen. Diese arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen zusammen- teilweise arbeiten sie sogar heimlich zusammen. Die Ermittlungen eines deutschen Beamten stehen bald im Mittelpunkt. Liewe Cupido genannt „Der Holländer“ wird zunächst angewiesen, den Fall zu betreuen (wenn auch inoffiziell)- später soll der Fall als Unfall zu den Akten genommen werden. Zu diesem Zeitpunkt geht Liewe jedoch bereits von einem Verbrechen aus und ermittelt auf eigene Faust weiter.
    Der Autor hat die Stimmung im Watt hervorragend eingefangen. Die Gefühle der Wanderer allein im Watt, die Witterungen und die Landschaft erhalten einen bedeutenden Anteil an der Erzählung. Dieses macht den besonderen Reiz der Erzählung für mich aus. Auch die Hintergründe der verschiedenen Hauptpersonen (sowohl Ermittler, als auch Beteiligte) werden beleuchtet und z.B. in Form von Rückblenden an den Leser vermittelt. Dadurch werden diese Personen lebendig und agieren sehr stimmig. Durch diesen klaren und nachvollziehbaren Erzählstil entwickelte das Buch auf mich eine Sogwirkung, obwohl die Ermittlung an sich wenig Spannung auslöste, sondern eher eine Beharrlichkeit des Ermittlers war.
    Ich bin begeistert und beeindruckt.
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  • Rezension zu Der Holländer

    Geeske Dobbenga macht mit ihrem Patrouillenboot die letzte Fahrt vor der Pensionierung. Es sollte eine ruhige Abschiedsfahrt werden. Leider finden sie die Leiche eines bekannten Wattwanderers im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden. Wegen der nahenden Flut nehmen sie den Toten mit nach Delfzijl. Dann gibt es Streitigkeiten um die Zuständigkeit, denn anscheinend ist der Tote einem Mord zum Opfer gefallen. Die Deutschen schicken einen Ermittler Liewe Cupido, er ist ein eigenwilliger Typ, in beiden Ländern zu hause.
    Die Beschreibung der Küste und des Wattenmeers zwischen Deutschland und den Niederlanden ist sehr ausführlich. Mit vielen Begriffen zum Thema Watt, Meer und den Gezeiten, die ich vorher noch nicht kannte, da war etwas Nachforschen nötig. Das hat im ersten Moment den Lesefluss gestört. Ist aber im Nachhinein nicht von Bedeutung.
    Der Krimi ist genial, warum der Mord geschehen ist, wie die einzelnen Protagonisten darauf reagieren, wie Zufälle Zusammenhänge deutlich machen. Schweigen ist Gold und Reden ist Silber. Das ist die Devise des Holländers und er hat Erfolg damit. Auf sehr ruhige Art, mit wenigen Worten befragt er die Betroffenen, Sachverständige oder Reporter, alle haben etwas beizutragen, er muss nur Klarheit schaffen.
    Kurz vor Schluss bin ich zu einem Ergebnis gekommen, die spannende Frage war bis zum Ende, wie wird das bewiesen und was ist der Grund für den Mord.
    Es war ein anderer Krimi als sonst, ich hoffe es wird mehr davon geben.
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Besitzer des Buches 12

Update:

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