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Im Bann des Adlers

Buch von Daniel Wolf

  • Kurzmeinung

    Firkraag
    Hat mir etwas besser gefallen als der erste Teil! Auch die Charaktere waren weniger nervig!

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Im Bann des Adlers

Friesland 1390: Der 21-jährige Folkmar Janns Osinga ist Schiffszimmermann mit Leib und Seele. Gemeinsam mit seinem Vater Jann baut er begehrte Koggen, das Unternehmen der Familie floriert. Als Folkmar die junge, kluge Almuth kennenlernt, scheint sein Leben perfekt. Doch dann wird er Opfer einer perfiden Intrige: Des Mordes bezichtigt, muss Folkmar fliehen, sowohl Almuth als auch seiner Heimatstadt den Rücken kehren. Verzweifelt versucht er, seine Unschuld zu beweisen. Seine Lage ist hoffnungslos – bis er den Vitalienbrüdern begegnet und sich den berüchtigten Piraten anschließt …
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Serieninfos zu Im Bann des Adlers

Im Bann des Adlers ist der 2. Band der Friesen-Saga Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Daniel Wolf

Das Pseudonym Daniel Wolf wählte der Schriftsteller Christoph Lode für seine historischen Romane, während unter seinem bürgerlichen Namen in erster Linie Bücher, die in Fantasy-Welten spielen, zu finden sind. Mehr zu Daniel Wolf

Bewertungen

Im Bann des Adlers wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Hat mir etwas besser gefallen als der erste Teil! Auch die Charaktere waren weniger nervig!

    Firkraag

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Im Bann des Adlers

    Gelungenes friesisches Abenteuer
    Das Leben scheint für Almuth offenbar nicht viel zu bieten zu haben. Sie muss mit ihrem Vater ihre Heimat verlassen und noch einmal ganz von vorn beginnen. Doch in dem neuen Ort lernt sie Folkmar Janns Osinga kennen. Sie verliebt sich in den jungen Schiffszimmermann und er erwidert ihre Gefühle. Vor dem jungen Paar liegt ein Leben voller Glück, wäre da nicht jemand, der ihnen dieses Glück nicht gönnt und eine hinterhältige Intrige gegen Folkmar anzettelt. Der junge Mann wird des Mordes angeklagt und muss fliehen, Almuth bleibt in Trauer zurück. Für Folkmar ist es nicht leicht, seine Unschuld zu beweisen, er zieht verbittert durch die Lande, bis er schließlich unerwartete Hilfe bekommt, aber auch für Almuth ist es nicht leicht, mit dem Gedanken zu leben, denn geliebten Mann nie wiederzusehen.
    „Im Bann des Adlers“ ist der zweite Teil der Friesen-Saga von Daniel Wolf und obwohl es eine Fortsetzung von „Im Zeichen des Löwen“ ist, kann man die Bücher bedenkenlos einzeln lesen. Die nächste Generation der Familien Osinga und der tom Broks haben ihr Leben zu meistern. Diese vorliegende Geschichte beginnt mit einem Epilog im Jahre 1386 und erzählt, wie die noch sehr junge Almuth zum ersten Mal nach Warfstede kommt. Erst danach geht es mit der eigentlichen Handlung, beginnend im Jahre 1391 weiter. Erzählt wird jetzt aus dem Leben der Menschen zu Warfstede allen voran natürlich die Familie Osinga und ihr Handwerk. Ein Szenenwechsel führt die Leser dann zu der Familie tom Brok, die die Herrschaft über diesen Teil Frieslands übernehmen will.
    Daniel Wolf hat es in meinen Augen geschafft, eine spannende Familiengeschichte zu erzählen. Gleichzeitig erfährt man viel aus dem Leben dieser Zeit und von den politischen Zusammenhängen zwischen den Häuptlingen und den Nachbarländern, die alle gern die Freiheit der Friesen eindämmen würden. Im Vordergrund steht natürlich das Leben der beschriebenen Familien. Allen voran Folkmar Janns Osinga. Sein Schicksal wird sehr ausführlich geschildert. Vielleicht sogar eine Spur zu intensiv. Er wurde verbannt und sein Weg zurück, war lang und schmerzvoll und wird in allen Facetten und Einzelheiten beschrieben. Ich mag ja so ausführliche Geschichten, man kann darin so richtig schön versinken. Allerdings wurde es bei Folkmar erst so wirklich spannend, als er auf die Vitalienbrüdern trifft, leider erst sehr spät im Buch.
    Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich unter anderem mit dem Leben von Almuth. Mit ihr erfährt man viel darüber, wie die einzelnen Ortschaften verwaltet wurden. Sie darf zwar in einer Gemeinschaft leben, was aber nicht bedeutetet, dass sie nicht ebenfalls eine sehr einsame Zeit erlebt hat. Ihr Schicksal wird ebenfalls ausführlich geschildert. Und natürlich geht der Blick auch auf die Familie tom Brok. Mir haben die ausführlichen Beschreibungen der Ereignisse Spaß gemacht. Ich konnte tief in die Zeit eintauchen. Auch wenn sicherlich einiges Handeln vorhersehbar war und auch das Ende jetzt nicht wirklich überraschend war, die Lesereise bis dahin war ein gelungenes Abenteuer. Besonders gefallen haben mir die Likedeeler. Ich fand es spannend, davon zu lesen, wie sich die Vitalienbrüdern weiterentwickelt haben, beziehungsweise was aus ihnen geworden ist.
    Fazit:
    „Im Bann des Adlers“ umfasst 1048 Seiten, ist also ein wirkliches dickes Buch, ich habe jede einzelne Seite mit Genuss gelesen. Mir hat es Spaß gemacht, Folkmar, Almuth und ihre Familie auf ihrem Weg zu begleiten und auch zu sehen, wie sich die Geschehnisse entwickelt haben. Auch wenn es Szenen gab, deren Ende vorhersehbar waren, hat trotzdem alles zusammengepasst. Am Ende habe ich einen gelungenen historischen Roman ganz nach meinem Geschmack gelesen.
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  • Rezension zu Im Bann des Adlers

    Den Klappentext lass ich weg - da steht schon ziemlich viel drin ;)
    Meine Meinung
    Band 1 ist ja jetzt über 2 Jahre her und ich konnte mich nicht mehr an die Details erinnern - aber die braucht man auch nicht unbedingt. Bekannt warten mir Jann Osinga und sein Halbbruder Abbe, aber auch wenn sie teilweise eine wichtige Nebenrolle spielen, muss man ihre Vorgeschichte nicht unbedingt kennen. Daniel Wolf fügt zwischendurch immer wieder kleine Erinnerungen ein, die mein Gedächtnis angestubst haben - so dass man Verbindungen und Hintergründe erkennt, die aber nicht zwingend notwendig sind.
    Aber es geht hier um Folkmar Osinga, den Sohn von Jann. Die Familie lebt noch immer in Warstede und lebt vom Schiffsbau, allerdings gab es einen Machtwechsel und unter der Herrschaft von tom Brock wird ihnen ein neuer Vogt in ihr Kirchspiel gesetzt (Kirchspiel ist eine Art Verwaltungsbezirk)
    Dieser neue Vogt, Yneke Egers, stellt schon bei seiner Ankunft seine selbstherrliches und unnachgiebiges Wesen zur Schau und durch seine Verbindungen zu tom Brock hat Folkmar ein schweres Schicksal zu tragen.
    Yneke ist ein typischer Antagonist, an dem kein gutes Haar gelassen wird. Von Selbstzweifeln zerfressen (kleine Anspielungen auf die Häme seines Vaters von Kindheit an) haben ihn zu einem Menschen gemacht, der durch die Unterdrückung von anderen an Größe gewinnt und vor keiner Gelegenheit zurückschreckt, diese auf grausame und tyrannische Art auszuleben.
    Es war wieder sehr flüssig zu lesen und man taucht sofort in die damalige Zeit ein. Ich selber kenne mich in den Gepflogenheiten des 14. Jahrhunderts in Friesland nicht wirklich aus, aber ich denke, der Autor hat hier gut recherchiert. Ein bisschen gewundert hab ich mich, dass ein Bastardsohn eine so hohe Stellung innehaben kann - das kenne ich aus anderen historischen Büchern anders - und auch der Einfluss von Ehefrauen war hier sehr prägnant. Eine interessante Abwechslung und erfrischend anders.
    Neben Folkmars Schicksal geht es auch um die Machtansprüche der tom Brock, denn diese Familie möchte ihre Herrschaftsansprüche in ganz Friesland ausbreiten, was natürlich zu Kriegen und Kämpfen führt. Sogar die Piraten mit dem sagenumwobenen Klaus Störtebeker sind mit von der Partie und es gibt einige Ränke und Intrigen. Einige bekannte Namen aus der Geschichte, die Daniel Wolf auch vorne im Namensverzeichnis als solche gekennzeichnet hat.
    Wie z. B. auch Foelke tom Brock, die Gemahlin von Ocko. Hier vermischt der Autor die überlieferten Informationen mit seinen fiktiven Ideen, aber ich finde es immer interessant, wenn historische Kenntnisse mit eingeflochten werden.
    Aber auch die Familie Osinga in Warfstede bleibt immer im Blick, sowie auch Almuth, die ein hartes Los gezogen hat und sich in ihrer erzwungenen Ehe zurechtfinden muss.
    Besonders Folkmars Onkel Abbe ist mir wieder sehr ans Herz gewachsen. Mit seinem Buckel und verwachsenen Beinen ist er gerne das Ziel von Gespött und auch sein Weg hat viel Leid und Einsamkeit für ihn vorgesehen, aber er gibt nicht auf und versucht immer, das Beste daraus zu machen.
    Folkmar selbst muss mit vielen Entbehrungen zurechtkommen und über Wasser halten, mit dem einzigen Ziel, das Unrecht gegen ihn aufzuheben und seinen Namen wieder reinzuwaschen. Dafür nimmt er eine Menge in Kauf, hält aber an seinen Prinzipien fest, nicht auf die die gleiche Stufe wie seine Widersacher herabzusteigen.
    Durchwegs unterhaltsam geschrieben hat mir dennoch manchmal ein bisschen die Überraschung gefehlt. Worauf es am Ende hinauslaufen wird war im Endeffekt klar und es gab viele Umwege und auch spannende Ereignisse, aber der gewisse Kick hat ein bisschen gefehlt. Grade das letzte Viertel war dann für mich eher ein Hinwarten auf das, was sich im Laufe der Handlung schon angekündigt hat - vielleicht war ich einfach zu ungeduldig oder man hätte doch vielleicht noch ein bisschen was kürzen können.
    Mein Fazit: 4 Sterne
    Weltenwanderer
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Ausgaben von Im Bann des Adlers

Taschenbuch

Seitenzahl: 1.056

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