Das Tor zur Welt: Träume

Buch von Miriam Georg

  • Kurzmeinung

    Gartenfee
    Sehr berührend und interessant. Habe viel über das Auswandern gelernt.
  • Kurzmeinung

    easymarkt3
    Mein Feld ist die Welt – Wahlspruch der HAPAG

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Tor zur Welt: Träume

Alte Zeiten, neue Hoffnung – Miriam Georgs großer Zweiteiler über die Auswandererhallen in Hamburg Die junge Ava vom Moorhof hat nur ein Ziel: ihre Familie in Amerika wiederzufinden. Dafür schuftet sie unermüdlich in den Auswandererhallen. Sie hat nicht einmal Augen für den Fotografen Wilhelm, der ihr sein Herz zu Füßen legt. Als sie endlich das Geld für die Schiffspassage beisammenhat, wird sie betrogen und steht vor dem Nichts! Claire – weltgewandt und furchtlos – will Ava helfen und kommt dem Kopf der Betrügerbande im Auswanderergeschäft auf die Schliche. Aber braucht sie ihn nicht als Unterstützer für ihre eigenen Anliegen? Erbitterte Feindschaft und leidenschaftliche Anziehung liegen nah beieinander … Ava und Claire. Zwei Lieben, zwei Leben. Durch das Schicksal für immer miteinander verbunden.
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Serieninfos zu Das Tor zur Welt: Träume

Das Tor zur Welt: Träume ist der 1. Band der Die Hamburger Auswandererstadt / Das Tor zur Welt Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2022. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Bewertungen

Das Tor zur Welt: Träume wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Sehr berührend und interessant. Habe viel über das Auswandern gelernt.

    Gartenfee

  • Mein Feld ist die Welt – Wahlspruch der HAPAG

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Tor zur Welt: Träume

    Träume sind die Prüfsteine unserer Charaktere. (Henry David Thoreau)
    1892. Die 14-jährige Ava de Buur muss jeden Tag hart auf dem Moorhof ihrer Pflegeeltern im alten Land schuften, seit ihre leiblichen Eltern nach Amerika ausgewandert sind und sie im Alter von 5 Jahren zurückgelassen haben, um sie später nachzuholen. Inzwischen hat Ava kaum noch Erinnerungen an ihre Eltern, doch sie hofft, sie eines Tages in Amerika wiederzufinden. Als die Familie aufgrund der Armut beschließt, ebenfalls nach Amerika auszuwandern, werden sie bis auf Ava unglücklicherweise Opfer der dort wütenden Cholera. Ava muss sich nun allein durchschlagen und arbeitet in den Auswandererhallen, um sich mit dem dabei gesparten Geld die Überfahrt nach Amerika zu finanzieren…
    1911. Die verwöhnte Claire Conrad stammt aus einer reichen Familie und lebt mit ihrer Mutter Agatha in Hamburg. Das gesellschaftliche Korsett ist Claire zu eng und sie rebelliert dagegen, denn sie hat eigene Pläne für ihr Leben. Deren Erfüllung erhofft sie sich durch eine Heirat mit dem Reedersohn Magnus Godebrink. Doch dann kommt alles ganz anders und Claire findet sich in den Auswandererhallen Hamburgs wieder, wo sie Ava kennenlernt…
    Miriam Georg hat mit „Träume“ den Auftaktband ihres „Das Tor zur Welt“-Zweiteilers vorgelegt, der den Leser mit spannender Historie, fesselnder Handlung und zwei starken Frauen von Beginn an zu fesseln weiß. Der flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil gibt dem Leser mit wechselnden Perspektiven die Möglichkeit, mal an die Seite von Ava, mal an die von Claire zu schlüpfen, um dort nicht nur die großen Unterschiede zwischen den beiden Frauen festzustellen, sondern auch ihre Gedanken- und Gefühlswelt kennenzulernen. Als Ava und Claire in den Hallen der BallinStadt aufeinandertreffen, könnte die Diskrepanz zwischen den Frauen nicht größer sein, stammen sie doch aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Während Ava in den Hallen arbeitet, weil ihr schlicht das Geld fehlt, um endlich nach Amerika zu reisen und ihre Familie zu suchen, muss die wohlhabende Claire auf Veranlassung ihrer Mutter dort Zwangsdienst leisten, weil sie nicht dem gesellschaftlichen Korsett unterwerfen will. Ihre Rebellion richtet sich nicht nur gegen die gesellschaftlichen Regeln, sie sind vor allem ein Ruf nach Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Mutter. Zwischen Ava und Claire entspinnt sich nach und nach eine Freundschaft, die allerdings auf tönernen Füssen steht, was sich vor allem an ihrem unterschiedlichen Hintergrund festmachen lässt. Die Autorin hat nicht nur den historischen Hintergrund akribisch recherchiert und mit ihrer Handlung verwoben, sondern stellt die damaligen Lebensumstände in Hamburg, die Folgen der Cholera und vor allem das Treiben in den Auswandererhallen so lebendig dar, dass der Leser während der Lektüre alles wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen sieht. Der Spannungslevel steigert sich während der Geschichte stetig und beschert dem Leser am Ende noch einen rätselhaften Überraschungsmoment, der einige Fragen aufwirft.
    Die Charaktere sind facettenreich ausgestaltet und in Szene gesetzt. Ihre glaubwürdigen Eigenheiten können den Leser schnell überzeugen, der ihnen und ihrem Schicksal nur zu gerne folgt. Ava wurde vom Schicksal hart gebeutelt und ist eine warmherzige, fleißige Frau, die ihren Mut nie verloren hat. Claire dagegen ist privilegiert, wohlhabend, eigensinnig, arrogant, exzentrisch, aber auch kämpferisch. Weitere Protagonisten säumen ihren Weg, von denen der eine oder andere durchaus eine wichtige Rolle in der Handlung spielt.
    „Träume“ ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, der mit einem Mix aus damaligem gesellschaftlichem Milieu, Familiengeschichten, Auswandererträumen, Liebe, Freundschaft und vor allem zwei starken Frauen den Leser an den Seiten kleben lässt. Absolute Leseempfehlung für ein sagenhaftes Kopfkino!
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  • Rezension zu Das Tor zur Welt: Träume

    BallinStadt
    Das Tor zur Welt, Träume, Historischer Roman von Miriam Georg, 656 Seiten erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag.
    Die Hamburger Auswanderer-Stadt Teil 1
    Ava kann sich nur noch vage an ihre Familie erinnern, immer mehr verblasst die Erinnerung, sie vermutet sie in Amerika. Ava kommt mit ihren Pflegeeltern nach Hamburg, dort herrscht die Cholera, bald muss sie sich alleine durchschlagen, sie arbeitet und schuftet lange Jahre, für das eine Ziel, sich eine Schiffspassage nach Amerika leisten zu können, sie findet eine Anstellung in der Hamburger Auswandererstadt.
    Claire Conrad ist reich und schön, ihr fehlt es an nichts, kapriziös und eigenwillig dickköpfig und verwöhnt, so eckt sie überall an und stößt alle die ihr nahestehen vor den Kopf. Ihre Mutter die sich nicht mehr zu helfen weiß, wendet sich an den dubiosen Dr. Schwab. Um sie zu therapieren soll sie fortan in der Auswandererstadt arbeiten.
    Dort begegnen sich die beiden unterschiedlichen Frauen. Eine Freundschaft beginnt, die durch einen furchtbaren Verrat erschüttert wird.
    Das Buch besteht aus 4 Teilen, die mit Ort und Jahreszahlen gekennzeichnet sind. Abwechselnd werden die Erlebnisse der beiden Protagonistinnen Claire und Ava aus der Sicht der jeweiligen Figur erzählt. Dazwischen in kursiver Schrift deutlich abgesetzt und im Ich-Stil verfasst, Schiffsszenen aus der Vergangenheit, dramatisch und aussichtslos, die erst zum Ende etwas Licht ins Dunkel bringt. In der vorderen Klappe eine Karte der Hamburger Auswandererstadt um 1900.
    Die Autorin schreibt flüssig und extrem bildmalerisch, die Zeilen flogen nur so dahin und vor meinen Augen entstanden Bilder des geschilderten Settings. Ganz besonders ausführlich und tiefgründig sind die einzelnen Charaktere beschrieben. Ein Leichtes, sich im Lauf des Romans in die Personen hineinfühlen zu können, das erzeugt Authentizität und Verbundenheit. In erster Linie die Figur Claire, die ich zu Anfang gar nicht so leiden konnte. Dieses verwöhnte, oberflächliche und sture Geschöpf. Weil sich ihre Mutter nicht mehr zu helfen wusste kam sie in die Fänge dieses lüsternen Quacksalbers Dr. Schwab, der sie in seine Gewalt bringen will. Wie sie immer mehr in Schwierigkeiten kam hat sie sich selbst zuzuschreiben, doch da hat sie mir aufrichtig leidgetan. Ganz im Gegensatz dazu die fleißige und gute Ava, eine Gegensatz zu Claire, der mir immer wieder das Herz erfreut hat. Alle anderen Charaktere handeln nachvollziehbar und authentisch.
    Insgesamt ist in diesem ersten Teil, so viel angedeutet und so wenig erklärt worden, dass es ein unbedingtes Muss ist, den zweiten Band ebenfalls zu lesen. Immer wieder sorgten Plottwists und neue ungeahnte Begebenheiten für Spannung und machten es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Insgesamt eine spannende und emotionale Unterhaltung.
    Wie schlecht Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts behandelt wurden ist himmelschreiend, alleine die Erklärungen des schrecklichen Dr. Schwab, lassen der Leserin die Haare zu Berge stehen, Hysterie und ihre Behandlung, es ist einfach unvorstellbar was Frauen da aushalten mussten. Die Erzählung über die BallinStadt und die Begebenheiten bei den Auswanderern haben mir sehr gut gefallen. Die Verzweiflung der Menschen und die schauderhaften Lebensbedingungen der Armen haben mich zu Tränen gerührt.
    Insgesamt gesehen ist es unmöglich dieses Buch als Einzelband zu lesen. Viel zu viel ist nicht gelöst worden, sämtliche Fäden sind noch offen. Ein wenig mehr Erklärungen am Ende und Auflösungen. Dafür im Vorfeld etwas weniger Geschichte drum herum, z.B. die Erlebnisse Avas am Moorhof im alten Land wären nicht so ausführlich nötig gewesen, da sich daraus nichts mehr ergab. Das Buch ist sehr umfangreich, trotzdem fühlt es sich an, als ob mir am Ende noch unzählige Seiten fehlten. Bis zum Erscheinen des 2. Bandes ist es doch noch etliche Wochen hin. Einige Erzählstränge enden für mich mitten in der Szene. (z. B. Ava bei Agathe). Das ist für mich nicht befriedigend ich hätte mir diesen Teil etwas mehr in sich abgeschlossen gewünscht. Dafür von mir ein Stern Abzug.
    Eine Leseempfehlung, evtl. wenn der Fortsetzungsband erschienen ist, die beiden Bücher nacheinander weg zu lesen. 4 von 5 möglichen Sternen.
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Das Tor zur Welt: Träume

    Ava stammt aus ärmlichen Verhältnissen, ist hartes Arbeiten gewohnt und hat nur ein Ziel: Geld zu sparen, um endlich ihrer Familie nach Amerika zu folgen.
    Claire ist reich, schön und verwöhnt. Ihr Ziel ist es den hohen Lebensstandard zu halten, die Welt zu sehen und endlich einen reichen Ehemann zu finden.
    Die beiden Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und trotzdem treffen sie in Hamburg aufeinander. Die Stadt hat sich zu einem Auswandererzentrum entwickelt und hat mit der großen Anzahl an Leuten, ihren Träumen und Hoffnungen sowie großer Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zu kämpfen. Aber die Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika vereint sie alle, auch wenn das Schicksal manchmal viele Hürden mit sich bringt.
    Die hanseatische Familiensaga (Elbleuchten & Elbstürme) kenne ich noch nicht, aber dadurch bin ich auf die Autorin und ihre neue Dilogie aufmerksam geworden. Auswanderergeschichten faszinieren mich sehr, daher war ich gespannt auf diesen Roman. Die Geschichte spielt zu verschiedenen Zeiten und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Ich fand sie sehr facettenreichen, denn zum einen sind die Protagonistinnen spannend gewählt und zeigen, wie unterschiedlich das Leben zur damaligen Zeit war, zum anderen gibt es einen Einblick in die Auswandererhallen und auch dieses fand ich sehr interessant. Zusätzlich erhält man Eindrücke von den Schiffsfahrten in die USA, das Gefühlsleben der Einwanderer und wie sie die Ankunft in den USA erleben. Es ist also bereits im ersten Band viel los und ich wurde durchgängig spannend unterhalten.
    Das Setting in Hamburg und die lange Überfahrt nach Amerika werden sehr authentisch geschildert. Die Stimmung ist oft bedrückend und einnehmend erzählt. Das ist zumindest zum Teil natürlich auch Tanja Fornaro, der Sprecherin des knapp 15-stündigen Hörbuches, anzurechnen. Ihre Stimme passte sehr gut zum historischen Roman, dessen Inhalt gut recherchiert erscheint.
    Fazit: Der Auftakt der Dilogie hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon enorm auf die Fortsetzung, die als Hörbuch Ende November erscheinen wird.
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Ausgaben von Das Tor zur Welt: Träume

Taschenbuch

Seitenzahl: 656

Besitzer des Buches 5

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