Wo die Wölfe sind

Buch von Charlotte McConaghy, Tanja Handels

Cover zum Buch Wo die Wölfe sind

Titel: Wo die Wölfe sind

, (Übersetzer)

4,2 von 5 Sternen bei 24 Bewertungen

84,6% Zufriedenheit

Verlag: S. Fischer

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783103971002

Termin: März 2022

Aktion

  • Kurzmeinung

    mhameist
    Toll erzählte Bilder und eine spannende Geschichte
  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Tolle Bilder, schwierige Charaktere und brisante Themen mit einem sehr konstruierten Ende. Und zu wenig Wölfe...
  • Cover zum Buch Die Rettung Cover zum Buch Zugvögel Cover zum Buch Wild Dark Shore

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Wo die Wölfe sind

Der neue New York Times-Bestseller von der Autorin von ›Zugvögel‹ »Ein Buch mit tiefer Liebe zur Natur, sehr spannend und bewegend!« Elke Heidenreich über ›Zugvögel‹ Eine wilde und packende Geschichte über den Kampf einer Frau, um jeden Preis Wölfe in den schottischen Highlands wiederanzusiedeln. Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will? »Wo die Wölfe sind« ist die fesselnde Geschichte über die bedrohten Orte und Geschöpfe unserer Erde und die Macht der Empathie. »So verdammt gut. Ein Page-turner, der dich zum Nachdenken bringt und eine große emotionale Kraft hat.« Jeff VanderMeer »Eine dieser sehr seltenen Romane, der dich verändert, während du liest.« Laurie Frankel »Eine kraftvolle Meditation über Menschlichkeit, Natur und die tierischen Instinkte, die in uns allen lauern. Nach Zugvögel ist Wo die Wölfe sind ein weiterer Triumph für einen neuen Romanstar, der uns eine Welt erschafft, in der wir uns verlieren wollen.« BookPage »Weit mehr als ein altes Wolfsmärchen. Wo die Wölfe sind veranschaulicht, wie es ist, ein Außenseiter zu sein – aus menschlicher wie aus tierischer Sicht – und wie viel Heilung und Akzeptanz es von innen heraus braucht, um angenommen zu werden und sich selbst anzunehmen.« Electric Literature »Absolut fesselnd! Charlotte McConaghy hat wieder einmal eine Welt geschaffen, in der wir Vertrauen und Angst, Menschlichkeit und Natur in Einklang bringen müssen.« Washington Independent Review of Books »Ein mitreißender Roman, der die komplexen Beziehungen zwischen Menschen und den Geschöpfen erforscht, mit denen wir die natürliche Welt teilen.« Newsweek
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Bewertungen

Wo die Wölfe sind wurde insgesamt 24 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Meinungen

  • Toll erzählte Bilder und eine spannende Geschichte

    mhameist

  • Tolle Bilder, schwierige Charaktere und brisante Themen mit einem sehr konstruierten Ende. Und zu wenig Wölfe...

    Hirilvorgul

  • Sehr schöne Sprache, brisante Themen, bewegend

    Bartie

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 13. Juni 2025 um 16:08
    Inti Flynn ist passionierte Wolfsforscherin und begleitet ein Projekt in den Cairngorms in Schottland, wo nach sehr langer Zeit nun wieder Grauwölfe angesiedelt werden sollen. Bei der Bevölkerung stößt das auf wenig Gegenliebe. Die Bauern haben Angst um ihr Vieh, andere fürchten, die Wölfe könnten Menschen anfallen. Inti setzt alles daran, diese Bedenken auszuräumen, es ist aber sehr schwierig, die Ängste und Vorurteile zu überwinden. Ihre große Leidenschaft für die Tiere im besonderen und den Naturschutz im allgemeinen sowie ihre impulsive Art stehen ihr dabei oft im Weg, und die aufgeheizte Stimmung unter den Einheimischen macht die Lage nicht besser.
    Inti hat es in ihrem noch recht jungen Leben nicht sehr leicht gehabt. Sie hat Mirror-Touch-Synästhesie, das heißt, dass sie Berührungen und Verletzungen anderer am eigenen Leib spüren kann, was oft sehr belastend ist. Ihre Eltern waren ein sehr ungleiches Paar und haben sich früh getrennt. Die Mutter ist erfolgreiche Staatsanwältin in Australien und eine toughe Karrierefrau, der Vater ein sensibler Kanadier, der es irgendwann nicht mehr fertigbrachte, im Zug seiner Arbeit als Förster Bäume zu fällen und schließlich mit seinen beiden Töchtern als Aussteiger in den Wäldern lebte, bis sein seelischer Zustand zu entgleisen drohte. Und Intis Schwester Aggie kann seit einem traumatischen Ereignis nicht mehr alleine leben und ist deshalb mit ihr nach Schottland gekommen.
    Ein ganz schönes Päckchen also, dass die Forscherin mit sich herumträgt, und es ist nicht verwunderlich, dass sie sich lieber mit Tieren beschäftigt als mit Menschen. Wenn sie in einem getarnten Unterstand ihre Wölfe beobachten kann, ist sie am glücklichsten. Gleichzeitig hofft und bangt sie, dass das Projekt gelingt, dass es mit Wolfsnachwuchs klappt und auch, dass die Wölfe anderen Tieren oder gar Menschen nichts zuleide tun, denn dann wäre der Aufschrei groß und die Wiederansiedelung vermutlich dem Untergang geweiht.
    Ganz reibungslos läuft das alles natürlich nicht ab, und schließlich kommt sogar ein Mann zu Tode. Die bequeme Erklärung ist, es auf die Wölfe zu schieben, doch Inti ist sich da nicht so sicher und versucht, teils auch gemeinsam mit dem örtlichen Polizisten, Licht ins Dunkel zu bringen.
    Zu Beginn war ich mir nicht so sicher, was ich von dem Buch halten soll, weil ich Intis Einstellung zwar nachvollziehbar, für mich aber doch um einiges zu radikal fand und fürchtete, dass es mit dem Synästhesie-Thema arg mystisch werden könnte. Diese Befürchtungen haben sich aber schnell zerstreut. Die Naturschilderungen sind wunderschön und ich habe regelrecht mitgefiebert, ob das Wolfsprojekt von Erfolg gekrönt sein wird. Mit dem Todesfall und den zugehörigen Ermittlungen kommt ein Krimi-Aspekt ins Spiel, es gibt eine kleine Romanze, die zum Glück nicht ins Kitschige kippt, und für weitere Spannung sorgen die zwischendurch eingestreuten Kapitel aus Intis Vergangenheit, in denen das Verhältnis zu ihren Eltern beleuchtet und die Geschichte um Aggie schichtweise aufgedröselt wird.
    Zum Ende hin wurde es mir hier und da doch ein bisschen arg dramatisch, aber insgesamt hat mir mein erstes Buch von Charlotte McConaghy gut gefallen, weil es Natur(schutz), Spannung und persönliche Entwicklung sehr schön verbindet und mich trotz ein wenig spröde wirkender Charaktere ziemlich gefesselt hat.
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  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 13. März 2025 um 21:58
    Die Biologin Inti Flynn will in den schottischen Highlands die Wölfe wieder ansiedeln. Sie weiß, dass sie sich mit diesem Projekt die Bewohner keine Freunde machen wird. Die Menschen haben Angst vor dem Wolf. Sie sind voller Vorurteile und fürchten um das Leben ihrer Tiere. Inti muss viel Überzeugungsarbeit leisten, damit die Menschen aufgeschlossener den Wölfen gegenüber werden. Anfangs scheint alles gut zu gehen, aber als die ersten Tiere gerissen werden, kippt die Stimmung wieder.
    Inti kommt nicht alleine. Außer den Wolfsrudeln kommt auch ihre Zwillingsschwester Aggie mit. Die beiden haben eine sehr enge Bindung, aber das ist nicht alles. Etwas ist in der Vergangenheit vorgefallen, das das Verhältnis der Schwestern verändert hat. Darüber lässt die Autorin ihre Leser lange im Dunkeln. Sie deutet nur an, dass Aggie damals etwas zugestoßen ist und dass sie seitdem nicht mehr redet, aber mehr erfährt man lange Zeit nicht.
    Der Teil über die Wiederansiedlung der Wölfe hat mir gut gefallen. Die Autorin betrachtet das Thema aus den verschiedenen Gesichtspunkten: die Farmer haben Angst um ihre Tiere und damit um ihren Lebensunterhalt. Die Besitzer der Jagdlodges fürchten, dass die Wölfe das Wild reißen und die Gegend unattraktiv für die Jagd machen. Inti und ihre Kollegen sind glauben an ihre Sache, aber sie sehen nur ihre Seite und sehen noch nicht, was ihr Projekt für die Anwohner bedeutet.
    Was Intis sonstiges Leben betrifft, bin ich zweigeteilt. Ich fand die Beziehung zwischen ihr und ihrer Schwester manchmal schwierig zu lesen. Stellenweise war ich mir nicht sicher, ob die beiden noch aus echter Zuneigung zusammenleben, oder ob das gemeinsam Erlebte sie zusammenhält. Im Umgang mit den Menschen in ihrer nächsten Umgebung verhält sie sich unbeholfen und es dauert lange, bis sie erste Freundschaften schließt. Aber je mehr passiert, das ihre Wölfe gefährdet, desto öfter reagiert sie nicht wie eine Beobachterin. Ich habe den Eindruck bekommen, dass sie ihr Glück vom Schicksal der Tiere abhängig macht. Je mehr Konflikte es zwischen Mensch und Tier gibt, desto mehr spitzt sich die Handlung zu. Das Ende war mir persönlich zu viel, auch wenn es zu den Charakteren gepasst hat.
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  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 5. Februar 2023 um 08:27
    Sehr gut gefallen hat mir das Thema der Renaturierung mit Hilfe von Wölfen und die sehr realistische Darstellung der Vorbehalte und Ängste auf beiden Seiten - die Wissenschaftler sind ja ebenso vorurteilbehaftet wie die Bauern und Viehzüchter. Diese Konflikte hat die Autorin gut aufgegriffen und in dieser Hinsicht ist ihre Geschichte auch überzeugend.
    Begeistert haben mich die Schilderugen der Natur. Die leider viel zu wenigen Momente der Stille und des Friedens im Wald und der Nähe zu den Wölfen sind einfach wunderbar beschrieben und man kann richtig darin versinken. Dass das Ganze dazu noch in Schottland spielt, war für mich noch das Tüpfelchen auf dem i.
    Die besonderen menschlichen Konflikte, die Inti auf dem Rücken aller anderen austrägt, waren mir persönlich ein bisschen zu viel. Ja, die Ereignisse der Vergangenheit sind wichtig, damit man Intis Handlungsweisen nachvollziehen kann (von verstehen will ich mal nicht reden), aber ich hätte mir eben einfach ein bisschen mehr echte Wölfe statt menschlicher Bestien gewünscht.
    Das Ende war dann leider echt too much, das hätte es wirklich nicht gebraucht. Und damit meine ich nicht die Auflösung des Todesfalls, sondern
    Fazit:
    Schwierige Charaktere und brisante Themen mit einem sehr konstruierten Ende. Und mir leider zu wenig Wölfe... Aber dennoch lesenswert, weil die Beschreibungen der Natur einfach wunderschön sind und die Autorin auch die Konflikte und Herausforderungen bei der Ansiedlung von Wölfen sehr gut beschreibt.
    Übrigens: Von Mirror-Touch-Synästhesie hatte ich vor diesem Buch noch nie gehört und ich musste auch erstmal herausfinden, ob es das wirklich gibt. Ich stelle mir das eher als Fluch denn als Segen vor - und so scheint es auch Charlotte McConaghy zu gehen. Zumindest schildert sie Intis Erfahrungen als ziemlich erschreckend.
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  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 27. August 2022 um 14:25
    Der böse Wolf?
    „Im Wald schlägt ein Herz, das wir nicht sehen können“ (26)
    Inti leitet das Projekt der Wiederansiedlung der Wölfe in den schottischen Highlands. In ihrer Kindheit hat ihr Vater die Liebe zur Natur in ihrem Herzen eingepflanzt. Der Wald mit all seinen Bäumen und Wildtieren war schon immer ihr zweites Zuhause. Inti liebt Wölfe und freut sich mit ihrem Projekt zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen zu können.
    Doch am Ort gibt es viele Gegner des Projekts; die Menschen haben Angst von wilden Tieren, Landwirte und Bauern fürchten um ihre Existenz. Die Lage eskaliert, als ein Farmer wahrscheinlich von Wölfen getötet wurde.
    Nicht nur das wissenschaftliche Projekt ist für Inti ein Neuanfang. Sie hofft auch ihr Leben in Schottland neu ordnen, die schlimmen Erlebnisse der Vergangenheit verarbeiten zu können. Dabei steht ihr ihre besondere Gabe: Mirror-Touch-Synästhesie oft im Weg. Denn sie kann alle sinnlichen Eindrücke, wie Schmerz, Berührung oder Gefühle, der anderen Menschen und Tiere körperlich nachempfinden.
    Das Hauptthema des Romans „Wo die Wölfe sind“ ist unbestritten die Wiederansiedlung der Wölfe in der freien Natur. Ein Thema, das hochaktuell ist und sowohl viele Befürworter wie auch Gegner hat. Mit viel Empathie beschreibt die Autorin das Leben der Wölfe in der freien Natur, ihre Anpassungsfähigkeit, ihr Sozialverhalten, ihren ausgeprägten Familiensinn. In so Manchem ähneln sich der Wolf und der Mensch, und nicht grundlos fragt man sich bei der Lektüre, wer hier die Bestie ist.
    „Manche Sprachen habe keine Worte, und die der Gewalt gehört dazu.“ (54)
    Gewalt ist das andere wichtige Thema dieses Buches. Die begleitet einige Protagonisten tagtäglich, und wird nicht immer als solche empfunden oder erkannt. Auch Inti und ihre Schwester Aggie, die nach schlimmen Erlebnissen nicht mehr sprechen kann, müssen mit den Erinnerungen an ihre verhängnisvolle Vergangenheit fertigwerden. Es gibt viele bewegende Szenen im Roman, über die man unbedingt nachdenken muss.
    Genossen habe ich die sprachlichen Bilder der Natur in einer wunderschönen, poetischen Sprache dargestellt. Faszinierend und fesselnd ist der Roman, gefühlvoll und emotional seine Handlung mit authentisch wirkenden Protagonisten – ein wahrer Lesegenuss!
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  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 29. Juni 2022 um 22:03
    Inhalt:
    Eine wilde und packende Geschichte über den Kampf einer Frau, um jeden Preis Wölfe in den schottischen Highlands wiederanzusiedeln.
    Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will?
    Rezi:
    Zwei beinahe zu große Themen für ein Buch
    Dieses Buch hat mich vom Titel und der Kurzbeschreibung von Anfang an gefangengenommen. Womit ich nicht gerechnet habe, war das zweite große Thema. Es wird vorab mit keinem Wort erwähnt und entwickelt sich im Laufe der Seiten allerdings zum Hauptthema. Ich finde daher den Titel nicht unbedingt passend und die Kurzbeschreibung beinahe irreführend.
    Ich habe mir etwas mehr über die Wölfe erwartet. Mir hätte das eine Thema mit den Wölfen, der Wiederansiedelung, der Rettung der Natur völlig gereicht. Oder zumindest bräuchte ich das zweite Thema nicht ganz so ausführlich – wenngleich es von Charlotte McConaghy wirklich gut dargelegt wurde.
    Als sehr positiv sehe ich die wunderbare Beschreibung der schottischen Highlands, der Lebensweise der Wölfe, wie so eine Wiederansiedelung möglicherweise vor sich geht und deren Probleme. Die Protagonisten sind großteils greifbar und in ihren Handlungen, soweit ich das nachempfinden kann, authentisch.
    Zusammenfassend halte ich fest, dass bis auf obige Punkte mir „Wo die Wölfe sind“ gut gefällt.
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  • Rezension zu Wo die Wölfe sind

    • 16. Juni 2022 um 21:37
    Wort- und Bildgewaltig
    Erwartet hatte ich eine Erzählung über die Renaturierung eines Landstrichs in Schottland mittels der Ansiedlung von Wölfen und damit einhergehende Probleme.
    Geboten hat mir dieses Buch sehr viel mehr. Es wird aus der Sicht von Inti erzählt, die als Biologin ein Projekt zur Ansiedlung eben jener Wölfe leitet. Allerdings wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen erzählt, die für sich genommen jeweils fortlaufend erzählt werden. Die Reihenfolge der Zeitebenen innerhalb der Kapitel ist beliebig, jedoch ist es deutlich, dass der Teil, der in der Gegenwart abläuft, die Haupterzählung darstellt.
    Inti ist aus vielen verschiedenen Gründen besonders- sie hat eine Erkrankung, wodurch sie alles, was sie bei anderen Lebewesen sieht, am eigenen Leibe spürt. Sie hat ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Zwillingsschwester, die bei ihr lebt und ein massives Trauma verarbeitet. Der Leser erfährt einiges aus der Kindheit von Inti. Ihre Eltern lebten nicht zusammen und hatten sehr wiederstreitende Lebensentwürfe. Der Vater war Selbstversorger und lebte im Wald. Dort lebten auch zeitweise seine Töchter bei ihm und erhielten so einen unverfälschteren Blick auf ein nachhaltiges Leben. Er ist eher ein Idealist. Die Mutter ist Kriminalpolizistin und sieht eher das Schlechte im Menschen. Neben dem Naturschutzaspekt (der verständlich dargelegt wurde) erlebt der Leser Inti auch als misstrauischen Menschen, die schlecht eine Verbindung zu anderen aufbauen kann. Sie ist eine vielschichte Person, die auch fehlbar ist. Keine der Hauptpersonen ist ausschließlich gut oder böse. Das macht für mich den besonderen Reiz dieses Buches aus. Zudem ereignet sich plötzlich ein Mordfall, der ebenfalls untersucht werden muss. Zudem wird eine schwierige Liebesgeschichte erzählt.
    Der Roman hat mich auf vielen Ebenen angesprochen und seine eigene besondere Erzählweise gefunden, die mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen hat. Auch die Satzmelodie und die Wortwahl passen wunderbar und sind besonders eingängig.
    Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung.
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Ausgaben von Wo die Wölfe sind

Hardcover

Cover zum Buch Wo die Wölfe sind

Seitenzahl: 432

E-Book

Cover zum Buch Wo die Wölfe sind

Seitenzahl: 425

Hörbuch

Cover zum Buch Wo die Wölfe sind

 

Taschenbuch

Cover zum Buch Wo die Wölfe sind

Seitenzahl: 432

Besitzer des Buches 36

Update: 16. Mai 2026 um 21:12