Die Galaxie und das Licht darin

Buch von Becky Chambers

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Galaxie und das Licht darin

'Die Galaxie und das Licht darin“ ist der vierte und letzte Band des legendären Wayfarer-Zyklus von Becky Chambers. Das „Five Hop One Stop“ ist ein kleines, unbedeutendes Motel am Rande einer viel befahrenen Sternenstraße. Wer hier übernachtet, der will eigentlich nur weiter. Trotzdem lassen Ouloo und Tupo nichts unversucht, um die besten Gastgeber der gesamten Galaxie zu sein. Doch als das Satellitensystem des Planeten zusammenbricht, und drei seltsame Reisende bei ihnen tagelang stranden, benötigen sie ihr gesamtes Geschick, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Und vielleicht sogar unvergesslich. Für alle Leserinnen von Ursula Le Guin, Martha Wells, Tamsyn Muir, Arkady Martine, Douglas Adams sowie Fans von Mass Effect oder Firefly. Band 1: Die lange Reise zu einem kleinen, zornigen Planeten Band 2: Zwischen zwei Sternen Band 3: Unter uns die Nacht Band 4: Die Galaxie und das Licht darin
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Serieninfos zu Die Galaxie und das Licht darin

Die Galaxie und das Licht darin ist der 4. Band der Wayfarers Reihe. Sie umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2014. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Bewertungen

Die Galaxie und das Licht darin wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Galaxie und das Licht darin

    Tren ist ein Sonnensystem mit nur einem Planeten, Gora, das eigentlich nichts zu bieten hat, aber in unmittelbarer Nähe ein Tunnelknotenpunkt liegt, so dass die Schiffe hier warten müssen, bis sie in durch den nächsten Tunnel zu ihrem eigentlichen Ziel reisen können. Auf Gora sind daher Habitatkuppeln entstanden, in denen allerlei Vergnügungen und Dienstleistungen angeboten werden.
    Die Laru Ooli Oht Ouloo betreibt zusammen mit ihrem Kind Tupo ein solches Habitat, und erwartet gerade drei neue Gäste, die Äluonerin Pei, den Quelin Roveg und die Akarak Speaker. Ein Problem mit den Satelliten zwingt alle Gäste, auf dem Planeten zu bleiben, und so müssen auch in Ouloos Habitat alle fünf mehrere Tage miteinander auskommen – sie kommen sich in dieser Zeit näher, lernen sich kennen, stellen Ressentiments auf den Prüfstand, helfen einander und müssen Gefahren gemeinsam meistern.
    Becky Chambers Reihe hängt im Grund nur lose zusammen, es gibt aber immer etwas oder jemanden, wodurch eine Verknüpfung entsteht, hier ist es Pei, die mit Ashby, dem Wayfarer-Captain aus dem ersten Band, eine Beziehung hat, die hier auch eine Rolle spielt, denn Pei ist auf dem Weg zu Ashby. Wie ich gelesen habe, soll dies der letzte Band der Reihe sein, was ich ausgesprochen schade finde, zum einen wäre ich gerne noch einmal auf der Wayfarer gelandet, zum anderen gäbe es noch so viele Geschichten aus diesem Universum zu erzählen.
    Das Besondere an der Reihe ist, dass die Autorin es schafft, alle Spezies, alle Individuen, und auch alle Hintergründe authentisch wirken zu lassen. Sie mögen noch so fremd wirken, sie werden doch alle greifbar. Sehr gut gefällt mir auch, dass die Beziehungen untereinander thematisiert werden, und dass die Autorin es meistens schafft, dass sie tolerant und sensibel miteinander umgehen, zumindest im Laufe des Romans. In diesem Band ist das ganz besonders gut zu sehen, und hat mich sehr berührt. Am liebsten hätte ich Platz genommen zwischen Ouloo, Tupo, Pei, Speaker und Roveg.
    Dieses besondere Charakter- und Worldbuilding gelingt Becky Chambers wohl auch durch ihren persönlichen Hintergrund, die Eltern sind Astrobiologin sowie Luft- und Raumfahrttechniker. Auch Diversity ist immer wieder ein Thema in der Reihe, nicht nur durch die verschiedenen Spezies, so hat sich z. B. Tupo noch nicht für ein Geschlecht entschieden, und wird dadurch mit geschlechtsneutralen Pronomen, wie z. B. „sir“ angesprochen, das kennt man bereits auch aus den Vorgängerbänden.
    Erzählt wird aus den Perspektiven der einzelnen Charakteren, so dass man diese nicht nur aus ihrer eigenen Sicht, sondern auch aus die der anderen erlebt, was das Ganze rund macht, und zeigt, wie sie voneinander denken, und sich ihre Sichtweisen auch ändern.
    Der vierte, und wohl leider auch letzte, Band der Reihe ist wieder ein ganz besonderer Roman. Mich beeindruckt und berührt diese Reihe sehr und ich bin gespannt auf die weiteren Werke Becky Chambers’.
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  • Rezension zu Die Galaxie und das Licht darin

    Klappentext
    Das „Five Hop One Stop“ ist ein kleines, unbedeutendes Motel am Rande einer viel befahrenen Sternenstraße. Wer hier übernachtet, der will eigentlich nur weiter. Trotzdem lassen Ouloo und Tupo nichts unversucht, um die besten Gastgeber der gesamten Galaxie zu sein. Doch als das Satellitensystem des Planeten zusammenbricht, und drei seltsame Reisende bei ihnen tagelang stranden, benötigen sie ihr gesamtes Geschick, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Und vielleicht sogar unvergesslich.
    Meine Meinung
    Als erstes muss ich sagen, dass ich die Reihe insgesamt wirklich großartig finde! Die Autorin bewegt sich hier in einer Zukunft, in der die Galaxie in weiten Teilen erforscht ist und von den unterschiedlichsten Spezies bevölkert wird. Es gibt Kontakte, Handel und Gesetze, die dieses "Zusammenleben" regeln sollen - denn natürlich ist eine friedliche Gesellschaft auf diesem Niveau mit den unterschiedlichsten Kulturen eine Gratwanderung.
    Der vierte und letzte Band war für mich definitiv ein Highlight!
    Schon die Auswahl des Schauplatzes, das kleine Motel „Five Hop One Stop“ auf einem eher unbedeutenden Planeten, der als Transitknotenpunkt funktioniert, ist perfekt. Eine Zwischenstation für Reisende, die auf ihren Weiterflug warten, mag unscheinbar klingen, aber Becky Chambers zeigt mit so viel Einfühlungsvermögen und Liebe zum Detail wie bedeutsam es ist, Toleranz zu zeigen. In jedem Moment.
    Geführt wird das Motel von Ouloo. Sie gehört der Spezies der Laru an und hat ein Kind, Tupo. Dieses ist noch im pubertierenden Alter und hat noch kein spezifisches Geschlecht, da es das selbst entscheiden kann, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Die Autorin verwendet für diese Figur (wie auch schon in den Vorbänden) besondere Artikel. So heißt es z. B. "sire Mutter" oder "mochte ser diese Art" - das ist gewöhnungsbedürftig, aber hier finde ich es wirklich super integriert.
    Ouloo ist ein wundervoller Charakter, denn sie hat sich auf die verschiedensten Eigenheiten jeder Spezies vorbereitet, die zu ihr zu Besuch kommen, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Das fängt mit der Farbwahl an, den Essensgewohnheiten, den Bedingungen für die Baderäume usw. Sie gibt sich immens Mühe, dass sich jeder wohlfühlt, ganz gleich, welcher Kultur er angehört. Becky Chambers hat sich da viele originelle Eigenheiten einfallen lassen, die das Bild dieser Zukunft sehr lebendig machen.
    Zu Besuch kommt Roveg, ein Quelin, der aus seiner Heimat verbannt wurde, weil er seine radikalen Ideen zur Sprache gebracht hat.
    Pei, ein Älounerin und Fracht-Kapitänin, die ein Geheimnis hat, dessen Offenbarung ihre gesamte Laufbahn beeinflussen kann.
    Und Speaker, die zu einer Spezies gehört, über die wenig bekannt ist und die von Vorurteilen befrachtet ist.
    Ein Notfall, der sämtliche Kommunikation lahm legt, lässt sie für einige Tage dort festsitzen. Die unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten kommen durch diese zwangsweise Isolation sehr zum tragen, doch die Annäherung lässt Konflikte, aber auch Verständnis aufkommen, Aussprachen und Hilfestellungen, die einem wirklich ans Herz gehen.
    Natürlich ist es nicht immer leicht und anstrengend, was hier sehr treffend ausgedrückt wird:
    Das Sinnbild der verschiedenen Spezies kann man natürlich auf die verschiedenen Kulturen von uns Menschen ummünzen. Jeder von uns hat eine andere Vergangenheit, andere Erlebnisse, jeder fühlt und denkt anders, "urteilt" anders - wobei nicht gleich der eine Recht und der andere Unrecht haben muss. Es sind die Blickwinkel, die für jede Ansicht sprechen. Wichtig ist dabei, anderen zuzuhören und zu versuchen, sie zu verstehen, auch wenn man die andere Meinung nicht annimmt.
    In einer kleinen Diskussion geht es darum, sich für oder gegen etwas zu entscheiden und Gründe dafür zu finden. Dazu noch ein kleines Zitat:
    Es geht noch weiter und läuft darauf hinaus, das es reicht, wenn man sich unwohl fühlt. Dass einem das Bauchgefühl sagt, ob man etwas möchte oder nicht und man keine Rechenschaft schuldig ist. Man sollte sich so entscheiden, wie es für einen selbst richtig erscheint und wie es einem guttut, ohne es begründen zu müssen! Das hat mich sehr berührt!
    Und es gibt viele solcher Szenen, kleine Gesten oder Gespräche zwischen den Figuren, die einem das Herz öffnen und zeigen, wie harmonisch es sein kann, wenn man sich Zeit nimmt - wenn auch nur für einen Moment - um seinem Gegenüber mit offenen Augen gegenüberzutreten und seine Meinung wahrzunehmen.
    Eine wundervolle Geschichte: ein Plädoyer für die zwischenmenschliche Offenheit und das Zuhören, das Hinschauen, das Mitfühlen - und die Akzeptanz, auch wenn die Meinungen auseinandergehen: UND das Zusammenhalten wenn es darauf ankommt.
    Mein Fazit: 5 Sterne
    Weltenwanderer
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Besitzer des Buches 6

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