Das Tagebuch der Jenna Blue

Buch von Julia Adrian

  • Kurzmeinung

    mondy
    Ungewöhnlich, düster, zermürbend, sprachlich ansprechend ... hat mich überzeugt.
  • Kurzmeinung

    Dandy
    Melancholisch, berührend, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Großartige Geschichte, fabelhaft erzählt.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Tagebuch der Jenna Blue

Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben. Jenna und Scarlett sind Schwestern - und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?
Weiterlesen

Bewertungen

Das Tagebuch der Jenna Blue wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

(6)
(4)
(2)
(2)
(0)

Meinungen

  • Ungewöhnlich, düster, zermürbend, sprachlich ansprechend ... hat mich überzeugt.

    mondy

  • Melancholisch, berührend, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Großartige Geschichte, fabelhaft erzählt.

    Dandy

  • Sprachlich leider nicht mein Fall. Auch die Spannung hat etwas gefehlt.

    -the-black-one-

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Tagebuch der Jenna Blue

    Das Geheimnis eines Sommers, ein paar Wochen nur, im Leben zweier Schwestern, die alles verändern.
    Jenna ist 7 Jahre alt, als ihre Mutter verschwindet.
    10 Jahre später ist der Hass in ihr soweit gewachsen, dass er sie innerlich zerfrisst. Nur in ihrem Tagebuch kann sie sich öffnen und ihre Gefühle offenbaren, denn im Schatten ihrer Schwester lebt sie im Unsichtbaren, im nicht gesehen werden, ohne Freunde und einer Familie, in der alles zerbrochen scheint.
    Es ist nicht der Hass auf die Mutter, die sie immer noch finden möchte, sondern die Unversöhnlichkeit mit ihrer Schwester Scarlett, die, obwohl 1 Jahr jünger, beständig im Mittelpunkt steht und ihr die Luft zum Leben raubt.
    Die Beziehung der beiden steht im Mittelpunkt und man merkt schnell, wie sehr Scarlett das Leben ihrer Schwester beeinflusst. Wie ein Licht, das die Motten umschwirren, genießt Scarlett die Aufmerksamkeit und weiß sich in Szene zu setzen. Dazu kommen kleine Sticheleien, Gemeinheiten, die Jenna einstecken muss, weil sie verlernt hat, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Sie hat sich zurückgezogen, in sich selbst und schürt damit den brodelnden Groll und die Bitterkeit, die ihr Leben prägen.
    Stets habe ich darunter gelitten, in Scarletts Schatten zu stehen - und darüber verkannt, dass wir alle zu kämpfen haben. Wie abhängig wir davon sind, dass andere uns sehen, akzeptieren und lieben. Wir dursten geradezu danach.
    Zitat Pos 1955
    Julia Adrian erzählt die Geschichte in kurzen Kapiteln, abwechselnd mit kleinen Abschnitten aus Jennas Tagebuch, die sich mit den aktuellen Ereignissen abwechseln. Ein Sommer, eine Party im Bootshaus, ein Spukhaus und zwei neue Nachbarn entwickeln sich zu einer fatalen Kette von Situationen, die schließlich zu eskalieren drohen.
    Ich kenne von der Autorin bisher nur ihre Trilogie "Die dreizehnte Fee" und war hier schon von ihrem märchenhaften, ja poetischen Schreibstil total angetan. Auch hier hat sie es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln! Sie schafft eine anziehende, dramatische und berührende Atmosphäre, aber alles auf subtile Art mit vielen Zwischentönen, die mich völlig in Jennas Bann gezogen hat.
    Sogar Märchenelemente tauchen auf, mühelos verwoben mit der sanften und drängenden Art düsterer Melancholie, die mich beim Lesen so sehr in die Geschichte hineingesogen haben.
    Das Schicksal von Jenna geht einem beim Lesen sehr nahe. Sie leidet, verzweifelt, hofft und resigniert und selbst als sie endlich wahrgenommen wird, ist da wieder Scarlett, die sie beeinflusst und einen dunklen Schatten auf ihre Träume wirft.
    Aber die Autorin zeigt am Ende auch die andere Seite, das, was man nicht sieht, weil man geblendet ist vom Licht, sich täuschen lässt vom Schein, der schließlich auch nur ein Schutz ist, ein Blenden, eine Ablenkung von dem, was im Dunkeln liegt.
    ... und weiß zugleich, dass wir mehr sind als die Facette, die wir zeigen, mehr als der Abschnitt eines Lebens. Wir wandeln uns fortwährend, jeden Tag, jeden Moment. Jedes Gespräch lässt uns verändert zurück.
    Zitat
    Julia Adrian verrät im Nachwort, dass sie die Grauzonen liebt - keine klaren Strukturen von strahlenden Helden oder grausamen Bösewichten, sondern grade die vielfältigen Facetten, die die Charaktere prägen. Aus der Vergangenheit, die uns formt, aus Ereignissen, die unseren Weg bereiten, aus Erinnerungen, die wir entweder festhalten oder verdrängen, und somit jeder nur versucht, sein Sehnen nach Liebe zu erfüllen.
    Ich fand alle Figuren großartig gezeichnet und auch die Hintergründe, die nach und nach zum Vorschein kommen, perfekt verknüpft - auch wenn sie am Ende auf mich etwas zuviel in ihrer Summe wirken und man etwas aufpassen muss, um nicht durcheinander zu kommen, sind solche Verstrickungen oft auch genau die Verkettung, die das Leben schreibt. Dazu kommt, dass man nie weiß, was als nächstes passiert, was eine große Sogwirkung erreicht.
    Ein faszinierender Einblick in die Beziehung zweier Schwestern, in der Hass und Tragödie mit subtilen Thrillerelementen und großartigem Schreibstil umgesetzt wurden.
    Fazit: 4.5 Sterne
    Weltenwanderer
    Weiterlesen
  • Rezension zu Das Tagebuch der Jenna Blue

    Ich habe mich so sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Julia Adrian gibt. Ihre Reihe "Die Dreizehnte Fee" hat mich schon sehr begeistert und ich war gespannt ob sie mich in diesem Genre auch wieder begeistern kann. Der Klappentext hat mich zumindest schon mal sehr neugierig gemacht. Kurz und knapp zusamengefasst geht es hier um zwei Schwestern, die sich nicht besonders leiden können und um ein Geheimnis.
    Die Atmosphäre war, wie man es von Julia Adrian gewohnt ist, wieder sehr düster. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jenna erzählt. Ihre Gedanken zu lesen war doch schon das ein oder andere Mal etwas wirr und ich habe doch ne Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Auch mit den verschiedenen Charakteren bin ich nicht so ganz warm geworden. Ich finde dem Buch hätten vielleicht noch ein paar Seiten mehr ganz gut getan um einem die Charaktere noch näher zu bringen und eine richtige Beziehung zu diesen aufzubauen.
    Die Handlung an sich fand ich jedoch großartig. Diese Geheimnisse, die hier ständig in der Luft hängen haben mich einfach zum Weiterlesen animiert, da ich endlich wissen wollte, was genau hier jetzt lost ist. Auch die Auflösung fand ich richtig gut und auch unvorhersehbar. Ich finde Julia Adrian kann gerne mehr in dieser Richtung schreiben.
    Bewertung:
    Weiterlesen

Ausgaben von Das Tagebuch der Jenna Blue

Taschenbuch

Seitenzahl: 280

E-Book

Seitenzahl: 327

Besitzer des Buches 19

  • Mitglied seit 10. April 2009
  • Mitglied seit 16. April 2015
  • Mitglied seit 30. Mai 2018
  • Mitglied seit 6. Februar 2012
  • Mitglied seit 31. August 2007
  • Mitglied seit 3. Januar 2012
  • Mitglied seit 27. Juli 2016
  • Mitglied seit 12. Juni 2021
Update: