Wer mit den Toten spricht

Buch von A. K. Turner, Marie-Luise Bezzenberger

  • Kurzmeinung

    basco09
    Sehr guter zweiter Teil der Serie!
  • Kurzmeinung

    Annabell95
    Toller Schreibstil, klasse Hauptprotagonistinen, ein emotionaler Fall und ein bisschen Forensik - eine tolle Mischung.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Wer mit den Toten spricht

Keine Lüge hat Bestand, wenn die Toten sprechen! Die toughe Expertin der Gerichtsmedizin, Cassie Raven, löst ihren 2. Fall: »Wer mit den Toten spricht« ist der 2. Teil der außergewöhnlichen Forensik-Thriller-Reihe »Raven & Flyte ermitteln« aus England. Cassie Raven, Assistentin der Rechtsmedizin mit einer Vorliebe für Piercings und Tattoos, ist für gewöhnlich hart im Nehmen. Als ihre geliebte Großmutter ihr jedoch gesteht, sie jahrelang über den Tod ihrer Eltern belogen zu haben, ist Cassie tief erschüttert. Denn es gab nie einen tödlichen Autounfall, als sie noch klein war – stattdessen wurde ihr Vater für den brutalen Mord an ihrer Mutter verurteilt und saß 17 Jahre im Gefängnis. Mithilfe von DS Phyllida Flyte - ihrer Beinahe-Freundin - stellt Cassie Recherchen an, die jedoch immer mehr Fragen aufwerfen. Dann taucht ihr plötzlich bei Cassie auf und behauptet unschuldig zu sein. Nur die Toten können die ganze erschütternde Wahrheit enthüllen.... Auch in ihrem 2. Forensik-Thriller verbindet A. K. Turner hoch spannendes Insiderwissen aus der Pathologie mit faszinierenden Protagonisten. Ihren ersten Fall lösen Cassie Raven, ihre eigenwillige polnische Großmutter und die leicht zwanghafte Phyllida Flyte im Thriller »Tote schweigen nie«.
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Serieninfos zu Wer mit den Toten spricht

Wer mit den Toten spricht ist der 2. Band der Raven & Flyte ermitteln Reihe. Diese umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2024.

Bewertungen

Wer mit den Toten spricht wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Sehr guter zweiter Teil der Serie!

    basco09

  • Toller Schreibstil, klasse Hauptprotagonistinen, ein emotionaler Fall und ein bisschen Forensik - eine tolle Mischung.

    Annabell95

  • Cassie Raven, jung, gothic, intuitiv - der heimliche Star der Gerichtsmedizin!

    easymarkt3

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Wer mit den Toten spricht

    Emotionaler Fall für Cassie Raven
    Cassie Raven ist die toughe Expertin in der Gerichtsmedizin. Sie arbeitet in der Rechtsmedizin und hart dort eine besondere Bindung zu ihren "Gästen". Normalerweise ist sie hart im Nehmen, doch als ihre Großmutter ihr gesteht sie jahrelang über den Tod ihrer Eltern belogen zu haben, gerät ihr Leben etwas aus den Fugen. Ihre Eltern kamen bei keinem tödlichen Autounfall ums Leben, stattdessen wurde ihr Vater für den Mord an ihrer Mutter für 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Plötzlich taucht ihr Vater auf und behauptet unschuldig zu sein. Cassie stellt mithilfe von DS Flyte auf eigene Faust Recherchen an, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
    "Wer mit den Toten spricht" ist der zweite Teil mit der toughen Cassie Raven als Assistentin in der Rechtsmedizin. Es empfiehlt sich, dass man auch den ersten Band der Reihe kennt, da sonst ein wenig Vorwissen fehlen könnte und man nicht so eine Bindung zu Cassie aufbauen kann.
    Während der Handlung begleitet der Leser zum größten Teil Cassie bei ihren Recherchen. Erst ziemlich zum Schluss bekommt auch die zweite Hauptprotagonisten DS Flyte ihren Perspektivstrang. Die Handlung selbst fand ich ein wenig vorhersehbar und selbst das Ende kam für mich nicht so wirklich überraschend. Aber tatsächlich konnte man trotzdem ein wenig miträtseln, wer hinter dem Mord an ihrer Mutter stecken kann, wenn es ihr Vater nicht gewesen sein soll.
    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und hier und da wurde forensisches Wissen eingebaut. Aber es wirkt nie zu überladen und ist sehr interessant zu lesen. Man merkt, dass die Autorin hier gut recherchiert hat.
    Mein Fazit:
    Für einen Thriller hat mir zwar etwas der Nervenkitzel gefehlt, aber sonst war es wieder sehr interessant. Ich mag einfach Cassie Raven mit ihrer toughen Art, ihren Tattoos und Piercings. Hoffe es gibt auch noch einen dritten Band.
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  • Rezension zu Wer mit den Toten spricht

    Highlight!!
    "Für Cassie war die Leichenhalle ein Schattenland, in dem ihre Schützlinge in einer Art Schwebezustand zwischen Leben und Tod verharrten. Objektiv betrachtet hatte sie mit dem Übernatürlichen nichts am Hut, und doch gab es da eine irrationale Ecke in ihr, in der sie daran glaubte, dass die Toten ihre Worte hören konnten. Und dass sie hin und wieder sogar antworteten."
    Da "Tote schweigen nie" ein absolutes Highlight für mich gewesen war, hatte ich mit großer Spannung auf die Fortsetzung von A. K. Turners Reihe 'Raven & Flyte ermitteln' hingefiebert - und ich wurde nicht enttäuscht! Der lang ersehnte Band 2, "Wer mit den Toten spricht", ist sogar noch mitreißender als der ohnehin schon brillant geschriebene Reihenauftakt! Ich. Bin. Restlos. Begeistert!!
    Für mich war überdeutlich, dass hier ein Profi am Werke war: Die Autorin dreht schließlich True Crime-Dokumentationen fürs Fernsehen und kennt sich somit bestens aus in Sachen Plot, Fachbegriffe, Figurenzeichnung und Spannungsaufbau - das spürte ich in jeder Zeile, fühlte mich während der Lektüre wie in einem Film gefangen und legte das Buch nur äußerst zähneknirschend zur Seite, wann immer eine Leseunterbrechung nicht abwendbar war. Am liebsten hätte ich mich einen ganzen Tag lang eingeigelt und das Werk in einem Rutsch durchgelesen!
    Der Schreibstil hat mich umgehauen, er strotzt geradezu vor Authentizität und Lebensnähe. Ich wusste ja bereits, wie überzeugend und einnehmend Turner schreibt, aber mit diesem für Cassie überaus persönlichen Fall hat sie sich selbst übertroffen. Auch die auf andere Menschen oft unterkühlt und penibel wirkende DS Flyte lernen wir noch intensiver kennen. Jene hübsche junge Polizistin war aufgrund ihrer streng auf die Einhaltung von Regeln pochenden, "stockkonservativen" Arbeitsweise zunächst nur belächelt und kaum ernstgenommen worden, doch mittlerweile hat sie sich den Respekt vom (größtenteils männlichen) Kollegium erarbeitet. Sie lebt für ihren Job, und das ist nicht nur eine Phrase; die Arbeit ist tatsächlich ihr Leben - alles, was ihr noch geblieben ist. Phyllida steckt mitten in der Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses und am liebsten hätte ich sie hin und wieder mal kurz in den Arm genommen. Die Dynamik zwischen ihr und Cassie ist einfach genial!
    Bereits in den ersten Kapiteln rührte mich die Autorin zu Tränen, kein Scherz. Aus ermittlungstechnischer Sicht ist die pathologische Arbeit unheimlich interessant - immerhin bedeutet jeder Leichnam ein weiteres Rätsel, das es zu lösen gilt. Doch die menschliche Komponente darf nicht unterschätzt werden, denn jeder Leichnam steht auch dafür, dass für die Angehörigen der oder des Verstorbenen gerade eine Welt zusammenbricht.
    "Wenn sie bei einer trauernden Hinterbliebenen […] saß, musste sie oft an den lateinischen Ursprung des förmlichen Begriffs »Kondolenz« denken. Condolere hieß »miteinander leiden«."
    Es ging mir enorm ans Herz, mit wie viel Feingefühl und Respekt Cassie ihre "Gäste" (so bezeichnet sie die Toten) behandelt. "Sie nannte sie stets beim Namen, die älteren sogar Mr. oder Mrs. Mit anderen Worten, sie behandelte sie wie lebendige Menschen. […] Mit den Leichen in ihrer Obhut zu sprechen, war ihr immer ganz natürlich vorgekommen."
    Die street smarte wie auch medizinisch belesene, scharfsinnige Cassie ist eine meiner liebsten Romanfiguren ever, ich finde sie so faszinierend! Sie geht viel aus, bewahrt jedoch trotz Alkohol (und einem gelegentlichen Joint) immer einen kühlen Kopf, wirkt einschüchternd, ist im Grunde aber der warmherzigste Mensch überhaupt, kombiniert rasend schnell, allerdings ohne andere Personen voreilig zu verurteilen. Rein optisch erinnert sie mich übrigens an Abby Sciuto aus der Serie NCIS (welche witzigerweise ebenfalls eine Forensik-Spezialistin ist). Herrlich: Das Geplänkel mit ihrer polnischen Großmutter Weronika!
    Taktvoll und behutsam steht Cassie allen Hinterbliebenen im Moment größter Trauer zur Seite.
    "Cassie verstand - sie nahm vor einem Besuch von Angehörigen jedes Mal ihre Gesichtspiercings heraus und kämmte ihr schwarzgefärbtes Haar so, dass es den hochrasierten Undercut verdeckte. Obgleich sie den ganz krassen Goth-Look heruntergefahren hatte […], war ihr klar, dass sich manche Menschen an ihrem Aussehen stießen. Das Letzte, was sie wollte, war, irgendjemanden mit so etwas zu verstören - bei allem, was derjenige gerade durchmachen musste."
    Das Cover ist ein richtiger Hingucker und passt perfekt zur Gestaltung des Vorgängerwerkes. Ich liebe die kräftig leuchtenden Farben! Wie wohl Band 3 aussehen wird? - Selbst wenn es eine gänzlich coverfreie, lose Blättersammlung wäre: Hauptsache, die nächste Raven-&-Flyte-Story erscheint BALD - ich brauche dringend Nachschub!!
    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: 5 ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
    Wow, just wow! Lasst euch diese authentische, emotional packende Reihe auf gar keinen Fall entgehen! Unbedingte Leseempfehlung für alle Thriller-Liebhaber:innen sowie Fans von Forensik- und/oder (True-)Crime-Serien!
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  • Rezension zu Wer mit den Toten spricht

    Nachdem Cassie erfahren hat, dass ihr Vater ihre Mutter ermordet hat, muss sie immer wieder daran denken. Während sie den Strangulationstod eines Jugendlichen untersucht, meldet sich allerdings ihr Vater - 4 Jahre nachdem er aus der Haft entlassen wurde. Und er behauptet, unschuldig zu sein. Cassie ist hin- und hergerissen, ob sie ihrem Vater Glauben schenken soll und bittet DS Phyllida Flyte um Hilfe. Doch offiziell kann sie in keine Akten von damals einsehen.
    Das Cover des Buches passt perfekt zum 1. Teil, sagt aber eigentlich nur wenig aus, um was es geht - im Gegensatz zum Originalcover. Allerdings ist das deutsche auffälliger und gefällt mir auch hervorragend.
    Der Schreibstil der Autorin ist genial; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Obwohl es der 2. Band um Cassie ist, kann man so das Buch auch einzeln lesen. So war es auch bei mir.
    Mit der Figur von Cassie Raven hat die Autorin eine außergewöhnliche, wohl einzigartige Figur entworfen. Klar gibt es viele Bücher rund um Rechtsmediziner bzw. Pathologen - wie z.B. Temperance Brannan oder Kay Scarpetta - doch Cassie ist total anders.
    Zum einen fällt natürlich auf, dass sie keine Pathologin ist, sondern eben nur Assistentin der Rechtsmedizin. Zum anderen ist auch das äußere Erscheinungsbild mit Piercings und Side-Cut ein gänzlich anderes. Dass sie dann auch noch erst 25 Jahre alt ist, bisexuell und ein enormes Wissen über Pathologie hat und sehr liebenswürdig und empathisch ist, sind einfach insgesamt Alleinstellungsmerkmale von Cassie. Und nicht zu vergessen, die Toten sprechen mit ihr, auch wenn sie nicht an Geister glaubt, sondern eher, dass das ihr Unterbewusstsein ist. Durch Cassies Art erinnert sie ein wenig an eine Mischung aus Tempe Brennan und Liz aus "IZombie"; aber wie gesagt ich finde Cassie einfach einzigartig.
    Das ganze Buch ist (v.a. pathologischer Details) ausgezeichnet recherchiert, aber trotzdem auch für Nicht-Mediziner sehr gut verständlich.
    Auch die anderen Figuren, wie DS Flyte oder Cassies polnische Großmutter sind einfach genial gezeichnet und perfekt in das Buch und die Handlung integriert.
    Dass die Spannung das ganze Buch über auf höchstem Niveau war, bräuchte ich eigentlich nicht mehr explizit zu erwähnen, tue es aber trotzdem.
    Den 1. Teil der Reihe werde ich mir schleunigst besorgen und dann hoffe ich natürlich auf noch mehr Bücher über die sympathische Rechtsmedizin-Assistentin.
    Fazit: Wer Tempe Brennan und/oder Kay Scarpetta mag, muss Cassie einfach lieben. Perfekter Forensik-Thriller. 5 von 5 Sternen und ein Top-Highlight des Jahres.
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  • Rezension zu Wer mit den Toten spricht

    Kein Thriller - dennoch gelungene Fortsetzung!
    Zwei Vorbehalte, bevor ich mich über die zahlreichen positiven Seiten dieses Buches auslasse! Erstens, ein Thriller ist es in meinen Augen nicht. Eher ein Krimi - wenngleich auch einer der gehobenen Klasse. Aber "Thrill" besteht einfach nicht, es gibt keinen Wettlauf mit der Zeit, noch weitere Todesdrohungen - und auch keine wirkliche Überraschung bei der Frage der Täterschaft. Nun ist man als Verlag natürlich in einer Zwangslage, wenn die Bücher laut Konzept alle als "Thriller" vermarktet werden sollen; das ist mir schon klar!
    Zweiter Vorbehalt - ich finde, dass man deutlich merkt, dass dies eine Reihenfortsetzung ist, nämlich der zweite Band um Raven & Flyte. Gut, dass ich den ersten Band kannte - sonst hätte ich doch manche Untertöne und Entwicklungen nicht wirklich gut verstanden. Ich fürchte, ein Neu-Leser würde diese Lücken noch ärger fühlen.
    Nun aber zum Positiven! Mich hat dieser Band wieder perfekt unterhalten, und ich bin der ungewöhnlichen Heldin Cassie Raven ein Stück näher gekommen. Ich fand sie schon im ersten Band sympathisch; hier jedoch wird es persönlicher. Sie ermittelt in diesem Buch weitestgehend "in eigener Sache", und weniger in der Leichenhalle. Das mag man der Autorin ankreiden - aber da ich auf weitere Bände hoffe, finde ich das legitim.
    Die Hintergrundrecherche wurde erneut perfekt durchgeführt, und ich habe als Leserin wieder einiges über die Pathologie dazugelernt. Auch sehr gefallen haben mir die leicht mystischen Elemente, wenn Cassie mit ihren "Gästen" "spricht"...! Dem Thema "Tod" wird hier der Ernst genommen.
    Cassies polnische Großmutter Weronika spielt wieder ihre herrliche Nebenrolle, nicht ganz so deutlich wie im letzten Buch, aber dennoch mit viel Augenzwinkern und Herzblut gezeichnet!
    Überaus gut hat mir der "Nebenschauplatz" der Rockbands der 70er und 80er Jahre gefallen. Sehr überzeugend wurde hier eine Atmosphäre und allgemeine Stimmungslage gezeichnet. Cassie muss in diese Szene eintauchen, um den Mord an ihrer Mutter wirklich zu klären. Und was sehr schön gemacht ist - mit der Aufklärung gewinnt sie zwar ihren Vater zurück, hat aber dafür neue Fragen aufgebürdet bekommen (was ich ohne zu spoilern nicht näher erläutern kann!). Es ist also keine "aalglatte" Lösung, und das finde ich von der Autorin gut gemacht!
    Und nicht zuletzt, das Personal rund um eine Leichenhalle besteht eben auch nur aus Menschen, mit all ihren Macken und Eigenheiten. Mich hat das köstlich amüsiert!
    Einziger wirklicher Kritikpunkt: für mich hätte es der Beinahe- Liebesgeschichte zwischen Cassie und der Polizistin Flyte einfach nicht bedurft; ich empfinde dieses Element als "too much" im Rahmen dieser Reihe.
    Insgesamt fälle ich ein positives Fazit - die 5 Sterne wurden meiner Meinung nach nur knapp verpasst, eben wegen der Tatsache des "Nicht-Thrillers", sowie der tendenziell überzeichneten Spannung zwischen Raven & Flyte. Ansonsten ist es ein rundum gelungener Spannungsroman, mit vielen menschlichen Anteilen, gut recherchiertem Hintergrund, und einem ausgewogenen Plot.
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  • Rezension zu Wer mit den Toten spricht

    Blick in die Vergangenheit
    Das ungewöhnliche, auch haptisch ansprechende Cover ist ähnlich dem ersten Band gestaltet und gefällt mir wieder gut mit seinen organischen Formen und dem roten Tropfen.
    Zu Beginn ist Sektionsassistentin Cassie, eine junge Frau mit Gothic Look, Piercings und Tattoos, bei der Arbeit und sofort beeindruckt mich wieder ihre besondere Beziehung zu Toten, die Behutsamkeit und Sorgfalt mit den Leichen und Empathie mit den Angehörigen, genau so habe ich sie schon im ersten Band „Tote schweigen nie“ kennengelernt. Doch diesmal muss sich Cassie auch mit ihrer eigenen, unbewältigten Trauer auseinandersetzen, seit sie von ihrer Großmutter erfahren hat, dass ihre Eltern nicht bei einem Verkehrsunfall gestorben sind, sondern ihr Vater ihre Mutter getötet und 17 Jahre im Gefängnis gesessen hat. Cassie versucht, Antworten auf ihre Fragen zu finden, wobei ihr wieder die spröde Polizistin DS Phyllida Flyte zur Seite steht.
    Auch Leser:innen, die erst mit diesen Buch in die Reihe einsteigen, werden sich zurecht finden, da immer wieder mal Informationen aus dem ersten Band eingestreut werden.
    A. K. Turners Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen, sie schreibt bildhaft und lebendig und ist ihren Protagonisten sehr zugewandt, sie haben Tiefe und berühren. Die Charaktere sind auch psychologisch glaubwürdig gezeichnet und bis hin zu den Nebenfiguren authentisch dargestellt. Die Arbeit in der Leichenhalle und die medizinischen Hintergründe sind gut recherchiert, genau und sachlich beschrieben.
    Der Krimi entwickelt sich zu einer spannenden und fesselnden Geschichte mit komplexem Hintergrund, mit Wendungen und Überraschungen. Gefallen hat mir auch das Lokalkolorit der atmosphärische Beschreibung Camdens im nördlichen London.
    Erzählt wird wechselnd aus Cassies Perspektive - locker, intelligent, analytisch, intuitiv und achtsam und auch aus DS Flytes Sicht – hier machen nicht nur die polizeilichen Ermittlungen Fortschritte, auch die Figur der Phyllida Flyte wird greifbarer und das Verhältnis der beiden Frauen zueinander wird vertrauensvoller, so dass Phyllida Cassie auch ihr eigenes unverarbeitetes Trauma offenbart.
    Mich hat „Wer mit den Toten spricht“ bestens unterhalten und ich kann das Buch uneingeschränkt jedem Krimi-Leser mit einem Interesse für unkonventionelle Figuren und für Rechtsmedizin empfehlen.
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Ausgaben von Wer mit den Toten spricht

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 385

Wer mit den Toten spricht in anderen Sprachen

  • Deutsch: Wer mit den Toten spricht (Details)
  • Englisch: Life Sentence (Details)

Besitzer des Buches 19

  • Mitglied seit 8. September 2016
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