Ciao

Buch von Johanna Adorján

  • Kurzmeinung

    Marie
    Ironische Erzählung über Leben und Scheitern erfolgreicher Großstädter. Sämtliche Klischees bedient und überhöht

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Ciao

Johanna Adorján hat unsere Gegenwart in einen Roman gegossen. Johanna Adorján entwirft mit »Ciao« eine Gesellschaftssatire, die extrem komisch ist und gleichzeitig schmerzhaft heutig. Ist der Untergang des alten weißen Mannes beschlossene Sache oder sollte man mit dieser Spezies doch gnädig sein? Hans Benedek, einst ein gefragter Feuilletonist, hat seinen Bedeutungsverlust selbst noch gar nicht realisiert. Er wähnt sich weiterhin als Mann von beträchtlichem Einfluss, glaubt, dass alle Welt die Ohren spitzt, wenn er einen Gedanken formuliert. Aber die Zeichen mehren sich, dass sich etwas verändert hat. Seine ständigen Affären mit Praktikantinnen sind nicht mehr so unbeschwert wie noch vor einigen Jahren. Seine Tochter beschimpft ihn als Mörder, da er immer noch Bacon zum Frühstück isst. Als seine Frau ihn auf die Idee bringt, ein Portrait über die gefragteste junge Feministin des Landes zu schreiben, wittert Hans seine Chance. Doch die Begegnung mit ihr wird Hans in einen Abgrund von bisher ungekannter Tiefe stürzen. Ein Roman über Menschen, über die die Zeit hinweggegangen ist. Über Leute von gestern im heutigen Leben. Übers Älterwerden. Und ein bisschen auch über die Liebe.
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Bewertungen

Ciao wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

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Meinungen

  • Ironische Erzählung über Leben und Scheitern erfolgreicher Großstädter. Sämtliche Klischees bedient und überhöht

    Marie

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Ciao

    Über die Autorin:
    Johanna Adorján, geboren 1971 in Stockholm, wuchs in München auf und studierte Theater- und Opernregie. Sie arbeitet als Journalistin, inzwischen hauptsächlich für die Süddeutsche Zeitung. Ihr Bestseller „Eine exklusive Liebe“ (2009) wurde in 16 Sprachen übersetzt. Es folgten „Meine 500 besten Freunde“ (2013), „Geteiltes Vergnügen“ (2016) und „Männer“ (2019).
    (Quelle: Klappentext)
    Buchinhalt:
    Hans Benedek ist Feuilletonist bei einer Berliner Zeitung. Er hält sich für den Nabel der Welt und hat noch nicht bemerkt, dass dem längst nicht mehr so ist. Als er über die zur Zeit angesagteste Influencerin und Feministin einen Artikel schreiben möchte, platzt die Blase, in der er lebt, auf einmal überraschend schnell.
    Das Buch umfasst 267 Seiten, unterteilt in 26 durchnummerierte Kapitel.
    Meine Meinung:
    Ein recht amüsant zu lesender Roman über die verblüffend schnelle Demontage eines alten weißen Manns und über die Kluft zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung. Der Protagonist, finanziell gut gestellt, verheiratet und Vater einer pubertierenden Tochter, merkt zu spät (wenn überhaupt), dass sich die Zeiten geändert haben. Konnte er sich bisher durch sein Leben schlängeln, auf alten Erfolgen ausruhen, so muss er nun durchaus Rechenschaft darüber ablegen – sowohl beruflich als auch privat. Aber das kann er nicht gut, denn hinter seiner Fassade ist nicht viel Substanz vorhanden.
    Auch wenn bei Amazon von einer Gesellschaftssatire die Rede ist, die „extrem komisch und gleichzeitig schmerzhaft heutig“ sein soll, so kann ich mich diesem Urteil nicht ganz anschließen. Ja, die Geschichte ist amüsant zu lesen, aber als extrem komisch empfinde ich sie nicht. Hier werden mehrere Leben demontiert und das ist für mich meistens nicht komisch, selbst wenn diese öffentlichen Demontagen einen echten Grund haben. Und ist es wirklich eine Satire? Ich denke nicht, dazu ist mir die Geschichte wieder zu seicht und leicht und zu wenig überspitzt. Das einzige, das ich davon wirklich bestätigen kann, ist „heutig“ - eine intelligente junge Frau nutzt die Mittel der Zeit, um alte Machenschaften sowie tolerierte und von oben gedeckte Gewohnheiten aufzudecken und die dahinter stehenden „alten weißen Männer“ zu demontieren.
    Mein Fazit:
    Leicht zu lesen, amüsant und mit heutigen Themen, doch nicht so vielversprechend wie die Anpreisungen erhoffen lassen.
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Ausgaben von Ciao

Hardcover

Seitenzahl: 272

E-Book

Seitenzahl: 252

Besitzer des Buches 7

Update: