Krieg
Buch von Ludwig Renn
Titel: Krieg
Ludwig Renn (Autor)
Verlag: Aufbau-Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783351035587
Termin: Februar 2014
Aktion
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Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Krieg
'Das deutsche Buch vom Krieg, das überdauern wird: Nie verlässt den Erzähler dieser berichtende Ton, und diese wuchtige, vor dem Krieg einzig legitime Formel hat Ludwig Renn zur Meisterschaft gezwungen. Dieses Buch ist die Wahrheit und Menschlichkeit zugleich.' NZZ
Unter dem Namen Ludwig Renn veröffentlichte der frühere kaiserliche Offizier Arnold Vieth von Golßenau das Buch 'Krieg', das Weltruhm erlangte: Ein einfacher Soldat wird am Tag der Mobilmachung Gefreiter und noch im August 1914 an die Westfront kommandiert. Er führt beflissen Befehle aus, bis er zu ahnen beginnt, dass das Grauen nicht nur ohne höheren, sondern völlig ohne Sinn ist.
100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ist Ludwig Renns Bestseller endlich wieder lieferbar: 'Einfach, unpathetisch und sparsam: Dieses Buch spricht durch seine Wahrheit für sich selber und sagt über den Krieg mehr als alle Anklagen und Verteidigungen.' LITERARISCHE WELT
'Die Bücher von Remarque und Ludwig Renn bieten qualitativ keine Unterschiede; beide wuchsen aus Anschauung und Erlebnis, beide hat die Erinnerung in langen Jahren geformt. Sie sind ganz und gar das feierliche Verdikt, das dem Krieg die Ehre aberkennt und ihn vor versammelter Menschheit degradiert.' CARL VON OSSIETZKY, TRÄGER DES FRIEDENSNOBELPREISES
Mit einem Essay von Theodor Heuss
über die beiden großen Antikriegsbücher von
Ludwig Renn ('Krieg') und
Erich Maria Remarque ('Im Westen nichts Neues')
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Bewertungen
Krieg wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Krieg
- JuleBule
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16. April 2008 um 21:03
Inhalt:Weiterlesen
Die Geschichte wird erzählt vom kleinen Soldaten Ludwig Renn (dessen Namen der Autor Arnold Vieth von Golßenau später auch als Pseudonym annahm), der mit seiner Truppe an der Westfront des Ersten Weltkrieges steht. Thema ist die unglaubliche Monotonie des Stellungskrieges; es passiert nicht viel an echter Handlung, es geht immer nur vor und zurück durch die Schützengräben. Renn erlebt den Tod vieler Kameraden, das Grauen des Krieges und kurze Urlaube und Aufenthalte im Lazarett.
Meine Meinung:
Wenn man vor der Lektüre dieses Buchs nicht weiß, dass Ludwig Renn in Wahrheit Arnold Vieth von Golßenau hieß, aus adligen Verhältnissen stammte und im Krieg nicht etwa kleiner Soldat, sondern Offizier war, könnte man annehmen, dieser Text sei autobiografisch. Die Sprache ist die eines nicht sehr gebildeten Mannes und kommt dem Leser fast schon "drehbuchähnlich" vor, denn nicht nur ist die Erzählweise sehr nüchtern und völlig wertfrei, sondern es werden auch immer wieder lautmalerische Elemente eingefügt, um das Kriegsgeschehen zu versinnbildlichen. Man erfährt so gut wie gar nichts über den Protagonisten, es wird wirklich nur der Ablauf des Soldatenlebens erzählt. Ich fand das sehr angenehm, dass man sich durch die wertfreie, emotionslose, reportagenhafte Erzählweise sehr gut in die Hauptperson hineinversetzen und sich seine eigenen Gedanken zum Geschehen machen konnte. Es wird einem nicht ständig ein "Oh mein Gott, es war alles so schrecklich" vorgesetzt, wie z.B. in Remarques "Im Westen nichts Neues" - ich meine, dass alles schrecklich war, kann man sich doch denken, wozu das auch noch dauernd erwähnen? -, sondern man bekommt die blanken Fakten eines Soldatendaseins erzählt und durch diese Nüchternheit ist man viel näher am Geschehen dran, als wenn man sich auch noch mit den Gedanken und Wertungen der Hauptperson auseinandersetzen müsste. Für mich war das sehr erfrischend und ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen möchte. Man sieht sehr deutlich, dass Renn wirklich Ahnung von dem hatte, was er schrieb und wirklich die blanke Wahrheit zu Papier brachte, im Gegensatz zu Autoren wie Remarque, bei denen deutlich wird, dass sie zum Teil reißerische Elemente in ihr Buch einbauen, um die Spannung zu steigern, was mich sehr gestört hat.
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Besitzer des Buches 7
Update: 3. Mai 2025 um 11:33





