Krone des Himmels

Buch von Juliane Stadler

  • Kurzmeinung

    Hiyanha
    Nach einem richtig tollen Anfang rutscht die Geschichte leider in eine schwülstig-kitschige Schnulze ab. Sehr schade
  • Kurzmeinung

    jala68
    Der Roman lässt uns einen Kreuzzug hautnah miterleben.
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Krone des Himmels

Im Jahr 1189 wird die Welt vom großen Religionskrieg zwischen Abendland und Orient erschüttert. Das Schicksal führt die Handwerkertochter Aveline und den Wundarzt Étienne auf den Kreuzzug von Frankreich nach Jerusalem. Während der Belagerung der Hafenstadt Akkon wachsen beide über sich hinaus - doch ihre Liebe zueinander wird im großen Kampf um das Heilige Land auf die Probe gestellt ... »Akribisch recherchiert und packend geschrieben – Juliane Stadlers Mittelalterepos ›Krone des Himmels‹ ist ein historischer Roman der Extraklasse!« Daniel Wolf
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Bewertungen

Krone des Himmels wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Nach einem richtig tollen Anfang rutscht die Geschichte leider in eine schwülstig-kitschige Schnulze ab. Sehr schade

    Hiyanha

  • Der Roman lässt uns einen Kreuzzug hautnah miterleben.

    jala68

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Krone des Himmels

    Im Jahr 1187 ruft Papst Gregor VIII. die christlichen Gläubigen auf, das Heilige Land zurückzugewinnen. Mit dem Sieg Saladins über das Königreich Jerusalem war nämlich auch die Stadt Jerusalem verloren gegangen.
    So beginnt 1189 der Dritte Kreuzzug unter der Führung von Friedrich Barbarossa, Kaiser des römisch-deutschen Reiches. Daneben brechen auch die Heere von Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz, König von England, auf. Ein buntes Gemisch aus Kreuzfahrern und Soldaten Christi sowie Pilgern nimmt am Kriegszug im Streit der Religionen teil.
    Unter ihnen befinden sich die Handwerkstochter Aveline aus Oberlothringen und Étienne d'Arembour, der in der Grafschaft Tonnerre auf einem Rittergut zu Hause ist. Beide vereint, dass das Schicksal bisher keineswegs freundlich zu ihnen war.
    Aveline pilgert nach Jerusalem, um durch das Gebet am Grab Jesu Christi Erlösung von einer schweren Schuld zu erbitten. Am Beginn ihres Weges ist sie eine wehr- und rechtlose Frau. Bereits einmal hat sie dies zu spüren bekommen, als sie von einem Ritter geschändet und geschwängert wurde. Auf ihrer Reise sieht sie sich nach anfänglich gutem Verlauf in der Gemeinschaft von Pilgern, in der sie seit Langem so etwas wie Geborgenheit entdeckt, bald unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt und ist nach dramatischen Ereignissen gezwungen, als Bogenschütze Avery in Männerkleider gehüllt Aufnahme im Kreuzfahrerheer von Kaiser Friedrich Barbarossa zu suchen.
    Étienne, dritter Sohn aus adligem Hause, leidet unter der angeborenen Missbildung seines Fußes. Die Verkrüppelung ist Grund für die Ablehnung durch den Vater, obwohl Ètienne sich ständig um dessen Wohlwollen bemüht. Der junge Mann trägt schwer an der Last des Ausgestoßenseins und der damit verbundenen Erwartungslosigkeit. Auf ein Erbe braucht der Neunzehnjährige nicht zu hoffen. Wird er tatsächlich immer auf die Barmherzigkeit von Menschen angewiesen sein, die ihn verachten?
    Für Ètienne soll es nicht allein das sein, was das Leben ihm bietet. Deshalb macht er sich mit einem gestohlenen Pferd, ein paar Vorräten und Decken auf den Weg, stets mit der Furcht im Nacken, von seinem Vater oder den älteren Brüdern zurück in sein „Gefängnis“ geschleift zu werden. Stattdessen wird er überfallen, und es ist nur dem Wundarzt Caspar zu verdanken, dass er überlebt.
    Vor Akkon, dem Tor zum Heiligen Land, treffen Étienne und Aveline aufeinander. Nach einer Verletzung offenbart sich dem angehenden jungen Wundarzt das Geheimnis von Aveline. Sie nähern sich an, und in ihrem Ringen um Würde, Aufrichtigkeit und Anerkennung erfahren sie beim jeweils anderen Zuspruch und Liebe. Im Verlauf des Geschehens wachsen ihre Gefühle, die sich indes immer wieder bewähren müssen, während die Belagerung von Akkon andauert. Denn es ist nicht nur die Angst vor der Entdeckung, die ihren Tod bedeuten würde, sondern auch Zweifel an der Loyalität, die ihre Empfindungen in Zwiespalt geraten lassen ...
    Es ist ein hehres Ziel, das sich die Kreuzfahrer des Dritten Kreuzzuges gestellt haben: Jerusalem soll den Händen der heidnischen Sarazenen entrissen werden. Tausende Ritter nehmen unter Führung ihrer jeweiligen Herrscher das Kreuz und ziehen mit ihren Männern ins Heilige Land. Doch der charismatische Kaiser Barbarossa stirbt bereits auf der Reise, und Phillip II. Und Richard Löwenherz sind wegen familiärer Verwicklung – wie es scheint – heillos zerstritten.
    Die Last der Kämpfe und des Krieges ruht sowieso auf den Schultern jener Menschen des Heeres, zu denen unter anderem Aveline/Avery und Étienne gehören. Deren Schicksal setzt Juliane Stadler mit „Krone des Himmels“ ein beachtliches und meisterhaftes Denkmal.
    Sorgfältige Recherche zeichnet den Roman aus, der in seiner detaillierten Fülle hinsichtlich der Schilderung von Krieg, Gewalt und Grausamkeit, Leid, Schmerz und Verlust, indes ebenso Mut, Freundschaft und Hoffnung, Mitgefühl, Toleranz, den Umgang mit Andersgläubigen und letztlich auch Liebe, Fürsorge und Wärme überwältigend, jedoch nicht überfordernd wirkt. Er zieht seine Kraft aus den Momentaufnahmen, dem bewegten und bewegenden Blick auf eine anschauliche und mitreißende Szenerie in das Leben, Leiden, Lieben und Sterben im 12. Jahrhundert. Dabei legt die Autorin Augenmerk auf das Dasein ihrer Figuren, die an historischen Schauplätzen in unterschiedlichen Situationen an der Seite einst realer Persönlichkeiten agieren.
    Die Kombination aus tatsächlicher Geschichte und Fiktion ist herausragend und beeindruckt besonders, weil es sich bei „Krone des Himmels“ um den Debütroman von Juliane Stadler handelt, um so mehr.
    Die Autorin vermittelt erfolgreich die politischen und Hintergründe für den Kreuzzug und beschreibt mit Eloquenz, Glaubwürdigkeit und opulenter Fabulierfreude im Wechsel der Perspektiven das Geschehen um ihre Protagonisten. So ermöglicht sie den Zugang zur Gedankenwelt der handelnden Menschen.
    Mit ausgesprochener Kunstfertigkeit hat die Autorin die Ausarbeitung der Charaktere vorgenommen, deren Stärken und Schwächen facettenreich und authentisch geformt. Sie geht achtsam mit ihren Figuren um und gibt ihnen reichlich Raum zur Entfaltung. Einige von ihnen sind zwar in der Bösartigkeit zu einseitig dargestellt, aber das sei der Autorin verziehen, weil die Ablehnung auch auf Seiten der Leserschaft ist.
    Eines beweist Juliane Stadler mit ihrer prachtvollen „Krone des Himmels“, das als Hardcover mit Lesebändchen außerdem mit Landkarten, einem Nachwort mit den historischen Fakten und den hiervon vorgenommenen Abweichungen, einem Personen- und Ortsnamensverzeichnis sowie Glossar ausgestattet ist:
    „Wenn du es willst, kannst du dein Leben selbst in die Hand nehmen.“ (Seite 150)
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  • Rezension zu Krone des Himmels

    Inhalt:
    Der Glanz des Mittelalters, die Gewalt der Kreuzzüge, die Macht der Liebe
    Im Jahr 1189 wird die Welt vom großen Religionskrieg zwischen Abendland und Orient erschüttert. Das Schicksal führt die Handwerkertochter Aveline und den Wundarzt Étienne auf den Kreuzzug von Frankreich nach Jerusalem. Während der Belagerung der Hafenstadt Akkon wachsen beide über sich hinaus – doch ihre Liebe zueinander wird im großen Kampf um das Heilige Land auf die Probe gestellt ...
    Für Fans von Rebecca Gablé
    Nach verheerenden Schlachten fällt Ende des 12. Jahrhunderts der größte Teil des Königreichs Jerusalem zurück an die Sarazenen. Barbarossa und Löwenherz führen ihre Heere daraufhin gen Akkon, das Tor zum Heiligen Land. In der Hoffnung, von einer schweren Sünde losgesprochen zu werden, begibt sich auch die junge Aveline auf den dritten Kreuzzug.
    Die Umstände zwingen sie, sich als Bogenschütze Avery auszugeben und sich unerkannt dem Heer Barbarossas anzuschließen. Nachdem sie im Gefecht verletzt wird, vertraut sie sich dem Wundarzt Étienne an, der wie sie eine schwere Bürde trägt und um Gerechtigkeit und Anerkennung ringt. Zusammen finden sie Trost, aber schon bald müssen sie erkennen, dass ihr schlimmster Feind nicht unter den Sarazenen, sondern in den eigenen Reihen lauert ...
    Rezi:
    Figuren, Gefühle, Recherche – einfach perfekt, harmonisch-dramatisch, packend
    Wer hier denkt, ‚ach, nein, schon wieder nur eine Geschichte in der sich eine Frau als Mann ausgibt‘, liegt einerseits zwar richtig, andererseits entgeht ihm aber ein spannendes, wunderbar geschriebenes Buch über Zwischenmenschlichkeit, Liebe, Not, Krankheit und der Kraft dieser Menschen während des dritten Kreuzzuges.
    Aveline verbirgt sich unter Männerkleidern und lebt als Avery inmitten des königlichen Heers. Ihre gesamte Anspannung ist beim Lesen spürbar. Würde sie enttarnt werden, hätte das damals ihren sofortigen Tod bedeutet. Wie und ob sie es schafft, unerkannt bis ins heilige Land vorzudringen, ob sie ihrem Widersacher von einst, noch einmal begegnet oder ob es für Aveline so etwas wie Liebe geben kann, verpackt die Autorin in „Krone des Himmels“ gekonnt zu einem mitreißenden Roman.
    Juliane Stadler formt hier gleich mehrere starke Persönlichkeiten. Neben der Hauptprotagonistin Aveline findet der Leser einen ebenso interessanten Charakter in Etienne. Aber auch verschiedene Nebenfiguren, bis hin zu den Antagonisten, bestechen durch ihre plastische Beschreibung. Der Roman wird durch die Tiefe der Personen lebendig.
    Kriegsschauplätze, Handlungen, Lebensweise, Landschaften und die Nöte der damaligen Zeit sind gefühlt exakt recherchiert, wodurch die Geschichte authentisch und realitätsnah wirkt.
    Der Schreibstil der Autorin ist packend und macht ein flüssiges und flottes Lesen einfach. Einzig ist die Schrift vielleicht etwas klein gewählt. Personenverzeichnis und zwei Karten dagegen erleichtern wiederum den Überblick.
    Zum Cover, beziehungsweis zum Buch selbst möchte ich sagen, dass ich es mag, wenn ein Buch gut in der Hand liegt. Es ist edel und hochwertig verarbeitet.
    Ich kann aus ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung abgeben. Ob aus Sicht der Figuren, der Handlungsbeschreibungen, der zwischenmenschlichen Aktionen, der unterschiedlichen Gefühle von Liebe bis Hass und Verzweiflung bis hin zur Spannung und zur Recherche – in diesem Roman passt für mich einfach alles.
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Ausgaben von Krone des Himmels

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 704

E-Book

Seitenzahl: 702

Besitzer des Buches 14

Update: