Die Macht der Demografie: Und wie sie die moderne Welt erklärt
Buch von Paul Morland, Hans-Peter Remmler
Titel: Die Macht der Demografie: Und wie sie...
Paul Morland (Autor) , Hans-Peter Remmler (Übersetzer)
Verlag: Ecowin
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783711002389
Termin: Januar 2019
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Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Die Macht der Demografie: Und wie sie die moderne Welt erklärt
Wie Demografie unsere Welt erklärt
Demografische Übergänge, die einst mehrere Generationen Zeit brauchten, vollziehen sich heute in nur wenigen Jahrzehnten – und wir sind mittendrin! Bevölkerungen wachsen oder schrumpfen, werden jünger oder älter, explodieren, emigrieren oder formieren sich neu. Seit der Industrialisierung bewegen sich Bevölkerungstrends nicht mehr im Schneckentempo. Genau das macht die Demografie zu einer spannenden Wissenschaft, die uns ganz neue Erklärungsmodelle für das Zeitgeschehen liefern kann:
- Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen technischem Fortschritt und Be-völkerungswachstum?
- Beeinflusst eine höhere Lebenserwartung das globale Machtgefüge?
- Welche Auswirkungen haben sinkende Geburtenraten auf die Weltgeschichte?
- Wie können wir den demografischen Wandel besser verstehen und angemes-sen darauf reagieren?
Demografische Daten – und was wir daraus lernen können
Die Demografie ist tief im Leben verankert. In gewisser Hinsicht ist sie mit ihren Daten zu Geburtenrate, Lebenserwartung und Migration das Leben selbst, denn sie bildet es exakt ab. Doch erst wenn man die Bevölkerungswissenschaft im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie Wirtschaftsentwicklung, technischem Fortschritt und Verbrei-tung von Ideologien betrachtet, liefert sie uns Erklärungen für den Lauf der Weltgeschichte.
Paul Morland, Demografieforscher am Birkbeck College der Universität London, rückt mit seinem Buch die Bevölkerungsentwicklung und den globalen demografischen Wandel in den Blick. Er erzählt die Geschichte der modernen Welt neu – erkenntnisreich und faszinierend!
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Bewertungen
Die Macht der Demografie: Und wie sie die moderne Welt erklärt wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die Macht der Demografie: Und wie sie die moderne Welt erklärt
- MarsEule
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21. Juni 2022 um 21:49
"Die Macht der Demografie" von Paul MorlandWeiterlesen
Originaltitel: "The Human Tide"
Amazon.de-Beschreibung:
Wie Demografie unsere Welt erklärt
Demografische Übergänge, die einst mehrere Generationen Zeit brauchten, vollziehen sich heute in nur wenigen Jahrzehnten – und wir sind mittendrin! Bevölkerungen wachsen oder schrumpfen, werden jünger oder älter, explodieren, emigrieren oder formieren sich neu. Seit der Industrialisierung bewegen sich Bevölkerungstrends nicht mehr im Schneckentempo. Genau das macht die Demografie zu einer spannenden Wissenschaft, die uns ganz neue Erklärungsmodelle für das Zeitgeschehen liefern kann:
- Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen technischem Fortschritt und Bevölkerungswachstum?
- Beeinflusst eine höhere Lebenserwartung das globale Machtgefüge?
- Welche Auswirkungen haben sinkende Geburtenraten auf die Weltgeschichte?
- Wie können wir den demografischen Wandel besser verstehen und angemessen darauf reagieren?
Demografische Daten – und was wir daraus lernen können
Die Demografie ist tief im Leben verankert. In gewisser Hinsicht ist sie mit ihren Daten zu Geburtenrate, Lebenserwartung und Migration das Leben selbst, denn sie bildet es exakt ab. Doch erst wenn man die Bevölkerungswissenschaft im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie Wirtschaftsentwicklung, technischem Fortschritt und Verbreitung von Ideologien betrachtet, liefert sie uns Erklärungen für den Lauf der Weltgeschichte.
Paul Morland, Demografieforscher am Birkbeck College der Universität London, rückt mit seinem Buch die Bevölkerungsentwicklung und den globalen demografischen Wandel in den Blick. Er erzählt die Geschichte der modernen Welt neu – erkenntnisreich und faszinierend!
Meine Meinung:
Das Buch erzählt, was Demografie ist und wie sie sich auf unsere Welt auswirkt. Das tut sie nämlich auf allen Gebieten, ganz unbemerkt von uns, die wir ja mittendrin sind. Früher geschahen demografische Entwicklungen langsam, es vergingen Jahrhunderte, bevor man die Ergebnisse wahrnahm. Heute sind es nur wenige Jahrzehnte.
Der Autor fängt seinen Bericht mit England, Nordamerika und Westeuropa an, geht dann über Osteuropa und Russland nach China, Indonesien und Indien, wechselt dann nach Nahost und Nordafrika, es folgen Südamerika, Australien und zuletzt Afrika. In jedem dieser Länder und Gebiete (außer in Afrika südlich der Sahara) vollzieht sich der gleiche Prozess: erst starkes Bevölkerungswachstum aufgrund verbesserter Gesundheitsvorsorge, verringerter Kindersterblichkeit und verlängerter Lebenserwartung, dann kommt ein demografischer Übergang, indem die Geburtenrate stark sinkt und das Durchschnittsalter steigt. Es gibt "alte" Länder, wie z. B. Japan und Deutschland, in denen das Durchschnittsalter bei 46 Jahren liegt, und "junge", z. B. einige asiatische und afrikanische Länder, in denen das Durchschnittsalter bei 14 bis 17 Jahren liegt. In letzteren ist laut Studien, die Morland anführt, das Gewaltpotenzial sehr hoch, weil es in diesen, meist sehr armen Ländern keine oder nur wenige Perspektiven für junge Menschen gibt.
Morland schreibt z. B. über Japan, wo ganze es ganze Landstriche gibt, die nicht mehr bewohnt sind. Die Bevölkerung wird immer älter, das Land ist verschuldet, weil die Ausgaben für eine alte Bevölkerung höher sind als für eine junge. Er schreibt über Russland, wo die durchschnittliche Lebenserwartung unter 60 Jahren liegt, was in so gut wie keinem Industrieland mehr vorkommt, und wo es keine Bemühungen gibt, dies zu ändern. Er schreibt über Brasilien, wo die Telenovelas nachgewiesenermaßen einen unmittelbaren Einfluss auf die Fertilität (Fruchtbarkeit) der Bevölkerung haben, weil diese Unterhaltungsformate kleine Familien präsentieren und ein Leben, das nur möglich wird, wenn man keine 6 Kinder zu versorgen hat.
Die Weltbevölkerung wird laut Morland noch vor dem Ende dieses Jahrhunderts sinken. Das Buch wurde vor der Pandemie geschrieben, also wird diese Entwicklung vermutlich noch früher einsetzen. Das wichtigste Fazit ist, dass eine Frau, die Zugang zu Bildung hat und/oder wählen kann, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen will, sich für weniger Kinder oder ganz dagegen entscheidet.
Für dieses Buch mit knapp 430 Seiten habe ich fast zwei Monate gebraucht, was schon zeigt, das es keine leichte Lektüre ist. Obwohl der Text interessant ist, kommt man wegen der vielen Schachtelsätze nicht voran. Es gibt, wie es sich für ein Sachbuch gehört, eine Menge Zahlen, durch die man sich kämpfen muss.
Ich kann nicht sagen, ob "Die Macht der Demografie" ein gutes Buch für Themen-Einsteiger ist. Vielleicht ist es verdaulicher, wenn man schon über ein Basiswissen verfügt. Wenn man, wie ich, über relativ wenig Wissen über das Thema Demografie verfügt, kann das Buch einen stellenweise überfordern. Ich bin aber froh, es gelesen zu haben, denn es ist hochinteressant.
Fazit: Es lohnt sich, ist aber sehr schwer zu lesen.
P. S. Ich hätte statt dieses Buches gerne ein anderes gelesen, "Empty Planet" von Darrell & Ibbitson, das gibt es aber leider nicht auf Deutsch. Die Zusammenfassung hat mich aber so neugierig auf das Thema gemacht, das ich mir Morland kaufte.
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Eule
Ausgaben von Die Macht der Demografie: Und wie sie die moderne Welt erklärt
Besitzer des Buches 2
Update: 21. Juni 2022 um 21:50

