Dave
Buch von Raphaela Edelbauer
Titel: Dave
Raphaela Edelbauer (Autor)
Verlag: Klett-Cotta
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783608964738
Termin: Januar 2021
Aktion
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Kurzmeinung
mapefue DAVE zu lesen ist eine zweifache Herausforderung
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Dave
Irrwitzig, eindrücklich, abgründig. Raphaela Edelbauers Roman über Künstliche Intelligenz.
»Ein Geistesblitz von einem Roman!«
Denis Scheck, Druckfrisch (Das Erste), 24.01.2021
Was braucht es, um eine Maschine mit menschlichem Bewusstsein auszustatten? Den Programmierer Syz interessiert nichts so sehr wie die Beantwortung dieser Frage. Doch als er hinter die Kulissen des Labors blickt, gerät sein bedingungsloser Glaube an die Technik ins Wanken. Welchem Zweck dient DAVE wirklich und wer wird von ihm profitieren?
In der Welt von Syz dreht sich alles ums Programmieren. Geschlafen und gegessen wird hauptsächlich, um schnellstmöglich wieder in die Datenströme des Computers abzutauchen. Das Ziel des gesamten Labors ist nichts Geringeres als die Programmierung der ersten generellen Künstlichen Intelligenz, ausgestattet mit einer Höchstleistung an Rechenkraft und menschlichem Bewusstsein: DAVE. Dann allerdings bringen zwei Ereignisse Syz‘ geregeltes Leben ins Wanken. Erstens, Syz verliebt sich in eine junge Ärztin, und zweitens, DAVE droht ein Totalausfall. Der Strudel, in den Syz in der Folge gerät, katapultiert den Programmierer in unmittelbare Nähe der Machtzentrale. Während das Labor in blinder Technikgläubigkeit weiterhin auf die Verwirklichung der Künstlichen Superintelligenz hinarbeitet, taucht Syz tief in die Geschichte des Labors ein und versucht herauszufinden, wessen Interessen DAVE am Ende eigentlich dient. Nach dem großen Erfolg von »Das flüssige Land« legt Raphaela Edelbauer einen einzigartigen Roman über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Künstlichen Intelligenz vor.
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Bewertungen
Dave wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.
Meinungen
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DAVE zu lesen ist eine zweifache Herausforderung
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Dave
- Sommerkindt
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17. Februar 2025 um 21:12
verwirrend und chaotischWeiterlesen
In einem für Leser fordernden Schreibstil setzt sich die Autorin mit dem Thema KI auseinander.
Ich bin der Autorin so richtig auf den Leim gegangen. Bis ich eins und eins zusammengezählt hatte und mich von allen Zweifeln verabschiedet hatte war dreiviertel des Buches gelesen.
Ich persönlich habe mich wirklich schwer mit dem Schreibstil getan. Er war nicht nur fordernd, sondern auch anspruchsvoll. Vor allem die eingeflochtenen wissenschaftlichen Texte waren für mich als Leihe teils wirklich schwer verständlich. Ja manche habe ich gelesen, aber manches blieb einfach nicht hängen. Einiges ergab erst später einen Sinn.
Die Story an sich fand ich interessant, auch wenn es doch recht drunter und drüber, verwirrend war. Teils sogar chaotisch.
Ich habe mich durch diesen Roman regelrecht durchbeißen müssen. Wenn sich jemand mit Programmieren befasst, ist es bestimmt leichter verständlich.
Das Cover passt zur Story.
Fazit: Ein eher anspruchsvoller Roman, der sich einen leichter erschließt wenn man eine gewisse Affinität zum Programmieren oder aber sich mit dem Thema KI bereits näher auseinander gesetzt hat. Für alle andere wird es eher schwierig. Daher ist dieser Roman eher nur bedingt weiter zu empfehlen.
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Rezension zu Dave
- mapefue
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22. März 2021 um 09:56
DAVE ist die erste KI, die mit einem Bewusstsein ausgestattet werden soll. Raphaela Edelbauer malt eine mythische Dystopie zwischen Traum, Rausch und Immersion: fantasievoll, überbordend, witzig. Ein intensives Cybermärchen.Weiterlesen
Schauplatz ist ein riesiges Labor, das einem einzigen Zweck dient, der Schöpfung von Supercomputer DAVE, der ersten KI, die mit einem Bewusstsein ausgestattet werden soll. Die Welt ist kaputt. Menschliche Maßlosigkeit hat das Draußen unbewohnbar gemacht. Was drinnen übrig blieb, ist hierarchisch streng geordnet. Das Labor ist ein in sich geschlossener Kosmos, nicht nur Arbeitsplatz für Zehntausende Mitarbeiter, sondern zugleich Wohn- und Freizeitort, ausgestattet mit sozialen Einrichtungen und naturähnlichen Simulationen. Die Menschen kennen nichts anderes, wurden in dieser Arche geboren, besuchten hier die Schule, fanden Arbeit und soziale Kontakte, denn das Gebäude darf aus vage angedeuteten Gründen nicht verlassen werden.
Hauptperson ist Syz, aus dessen Perspektive der Roman erzählt wird. Der junge Programmierer ist ein Rädchen in der riesigen Maschinerie und müht sich, in der Laborhierarchie aufzusteigen. Als einer von vielen erstellt er „SCRIPTS“, mit denen in „DAVE“ Kompetenzen der Sprach- und Kommunikationsfertigkeit implementiert werden. Denn Dave verspricht Rettung. Ist die Gottmaschine einmal mit dem ganzen Weltwissen gefüttert, wird sie auch wissen, wie es weitergehen soll.
In der kargen Freizeit spielt er mit seinem Freund Pawel Computerspiele oder hört Popmusik. Und er ist Fan der Informatikpioniere und nährt sich am „Gründungsmythos, aus dessen Kontinuität sich das eigene Sendungsbewusstsein rechtfertigt“.
Das Vorhaben kommt jedoch kaum voran. DAVEs Rechenleistung ist ressourcenintensiv, und die technische Ausstattung des Labors hält den Anforderungen nicht immer stand. So fällt bei einer der regelmäßig stattfindenden Simulationen die Kühlung aus, Serverräume überhitzen, das ganze Gebäude kommt in Gefahr, was durch die Anstrengung der Mitarbeiter knapp verhindert werden kann.
„Wir, unsere Körper sind limitiert von biologischen Beschränkungen, die uns ein Leben lang als gegeben eingetrichtert wurden. Unser Verstand läuft leider auf einer imperfekten Hardware, aber Überraschung, wir arbeiten an einer Technologie, die es möglich machen wird, uns selbst zu gestalten - unseren Verstand auf einer anderen Hardware laufen zu lassen.“ (S. 151)
DAVE zu lesen ist eine zweifache Herausforderung. Einerseits eine literarische Meisterleistung in bisher ungekannter Art, der man sich stellen muss, nicht ohne ein Lexikon in Griffweite und andrerseits die inhaltliche Komplexität, die einen unweigerlich erschaudernd erfasst und fragen lässt: Dystopie oder Utopie?
Ich hibernisiere mich nun.
Raphaela Edelbauer, 1990 in Wien geboren, studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Mit ihrem Roman »Das flüssige Land« stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Österreichischen Buchpreises. Raphaela Edelbauer lebt in Wien.
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Update: 17. Februar 2025 um 21:14





