Die Selbstmord-Schwestern

Buch von Jeffrey Eugenides

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Selbstmord-Schwestern

„Ein großer Erzähler“ (Der Spiegel)Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat. „Sein bestes Buch“ (Stern)
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Bewertungen

Die Selbstmord-Schwestern wurde insgesamt 53 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Selbstmord-Schwestern

    Ich habe dieses Buch gestern zu Ende gelesen und möchte auch meine Meinung mitteilen, weil es mich wirklich bewegt hat. Ich kann mich hier dem Großteil der Aussagen nur anschließen, dieses Buch ist in Sachen Erzählstil bzw. Erzählperspektive wirklich besonders. Am Anfang habe ich mir schwer damit getan und ich wollte so sehr, dass die Perspektive endlich gewechselt wird. Als ich dann aber einsehen musste, dass das nicht passieren wird, habe ich mich mit den Nachbarsjungs sogar irgendwie angefreundet, wurde sogar irgendwie Teil der Nachbarschaft und wollte von ihnen hören, was sie denn noch so wussten über die Lisbon-Mädchen, ob noch jemand etwas berichten kann und wurde richtig gierig nach den einzelnen Puzzlestückchen, die sie boten und die die Geschichte dennoch so unvollständig ließen.
    Für mich wirkte das Buch eigentlich authentisch. Zwar war die "Besessenheit" der Jungs von den Mädchen etwas gar intensiv, aber andererseits lebten sie ja alle in einem kleinen Kaff, in dem sich nichts tut und wenn man mal anfängt sich gemeinsam in eine Sache hineinzusteigern, dann kann das auch durchaus ausarten, besonders aber weil
    . Über den Selbstmord der Mädchen möchte ich gar nicht zu viel aussagen, denn das Buch bietet genug Stoff zum spekulieren, unrealistisch kam mir der Fall aber dennoch nicht vor.
    Fazit: Für mich ein einzigartigs Buch, dass mich sehr berührt hat und das ich so schnell nicht vergessen werde.
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  • Rezension zu Die Selbstmord-Schwestern

    Jeffrey Eugenides Selbstmordschwestern haben mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Ich möchte es auch dabei bewenden lassen und nicht weiter analysieren, warum mich das Buch so begeistert hat.
    Das Besondere scheint mir der Fakt zu sein, dass ich das Buch trotz der maximal düsteren Thematik als absolutes "Wohlfühlbuch" empfunden habe. Das ist ein Effekt, wie man ihn meiner Meinung nach nur bei sehr wenigen Büchern erlebt, spontan fallen mir hier nur Werke des schottischen Schriftstellers John Burnside ein .
    Diese emotionale Wirkung möchte ich mir durch Grübelei und analytische Zerpflückerei nicht zerstören, keinesfalls.
    Es erscheint mir bewundernswert, wie Jeffrey Eugenides es fertiggebracht hat, so viele selbst induzierte Todesfälle ohne jegliche Morbidität zu umleuchten, und es zusätzlich geschafft hat, bei mir keinerlei drückende Düsternis zu vermitteln - Die Selbstmordschwestern haben in mir einen äußerst angenehmen Leseeindruck hinterlassen (ich habe das Buch vor etwa einem Monat gelesen), den ich in Ermangelung einer treffenderen Beschreibung nur als etwas flüchtig Duftiges, vielleicht so etwas wie "Ephemere"? , wiedergeben kann.
    Näher möchte ich wirklich nicht auf dieses Buch eingehen, um genau diesen wunderbar zerbrechlich erscheinenden Leseeindruck in mir nicht zu zerstören. Für mich eines der ganz großen Bücher, die ich in diesem Jahr das Glück hatte lesen zu dürfen. Wunderschön.
    Fast hätte ich es vergessen: eigentlich kam ich auf Die Selbstmordschwestern nur deshalb zurück, weil ich gerade die ersten 150 Seiten von Middlesex desselben Schriftstellers hinter mir habe und es mich mit völliger Fassungslosigkeit trifft, wie sehr mich dieser Roman bisher langweilt. Ich hoffe jedoch, dass er sich im Laufe der weiteren Kapitel noch zu besserer Form "aufrappeln" kann.
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  • Rezension zu Die Selbstmord-Schwestern

    250 Seiten zog sich bei mir der Magen zusammen!
    Was bei diesem Roman direkt auffällt, ist diese seltsame Perspektive aus der er erzählt wird. Da sind ein paar Jungs, die in diese Schwestern verliebt waren, und erzählen nun diese Tragik der Selbstmordreihe in Rückblenden. Da dieses Wir die Mädchen nie wirklich erfasst und kennen gelernt hat, kommt das wirkliche Innenleben der Schwestern nirgends zum Tragen, alle Umstände die dazu führen bleiben in Schwebe, die Handlung ist nicht greifbar.
    Diese Erzählperspektive, gekoppelt mit diesem atemlosen, fassungslosen Stil der Sprache, piesackt den Leser 250 Seiten lang. Und ich fände diese Atmosphäre großartig, wenn ich die Handlung als glaubwürdig empfunden hätte. Aber dass nach dem ersten Selbstmordversuch, Cecilia wieder nach Hause kommt/darf und sie sich innerhalb kürzester Zeit dann doch umbringt, dass da nichts geschieht, auch als die Mädchen nicht mehr zur Schule gehen, und dass sich alle Schwestern im Finalen-Akt umbringen, nein Mary noch eine zweite Chance erhält, all das finde ich sagenhaft übertrieben und unrealistisch.
    Was möchte der Autor mit diesem unwirklichen Gerüst erreichen? Gesellschaftskritik? Mag sein, dass das so für Amerika gilt, dass man so weit überziehen muss um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mag sein, dass man heute in der schnelllebigen Zeit so agieren muss.
    Die Probleme der pubertierenden Mädchen, in der Zeit ihrer Revolte gegen den Tyrann, kommen meilenweit zu kurz, sie bleiben lediglich eine graue Masse. Und so bleibt für mich in Verbindung mit diesem Roman eine Leere zurück, die ich äußerst selten habe beim Lesen.
    Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit, Michigan, geboren und lebt heute mit Frau und Tochter in Berlin. Dies ist sein Debüt, welches 1993 erstmals erschien. 2003veröffentlichte der Autor seinen Roman „Middlesex“, auf Deutsch gibt es noch einen Erzählband „Air Mail“.
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  • Rezension zu Die Selbstmord-Schwestern

    Die Geschichte wirkt, als würde man sie durch eine Milchglasscheibe betrachte. Zwar irgendwie real, aber dennoch nicht fassbar und nicht vollkommen deutlich. Das wird vor allem durch die merkwürdige Erzählperspektive erreicht: Ein fiktives "Wir", aus dem sich in manchen Passagen ein Name löst, ein "Wir", das gleichzeitig beobachtet und mitunter als Einzelpersonen eingreift - wie auch Hermia habe ich diese Form noch nirgendwo gelesen. Doch ich finde sie äußerst gelungen und vor allem stringent durchgehalten, was vermutlich nicht leicht war.
    Auch die Art, wie die Mädchen auftreten, trägt zum Milchglas-Gefühl bei: Cecilia bringt sich als erste um, und Lux bewahrt sich ein wenig eigenen Willen, ansonsten sind alle fünf gleich, es gibt keine individuellen Züge. (Die auf dem Cover genannten Eigenschaften "gescheit" - Therese, "pingelig"- Mary, asketisch - Bonnie" sind eher dem Film entnommen, finden aber im Buch keine Entsprechung.) Anfangs wartete ich darauf, dass der Autor, bzw. seine Erzählergemeinschaft, Hinweise gibt, warum es zu der Katastrophe kommen konnte, was die Mädchen dazu bewegte, sich umzubringen. Dann aber wird klar, dass der Leser nicht mehr Informationen bekommt als die Erzähler auch für sich selbst herausfinden. Auch hier wieder: Keine Eindeutigkeit.
    Aber gerade diese Nicht-Eindeutigkeit lässt dem Leser freien Raum für die Bilder, die auf dem Hintergrund amerikanischen Lebens als Jugendlicher in einer bürgerlichen Vorstadtsiedlung in den 70er Jahren entstehen.
    Marie
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  • Rezension zu Die Selbstmord-Schwestern

    "Die Selbstmord-Schwestern" hat mich sehr berührt. Nein, spannend ist dieses Buch nicht, poetisch sicher. Das Buch erzählt aus der Perspektive der Nachbarsjungen, aber da immer nur von "wir" gesprochen wird, verschwinden auch diese wie die Mädchen in einer uniformen Stimme. Sie tragen Fakten zusammen, wie auch Andenken an die Mädchen, in die sie vielleicht nur wegen der Unnahbarkeit verliebt waren. Aussagen von Nachbarn, Eltern, Lehrern, Mitschülern, Ärzten werden fast wie in einem Polizeibericht wiedergegeben, dieser Tonfall wirkt sehr amerikanisch, gefällt mir aber und passt zum Buch. Wie Anriel schon sagt, gewinnen die Mädchen dadurch keine individuellen Konturen, wie es für die Jungen auch manchmal schwer ist, die Mädchen, die sie wochenlang nicht gesehen haben, unterscheiden zu können. Für mich erzählt das Buch von verlorener erster Liebe, von der Schwierigkeit erwachsen zu werden, von der Schwierigkeit von Eltern Kinder in die Selbständigkeit zu entlassen. Es ist melancholisch, gar nicht so sehr wegen der Selbstmorde, sondern wegen dem wehmütigen Ton, indem die ganze Geschichte erzählt wird. Ich glaube, diese Selbstmorde sollen auch die verlorenen Träume der Jugend symbolisieren.
    Katia
    P.S. und nochmal ein Ausgabe!
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Ausgaben von Die Selbstmord-Schwestern

Taschenbuch

Seitenzahl: 256

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 256

E-Book

Seitenzahl: 256

Die Selbstmord-Schwestern in anderen Sprachen

  • Deutsch: Die Selbstmord-Schwestern (Details)
  • Englisch: The Virgin Suicides (Details)
  • Französisch: Virgin suicides (Details)

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