Als hätten sie Land betreten

Buch von Claudia Sammer

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Bewertungen

Als hätten sie Land betreten wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Als hätten sie Land betreten

    Klappentext von der Verlagsseite:
    Die besondere Freundschaft zwischen der jüdischen Veza und der nichtjüdischen Lotti in den 1930er-Jahren ist Ausgangspunkt einer Geschichte über sechs Frauen. Über mehrere Generationen hinweg werden Lebensentwürfe skizziert, die geprägt sind von Abhängigkeit und Selbstständigkeit, vom Zweifeln und Sich-Finden, vom Glauben an eine höhere Macht und dem Festhalten an der Erinnerung. Erst nach ihrem Tod erfährt Lottis Familie von Vezas Existenz und der gemeinsamen Zeit, eine Entdeckung, welche die Enkelin dazu ermutigt, neue Wege zu gehen.
    “Sammer gelingt es allerdings kraft ihrer klaren, unaufgeregten Sprache, diesen Frauen eindringliche Stimmen zu geben und ihre Ängste, Nöte, Wünsche und Träume plastisch und nachvollziehbar zu machen. Freiheitsbedürfnisse, Gefühlsstürme und Glaubenszweifel beschreibt sie so kunstvoll wie empathisch, so schonungslos wie intensiv. Neben einer berührenden Erzählung über eine ganz besondere Freundschaft ist Sammer mit Als hätten sie Land betreten auch ein spannender Roman über die Vielschichtigkeit weiblicher Lebenswelten gelungen.”
    Literaturhaus.at, Veronika Hofeneder
    Autoreninfo von der Verlagsseite:
    Claudia Sammer, geboren 1970 in Graz, studierte Rechtswissenschaften und Literarisches Schreiben. Nach beruflichen Stationen in Wien und Mailand lebt sie mit ihrer Familie in Graz.
    Zuletzt bei Braumüller erschienen: Ein zögerndes Blau (2019)
    Erster Satz:
    Der Tod war gestern unerwartet gekommen.
    Meinung:
    Ich liebe Novellen und so war ich auch sehr begeistert Claudia Sammers Novelle “Als hätten sie Land betreten” in den Händen zu halten. Ein sehr schmales Buch wie es sich für eine gute Novelle gehört, gerade mal 176 Seiten umfasst die Geschichte um die Freundschaft von Lotti und Veza. Ich war gespannt, wie man auf so kleinen Raum nicht nur die Geschichte der beiden, sondern auch noch die der nachfolgenden beiden Generationen unterbringen kann.
    Claudia Sammer hat es geschafft, dass kann ich schon mal sagen und es ist durchaus gelungen, wenn man dran bleibt. Und das Dranbleiben ist so manches Mal das Problem. Es liegt zu einem an den poetischen und bildhaften Schreibstil, der mir gefällt, da ich so etwas liebe und gerne ein Kopfkino habe. Aber nun kommen wir zum Problem, es teilweise langatmig und monoton, vor allem die Spannungsbögen sind etwas eigen gesetzt. Der eine zu Beginn und der andere zum Ende hin, dazwischen passiert leider sehr wenig bis hin zu nichts. Dies ist mein größter Kritikpunkt an der ganzen Geschichte.
    Der Sprachstil mit seiner Poetik, die wunderschönen kurzen Kapitel mit den einleitenden Worten und der Kapitelüberschrift machen die Monotonie in der Handlung etwas weg. Ja, nur etwas weg. Denn man muss wie gesagt an der Novelle dranbleiben. Man kann sie nicht in einem Rutsch weglesen, denn die Sätze fordern aufgrund der Sprache. Gelegentlich verhaspelt sich Sammer in den Umschreibungen und Umschreibungen der Begebenheiten, oft musste ich sie immer wieder und wieder lesen, um auch wirklich jede Bedeutung fassen zu können. Es ist anstrengend, aber es lohnt sich dranzubleiben, denn dieses Buch ist ein Kleinod an Poesie und literarischer Sprache, welches mir doch durch seine besagten Schwächen gefallen hat.
    Fazit
    Eine kleine zarte melancholische Novelle mit ihren Stärken und Schwächen. Nichts für schnell zwischendurch. Ein Buch für das man sich Zeit lassen muss.
    Bewertung
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  • Rezension zu Als hätten sie Land betreten

    Autorin: Claudia Sammer
    Titel: Als hätten sie Land betreten
    Seiten: 174
    ISBN: 978-3-99200-285-6
    Verlag: braumüller
    Autorin:
    Claudia Sammer wurde 1970 geboren und ist eine österreichische Schriftstellerin. Zunächst studierte sie Rechtswissenschaften und Literarisches Schreiben und arbeitete in Wien und Mailand. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie wieder in Graz. 2019 erschien ihr erster Roman.
    Inhalt:
    Die besondere freundschaft zwischen der jüdischen Veza und der nichtjüdischen Lotti in den 1930er-jahren ist Ausgangspunkt einer Geschichte über sechs Frauen. Über mehrere Generationen hinweg werden Lebensentwürfe skizziert, die geprägt sind von Abhängigkeit und Selbstständigkeit, vom Zweifeln und Sich-Finden, vom Glauben an eine höhere Macht und dem festhalten an der Erinnerung. erst nach ihrem Tod erfährt Lottis Familie von Vezas existenz und der gemeinsamen Zeit, eine Entdeckung, welche die Enkelin dazu ermutigt, neue Wege zu gehen. (Klappentext)
    Rezension:
    Entgegengesetzt den Vorstellungen ihrer Familien entwerfen sie vom jungen Alter an ihre Lebensentwürfe selbst, ecken an und kämpfen gegen Widerstände. Die liegen in der eigenen Verwandtschaft, sowie in der Zeit, der sie ausgesetzt sind, doch Veza und Lotti behaupten sich. Das müssen sie, die eine um des Überlebens Willen, die andere, um unabhängig zu werden. Nur, die sie umgebenden Menschen wissen nicht davon, erfahren dies erst nach Jahrzehnten. Mehr gibt es auch zur Handlung nicht zu sagen. Es sei denn, man möchte zu viel verraten.
    Die Schriftstellerin Claudia Sammer legt mit "Als hätten sie Land betreten" eine Novelle von sprachlicher Wucht vor, für die man sich Zeit nehmen muss. Zeit nehmen, poetische Sätze in sich aufzusaugen, die aneinandergereiht wie eine Perlenkette wirken, doch schwer zu fassen sind. Oft genug muss man, möchte man innehalten, Sätze immer und immer wieder lesen. Unscheinbar dieser Band, so einnehmend der Text. Die Freundschaft als Dingsymbol, als Dreh- und Angelpunkt in all seinen Fascetten, Widersprüchen, die die kompakten Kapitel durchziehen, die einmal als Entschluss der Kindheit gefasst, ihre Protagonisten nicht wieder loslässt.
    Und doch hat der Text seine Längen. Monotonie erstreckt sich über mehrere Kapitel, ein Spannungsbogen nur zu Beginn und zum Ende, dazwischen gefühlt Leere. Das ist schwierig bei der Kürze des Textes und kaum zu rechtfertigen. Alleine, man muss in der richtigen Stimmung sein, so etwas zu lesen, damit die Erzählung ihre volle Wirkung entfalten kann. Dann funktioniert das auch, der Zwiespalt der Protagonisten in ihren Entscheidungen, die Entwicklung über den beschriebenen Zeitraum.
    Die Novelle verleitet zum schnellen Lesen, wer dies tut, macht's jedoch falsch. Langsam, häppchenweise sollte man den Text in sich aufnehmen. Dann funktioniert es auch. Und das ist die eigentliche Problematik. Nur, wer ahnt das schon mit den ersten gelesenen Zeilen?
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