Die Verbrechen von Morton House
Buch von C. S. Harris, Angelika Lauriel
Titel: Die Verbrechen von Morton House
C. S. Harris (Autor) , Angelika Lauriel (Übersetzer)
Band 12 der Sebastian St. Cyr-Reihe
Verlag: Dp Digital Publishers Gmbh
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 468
ISBN: 9783989988101
Termin: Neuerscheinung Mai 2025
Aktion
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Kurzmeinung
Tine13 Ein hoch emotionaler und erschütterter Fall für Viscount Devlin
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Die Verbrechen von Morton House
Ein grausamer Mord an einem Straßenjungen und die skandalösen Vergnügungsstätten der Aristokratie … Der nächste spannende Fall in der historischen Krimi-Reihe aus den dunklen Schatten Londons London, 1813. Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin kennt die dunklen Seiten der Stadt besser als jeder andere, doch von dem Leichenfund in einem behelfsmäßigem Grab bei einer verlassenen Fabrik ist sogar er schockiert. Es handelt sich um einen 15-jährigen Jungen, der vor seinem Tod brutal gefoltert wurde. Benji Thatcher war eines der vielen obdachlosen Kinder in London und seine einzige Angehörige, die jüngere Schwester, wird ebenfalls vermisst. Niemand in der Stadt scheint sich für das Schicksal von zwei Straßenkindern zu interessieren, doch Sebastian ist fest entschlossen, den grausamen Mörder nicht ungestraft davonkommen zu lassen. Als der adelige Detektiv zu ermitteln beginnt, stößt er schnell auf eine ganze Reihe von verschwundenen Kindern und Sebastian wird in eine mysteriöse, sadistische Welt hineingezogen. Er verfolgt die düstere Spur von den Schatten der Londoner Straßen bis in die glitzernden Vergnügungsstätten der Aristokratie und kommt zu dem erschreckenden Schluss, dass jemand aus der Oberschicht Jagd auf die Schwächsten der Gesellschaft macht. Verdächtigungen gibt es genug, die zum Teil sogar in Sebastians eigene Familie führen. Kann er es unter Einsatz seines guten Rufs und seines Lebens schaffen, weitere Unschuldige zu schützen und den Täter zu stellen? Erste Leser:innenstimmen „Das gut recherchierte historische Setting ist faszinierend und hat mich in die Geschichte hineingesogen." „Ich liebe diese historische Krimi-Reihe einfach, die Charaktere wachsen mir mit jedem Band mehr ans Herz!" „Der neue Fall von Sebastian St. Cyr war wieder besonders spannend und fesselnd und nimmt uns mit in die Schattenseiten vom historischen London." „Obwohl der Thriller in der Regency Epoche spielt, sind die Themen immer noch aktuell und regen zum Nachdenken an."
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Serieninfos zu Die Verbrechen von Morton House
Die Verbrechen von Morton House ist der 12. Band der Sebastian St. Cyr Reihe. Diese umfasst 21 Teile und startete im Jahr 2005. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2026.
Bewertungen
Die Verbrechen von Morton House wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.
Meinungen
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Ein hoch emotionaler und erschütterter Fall für Viscount Devlin
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die Verbrechen von Morton House
- Bellis-Perennis
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31. Dezember 2025 um 13:33
Abscheuliche Abgründe im London von 1813In seinem 12. Fall muss Sebastian St. Cyr erkennen, dass einige Mitglieder der aristokratischen Oberschicht noch viel verdorbener und skrupelloser sind, als bisher angenommen. Diese Erkenntnis, die seinen Vater und seinen Schwiegervater einschließen ist zwar nicht wirklich neu, doch die Ausmaße sind erschreckend.Weiterlesen
Dieser historische Krimi, der im September 1813 in London spielt, beginnt mit dem brutalen Mord an Benji Thatcher, einem Straßenjungen. Benji ist sadistisch missbraucht und zu Tode gefoltert worden. Recht schnell entdeckt St. Cyr, dass erstens Benji nur eines von vielen Opfern ist und zweitens das Buch des französischen Dichters Marquis de Sade “120 Tage von Sodom“ eine große Rolle spielt, von dem angeblich nur fünf Stück den Weg über den Kanal gefunden haben.
Bei seinen Ermittlungen geraten einige Personen in St. Cyrs Fokus, mit denen man sich besser nicht anlegen sollte ...
Doch wie man weiß, lässt sich Sebastian St. Cyr auch von der Verwandtschaft mit dem Königshaus nicht beeindrucken, wenn es darum geht, Verbrecher unschädlich zu machen.
Meine Meinung:
Die Abgründe, in die Autorin C. S. Harris ihre Leserschaft blicken lässt, sind sehr tief. St. Cyr, inzwischen Ehemann und Vater, ist von dieser Mordserie besonders betroffen, zumal ein Verdächtiger in seine Familie einheiraten will. Doch ob der wirklich der Täter ist, erfahren wir noch nicht. Das hebt sich die Autorin vermutlich für den nächsten Band auf.
Das Setting dieser Reihe im Dunstkreis der Napoleonischen Kriege, die langsam aber sicher auf das Ende und die Entmachtung Napoleons zusteuern, fesselt für mich sehr. Es sind nur noch wenige Wochen bis zur Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 und die Spione auf beiden Seiten des Kanals haben Hochbetrieb. Eine Drehscheibe für nachrichtendienstliche Aktionen, die auch Verbrecher jeder Art beschäftigt, ist St. Cyrs Vater.
Wie schon in den elf vorherigen Bänden gelingt es der Autorin trefflich die eklatanten Standesunterschiede dieser Zeit darzustellen. Menschen außerhalb ihrer eigenen Klasse gelten der Oberschicht weniger als ein Pferd oder ein treuer Jagdhund. Sie werden benützt und anschließend sprichwörtlich weggeworfen.
Die Reihe darf daher auch als gesellschaftskritisch angesehen werden, denn zahlreiche Probleme und Missstände sind hausgemacht. Wenn man (aus Not) straffällig gewordene Frauen ohne ihre Kinder nach Australien deportiert, darf man sich nicht wundern, dass die Anzahl der unversorgt gebliebenen Kinder in die Höhe schießt. Diese Kinder sind leichte Beute jener Mitglieder der Oberschicht, die aus Langeweile und Sadismus (!) Menschen quälen und töten.
C.S. Harris’ Schreibstil ist flüssig und packend, und sie versteht es, ihre Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann zu ziehen. Selbst die kleinsten Nebendarsteller sind sehr gut ausgearbeitet. Die historischen Details sind penibel recherchiert und gekonnt in die Handlung eingewoben.
Ein Fehler, der vermutlich der Übersetzung anzulasten ist, ist mir aufgefallen: Auf S. 106/ebook werden die (schottischen) Jakobiten mit den (französischen) Jakobinern verwechselt.
Die Jakobiten sind Anhänger von König Jakob II aus dem (katholischen) Hause Stuart, die zwischen 1689 und 1760 gegen die protestantischen Herrschaftsansprüche in zahlreichen Aufständen, vor allem in Schottland und Irland kämpften. Der bekannteste ist jener Jakobitenaufstand von 1745, der durch das Massaker von Culloden 1746, das hier erwähnt wird, traurige Berühmtheit erlangt hat.
Die Jakobiner sind Mitglieder des gleichnamigen, politischen Klubs in Frankreich, der ursprünglich am 30. April 1789 als Bretonischer Klub, gegründet worden ist, nachdem es politische Parteien, wie wir sei heute kennen nicht gegeben hat. Der Bretonische Klub stellte seine Arbeit im August 1789 wieder ein und wurde im Dezember 1789 als Gesellschaft der Freunde der Verfassung in der Bibliothek des ehemaligen Jakobinerklosters neu gegründet, daher der Name Jakobiner. Nach der Hinrichtung von Robespierre und seinen Anhängern wird der Jakobinerklub am 12. November 1794 aufgelöst.
Fazit:
Eine historische Krimi-Reihe, die niemals langweilig ist und die Abgründe der damaligen Gesellschaft schonungslos offenbart. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne. -
Rezension zu Die Verbrechen von Morton House
- Lerchie
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19. August 2025 um 16:35
Über die Autorin (Amazon)Weiterlesen
C. S. Harris, auch bekannt als Candice Proctor und C. S. Graham, ist die USA-TODAY-Bestsellerautorin von mehr als zwei Dutzend Romanen, darunter die historische Krimi-Bestsellerserie rund um Sebastian St. Cyr. Als ehemalige Akademikerin mit einem Doktortitel in europäischer Geschichte hat Candice einen Großteil ihres Lebens im Ausland verbracht und in Spanien, Griechenland, England, Frankreich, Jordanien und Australien gelebt. Heute wohnt sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem pensionierten Armeeoffizier Steven Harris, in New Orleans, Louisiana.
Produktinformation (Amazon)
Herausgeber : dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Erscheinungstermin : 3. Mai 2025
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 468 Seiten
ISBN-10 : 3989988107
ISBN-13 : 978-3989988101
Grausame Morde
Ein grausamer Mord an einem Straßenjungen in London und die skandalösen Vergnügungen des Adels. Ein weiterer spannender Teil der historischen Krimi-Reihe um Sebastian St. Cyr.
Im London von 1813 kennt Sebastian St. Cyr die üblen Seiten der Stadt besser als jeder andere. Doch sogar er ist schockiert von dem Leichenfund bei einer verlassenen Fabrik. Es ist ein 15jähriger Junge, einer der vielen obdachlosen Kinder, der brutal gefoltert und ermordet worden ist. Auch seine Jüngere Schwester wird vermisst. In der Stadt scheint sich niemand für das Schicksal dieser Kinder zu interessieren, doch Sebastian will den Mörder finden, er soll nicht ungestraft davonkommen. Sebastian stellt bei seinen Ermittlungen fest, dass eine ganze Reihe von Kindern verschwunden ist und er wird in diese Welt hineingezogen. Bei seinen Ermittlungen kommt er zu dem Schluss, dass jemand aus der Oberschicht Jagd auf diese Kinder macht. Er verdächtigt viele, sogar aus einer eigenen Familie. Wir er es schaffen eitere Morde zu verhindern? Wird er den Täter stellen und Unschuldige schützen können?
Meine Meinung
Wieder ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen. Es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss zu stören vermocht hätten. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich wieder gut in die Protagonisten hineinversetzen. In der Hauptsache in Sebastian und natürlich auch in seine Frau Hero. Ich liebe diese Bücher um diesen Detektiv und habe sie alle gelesen. Sebastians Ermittlungen gestalten sich oft schwierig, da er die Mörder oft in den höher gestellten Kreisen findet. Doch er kann nicht aufhören zu ermitteln, denn das, was diesem Jungen angetan worden war, war einfach zu schrecklich. Und dann auch noch die Suche nach dessen kleiner Schwester, die er einfach nicht fand. So musste er annehmen, dass auch sie tot sei. Aber er hörte nicht auf nach ihr zu suchen. Am Ende rettete er unter Einsatz seines Lebens einen Jungem Jungen das Leben. Und der Mörder? Wird er ihn erwischen? Oft ist es dann so, dass stillschweigend über seine Taten hinweggesehen wird, überhaupt wenn noch höher gestellte Persönlichkeiten in den Fokus geraten. Der Leser wird es erfahren. Dieses Buch ist wieder superspannend geschrieben. Es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher von mir eine Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne. -
Rezension zu Die Verbrechen von Morton House
- wampy
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18. Juni 2025 um 10:55
Harter und düsterer HistorienkrimiWeiterlesen
Buchmeinung zu C. S. Harris – »Die Verbrechen von Morton House«
»Die Verbrechen von Morton House« ist ein Historischer Kriminalroman von C. S. Harris, der 2025 im dp Verlag in der Übersetzung von Angelika Lauriel erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »Where the Dead Lie« und ist 2017 erschienen. Dies ist der zwölfte Band in der Serie um Sebastian St. Cyr.
Zum Autor:
C. S. Harris, auch bekannt als Candice Proctor und C. S. Graham, ist die USA-TODAY-Bestsellerautorin von mehr als zwei Dutzend Romanen, darunter die historische Krimi-Bestsellerserie rund um Sebastian St. Cyr. Als ehemalige Akademikerin mit einem Doktortitel in europäischer Geschichte hat Candice einen Großteil ihres Lebens im Ausland verbracht und in Spanien, Griechenland, England, Frankreich, Jordanien und Australien gelebt. Heute wohnt sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem pensionierten Armeeoffizier Steven Harris, in New Orleans, Louisiana.
Zum Inhalt:
London, 1813. Der Chirurg Paul Gibson wendet sich an Sebastian St. Cyr, als er die Leiche eines grausam gefolterten Jugendlichen untersucht. Zudem ist dessen jüngere Schwester verschwunden. Sebastian St. Cyr nimmt die Ermittlungen auf.
Meine Meinung:
Im Gegensatz zum Vorgängerband ist diesmal wieder das gesamte Personal der Serie dabei. Sebastian ermittelt in einem Fall von Folter und Morden an Straßenkindern. Dieses Thema empfand ich als sehr belastend für mich als Leser. Natürlich hat auch Lord Jarvis, der mächtigste Mann im Reich seine Karten in dieser Angelegenheit. Etliche Figuren im Lager Sebastians sind angeschlagen und dann widmet sich sich auch noch sein Vater mit einer Bitte in einer Herzensangelegenheit an ihn. Es zeigt sich erneut, dass in Adelskreisen Verkommenheit eine große Rolle spielt. Hero, Sebastians Frau, ermittelt im Rahmen ihrer journalistischen Tätigkeit und liefert einige Informationen. Es werden weitere Opfer gefunden und Sebastian wird attackiert. Natürlich liegen die Sympathien auf Seiten der rechtlosen Straßenkinder und als auch noch Sebastians Tiger in Lebensgefahr gerät, wird es dramatisch und Sebastian muss höchstes Risiko nehmen. In einem atemberaubenden Showdown erreicht die Spannung ihren Höhepunkt.
Die Geschichte ist fesselnd und flüssig erzählt und das gezeichnete Bild der Zustände im London jener Zeit lässt mich erschaudern. Die Figuren sind meist mit reichlich Grautönen gezeichnet und gerade Lord Jarvis, Sebastians Schwiegervater, ist eine faszinierende Figur. Ich fürchte den Tag, wenn Sebastian und Lord Jarvis keinen Weg der Koexistenz mehr finden.
Fazit:
Dieser historische Kriminalroman hat mich trotz der harten Thematik sehr gut unterhalten und hat mich in fast jeder Hinsicht überzeugt. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus, wenn man denn die Thematik aushalten kann.
Ausgaben von Die Verbrechen von Morton House
Die Verbrechen von Morton House in anderen Sprachen
Besitzer des Buches 8
Update: 31. Dezember 2025 um 13:33





