Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

Buch von Mai Thi Nguyen-Kim

  • Kurzmeinung

    Enigmae
    gut recherchiert und wichtig, aber teilweise für meinen Geschmack etwas zu mathematisch
  • Kurzmeinung

    K.-G. Beck-Ewe
    Wichtig - aber auch gelegentlich sehr programmatisch

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

Fakten, wissenschaftlich fundiert und eindeutig belegt, sind Gold wert. Besonders dann, wenn Fake News, Verschwörungstheorien oder Halbwahrheiten die öffentliche Debatte bestimmen und ein sachlicher Diskurs nicht mehr möglich ist. Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nyugen-Kim räumt bei den größten Streitthemen mit diesem Missstand auf. Bestechend klarsichtig und herrlich kurzweilig legt sie dar, was faktisch niemand mehr bestreiten kann und worauf wir uns alle einigen können. Mehr noch: Sie macht deutlich, wo die Fakten aufhören und wissenschaftliche Belege fehlen – wo wir uns also völlig zu Recht gegenseitig persönliche Meinungen an den Kopf werfen dürfen. Ein spannender und informativer Reality-Check, der beste Bullshit-Detektor für unsere postfaktische Zeit. Themen: Corona und das Verhältnis von Politik & Wissenschaft; Gender Pay Gap; Homöopathie & Alternative Medizin; Geschlecht und Gender; Impfpflicht & Big Pharma; Drogen; Erblichkeit von Intelligenz, Klimawandel & Klimaskepsis; Videospiele und Gewalt; wissenschaftlicher Konsens
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Bewertungen

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • gut recherchiert und wichtig, aber teilweise für meinen Geschmack etwas zu mathematisch

    Enigmae

  • Wichtig - aber auch gelegentlich sehr programmatisch

    K.-G. Beck-Ewe

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

    Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch viel Aufmerksamkeit findet bei denjenigen die sich mit ihrer Meinung engagieren oder eine Meinung zu Themen ausserhalb ihres Fachgebiets bilden möchten.
    Ich meine ich habe dieses Buch vor etwa einem Jahr als Hörbuch konsumiert.
    Gemessen an dem Ziel dieses Buchs, Wissenschaftlichkeit und wissenschaftlichen Konsens anhand von thematischen Beispielen so zu erläutern, dass Nichtwissenschaftler mit Berichten über Studienergebnisse in den Medien besser umgehen können, empfinde ich dieses Buch als sehr empfehlenswert.
    Insbesondere die Gegenüberstellung der polarisierenden Lager finde ich dazu passend.
    (Beispielsweise anhand von der Auffassung von Herrn Zimbardo der im Bereich der Psychologie/Menschenbild überproportional prägend war in den vergangenen Jahrzehnten.)
    Mich persönlich hätte eine Auswahl an anderen Beispiel-Themen mehr interessiert. Das liegt wohl an der breiten Zielgruppe. Mir kam es etwas nach Konzept - anhand populärer Themen für die interessierte, doch wissenschaftlich wenig gebildetet Breite vor.
    Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch viel Aufmerksamkeit findet bei denjenigen die Sich mit ihrer Meinung engagieren oder eine Meinung zu Themen ausserhalb ihres Fachgebiets bilden möchten. Ich hoffe es trägt zu Toleranz und dem Hinterfragen eigener Überzeugungen bei.
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  • Rezension zu Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

    €18,-? Auf meinem Hardcover steht 20. Aber es war ein Geschenk, also...
    Ab hier Eigenzitat aus amazon.de
    Zum Inhaltlichen wurde schon eine Menge geschrieben, und aus rein sozial- und naturwissenschaftlicher Sicht gibt es hier eher nichts zu meckern. Die Darstellung des Entstehens von Studien und wie diese in ihren Methoden und daraus resultierenden Ergebnissen zu bewerten sind, ist sehr anschaulich und dürfte den wissenschaftlich nicht vorgebildeten Leserinnen und Lesern einige Aha-Momente liefern. Und auch denen, deren wissenschaftliche Propädeutik etwas zurück liegt und die nicht unter Veröffentlichungsdruck stehen. Und auch die Darstellung der allgemeinen Veröffentlichungspraktik wissenschaftlicher Erkenntnisse ist gelungen und wichtig.
    Speziell bei der Frage von Videospielen und Aggression hatte ich aus sprachwissenschaftlicher und geschichtswissenschaftlicher Sicht aber so ein paar Lücken wahrgenommen. Zunächst einmal ist der Begriff 'Aggression' (in Abgrenzung zu 'Gewaltbereitschaft' und - noch wichtiger 'Gewalttätigkeit') nicht wirklich sauber definiert, was in Frage stellt, was man eigentlich genau messen will. Daneben ist die Idee, das eskapistische Medienerzeugnisse sozial unerwünschtes Verhalten mit sich bringen, nicht wirklich ein Moment der Computerspiele. Im 16. Jahrhundert wurden in Spanien durch Cervantes mit 'Don Quijote' die vielgeliebten Ritterromane kritisiert (mit dem Titelhelden als einem der Hauptgeschädigten) und auch schon vorher wurden Bücher und Theaterstücke wegen möglicher schädlicher Einflüsse zensiert. Ab dem 18. Jahrhundert wurde der schädliche Einfluß von Romanen auf die Psyche von Frauen kritisiert, die dadurch eventuell ihre 'angestammte Position in der Familienhierarchie' anzweifeln könnten.
    Im 20. Jahrhundert ging es dann unter anderem gegen Comics - bis hin zur Einführung des Comic Codes (zu der damals laufenden Diskussion, die der heutigen so ähnlich ist kann man übrigens Dean Martin und Jerry Lewis in einem wunderbaren Film bewundern).
    In meiner Jugend waren es dann erst die Grusel-, Gewalt- und Actiongeschichten (wie bei den Comics) auf ausleihbaren VHS- und Betamaxbändern, gefolgt von den ersten Computerspielen. (Oh, 'Castle Wolfenstein') Daneben ist es wirklich beruhigend zu sehen, dass die Gewalttätigkeit unter Jugendlichen scheinbar meßbar rückläufig ist. Und das bei erhöhtem Meldeverhalten. Wenn man z.B. heutige Datensammlungen über Schulhofauseinandersetzungen mit Berichten aus früheren Zeiten (oder auch literarischen Darstellung, z.B. 'Das fliegende Klassenzimmer') vergleicht, dann hat sich die Quantität wohl sehr nach unten verschoben - ähnlich, wie die Qualität.
    Aber es ist ja nicht Ziel dieses Buchs, bei den der genannten Bereiche umfassend zu bearbeiten, sondern Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit und wissenschaftlichen Konsens an den thematischen Beispielen so zu erläutern, dass Nichtwissenschaftler mit Berichten über Studienergebnisse in den Medien - egal welcher Art - besser umgehen können. Und das gelingt hier hervorragend , während gleichzeitig einige nützliche Materialien für eigene Debatten (etwa zur Klimakatastrophe) an die Hand gegeben werden.
    Hier und da werden persönliche Positionen der Autorin verallgemeinert. Nicht unbedingt Positionen, denen ich widersprechen würde (z.B. zum Opfern einzelner Individuen um eine größere Gruppe zu retten), aber eben welche, wo die Gesellschaft sich vielleicht nicht so einig ist, wie Frau Nguyen-Kim hier schreibt.
    Aber wie geschrieben: Mein erster Kritikpunkt ist für die erklärte Absicht des Buchs nicht wirklich relevant - und unterstützt nebenher auch nur die Ergebnisse des entsprechenden Kapitels.
    Und beim zweiten Punkt zeigt es einfach, wie hier durch die Autorin Ergebnisse eingeordnet werden - Einordnungen, die man bei dich selbst nach ihren Aussagen, immer mal wieder hinterfragen sollte. Denn genau davon lebt Wissenschaft.
    Dieses Buch sollte mindestens in jeder Redaktion, im Bücherschrank von Influencern, Politikern und Lehrkräften stehen. Und auch in möglichst vielen anderen. Denn erst, wenn die FAKTEN so klar wie möglich sind, kann man wirklich lösungsorientiert diskutieren.
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  • Rezension zu Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

    Klappentext von der Verlagsseite
    Fakten gegen Fakes!
    Die bekannte Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim untersucht mit analytischem Scharfsinn und unbestechlicher Logik brennende Streitfragen unserer Gesellschaft. Mit Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen kontert sie Halbwahrheiten, Fakes und Verschwörungsmythen – und zeigt, wo wir uns mangels Beweisen noch zurecht munter streiten dürfen.
    Themen:
    Die Legalisierung von Drogen, Videospiele, Gewalt, Gender Pay Gap, systemrelevante Berufe, Care-Arbeit, Lohngerechtigkeit, Big Pharma vs. Alternative Medizin, Homöopathie, klinische Studien, Impfpflicht, die Erblichkeit von Intelligenz, Gene vs. Umwelt, männliche und weibliche Gehirne, Tierversuche und von Corona bis Klimawandel: Wie politisch darf Wissenschaft sein?
    Fakten, wissenschaftlich fundiert und eindeutig belegt, sind Gold wert. Gerade dann, wenn in Gesellschaft und Politik über Reizthemen hitzig gestritten wird, braucht es einen Faktencheck, um die Dinge klarzustellen und Irrtümer und Fakes aus der Welt schaffen. Leider aber werden Fakten oft verkürzt, missverständlich präsentiert oder gerne auch mit subjektiver Meinung wild gemischt. Ein sachlicher Diskurs? Nicht mehr möglich. Dr. Mai Thi Nguyen-Kim räumt bei den derzeit beliebtesten Streitthemen mit diesem Missstand auf.
    Bestechend klarsichtig, wunderbar unaufgeregt und herrlich kurzweilig ermittelt sie anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse das, was faktisch niemand in Abrede stellen kann, wenn es beispielsweise um Erblichkeit von Intelligenz, Gender Pay Gap, Klimawandel oder Legalisierung von Drogen geht. Mai Thi Nguyen-Kims Suche nach dem Kern der Wahrheit zeigt dabei nicht nur, was unanfechtbar ist und worauf wir uns alle einigen können. Mehr noch: Sie macht deutlich, wo die Fakten aufhören, wo Zahlen und wissenschaftliche Belege fehlen – wo wir also völlig berechtigt uns gegenseitig persönliche Meinungen an den Kopf werfen dürfen.
    Ein spannender und informativer Fakten- und Reality-Check, der beste Bullshit-Detektor für unsere angeblich postfaktische Zeit.
    Autoreninfo von der Verlagsseite:
    Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin. Sie ist bekannt aus der WDR-Wissenssendung Quarks und produziert den mehrfach ausgezeichneten und millionenfach abonnierten YouTube-Kanal maiLab. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt erhielt sie 2020 das Bundesverdienstkreuz. Bei Droemer erschien 2019 ihr erstes Buch „Komisch, alles chemisch“, das sofort zum Bestseller wurde.
    youtube.com/maiLab instagram.com/maithink twitter.com/maithi_nk
    Erster Satz:
    “Nur weil Alkohol gefährlich ist, unbestritten, ist Cannabis kein Brokkoli”, antwortete Daniela Ludwig.
    Meinung:
    Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ist vielen durch ihren Youtube-Kanal mailab bekannt und von da auch mir. Sehr gerne verfolge ich ihre wissenschaftlichen Erklärungen und nehme davon auch immer etwas mit. So sollte es ja auch sein und erst recht bei einem Sachbuch bei dem es um das richtige Streiten, um Wissenschaft und Studien geht.
    In acht Kapiteln erklärt Dr. Mai Thi Nguyen-Kim dem Leser wissenschaftliche Studien, Forschungsansätze und Kontroversen und wie man wissenschaftliche Studien zu lesen hat. Sie erläutert dies sehr deutlich und eindrücklich, sei es in dem Kapitel um Drogen und “die nicht auf erkennbar wissenschaftlichen und rationalen Schädlichkeitsbewertungen” deutschen Drogenpolitik, oder auch im Kapitel “Gender Pay Gap” und “Homöopathie”. Immer wieder belegt sie die Thesen mit wissenschaftlichen Studien und beantwortet sie so fern dies möglich ist.
    Nicht alles ist immer einfach zu lesen und oft musste ich ein Kapitel zwei oder dreimal lesen um es vollständig erfassen zu können und auch jetzt gerade, in dem Moment wo ich die Besprechung schreibe, bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich wirklich alles richtig verstanden habe.
    “Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit” ist kein Buch, das man einfach so weglesen kann. Es ist äußerst informativ und fordert einen zum stetigen Nachdenken.
    Ausführliche Erläuterungen und mit Grafiken belegt ist jedes Kapitel ein wissenschaftliches Werk für sich. Positiv finde ich auch, das Dr. Mai Thi Nguyen Kim deutlich macht, dass es Aspekte gibt bei Fragen, die man einfach nicht beantworten kann, will man nicht unwissenschaftlich oder populistisch rüberkommen. Dank dem Werk sind mir alte, längst verschüttet geglaubte Erinnerungen an den Biologie-, Statistik und Chemieunterricht aufgetaucht. Sei es der Blick auf Methodik, Unterscheidung von Korrelation und Kausalität oder Reproduzierbarkeit von Studien.
    Zum Ende des Buch “Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit” fasst Dr. Nguyen-Kim noch einmal ihre Ausführungen zusammen und rät zum besseren Streiten und nicht zu weniger. Und guten Argumenten sollte man sich nicht verschließen.
    Fazit
    Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen und es ist dank der guten Sprache gut zu lesen, auch wenn es stellenweise sehr theoretisch wurde und es mir immer wieder schwerfiel direkt zu folgen. Es regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Eine klare Leseempfehlung.
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Ausgaben von Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Wahr, falsch, plausibel: Die größten Streitfragen wissenschaft

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 368

E-Book

Seitenzahl: 456

Besitzer des Buches 25

Update:

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