Sommerleuchten am See

Buch von Sarah Morgan, Judith Heisig

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Sommerleuchten am See

Einfühlsam, warmherzig, romantisch ‒ ein Roman wie ein Spaziergang mit der besten Freundin Von Kindesbeinen an waren Becca und Clare beste Freundinnen. Doch kurz vor Beccas Tod hatten sie Streit, und Clare konnte sich nicht versöhnen. Für sie ist es trotzdem keine Frage, dass Beccas Mann Jack und ihre Kinder wie jedes Jahr den Sommer bei ihr und ihrer Familie am malerischen See im Lake District verbringen. Auch wenn Jack eine neue Frau mitbringt – was ihr, aber besonders der ältesten Tochter Izzy zu schaffen macht. Und dennoch scheint diese Flora genau der richtige Mensch zu sein, der da ist, als dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen. »Eine glänzende Geschichte über Akzeptanz und Liebe.« Woman’s Weekly »Die lebendigen Figuren ziehen einen sofort in die Geschichte.« Woman & Home »Wieder einmal stellt Morgan ihr einzigartiges Talent unter Beweis. Sie beschreibt echte Beziehungen: die Freude, den Schmerz, die Hilflosigkeit und die bedingungslose Liebe einer Familie.« Read All The Romance
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Über Sarah Morgan

Die britische Autorin Sarah Morgan wurde 1948 geboren. Sie wollte schon in frühester Kindheit Schriftstellerin werden und schrieb bereits damals kleine Geschichten. Mehr zu Sarah Morgan

Bewertungen

Sommerleuchten am See wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Von den Einzelbänden der stärkste Band.

    Yvonne80

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Sommerleuchten am See

    Emotionaler Familienroman!
    Sarah Morgan ist eine grandiose Erzählerin! Zwar überzeugt sie mich auch stets mit ihren romantischen Geschichten, aber es sind vor allem ihre Familienromane, die mich immer wieder aufs Neue begeistern. Trotz ähnlicher Elemente - mehrere Generationen, verschiedene Erzählperspektiven, die Aufarbeitung eines Geheimnisses oder eines Konflikts sowie ein malerisches Setting - ist jedes ihrer Werke einzigartig und zeichnet sich durch facettenreiche, aus dem Leben gegriffene Figuren, authentische Emotionen und einen meisterhaften Schreibstil aus. Die farbenfrohe Covergestaltung fügt sich harmonisch in den Stil der bisherigen Romane der Autorin ein.
    Die sympathische Floristin Flora hatte es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter verstarb früh und die Tante, bei der sie anschließend aufwuchs, zog sie ohne Liebe groß. Von klein auf hatte Flora das Gefühl, ein Klotz am Bein anderer Menschen zu sein. Umso mehr bemühte sie sich um ein fröhliches, optimistisches Wesen, wollte gefallen, tat alles, um gemocht zu werden. Diese Angewohnheit hat sie auch als Erwachsene nie ganz abgelegt; noch immer lässt sie sich von ihrer Chefin ausnutzen und geht Konflikten aus dem Weg. Ist es denn falsch, sich nach Harmonie zu sehnen?
    Jack, verwitwet, charmant und auf rührende Weise überfordert mit seinen beiden Töchtern, scheint Flora wirklich zu sehen. Nicht nur ihre bunten Kleider oder ihr strahlendes Lächeln, sondern die warmherzige, aufopferungsvolle Frau, die alles tut, um andere Menschen glücklich zu machen. Jacks Töchter, Teenager Izzy und die kleine Molly, sind nicht gerade begeistert von Daddys neuer Freundin.
    Binnen weniger Seiten hatte ich bereits das Gefühl, die einzelnen Charaktere gut zu kennen und im Hinblick auf ihr Verhalten realistisch einschätzen zu können. Hierin liegt die große Stärke der Autorin; man taucht wie selbstverständlich in die Gedankengänge ihrer Figuren ein und fühlt von Anfang an mit ihnen mit. Erzählt wird aus der Sicht von Flora, Clare und Izzy. Während die gutmütige, geduldige Flora meine klare Favoritin war, trieb Izzys – wenn auch nachvollziehbares – störrisches Verhalten mich regelmäßig in den Wahnsinn. Das Mädchen hat die Rolle ihrer verstorbenen Mutter übernommen und sieht sich als alleinige Managerin des Haushalts, wobei dies im Grunde nur ihre Art der Trauerbewältigung ist. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass Jacks verstorbene Frau keine Pluspunkte bei mir gesammelt hat; sie schien eine ausgesprochen egoistische, rücksichtslose und verunsicherte Person gewesen zu sein und verdient nicht, im Nachhinein von ihrer Familie auf einen Sockel gestellt zu werden. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin Becca zumindest ein klein wenig liebenswertere Charakterzüge zugeschrieben hätte, damit die Rollenverteilung ('gut vs. böse') nicht ganz so offensichtlich gewesen wäre.
    Die Themen dieses tiefgründigen Romans reichen von Verlust, Vergebung und Neuanfängen über Familienzugehörigkeit und Selbstfindung bis hin zur Frage, was wahre Freundschaft wirklich ausmacht. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer potentiellen Liebesbeziehung, sondern auf zwischenmenschlichen Beziehungen im Allgemeinen.
    Gerne spreche ich eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber von emotional anspruchsvollen, dramatischen, berührenden (Familien-)Geschichten mit glaubwürdigen Charakteren aus.
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  • Rezension zu Sommerleuchten am See

    Von den Einzelbänden, die ich bisher von Sarah Morgan gelesen habe ist “Sommerleuchten am See” für mich das absolut stärkste Buch. Mich hat die Geschichte um Flora, Izzy und Becca wirklich tief berührt und ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, weil ich nicht aufhören konnte.
    Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Flora erzählt, aber auch Clare und Izzy kommen zu Wort. Das ist übrigens typisch für die Einzelbände von Sarah Morgan, dass die Frauen die Geschichte erzählen. In diesem Band hätte ich mir tatsächlich auch ein wenig Jacks Sichtweise gewünscht. Sie hat nicht sehr stark gefehlt, aber an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir gewünscht, zu wissen, wie es in ihm aussieht. Vor allem im Umgang mit seinen Töchtern macht er einen so tollen Eindruck. Wir erfahren nur aus der Sicht der anderen, wie toll er mit ihnen umgeht.
    Flora hat mir sehr gefallen, denn mit ihr konnte ich mich gut identifizieren. Sie versucht, auch bedingt durch ihre Kindheit, es allen Recht zu machen und allen zu gefallen. Dies geht bei ihr teilweise bis zur Selbstaufgabe, so dass sie bereit ist, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht tun will. ganz stark fand ich die Szene zwischen Izzy und ihr, nach der sie sich endlich dieser Tatsache stellt. Wow, was für eine Selbsterkenntnis und wie toll ist sie damit umgegangen. Flora hat über die Geschichte gesehen eine starke Entwicklung durchgemacht und dies lag, aus meiner Sicht, vor allem an Izzy und Clare.
    Izzy ist nicht einfach, aber sie hat es auch nicht einfach. Eine junge Frau, geplagt von tiefen Zweifeln und Ängsten. Der Leser spürt dies schnell, auch wenn man lange nicht weiß, was hinter ihren Verhalten steckt. Zunächst machte sie es mir wirklich nicht einfach, sie zu mögen. Nach und nach fängt man aber an, hinter ihre ablehnende Fassade zu schauen und baut so Verständnis auf. Sie ist kein schlechter Mensch, ganz sicher nicht.
    Clare war das Bindeglied zwischen Jacks, Izzys und Mollys altem Leben mit Becca und ihrem neuen Leben mit Flora. Durch Clare bekamen wir auch Einblicke in das frühere Leben der Familie mit Becca. Es war ganz sicher nicht immer einfach. Clare ist ein toller Mensch, der nicht immer das richtige sagt oder denkt, aber sich sehr darum bemüht ein guter Mensch zu sein. Wenn man sie, wie es ihr Mann zwischendurch tut, mit der Nase darauf stößt, dass sie sich gerade nicht ganz richtig verhält. Das bewundere ich, denn das ist definitiv eine Stärke.
    Über den Schreibstil von Sarah Morgan brauche ich wohl nicht groß reden. Sie ist nicht umsonst mit großem Abstand meine Lieblingsautorin und ich verschlinge ihre Bücher. Sie schreibt bildhaft, lustig, nachdenklich und immer sehr eindrücklich. Man kann sich ihren Geschichten nicht entziehen, sie nimmt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mit. Auch in “Sommerleuchten am See” konnte ich den See und seine Bewohner bzw. Gäste vor meinem inneren Auge sehen. Ich war von der ersten Seite an mitten drin im Leben der verschiedenen Figuren.
    Die Geschichte empfand ich als deutlich tiefgründiger, als man es von Sarah Morgan gewohnt ist. Die Autorin greift in diesem Roman Themen, wie Trauerverarbeitung und Ängste auf und geht mit diesen wirklich sehr behutsam um. Sie schreibt nicht mehr nur leichte Frauenunterhaltung, auch wenn es natürlich noch immer stark in diese Richtung geht, sondern wagt sich auch in ernste Themengebiete vor, ohne dabei den Liebesroman aus den Augen zu verlieren. Alles in allem ist “Sommerleuchten am See” natürlich schon eher im Bereich Unterhaltungsroman anzusiedeln. Aber genau das liebe ich so sehr.
    Von mir gibt es 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Sommerleuchten am See

    "Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten." (Thomas Mann)
    Der Tod seiner Ehefrau Becca hat Jack für lange Zeit in ein tiefes Loch fallen lassen. Doch durch die Begegnung mit Flora ein Jahr später sieht er endlich wieder Licht am Ende des dunklen Tunnels. Flora dagegen steht vor großen Herausforderungen, denn sie hat mit Jack nicht nur eine neue Liebe gefunden, sondern hat es sich zur Herzensaufgabe gemacht, auch für seine Töchter Molly und Izzy eine Bezugsperson zu werden, doch die heißen sie nicht gerade herzlich willkommen. Vor allem die Älteste, Izzy, trauert noch sehr um ihre Mutter und will Flora so gar keine Chance geben. Aber auch Beccas beste Freundin Clare hat so ihre Vorbehalte gegenüber Flora. Als Jack mit seinen Töchtern wieder für den Sommerurlaub bei Claire und ihrem Mann im Lake District anreist, bringt er auch Flora mit…
    Sarah Morgan hat mit „Sommerleuchten am See“ einen tiefgründigen und feinfühligen Unterhaltungsroman vorgelegt, der nicht nur drei starke Frauen zu Wort kommen lässt, sondern auch mit einer großen Bandbreite an Emotionen punktet. Der flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil lässt den Leser gemeinsam mit Flora, Jack und den Töchtern zu Clare in die englische Grafschaft Cumbria reisen, um dort am malerischen Lake District die Ferien zu verbringen und gleichzeitig der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten auf den Grund zu gehen. Über wechselnde Perspektiven begibt sich der Leser mal in die Fußstapfen von Flora, mal von Clare und mal von Izzy und erlebt dabei die unterschiedlichen Sichtweisen der drei Frauen und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu ihrem Umfeld. Interessant zu beobachten ist dabei, dass sich in der Geschichte nicht nur ein Geheimnis versteckt, sondern es mehrere gibt, die sich nach und nach offenbaren. Morgans großes Talent ist, die Emotionen ihrer Protagonisten wunderbar in Worte zu kleiden, sodass der Leser sie gut nachvollziehen kann und regelrecht an den Seiten klebt, um nur keine Nuance zu verpassen. Themen wie Verlust, Trauerbewältigung, Familienzusammenhalt, aber auch Neubeginn und Freundschaft greifen ineinander und werden innerhalb der Geschichte verarbeitet. Flora kann einem geradezu leidtun, denn für den Mann, den sie liebt, muss sie es mit einer Frau aufnehmen, die sie nie kennengelernt hat und die bei vielen eine große Lücke hinterließ. Jeder hat seine Erfahrungen mit Becca gemacht, und unterschwellig muss Flora immer wieder dem Vergleich standhalten. Die Autorin hat dies in ihrer Handlung sehr gut und nachvollziehbar umgesetzt.
    Die Charaktere sind durchgehend sehr realistisch und glaubwürdig ausgestaltet. Aufgrund ihrer sehr menschlichen Züge findet sich der Leser alsbald in ihrer Mitte wieder und kann mit ihnen leiden, hoffen, bangen und mitfiebern. Flora ist eine sehr sympathische Protagonistin mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld, allerdings auch mit einem Hang zur Selbstaufgabe, was ihr einiges abverlangt. Izzy hat wie ihre kleine Schwester Molly nicht nur am Verlust der Mutter zu tragen, sondern auch die Verantwortung für ihre jüngere Schwester übernommen. Innerlich ist sie voller Verzweiflung und Angst, nach außen wirkt sie oftmals wie eine verzogene Göre, kalt und unberechenbar. Jack ist ein sehr liebevoller und empathischer Vater, der seine Kinder ebenso vergöttert, wie er es mit Becca gemacht hat. Clare trauert nicht nur um Becca, sondern ist gleichzeitig voller Wut über das Geheimnis, dass sie in Beccas Namen hüten soll. Dabei ist sie auch immer eine enge Bezugsperson für Jack und die Kinder.
    Bei „Sommerleuchten am See“ ist der Leser nicht nur dabei, sondern mittendrin in einer sehr gefühlsbetonten Geschichte. Ein Potpourri an Themen regt zum Nachdenken an, während man als Leser hofft, dass sich alles fügen wird. Ein echter Pageturner mit Nachwirkungen! Verdiente Leseempfehlung!
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Ausgaben von Sommerleuchten am See

Taschenbuch

Seitenzahl: 432

E-Book

Seitenzahl: 417

Besitzer des Buches 7

Update: