Das Feuer des Drachen: Was Chinesen antreibt, wo sie dominieren und warum sie über uns lachen

Buch von Thomas Reichart

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Feuer des Drachen: Was Chinesen antreibt, wo sie dominieren und warum sie über uns lachen

Chinesen halten uns für faul. Und im Vergleich zu ihnen sind wir das. Pro Jahr mehr als 1.500 Kilometer neue Gleise für Hochgeschwindigkeitszüge, über ein Dutzend neue Wolkenkratzer allein in Shenzhen und mindestens 1,38 Millionen neue Patente: Chinas Diktatur treibt eine hocheffiziente Wirtschaft an. Sie baut einen digitalen Überwachungsapparat auf, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, und dehnt im Stil einer neuen Kolonialmacht ihren Einfluss aus – ob in Afrika, bei der neuen Seidenstraße oder durch Investitionen in Griechenland oder Portugal, für die im Gegenzug Linientreue bei EU-Resolutionen gezeigt werden muss. Andere Länder fangen an, das chinesische Modell als Vorbild zu betrachten: für Erfolg braucht es offenbar keine Demokratie. In Hongkong prallen das autoritäre System Chinas und das demokratische System des Westens aufeinander. Thomas Reicharts Buch ist die Bilanz seines fünfjährigen Aufenthalts in Peking und zugleich ein Weckruf an seine zu selbstgefälligen Landsleute. Denn er ist sicher: »Das Feuer des Drachen wird uns einheizen!«
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Bewertungen

Das Feuer des Drachen: Was Chinesen antreibt, wo sie dominieren und warum sie über uns lachen wurde bisher einmal bewertet.

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Meinungen

  • China auf dem Weg zur Weltmach - um welchen Preis?

    Dietmar58

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Feuer des Drachen: Was Chinesen antreibt, wo sie dominieren und warum sie über uns lachen

    Der Autor des Buches ist ein Insider. Thomas Reichart leitete mehrere Jahre das ZDF-Studio in Peking, konnte und durfte seine Erfahrung als erfahrener Journalist im Ostasiatischen Raum sammeln. Seine Eindrücke und Einschätzungen über das Reich der Mitte schildert er in Bezug auf die Mechanismen des Staatsapparates im politischen Systems der Volksrepublik China, einer denkwürdigen Mischung aus Kommunismus, autoritativem System und Kapitalismus - einem Staatskapitalismus.
    Prägende Eindrücke bringt der Autor zu Beginn des Buches zur Sprache. In einer Zeit, in der er gemeinsam mit seiner Familie zurückkehrt. Er schildert eine Art von "Kulturschock". Hier das moderne und dennoch träge und geradezu harmlos-verschlafene Deutschland, dort der progressive Drang des nach Weltmacht strebenden China. Kontraste in Reinkultur.
    Er macht sie fest am politischen System eines autoritären Einparteiensystems und der Gefolgschaft der Bevölkerung. Die Menschen versagen der Regierung zu großen Teilen ihre Gefolgschaft nicht, da sie -allen negativen Aspekten zum Trotz- mit einer wirtschaftlichen Erfolgsbilanz aufwarten kann, die bei einem guten Teil der Bevölkerung spürbar ankommt. Eine Gesellschaft, die nach Erfolg strebt, mit großem Ehrgeiz den eigenen Aufstieg schaffen möchte und dafür mit einem besseren Auskommen und Leben belohnt wird. Bleibt die bange Frage: hält das auf Dauer?
    Thomas Reichart erzählt viel über das Land, die Menschen, ihre privaten und kulturellen Gepflogenheiten. Er trennt den "Chinesen" und Staatsangehörigen eines aufstrebenden Landes, das wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von (ethnischen) Minderheiten nimmt. Hongkong, Tibet, Taiwan und die Uiguren in Xinjiang seien beispielhaft aufgeführt. Was zählt ist das eigene Machstreben, das eigene politische und wirtschaftliche Interesse - koste es, was es wolle.
    Zu Beginn des Buches war ich zugegebenermaßen ein wenig überrascht. Ein westdeutscher Korrespondent, der den Lifestyle in China vergleicht mit der in Deutschland und: da sehen wir hierzulande in der Tat nicht immer gut aus. Er übt Kritik - keine vernichtende, sondern wohlwollend. Er legt sozusagen den Finger in die Wunde. Ist ja durchaus manchmal gut und hilfreich - notwendig.
    Nach und nach wird aber genau so klar: China auf dem Weg nach ganz oben. Die Strategie der chinesischen KP unter der Führung des politischen "Führers" Xi Jin Ping. ist klar: China First! Wen wundert es da noch, dass Konflikte mit den USA eigentlich vorprogrammiert sind. China hat eines allerdings mittlerweile gelernt: "Geld regiert die Welt". Und so stellt der Kapitalismus zum Wohle des Staates für die derzeitige Führung keinen Widerspruch dar. Er ist vielmehr Mittel zum Zweck um erfolgreich zu sein in der Auseinandersetzung mit dem gering geschätzten Demokratien der westlichen Welt.
    Mit seinen Einschätzungen reiht sich der Autor nahtlos in die große Zahl derer ein, die China auf dem Weg zur Weltmacht sehen und dabei die Auseinandersetzung mit dem ideologischen Gegner nicht scheuen. Bleibt die (bange) Frage: um welchen Preis?
    Ein lesenswertes Buch.
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Ausgaben von Das Feuer des Drachen: Was Chinesen antreibt, wo sie dominieren und warum sie über uns lachen

Hardcover

Seitenzahl: 272

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