Das Glück in vollen Zügen

Buch von Lisa Kirsch

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Glück in vollen Zügen

Nächster Halt Liebe – Lisa Kirsch hat die romantischste Liebeskomödie des Sommers geschrieben, perfekt für Leserinnen von Meike Werkmeister und Petra Hülsmann. Marie liebt ihr Leben im kleinen Bauwagen am Ammersee. Aber ihren Traumjob in München würde sie nie aufgeben. Deshalb pendelt sie. Alles kein Problem, wenn da nicht die ständigen Bahn-Verspätungen und die Marotten ihrer Mitreisenden wären. Besonders der Benzin-Neandertaler, der immer lautstark mit seinen BMW-Kollegen telefoniert, geht ihr auf den Senkel. Schade, denn er sieht verdammt gut aus. Der angebliche Benzin-Neandertaler heißt Johannes und findet Marie eigentlich ganz süß, traut sich aber nicht, sie anzusprechen. Wie hat man das nur vor Tinder gemacht? Dann ist Marie eines Tages nicht mehr im Zug, und Johannes merkt: Er will sie unbedingt wiedersehen.
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Bewertungen

Das Glück in vollen Zügen wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Glück in vollen Zügen

    "Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme." (Friedrich Schiller)
    Marie Brunner hat sich zusammen mit Hündin Dexter in einem Bauwagen mit Blick auf den Ammersee auf dem Grundstück ihrer Mutter eingerichtet, um einerseits unabhängig und andererseits in der Nähe ihrer Mutter zu sein, die den Tod ihres Ehemannes noch nicht ganz verkraftet hat. Jeden Tag fährt Marie mit der S-Bahn nach München rein, um dort ihren Traumjob als Produktdesignerin auszuüben, was ihr eigentlich nichts ausmacht. Schrecklich nervig während der täglichen Fahrt ist nur der Typ, der mit seinen lautstarken Telefonaten immer den ganzen Wagon unterhält. Sein Job bei BMW lässt Johannes Schraml nicht viel Freizeit, nebenbei muss er sich noch um seinen 72-jährigen Vater Horst kümmern, der unter Alzheimer leidet und nicht mehr ganz allein zurechtkommt. Deshalb ist Johannes auch bei ihm eingezogen. Die Tussi, die ihn in der S-Bahn immer so grimmig ansieht, findet er eigentlich ganz niedlich, denn sie wäre genau sein Typ. Als sie plötzlich nicht mehr die tägliche Fahrt mit ihm teilt, steht Johannes vor der Frage, wie er sie finden soll, vielleicht über eine Dating-App?
    Lisa Kirsch hat mit „Das Glück in vollen Zügen“ einen warmherzigen und tiefgründigen Roman als Debüt vorgelegt, der wie mitten aus dem Leben gegriffen wirkt. Der locker-flüssige, farbenfrohe und gefühlvolle Erzählstil mit einer Prise Witz lässt den Leser ab den ersten Zeilen zwischen den Seiten abtauchen und das Kopfkino anspringen, um Marie und Johannes durch ihren Alltag zu begleiten und ihnen bei ihrem Handeln und Tun über die Schulter zu sehen. Durch die wechselnden Perspektiven zwischen Johannes und Marie erhält der Leser ein gutes Gesamtbild sowie Einblick in die Gedanken- und Seelenwelt der Protagonisten. Interessant sind die Gedankengänge und Schlussfolgerungen der beiden, wenn der jeweils andere telefoniert und sie einige Bruchstücke der Gespräche erhaschen. Dies kann man tagtäglich selbst immer wieder beobachten auf dem Weg zur Arbeit. Die Menschen reden immer weniger miteinander, lieber starren und hacken sie auf ihren Mobilgeräten herum. Sowohl Marie als auch Johannes haben privat ihre Päckchen zu tragen, die sich in gewisser Weise sogar ähneln, denn beide kümmern sich liebevoll um die eigenen Eltern, was einen Großteil ihrer Zeit in Anspruch nimmt. Da bleibt neben einem Job nicht viel Zeit für eigene Interessen oder Verabredungen, wobei sich Marie und Johannes doch mehrmals über den Weg laufen. Die anrührenden Szenen aus den beiden Leben gehen ans Herz, machen nachdenklich und lassen den Leser seitenlang hoffen, dass diese zwei Seelen endlich den Sprung wagen. Das Ende kommt leider etwas überhastet und lässt den Leser etwas überrumpelt zurück.
    Die Charaktere sind mit individuellen Ecken und Kanten liebevoll und lebendig gestrickt, so dass sie wie Phoenix aus der Asche vor dem inneren Auge des Lesers erscheinen, der sich ihnen schnell annähert und mit ihnen bangt, hofft, zweifelt und fiebert. Marie ist mit ihren 31 Jahren eine offene und selbstbewusste Frau. Sie trägt das Herz auf der Zunge, ist freundlich, extrovertiert und hilfsbereit. Innerlich aber sehnt sie sich nach einer Schulter zum Anlehne und jemanden, der ihre Sorgen mit ihr teilt. Johannes ist fleißig, fürsorglich, eher zurückhaltend und hat zu viel Respekt vor der eigenen Courage. Aber auch die Eltern, Freunde und Nachbarn der beiden bringen frischen Wind in die kurzweilige Geschichte.
    „Das Glück in vollen Zügen“ ist ein unterhaltsamer Liebesroman, der sich durch die Probleme seiner Protagonisten ganz nah am heutigen Zeitgeist orientiert und deshalb sehr realitätsnah und authentisch wirkt. Ein schönes und abwechslungsreiches Kopfkino mit verdienter Leseempfehlung!
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  • Rezension zu Das Glück in vollen Zügen

    Inhaltsangabe: Eigentlich hat Marie alles was sie zum Glücklichsein braucht: den Bauwagen, in dem sie lebt, ihren Hund namens Dexter und den Traumjob, für den sie immer zwischen Land und Stadt hin und her pendeln muss. Das Pendeln stört sie nicht, wenn es die zahlreichen Verspätungen der Bahn und der immer lautstark telefonierende Mitreisende nicht gäbe. Wäre alles kein Problem, würde der Handy-Mann nicht so verdammt gut aussehen. Schade, dass dieser allem Anschein nach verheiratet ist.
    Das Glück in vollen Zügen ist der zweite Roman von Lisa Kirsch, der jetzt im September 2020 im Fischer Verlag erschien. Da ich das Buch Hin und weg von ihr (noch) nicht gelesen habe, war es ein Debüt. Der Klapptext versprach mir eine romantische und witzige Geschichte und so war es auch.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht und deshalb flog ich nur so durch die Seiten. Ab der ersten Seite befand ich mich in Maries Geschichte. Ihrem schnuckeligen und kleinen umgebauten Bauwagen, der in unmittelbarer Nähe ihres Elternhauses und des Ammersees steht. Was für eine herrliche Kulisse um den gestressten Alltag vergessen zu lassen. Die Charaktere waren allesamt mitten aus dem Leben gegriffen und das spiegelte sich auch in ihren Handlungen wieder: authentisch und lebensnah! Marie fand ich einfach klasse, da sie ihr Leben in vollen Zügen genoss und sich wenig um das Gerede ihrer Mitmenschen scherte. Johannes ist ein netter und leicht verpeilter Typ, der sich so rührend um seinen, an Demenz erkrankten Vater kümmert. Maries Mutter ist eine typische Mutter, die irgendwann ihre Tochter gut verheiratet haben möchte und zudem das eine oder andere Enkelkind.
    Die Handlung ist eine romantische und spritzige (Zug-) Geschichte, die so eine Leichtigkeit besaß, dass ich den Alltag ganz schnell vergaß. Ein wenig chaotisch und die witzigen Dialoge waren die berühmte I -Tüpfelchen. Marie und Johannes, die sich mehr als nur einmal selbst im Wege standen und sich so um die Chancen brachten. Lisa Kirsch hat es geschafft, die zwei Charaktere in so herrliche Situationen hinein zu befördern, dass ich ein ums andere Mal lachen musste. Einfach brillant.
    Auch wenn man hier schon im Vorhinein weiß, wie die Geschichte ausgehen wird, hat es mir sehr viel Spaß bereitet, die beiden auf ihren turbulenten Weg zu begleiten.
    Die 380 Seiten waren für mich eine sommerliche Auszeit, die ich mehr als nur genossen habe und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Lisa Kirsch sein.
    5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung obendrauf!
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Ausgaben von Das Glück in vollen Zügen

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 377

Besitzer des Buches 7

Update: