Kalmann

Buch von Joachim B. Schmidt

  • Kurzmeinung

    Maesli
    Mann, mann, mann - Obelix von Island, was für eine Geschichte!!!
  • Kurzmeinung

    Marie
    Island + ein besonderer Protagonist + leichte Krimispannung = unterhaltsam

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Kalmann

Er ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Doch in Kalmanns Kopf laufen die Räder manchmal rückwärts. Als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet er alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge.
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Serieninfos zu Kalmann

Kalmann ist der 1. Band der Kalmann Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2023.

Bewertungen

Kalmann wurde insgesamt 20 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Meinungen

  • Mann, mann, mann - Obelix von Island, was für eine Geschichte!!!

    Maesli

  • Island + ein besonderer Protagonist + leichte Krimispannung = unterhaltsam

    Marie

  • Kalmann ein recht eigenwilliger Charakter, dazu die Schönheit, die Lebensweise und die Kultur Islands.

    claudi-1963

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Kalmann

    Kalmann Óðinsson, ist ein junger Mann, der im Dorf Raufarhöfn, einem kleinen wirtschaftlich heruntergekommenen Fischerdorf im Nordosten von Island, nur wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt, sein Dasein bestreitet. Dort wohnt er im fast 100 Jahre alten kleinen Haus seines Großvaters und verbringt seine Tage als Jäger und Haifischer, wenn er nicht gerade über sein Dorf wacht, ausgerüstet mit Cowboyhut, Sheriffstern und einer Mauser aus dem Koreakrieg. Auf einem seiner einsamen Jagdstreifzüge auf dem Hochplateau entdeckt Kalmann bei den Steinblöcken des Artic Henge eine Blutlache. Zur gleichen Zeit verschwindet Róbert McKenzie, Hotelbesitzer und Quotenkönig von Raufarhöfn und die Aufklärung des Falls wirbelt nicht nur Kalmanns Leben durcheinander.
    Meine persönlichen Leseeindrücke
    Kalmann ist besonders.
    Großvater hatte mir einmal gesagt, das jeder in gewisser Weise anders sein, und darum sei ich ganz normal.
    Er erinnert mich an Obelix. So sehe ich ihn, wie ein gemütliches und naives großes Kind, das eher auf die Vorgaben seiner Umgebung reagiert, als dass es selbst die Initiative übernimmt. Seine Handlungen sind teilweise so erstaunlich klar und rein, dass es traurig komisch anmutet.
    Es ist auf die liebenswerte Erzählweise zurückzuführen, dass auch die schwierigen Situationen menschlich nachvollziehbar bleiben, die Kalmanns Wesen ausmachen. Seine Werte sind einfach, logisch und einleuchtend und es ist ihm einfach, nach diesen Prinzipien zu leben. So wie es ihm sein Großvater beigebracht hat.
    Er war wie ein Mentor. Ein Mentor ist ein Lehrer, der aber keine Prüfungen macht.
    Erst das Zusammenspiel von Natur, Dorfleben und Familie ermöglichen Kalmann seine Geschichte zu erzählen, bei der ich schmunzeln, Stirne runzeln und auch ein bisschen leiden darf.
    Fazit
    „Kallman“ ist ein großartiger Nicht-Kriminalroman. . Joachim B. Schmidt hat mit Kalmann eine Romanfigur geschaffen, die er mit so viel Sympathie und Zuneigung ausgestattet hat, dass ich nicht anders kann, als ihn liebzugewinnen. Anders sein in einem besonderen Ambiente übt einen ganz besonderen Reiz aus, dessen ich erliege.
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  • Rezension zu Kalmann

    Autor: Joachim B. Schmidt
    Titel: Kalmann
    Seiten: 351
    ISBN: 978-3-257-07138-2
    Verlag: Diogenes
    Autor:
    Joachim B. Schmidt ist ein Schweizer Journalist und Schriftsteller, der zunächst eine Ausbildung zum diplomierten Hochbauzeichner absolvierte. Mit einer Kurzgeschichte gewann er einen Schreibwettbewerb und veröffentlichte erstmals 2013 seinen ersten Roman. Als Journalist und Touristenquide arbeitet er in Reykjavik, Island, wohin er 2007 ausgewandert ist. Sein Roman "Kalmann" erschien 2020 bei Diogenes.
    Inhalt:
    Kalmann Odinsson ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Kein Grund zur Sorge. Er ist ein waschechter Isländer, auch wenn sein Vater amerikaner war, und ein Original, das in den beinahe ausgestorbenen Dorf dafür sorgt, dass alles seinen Gang geht. er wuchs bei seinem Großvater auf, der ihm das Jagen beibrachte, wie man aus Grönlandhai den besten Gammelhai der Insel herstellt und auch sonst alles, was ein Mann im Leben wissen muss.
    Was sich Kalmann am meisten wünscht, ist eine Frau, doch erst einmal muss er aus dem Schlamassel wieder herauskommen, in den er geraten ist, als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckte. Und wenn die Räder in Kalmanns Kopf auch manches Mal rückwärtslaufen, wendet er mit seiner naiven Weisheit alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge. (Klappentext)
    Rezension:
    Island einmal nicht als Kulisse eines Thrillers oder faden Naturromans, entführt uns der auf der Insel lebende Schriftsteller Joachim B. Schmidt in das sterbende Dorf Raufarhöfn und hat dabei ein gesellschaftliches Porträt auf kleinsten Raum geschaffen.
    Was Joanne K. Rowling in ihrem Roman "Ein plötzlicher Todesfall" ausufernd erzählt, beschreibt Schmidt fasst Schmidt hier in kompakter Form und versucht dabei die Eigenarten Islands und seiner Bewohner einzufangen.
    Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Kalmann, Naturbursche und Isländer, nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber auch nicht vollkommen anstößig, wie so viele protagonisten dieses kleinen Romans.
    Der letzte Jäger des Grönlandhais, der traditionell erst von seinem Großvater, jetzt von ihm selbst, zu Gammelhai verarbeitet wird, ist eigensinnig und impulsiv, für manchen Gegenüber fast unberechenbar, sorgt jedoch mit seiner Art für einen gewissen Zusammenhalt oder aber wenigstens Zusammenspiel der bewohner des Ortes, zumal er in die unmittelbare Handlung praktisch hineinstolpert.
    Landschaftliche Beschreibungen und die Überlegungen Kalmanns, die dieser über das unmittelbare Geschehen und der Dorfbewohner anstellt, sind die großen Stärken des Autoren. Diese tragen die Handlung und lassen mit fortschreitender Seitenzahl doch eine gewisse Spannung aufkommen, die jedoch an der einen oder anderen Stelle zu sehr ins Kitschige abtriftet.
    Als lesende Person wird man so immer wieder aus der geschichte hinausgeworfen, um sich dann erneut einfinden zu müssen, zudem das diffuse "Krankheits"-Bild zwar vom Autoren gewollt ist, es die Sache jedoch nicht unbedingt besser macht.
    Hier hätte ein wenig mehr konkretisierung, auch beschäftigung mit den Mischformen und Graustufen bestimmter medizinischer Sachen gut getan, wo doch die Grundidee für die Geschichte an sich trägt und dazu geneigt ist, übliche Erzählschemen zu durchbrechen. Vielleicht gelingt dies dem Autoren beim nächsten Roman noch ein wenig besser.
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  • Rezension zu Kalmann

    Kein Grund zur Sorge, alles wird gut
    Kalmann ist ein Haifischfänger, der mit den besten Gammelfisch herstellt. Doch Kalmanns idyllisches Leben soll sich schon bald auf den Kopf stellen. Obwohl idyllisch das ist nun auch wieder Ansichtsache. Kalmann passt nicht wirklich in eine Schublade. Kalmann hat so die eine oder andere Beeinträchtigung, die man ihn als Kind und Jungendlicher hat mächtig spüren lassen. Einen Großteil seines Lebens verbrachte er mit seinen Großvater, der nun in einem Pflegheim lebt. Darum lebt Kalmann nun ganz allein ein einem fast 100 Jahre alten Haus. Seine Mutter arbeitet als Krankenschwester in der Stadt. Doch eines Tages verschwindet der Hotelbesitzer Robert, was die Polizei und Suchmannschaften auf den Plan ruft. Und plötzlich gerät Kalmann ins Wesir der Polizei. Und dann tauchen auch noch Reporter auf. Als dann auch noch eine Dorfbewohnerin stirbt geht das ganze Theater wieder los. Kaum hat sich fast alles wieder beruhigt fischt ein Fischer ein Fass voller Drogen aus dem Wasser und schon wieder tauchen Polizei und Reporter auf. Doch viel schlimmer für Kalmann ist, dass die junge Litauerin verschwindet und ein Sonderkommando ihn außer Gefecht setzt. Doch gerade als Kalmann denkt ok alles ist überstanden fällt beim Ausnehmen eines Hais die Hand von Robert aus dem Magen des Hais und schon wieder steht die Polizei auf der Matte. Und dann taucht auch noch ein Eisbär auf, der Kalmann unter sich begräbt. Also muss nun Kalmann doch langsam mit der Wahrheit rausrücken.
    Der Verlag hat es doch tatsächlich schon wieder geschafft einen wirklich tollen Krimi als Roman zu verkaufen. Und der Autor hat es geschafft mich als Leser abzuholen und einzufangen und auch zu halten. Gut an den Schreibstil muss man sich erst gewöhnen, aber dann will man diesen Krimi einfach nicht mehr aus der Hand legen.
    Der Krimi hat wirklich alles was man sich als Leser wünscht. Einen Helden, der nicht der 08/15 Typ ist, nein er hat so seine Defizite. Es gibt einen Vermissten, eine Leiche, ein Fass voller Drogen und jede Menge Verwicklungen. Und der Antiheld, bei dem man als Leser kurzzeitig doch glatt denkt, nein Kalmann du kannst doch kein Mörder sein. Und zu guter letzt taucht auch noch ein Eisbär auf und Kalmann gerät in Lebensgefahr. Eins muss ich noch unbedingt loswerden. Wer denkt dass der Krimi hier bierernst ist der irrt gewaltig. Ich bin mehr wie einmal in schallendes Gelächter ausgebrochen. So ganz nebenbei lernt man Island und seine Natur und auch dessen Probleme kennen.
    Die Figuren so skurril und ja auch urst komisch. Kalmann, der leicht beeinträchtigte Haifischfänger, der zu Gewaltausbrüchen neigt und nicht andere sondern sich selbst damit verletzt. Und dann ein ganzes Dorf, das da oben in Island so langsam ausstirbt. Island mag zwar klein und kalt sein. Das heißt aber nicht dass es dort nichts zu erleben gibt.
    Fazit: Ich bin von diesem humorvollen Krimi mit seinen ganz eigenen Figuren und der besonderen Geschichte und dem Schreibstil des Autors schlichtweg begeistert. Ihr werdet schnell merken, dass ein Krimi nicht immer bierernst sein muss, sondern dass man durchaus auch in heiteres Gelächter ausbrechen kann. Kommt lasst euch nach Island entführen und genießt die lustige Story und durchaus skurrile Figuren. Mir sind sie ans Herz gewachsen…von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Kalmann

    Kalmann hat sich selbst zum Sheriff von Raufarhöfn ernannt. Seine Tage sind ausgefüllt, denn entweder geht er auf die Jagd oder er legt seine Köder aus, um Haie zu fangen, die er dann zu Gammelhai verarbeitet. Doch dann überrollen ihn die Ereignisse, als er beim Jagen eine Blutlache entdeckt. Zufällig ist gerade auch Róbert McKenzie, der König von Raufarhöfn, spurlos verschwunden.
    Diese Geschichte wird aus der Sicht von Kalmann erzählt, einem behinderten jungen Mann, der alleine in dem kleinen Ort lebt. Alles was er über die Natur, das Meer und Gammelhai weiß, hat er von seinem Großvater gelernt, der nun dement in einem Heim lebt. Dass er ein bisschen anders ist als die meisten Menschen, ist für ihn „kein Grund zur Sorge". Kalmanns Mutter schaut sporadisch vorbei, um Ordnung zu schaffen. Der Vater hat ihm eine Mauser, einen Sheriffstern und einen Cowboyhut gegeben, sich aber sonst nicht um seinen Sohn gekümmert.
    Nachdem Kalmann das Blut entdeckt hat, wollen plötzlich alle etwas von ihm. Die Polizei hat Fragen, die Medien bringen ihn in die Öffentlichkeit und die Dorfbewohner wollen auch so manches wissen. Zum Glück kann Kalmann auf dem Meer seinen Kopf entleeren und das ist wichtig, denn ihm geht so manches durch den Kopf. Eigentlich ist Kalmann ein einsamer Mensch, der sich nach einer Frau und Kindern sehnt. Er ist mal naiv und mal gewitzt und seine Sicht auf die Welt ist etwas speziell, oft sogar tiefgründig. Ich mochte ihn ganz gern, auch wenn er durchaus gewalttätig werden kann. Auch die anderen Figuren haben alle ihre Eigenheiten.
    Diese Geschichte ist unterhaltsam, aber auch etwas weitschweifig. Doch ich wollte auch wissen, wie es weitergeht und mit dem Ausgang hatte ich so wirklich nicht gerechnet.
    Joachim B. Schmidt erzählt in diesem Buch die ungewöhnliche Geschichte eines ganz besonderen Helden.
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  • Rezension zu Kalmann

    "Ich wünschte, Großvater wäre bei mir gewesen. Er wusste immer, was zu tun war. Vielleicht hätte er eine Pfeife gestopft und die Blutlache einfach zuschneien lassen." (Buchauszug)
    Der 34-jährige Kalmann, der Sohn einer Isländerin und eines Amerikaners, wächst bei seinem Großvater in Raufarhöfn auf. Hätte es ihn nicht gegeben, wäre er wahrscheinlich in einem Behindertenheim gelandet. Doch trotzdem der Großvater nun im Altenheim in Húsavík lebt, kann sich Kalmann ganz gut alleine durchs Leben schlagen. Wie vom Großvater gelernt, geht er weiterhin fischen und stellt Gammelhai her. Zudem ist er der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn, doch lieber jagt er Polarfüchse und geht auf die Stille des Meeres hinaus. Dann findet er eines Tages beim Arctic Henge eine riesige Blutlache im Schnee und alles verändert sein Leben.
    Meine Meinung:
    Das einsame Haus an der Küste auf dem Cover stellt ein wenig die Einöde Raufarhöfn dar, wo Kalmann lebt. Der Schreibstil ist unterhaltsam, locker und recht plastisch, sodass ich mir gleich den Charakter Kalmann und die Gegebenheiten Islands gut vorstellen konnte.Besonders lustig fand ich Kalmanns Aussage wie diese: "Die Frauenauswahl war hier etwa so üppig wie die Gemüsekiste im Dorfladen. Bis auf Karotten, Kartoffeln, zwei schrumpeligen Paprika und braunen Salat gab´s da nichts." Hier spürt man sofort, dass der Autor gut recherchiert hat und er selbst Touristen über die Insel führt. Raufarhöfn ist ein Ort mit ca. 188 Einwohnern, Tendenz sinkend, dieses Dorf lebt vom Fischfang. Doch die Fangquoten haben den Fischern geschadet, so das sie nun versuchen, Touristen in ihr Dorf zu bekommen. Anziehungspunkt sollte das Arctic Henge werden, ein Bauwerk aus sechs mächtigen Felstoren, das bisher nicht zu Ende gebaut wurde. Genau dort ereignet sich das eigentliche Verbrechen in unserer Geschichte. Man vermutet, dass der Hoteldirektor Róbert McKenzie dort ermordet wurde. Kalmann entdeckt an dem Platz eine riesige Blutlache. In seiner Naivität verkündet er, dass es vielleicht ein Eisbär war, der von Grönland nach Island geschwommen ist und damit war die Sache für ihn erledigt. Kalmann geht weiter seiner Arbeit nach und ein Ereignis auf das Nächste folgt, in dem er selbst immer wieder verstrickt wird. Dabei beschreibt der Autor Kalmanns Eindrücke von der Stille des Meeres, der Herstellung des Gammelhais, seine Erlebnisse auf der Jagd, seine Sehnsüchte nach Liebe und Geborgenheit und einer Frau, die ihn in den Arm nimmt. Einerseits kann einem Kalmann leidtun, den er scheint doch recht einsam zu sein, bis auf seinen imaginären Freund Noi aus dem Internet hat er niemanden zum Reden. Die Mutter, sein Vormund, arbeitet als Krankenpflegerin im über 3 Stunden entfernten Akureyri und der senile Großvater lebt im Heim in Húsavík. Dorthin fährt ihn eine Dorfbewohnerin einmal die Woche, weil es ihm sehr wichtig ist. Das Buch Kalmann ist kein Krimi, selbst wenn es hier um ein Verbrechen geht, es ist eher eine Mischung aus Roman und Reiseführer. Dabei ist der Rolle Kalmanns das maßgebliche dieser Geschichte. Sein Charakter ist hier sehr speziell, ähnlich eines Autisten. Einerseits ist er der Dorftrottel, er ist sensibel, einfühlsam, in manchen Gebieten jedoch durchaus schlau, was vor allem das Jagen und Fischen anbelangt. Er hat Sehnsüchte, Wünsche, Träume, Hoffnungen und wird am Ende sogar noch als Held gefeiert. Doch er kann mitunter durchaus eine Wut entwickeln, die er dann versucht, an sich oder an anderem abzureagieren. Der Autor sagt in einem Interview, das im Grunde in jedem von uns ein Kalmann steckt. Das könnte durchaus sein, was die Wünsche und Sehnsüchte anbelangt, die er hat. Doch das Buch hat mitunter einige Längen und Wiederholungen, die für mich recht ermüdend waren. Jedoch das Ende brachte dann noch eine sehr eindrückliche Begebenheit, die ich unfassbar stark fand. Gerade diese Schilderung hat mich genauso fasziniert wie die anderen Beschreibungen in diesem Buch, zudem habe ich mit Kalmann mitgelitten. Auf alle Fälle bekommt man durch dieses Buch einen Einblick in die Kultur und Natur Islands, sodass man Lust bekommt, dieses Land mal persönlich zu sehen. Deshalb von mir 4 von 5 Sterne für dieses besondere Buch.
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  • Rezension zu Kalmann

    Erfrischend und Warm
    Zunächst dachte ich, es läuft darauf hinaus , dass Forest Gump in Island zugeschlagen hat aber dann wurde alles doch ganz anders und nahm mich mit auf eine schöne Reise nach Raufarhövn.
    Geschichte: Kalmann Odinsson weiss nur, das sein Vater aus den USA stammt und ihm einen Sheriffstern und eine Pistole aus dem Korea-Krieg hinterlassen hat, bevor er wieder nach Amerika verschwand. Aufgewachsen mit seiner Mutter und seinem Großvater in Raufarhövn, wird Kalmann Jäger, Haifischer und selbsternannter Sheriff des Ortes. Das er nicht so ist, wie die anderen, kaschiert sein Großvater recht gut und macht das Beste aus seinen Fähigkeiten. Als Kallmann aber 33 Jahre alt ist,muss sein Großvater in ein Pflegeheim und erkennt größtenteils Kalmann nicht wieder. Kalmann lebt somit die meiste Zeit alleine und überlebt durch den Verkauf von Gammelhai den er zubereitet. Als er eines Tages auf der Jagd nach einem Fuchs eine große Blutlache entdeckt und einer der reichsten Männer Raufahövn verschwunden ist, stolpert Kalmann in ein großes Chaos....
    Es fällt mir schwer, Charaktere oder Geschichten weit über den grünen Klee zu loben, doch als ich gelesen habe, dass Kalmann eher zufällig entstanden ist und beim schreiben eine immer größere Rolle eingenommen hat, war ich begeistert über diesen Schriftsteller, der aus Nichts etwas Großes geschaffen hat. Kalmann ist so etwas von eigenständig und ein absolutes Unikat. Die Geschichte ist warmherzig, drückt nicht auf die Tränendrüse und dazu noch sehr spannend mit einem wirklich überraschenden Ende. Der Schreibstil ist wunderbar und wer schon Geschichten wie Forest Gump oder Am Achten Tag gelesen hat, wird sich denken, ach schon wieder eine Geschichte über einen Behinderten, bei dem dann alles gut wird. Nein !!!! Kalmann ist Kalmann und alleine schon die angesiedelte Geschichte in Island, von einem Schweizer der nach Island ausgewandert ist und die Erzählweise sind wirklich speziell im positiven Sinn.
    Kalmann ist der Dorfdepp, der sich eine Freundin wünscht, Füchse jagt mit einer Flinte die er gar nicht besitzen darf, einen sehr weisen Großvater hatte, in manchen Momenten einfach abdriftet oder sich selbst verletzt und doch sehr verletzlich ist aber auch seine Ängste alleine besiegen kann.
    Für mich ein weiteres Highlight 2020 und eine absolute Empfehlung für alle die eine warmherzige Geschichte lieben, Krimis lesen und diejenigen die einen Sinn für gut erzählte Geschichten haben. Ich liebe es !
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Ausgaben von Kalmann

Hardcover

Seitenzahl: 352

Taschenbuch

Seitenzahl: 352

E-Book

Seitenzahl: 352

Besitzer des Buches 25

  • Mitglied seit 28. Februar 2024
  • Mitglied seit 22. Mai 2021
  • Mitglied seit 10. Mai 2016
  • Mitglied seit 14. Juli 2009
  • Mitglied seit 12. April 2021
  • Mitglied seit 30. Januar 2022
  • Mitglied seit 16. Februar 2013
  • Mitglied seit 21. Juli 2013
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