Iugulus

Buch von Peter Hohmann, Christian Günther

Cover zum Buch Iugulus

Titel: Iugulus

, (Illustrator)

4,3 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Independently published

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 422

ISBN: 9798653109690

Termin: Juni 2020

Aktion

  • Kurzmeinung

    ViktoriaScarlett
    Peter Hohmanns erster Krimi gefiel mir trotz cholerischem und lange unsympathischen Hauptkommissar sehr.
  • Cover zum Buch Dämonensiegel Cover zum Buch Der letzte Lilienreiter Cover zum Buch Mothman

Zusammenfassung

Serieninfos zu Iugulus

Iugulus ist der 1. Band der Kommissar Karl Seitz Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2020. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Bewertungen

Iugulus wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Peter Hohmanns erster Krimi gefiel mir trotz cholerischem und lange unsympathischen Hauptkommissar sehr.

    ViktoriaScarlett

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Iugulus

    • 25. Oktober 2021 um 21:27
    Peter Hohmanns erster Krimi las sich trotz schwierigem Ermittler schnell und flüssig, da er mich mit guten Wendungen durch die Ermittlungen führte. Was ich mochte und was nicht, kannst du unten im Text nachlesen.
    Meine Meinung zum Cover:
    Hinter diesem Cover hätte ich keinen Krimi vermutet. Die Gestaltung ist etwas eigenwillig und wurde mit wenigen Elementen durchgeführt. Nach dem Beenden weiß ich, was es mit dem Feuer auf sich hat. Auch der Titel des Buches klärt sich während dem Verlauf.
    Meine Meinung zum Inhalt:
    Ich kenne von Peter Hohmann bereits einige andere Werke, die ich sehr spannend fand. Deshalb war ich neugierig, wie sich wohl sein erster Krimi lesen wird. Der Schreibstil des Autors war wieder locker und direkt, zudem sparte er sich unnötige Beschreibungen und kam gleich auf den Punkt. Wenn ich Zeit hatte, konnte ich in kurzer Zeit viele Seiten weg lesen.
    Es gab ein zentrales Element, das mir jedoch das Lesen schwer machte: Hauptkommissar Karl Seitz. Er ist einer der unsympathischsten Ermittler überhaupt, den ich je in einem Krimi erlebt hatte. Im Klappentext beschreibt ihn der Autor mit den Worten „Launisch, aufbrausend und bissiger als ein Yorkshire Terrier mit Tollwut“. Das ist noch nicht genug! Der Ermittler ist cholerisch, unsympathisch und schwer zu ertragen. Seine Denken ist ICH-süchtig und er nimmt keine Rücksicht auf andere. Dennoch wollte ich weiterlesen, ganz genau warum, kann ich nicht sagen. Es interessierte mich am aller meisten, wer und was hinter den Taten steckt. Ebenso fragte ich mich, ob der Hauptkommissar die Kurve bekommen könnte. Sein Privatleben ist voll und ganz mit der Story verwoben. Abseits der Ermittlungen spielen seine Familie und sein Verhalten eine zentrale Rolle. Das Ganze nimmt viel Raum ein, doch es nahm für mich nicht Überhand.
    Die Geschichte setzte sich durch den Täter mit verschiedenen Themenbereichen auseinander. So manches wird nur kurz angeschnitten, anderes ist wohl dosiert. Im Gesamten hat das natürlich mit dem Motiv des Täters zu tun. Religion, Rache, Hass – Elemente, die hineinspielen. Doch um alles zu verstehen muss man in die Geschichte eintauchen. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Karl, Maria, dem Täter und weiteren Protagonisten erzählt. Ich langweilte mich in keiner Lesesekunde.
    Die Morde waren bestialisch und grausam, für schwache Nerven sind die Beschreibungen jedenfalls nichts. Es war spannend zu lesen, wie die Ermittler vorgingen, obwohl ich mich manchmal wie in einem Kindergarten fühlte. Sie ergeben ein gutes Team, wenn sie sich konzentrierten und professionell verhielten. Maria Strobl wirkte des Öfteren nicht wirklich erwachsen, konnte jedoch auch taff sein und effizient vorgehen. Wie immer war der Täter den Ermittlern lange einen Schritt voraus. Die Story nahm reichlich an Fahrt auf, als Maria allein zu ermitteln begann und bei Karl etwas passierte, das ihm Einhalt gebot. Von da an konnte ich endlich richtig mitfiebern. Die Kapitel vergingn noch schneller als vorher.
    Irgendwann rückte der Täter immer näher. Das berühmte AHA- Erlebnis hatte ich erst spät. Ich erkannte zeitgleich mit einer ganz bestimmten Person, wer der Täter ist. Von da an saß ich wie auf Kohlen. Würden sie ihn aufhalten können und ihn erwischen, bevor noch jemand stirbt? Maria hatte zuvor so viele wichtige Hinweise gefunden. Gespannt verfolgte ich was weiter passierte. Nun schritt das Geschehen rasant voran. Die letzten paar Kapitel wechselten zwischen den wichtigsten Personen hin und her. Das was schließlich geschah war hart an der Grenze zum Kippen. Die Offenbarung des Täters war von starker Intensität, grausam und dem Wahnsinn verfallen, wollte er es beenden. Sowohl im Team als auch in der Auslösung sind kleine Klischees zu finden. Gestört hat mich das nicht, da sie gut mit der Geschichte verwoben waren. Das letzte Kapitel verwirrte mich ein wenig. Wie konnte das nur sein? Ich vermute, dass es den Beginn von Karl Seitz zweitem Fall andeuten soll.
    Mein Fazit:
    Peter Hohmanns erster Krimi gefiel mir trotz cholerischem und lange unsympathischen Hauptkommissar sehr. Sein Team war ungewöhnlich und eigen, manchmal auch kindisch. Dennoch arbeitete es gut zusammen und kam dem Täter auf die Spur. Die Ermittlungen zu den bestialischen Morden waren stimmig beschrieben. In der zweiten Hälfte konnte ich nach der Zunahme der Spannung aufgrund bestimmter Ereignisse mitfiebern. Durch den lockeren und direkten Schreibstil las sich die Geschichte fast wie von selbst. Die besten Kapitel waren jene, in denen man dem Täter auf die Spur, weil ich dort am meisten Stimmung fand.
    Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
    Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
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  • Rezension zu Iugulus

    • 26. August 2020 um 22:44
    Als Hauptkommissar Karl Seitz und Kommissarin Maria Strobl zu einem Mord gerufen werden, können sie nur ahnen, dass dem gesteinigte Opfer weitere folgen werden. Eine Verbindung zwischen den Getöteten ist nicht auszumachen, und auch das Motiv bleibt zunächst im Dunkeln. Aber der Täter offenbart eine Affinität zur uralten Hinrichtungspraktiken, die bereits zu Zeiten Jesu angewandt wurden.
    Die Nachforschungen gestalten sich schwierig, wofür auch Karl Seitz verantwortlich ist. Denn Nettigkeit ist keine von seinen Eigenschaften, mit der Kollegen und Kriminelle den Hauptkommissar der Münchener Mordkommission als Erstes bezeichnen würden. Vielmehr trifft es „aufbrausend und bissiger als ein Yorkshire Terrier“ schon eher, und seine Launen sind gefürchtet. Nicht nur seit sich vor ein paar Wochen seine ehemalige Mitarbeiterin Katrin Fischbach versetzen lassen hat. Die kompetente, rationale und vor allem freundliche Kollegin bildete mit Seitz ein perfektes Duo mit hoher Aufklärungsquote bei ihren gemeinsamen Fällen und eine Art Sicherung für den zu Extremen neigenden Hauptkommissar. Doch nicht allein die Arbeit macht diesem zu schaffen. Auch in seinem Privatleben sind einige Minen vergraben. Seit zwei Jahren ist von einem Tag auf den anderen seine Ehefrau Anja verschwunden. Die Liebe seines Lebens hat ihm Halt und Kraft gegeben.
    „Sentenz von Nitzsche: Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein...
    Der Abgrund blickte in Karl hinein, weil er zu lange in das Loch gestarrt hatte, das Anjas Verschwinden gerissen hatte. Was ihm dieses lichtlose, schmerzhafte Nichts nahm, wurde durch Wut ersetzt. Heiße, jähe Wut, die ihn aus dem Hinterhalt überfiel und niederrang.“ (Seite 134)
    Nun muss er mit seiner neuen Kollegin Maria klarkommen, oder besser, sie mit ihm (aus oben erwähnten Gründen). Während Karl Seitz bald ihr Potential erkennt, nähern sie sich Schritt für Schritt dem Täter...
    Peter Hohmann verdeutlicht in „Iugulus“, dass er ein fähiger Erzähler ist, der seine gegenwärtige Handlung mit Ein- und Rückblicken in die Gedankenwelt des Täters paart und mit einem wechselhaften Spannungsbogen untermalt. So wie Höhen und Tiefen die Tage, Wochen und Monaten von Karl Seitz prägen, gleicht auch die Geschichte einer Berg- und Talfahrt, die mit vielen Geheimnissen beginnt, die es im Verlauf des Geschehens zu lösen gibt.
    Sprachlich punktet der Autor mit einer überzeugenden Bildgewalt, die insbesondere an den Tatorten zum Tragen kommt. Hier nimmt Peter Hohmann wahrlich kein Blatt vor den Mund. Das macht das Geschehen aber weitgehend eindrucksvoll und beschert beim Lesen durchaus schauriges Frösteln. Zum Ausgleich wird dem Leser die Lektüre allerdings daneben mit einigen komischen Szenen und Dialogen versüßt.
    Peter Hohmann gelingt eine feingezeichnete authentische Charakterisierung seiner Figuren, wodurch die Schilderung der Ereignisse durchweg nachvollzogen werden kann. Besonders mit seiner Hauptfigur hat der Autor Mut bewiesen und ihn aus der Masse der üblichen Kriminalisten herausgehoben. Erscheint Karl Seitz anfänglich noch als launenhafter „Kotzbrocken“ sondergleichen, entwickelt sich im Verlauf des Geschehens nach und nach Verständnis für den derzeit alleinerziehenden Vater, befindet er sich doch mehrfach in der Bredouille:
    Der unorthodoxe, äußerst sperrige, indes auf seine Art geniale Ermittler leidet unter dem Verlust seiner Frau und versinkt in grausam pulsierender Schwärze, weil deren spurloses Verschwinden und die damit einhergehende Realität - entweder der Tod oder die Flucht aus ihrem alten Leben – nicht greifbar für ihn ist. Er klammert sich an die Hoffnung, (oder ist es Selbstgeißelung?), dass Anja noch am Leben ist und irgendwo gefangen gehalten wird. Und so forstet er jeden Freitag die Vermisstenanzeigen durch.
    Außerdem bereiten seine Kinder ihm Sorgen: Die pubertierende Tochter freundet sich mit einem Drogensüchtigen, und die sonst unproblematische Beziehung zum neunzehnjährigen Sohn läuft ebenfalls aus dem Ruder.
    Gerade die innere Zerrissenheit und Hilflosigkeit seines Protagonisten vermag Peter Hohmann auf einfühlsame Weise zu vermitteln, so dass erkennbar wird, was für ein trauriger Mensch Karl Seitz tatsächlich ist. Dem ich darum mehr Balance wünsche, vielleicht beim nächsten Fall...
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Ausgaben von Iugulus

Taschenbuch

Cover zum Buch Iugulus

Seitenzahl: 422

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Update: 30. Mai 2022 um 18:13