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Buddhas vergessene Kinder

Buch von Barbara Demick, Barbara Steckhan, Karola Bartsch

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Buddhas vergessene Kinder

Die preisgekrönte Journalistin und China-Kennerin Barbara Demick erzählt von Tibets Schicksal unter der chinesischen Herrschaft. Sie gibt ergreifende wie verstörende Einblicke in das Alltagsleben von acht Menschen, deren Leben die Geschichte eines ganzen Volkes und dessen Wunsch nach Freiheit widerspiegeln. Sich selbst verbrennen oder nicht? Der Junge hadert. Sein bester Freund hat es bereits getan – aus Protest gegen die chinesische Regierung, die Tibetern jeglichen gesellschaftlichen Aufstieg verwehrt, ihre Freiheit beschneidet und ihre Kultur zerstört. Barbara Demick schildert in ihrer bewegenden Reportage das Schicksal von acht Menschen, die in der ost-tibetischen Stadt Ngaba leben – einer Stadt, die als Zelle des Widerstands gilt und nicht zuletzt wegen der vielen Selbstverbrennungen besonders unter chinesischen Repressalien leidet. Die berührenden Lebensgeschichten geben tiefe Einblicke in den tibetischen Alltag abseits der touristischen Sehnsuchtsorte. Es ist ein Alltag, der geprägt ist vom Kampf zweier Kulturen, vom Ringen Tibets um politische Selbstbestimmung und kulturelle Identität, von Unterdrückung und Gewalt, von verborgenem Leid und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine eindrückliche Hommage an die Menschen in Tibet.
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Bewertungen

Buddhas vergessene Kinder wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Buddhas vergessene Kinder

    Autorin: Barbara Demick
    Titel: Buddhas vergessene Kinder
    Seiten: 383
    ISBN: 978-3-426-28186-4
    Verlag: Droemer
    Übersetzerinnen: Barbara Steckhan/Karola Bartsch
    Autorin:
    Barbara Demick ist eine amerikanische Journalistin, die zunächst 1993-1997 für den Philadelphia Inquirer arbeitete. Für ihre Reportage über einen Straßenzug in Sarajevo gewann sie mehrere Preise und war im Finale für den Pulitzer. 1996 erschien ihr erstes Buch "Die Rosen von Sarajevo. 2001 wechselte sie zur Los Angeles Times, war dort 2007-2016 Leiterin des pekinger Büros und veröffentlichte 2010 ein Werk über Nordkorea. Mit dem Human Rights Book Award wurde sie für ihre engagierten Bücher ausgezeichnet.
    Inhalt:
    Ngaba, Osttibet: Als sich ein junger Mönch mitten auf der Hauptstraße mit Kerosin übergießt und anzündet, deutet noch nichts darauf hin, dass dies eine ganze Bewegung auslösen wird. Bald darauf wird die kleine tibetische Stadt in der chinesischen Provinz Sichuan zur Welthauptstadt der Selbstverbrennungen - aus Protest gegen die Unterdrückung durch die chinesische Regierung. (Klappentext)
    Rezension:
    In der westlichen Welt beinahe unbeobachtet, wird dieser Konflikt an die Oberfläche gespült, wenn das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, zu sehen ist, zumal, wenn dieser von Staatsoberhäuptern hofiert und bei hoch offiziellen Anlässen gezeigt wird. Dann bleiben sich empörende, protestierende Kommentare der chinesischen Staatsführung nicht aus und der Staatengemeinschaft wird eine Auseinandersetzung in Erinnerung gerufen, die Ende der 1950er Jahre ihren Anfang nahm.
    Die renommierte amerikanische Journalistin Barbara Demick und ehemalige Asienkorrespondentin der Los Angeles Times seziert dieses tragische Stück Geschichte eines Volkes, welche zuletzt eine erschreckende Form des Protests annahm und legt nach intensiver und nicht ganz ungefährlicher Recherche, dieses Portrait der jüngeren Geschichte Tibets vor.
    Im Zentrum steht die Geschichte verschiedener Personen, die die Autorin anhand von Archivmaterial und Interviews, ob heimlich in Tibet selbst, bishin nach Indien oder Amerika, über Jahrzehnte verfolgt. Überschneidungen inklusive. Der Fokus wird dabei auf bestimmte Schlüsselmomente gelegt, Auslöser für Handlungen der Menschen dieses Ortes, der zum Dreh- und Angelpunkt eines leidvollen Protests wurde.
    […]
    Mit Sympathie erzählt sie vom Leben der Menschen, ihren Beweggründen, Träumen und Zielen, kleinen Siegen, größeren Niederlagen, ihren Hoffnungen, aber auch von der Macht des chinesischen Staates, politischer Diskriminierung und Unterdrückung, füllt Lücken mit intensiver Eigenrecherche und zeigt anhand eines reichen Quellenverzeichnisses, wie Journalismus zu dieser Thematik auch in China selbst funktioniert, ohne zu einseitig zu berichten.
    Die wechselnde Perspektive von Menschen unterschiedlicher Schichten vervollständigt dieses Werk, wobei rote Fäden immer wieder aufgegriffen werden. Das kann verwirrend sein, doch hilft es, eine klare Sicht der Ereignisse zu bewaren und Beweggründe der Menschen, sowohl der Tibeter als auch die politischen Zusammenhänge zu verstehen, die sich teilweise sehr gut von der chinesischen Staatsführung, vor der Weltöffentlichkeit, verstecken lassen.
    Barabara Demick wertet nicht selbst, lässt die Personen sprechen, deren Geschichte sie erzählt und hält sich damit wohltuend zurück. Einmal etwas anderes, als man es sonst von jenseits des großen Teiches gewohnt ist und eine gute Ergänzung für all jene, die sich mit der jüngeren Geschichte Tibets beschäftigen möchte.
    Dabei sollte man sich jedoch voll und ganz auf die Lektüre konzentrieren und auch kleinere Längen verschmerzen. Die Vielzahl der Lebenswege, denen die Autorin nachspürt, und nicht zuletzt die für westliche Ohren ungewohnt klingenden Namen, erfordern die gesamte Aufmerksamkeit der Leserschaft.
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  • Rezension zu Buddhas vergessene Kinder

    Klappentext:
    Ngaba, Osttibet: Als sich ein junger Mönch mitten auf der Hauptstraße mit Kerosin übergießt und anzündet, deutet noch nichts darauf hin, dass dies eine ganze Bewegung auslösen wird. Bald darauf wird die kleine Stadt in der chinesischen Provinz Sichuan zur Welthauptstadt der Selbstverbrennungen - aus Protest gegen die Unterdrückung durch die chinesische Regierung.
    Die preisgekrönte Journalistin Barbara Demick gewährt anhand berührender Schicksale tiefe Einblicke in den tibetischen Alltag abseits der touristischen Sehnsuchtsorte. Sie erzählt vom Ringen um politische Selbstbestimmung, von großen Verlusten und verborgenem Leid, aber auch von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine eindrückliche Hommage an die Menschen in Tibet.
    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de
    'Free Tibet' ist ein Aufruf, der sehr vielen Leuten vertraut ist und der Assoziationen mit Gebetsfähnchen, dem Dalai Lama und vielleicht ein paar Yaks aufruft, sowie buddhistischen Mönchen mit einer Art goldenem Kamm am Hut. Und gefühlt legt man den Beginn dieser Bewegung irgendwie in die 80er Jahre.
    Doch der Kampf um die politische Selbstbestimmung Tibets begann schon im Jahr 1958, als Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee auf ihrem 'Langen Marsch' durch das tibetische Hochland zogen, wo sie sich aus einem Land ernähren musste, das kaum genug Nahrung für die reguläre Bevölkerung bereitstellte.
    In diesem Jahr, durch die Augen der damals siebenjährigen Mei-Prinzessin Gonpo, beginnt Barbara Demick ihre Darstellung der wechselhaften Unterdrückungs- und Widerstandsgeschichte Tibets mit einem Schwerpunkt auf der für den tibetischen Buddhismus sehr wichtigen Stadt Ngaba, die in den 90er Jahren für ihre sich selbst verbrennenden Mönche bekannt werden sollte.
    Im Weiteren wechseln die Personen, die im Mittelpunkt der Betrachtung stehen immer wieder einmal und so bekommen wir auch die Lebensgeschichten verschiedener Mönche, alleinerziehender Frauen, Lehrer und anderer Leute dargestellt. Außerdem gibt es auch einen Abschnitt über die Exilregierung in Dharamsala, die zwar im Tibet ein wenig zwiespältig gesehen wird - nicht aber der Dalai Lama, der seinerseits auch nicht in allen Teilen mit allen tibetischen Widerstandskämpfern übereinstimmt.
    Es ist natürlich auch eine Geschichte der wechselhafte Entwicklungen des chinesischen Systems seit Mao Tse-Tung bis hin zu Xi Jinping, die immer wieder auch auf die verschiedenen Minderheiten in China - das ja offiziell 55 Minderheiten neben der Han-Bevölkerung beherbergt - hat.
    Die Recherche in China - und speziell im Tibet - ist aus verschiedenen Gründen nicht unkompliziert und Gesprächspartner sind oft sehr sehr vorsichtig, so dass sich Frau Demick sehr bemüht hat Aussagen aus Interviews ausgiebig zu unterfüttern, eine Arbeit, die sie auf den etwa 20 Seiten ausgiebig dokumentierter Bibliographie erläutert.
    Ein sehr eindringliches Buch, das dich bemüht, fair zu sein, soweit ich dies nach der Lektüre beurteilen kann. Auf jeden Fall lesenswert.
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Ausgaben von Buddhas vergessene Kinder

Hardcover

Seitenzahl: 384

Besitzer des Buches 2

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