Artur Lanz

Buch von Monika Maron

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Artur Lanz

Wann ist ein Mann ein Held? Artur Lanz, nach dem berühmten Helden der Artus-Sagen benannt, ist alles andere als ein Held. Seine kühne Rettung seines Hundes jedoch lässt Artur die Erfüllung und Beglückung der Opferbereitschaft erkennen. Während er nun von der Frage nach dem Ursprung des Glücks getrieben ist, lernt er Charlotte Winter kennen. Artur erzählt ihr von seinem Scheitern sowie der Suche nach Erfüllung, Bewährung und letztlich Glück. Und dann wartet plötzlich die nächste Bewährungsprobe auf Artur: Nach einer streitbaren politischen Äußerung eines Freundes steht er plötzlich im Zentrum von dringenden Fragen: Was darf gesagt werden und was nicht? Und: Was macht einen Helden aus?
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Artur Lanz

    Klappentext/Verlagstext
    Monika Marons Roman »Artur Lanz« entwirft ein ebenso provokantes wie differenziertes Stimmungsbild einer Gesellschaft, die sich dem Mainstream unterwirft. Artur Lanz, der seinen Namen der Schwärmerei seiner Mutter für die Artus-Legende verdankt, ist kein heldenhafter Mann. Erst durch die kühne Rettung seines Hundes entdeckt er das unbekannte Glück der Opferbereitschaft. Er fragt nach dem Ursprung dieses Glücks und sucht die Wiederholung.Charlotte Winter, die im Alter anfängt, Geschichten zu schreiben, lernt Artur Lanz zufällig kennen. Sie wird Zeugin seiner Bewährungsprobe, als er sich nach einer streitbaren politischen Äußerung seines Freundes zwischen Mut und Feigheit entscheiden muss.Was darf gesagt werden und was nicht? Dieser Frage spürt Monika Maron mit ihren Geschichten, Figuren und ihrem unverwechselbaren Erzählton nach.
    Die Autorin
    Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Essay ›Krähengekrächz‹.
    Inhalt
    Ein Mann, der nicht viel älter als 50 sein kann, sitzt täglich untätig auf einer Bank und wirkt für diesen Platz zu gut gekleidet. Charlotte Winter, die beinahe die Mutter des Mannes sein könnte, setzt sich eines Tages dazu, um seine Gründe zu erfragen. Wie auf einer Bahnreise treffen sich zwei Fremde, die sich ihr gesamtes Leben anvertrauen könnten, weil sie sich höchstwahrscheinlich nie wieder treffen werden. Artur Lanz erzählt von einem unspektakulären Leben, dessen Höhepunkt die Rettung seines Hundes zu sein scheint, der von seiner Leine stranguliert zu werden drohte. Charlotte findet in ihm einen Gesprächspartner, um sich über ihren Roman zum Thema Heldentum in der postheroischen Gesellschaft auszutauschen. Für sie als Mitglied der Kulturschickeria, das gern als Trophäe aus dem Osten auf Partys präsentiert wird, scheint der Physiker Lanz ein Lichtblick des Normalen zu sein. Natürlich kommt der Einfluss seiner Mutter und Namensgeberin zur Sprache, die nach dem Tod ihres Mannes wie von einer Last befreit wirkte und erst dann ein eigenes Leben aufnahm. Charlotte wird sich in diesen Gesprächen ihres durch DDR-Sozialisation völlig konträren Blickwinkels und ihrer nüchternen Sicht auf Männer nach dem Pensionsschock bewusst. Mit ihrer Jugendfreundin Lady wird sie später über Helden sticheln, die ihre Patriarchen- und Ernährer-Rolle verlieren. Artur sucht sein „nachträgliches Heldenleben“ exakt in dem Alter, in dem andere Männer um halb so alte Partnerinnen werben. Man könnte sich fragen, wie eigennützig Charlotte einen Mann, der ihr Sohn sein könnte, als Stichwortgeber für ihr Romanthema benutzt. Schließlich führt die Figur des Physikers Artur zu dessen Kollegen, der sich per FB-Post, man könne in der aktuellen Öko- und Klimadiktatur „seine Meinung nicht mehr sagen“, in die klassische Opfersituation lavierte.
    Fazit
    Mit einer Portion Ironie lässt Monika Maron die Sichtweise zweier heute 70-jähriger Frauen auf die einer Clique von Naturwissenschaftlern gegenübertreten, die ihre Söhne sein könnten. Dass die neuen Helden keine neuen Lebensmodelle aufzuweisen haben, ernüchtert am Ende.
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Ausgaben von Artur Lanz

Hardcover

Seitenzahl: 224

Besitzer des Buches 1

Update: