Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

Buch von Lena Johannson

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

Das Schicksal eines Hamburger Unternehmens. Hamburg, 1889: Gerda ist fasziniert von Oscar, einem erfolgreichen Apotheker voller Tatendrang. Die beiden wollen sich etwas aufbauen. Oscar kauft das Labor eines gewissen Paul Carl Beiersdorf in Altona und beginnt mit der Entwicklung neuartiger Produkte. Doch so erfolgreich er auch ist, die Hanseaten meiden ihn wegen seiner modernen Ansichten – und weil er Jude ist. Um sein Ansehen zu retten, beginnt die kunstinteressierte Gerda in ihrer Villa Salonabende zu veranstalten und einflussreiche Gäste einzuladen. Wird es ihr gelingen, sich gegen ihre Widersacher zu behaupten und Oscars neueste Kreation zu retten? Authentisch und berührend: die neue große Saga von Lena Johannson – beruht auf wahren Begebenheiten
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Serieninfos zu Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung ist der 1. Band der Die Frauen vom Jungfernstieg Reihe. Sie umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2021. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Über Lena Johannson

Die deutsche Schriftstellerin Lena Johannson wurde 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren. Bevor sie sich als freie Autorin selbstständig machte und Bücher veröffentlichte, probierte Lena Johannson sich in verschiedenen Berufsfeldern aus. Mehr zu Lena Johannson

Bewertungen

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

    Ich fand die Ausrichtung zu Beginn des Buches auch unglücklich gewählt, da sie der folgenden interessanten Firmengeschichte nicht gerecht wird. Neben dem Thema der Beiersdorf-Anfänge und der, soweit ich es beurteilen kann, realistischen Darstellung des persönlichen Lebenswegs des Unternehmerpaars Troplowitz haben mir auch die Beschreibungen der 'Kunstsalons' der Unternehmergattin gut gefallen. Gerne las ich auch über die Rolle, die die Hamburger Kaufmannschaft in der Stadt einnahm und ihr Verhalten gegenüber dem 'Industriellen' der nicht den richtigen Stallgeruch mitbrachte und überdies Jude war. In Band zwei wird nochmal deutlich gemacht, dass für die ehrbaren Kaufleute Industrielle keinesfalls auf Augenhöhe waren, auch wenn sie mehr Arbeitsplätze geschaffen hatten (und, falls es die Gewerbesteuer oder was ähnliches damals schon gab, auch da mehr fürs Gemein-/Steuerwesen beitrugen).
    Ich habe Band zwei schon gehört und er hatte für mich inhaltlich deutlich weniger zu bieten. Es geht nur noch am Rande um die Beiersdorf-Produkte, dazu werden mMn auch für die Zeit (Anfang 20. Jahrhundert) falsche Begriffe verwendet und auch noch durch (falsche) Erklärung bekräftigt (ich glaube nicht, dass man damals die Reklame- bzw. Werbeabteilung eines Unternehmens als Marketingabteilung bezeichnete). Hauptthema sind die Schicksale der drei Frauen in Bezug auf Frauenrechte (kann eine Frau selbständig ohne Mann ihr Leben bestreiten und in der Gesellschaft dafür anerkannt sein), Ehe, Mutterschaft, Vaterschaft, Adoption (bzw. Annahme als Pflegekind). Meine Bewertung differeriert zwar nur um 0,5 Punkte, aber im Nachhinein wäre ein Punkt Differenz angemessener (natürlich immer meine persönliche Meinung) gewesen.
    Ich werde den 3. Teil auch hören und hoffe, es geht wieder mehr um die Beiersdorf-Angelegenheiten.
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  • Rezension zu Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

    Schon anhand des Covers hätte ich diesen Roman normalerweise nicht für meine Lektüre in Betracht gezogen, aber die "Fürsprache" von @Bridgeelke , deren Geschmack in vielen Facetten meinem ähnlich ist, hat mich dazu motiviert, ihn aus der Onleihe zu beziehen.
    Zu Beginn hätte ich das Buch beinahe abgebrochen, da mir Gerdas "Liebesgesülze" in Bezug auf Oscar auf die Nerven ging. Auch waren mir Gerda und Irma in der ersten Hälfte relativ unsympathisch; Gerda wirkte auf mich wie eine Spießerin und Irma hätte ich gern einen Platz in einer psychiatrischen Klinik reserviert. Ich konnte Irmas Wünsche zwar sehr gut nachvollziehen, aber ihren Weg zu deren Verwirklichung nicht. Die beeindruckendste Persönlichkeit ist für mich Antonia.
    Als es dann zunehmend um die geschäftlichen Dinge ging, vermochte der Roman mich mehr zu fesseln. Der jahrelange Kampf um die Herstellung eines gut klebenden und hautverträglichen Pflasters - heutzutage ein selbstverständlicher Gegenstand im Medizinschrank - war sehr interessant zu verfolgen.
    Die Schilderung der unterschiedlichen Lebensumstände der drei Protagonistinnen, die jeweils von ihrer sozialen Herkunft abhängen, ist recht gut gelungen.
    Insgesamt vergebe ich Sterne. Den Folgeband werde ich lesen, wenn ich ihn über die Onleihe bekomme, aber nicht kaufen.
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  • Rezension zu Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

    "Innovation beginnt im Kopf mit einer kühnen Idee und dem Mut zum Risiko." (Björn Engholm)
    19. Jh. Hamburg. Mit dem Kauf des Labors von Paul Carl Beiersdorf ist der Neuanfang von Oscar und Gerda Troplowitz besiegelt. Die beiden verlassen ihre schlesische Heimat, um in Hamburg heimisch zu werden und Oscar als Apotheker anhand der Entwicklung einer eigenen Produktpalette seine innovativen Ideen in die Tat umzusetzen kann. Den Namen Beierdorf hat Oscar für sein Unternehmen beibehalten und nach dem Erwerb neuer Maschinen und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen stellen sich schon bald die ersten Erfolge sowohl im In- als auch im Ausland ein. Doch Erfolg hat auch seine Schattenseiten und lässt die Neider sich das Maul über Oscar und Gerda zerreißen, weil sie Neuzugereiste sind und zudem noch Juden. Um den Widersachern den Wind aus den Segeln zu nehmen, lädt die kunstbegeisterte Gerda die Haute Volee der Hamburger Gesellschaft zu abendlichen Soireen ein, damit der Name Beiersdorf mehr Aufwind bekommt…
    Lena Johannson hat mit „Die Frauen vom Jungfernstieg – Gerdas Entscheidung“ den Grundstein für ihre historische Jungfernstieg-Trilogie gelegt und präsentiert eine Geschichte, die auf wahren Tatsachen beruht und die Entwicklung eines Unternehmens und seiner Eigentümer aufzeichnet, dessen Name nicht nur in Deutschland kaum wegzudenken ist, dem vor allem die 1911 entwickelte Niveacreme Weltruhm verlieh. Mit flüssig-leichtem und bildhaftem Erzählstil lädt die Autorin den Leser zu einer Zeitreise ein, um nicht nur durch Gerda das Unternehmerpaar Troplowitz kennenzulernen, sondern auch den Aufbau und beginnenden Triumphzug einer Dynastie mitzuerleben. Wechselnde Perspektiven geben nicht nur einen tiefen Einblick in das Leben und Wirken des Ehepaares Troplowitz, sondern auch in das Dasein einer einfachen Arbeiterin sowie einer jungen Künstlerin. Obwohl so unterschiedlich in ihren gesellschaftlichen Positionen, verbindet sich das Schicksal der Frauen nach und nach miteinander. Der Aufbau des Beiersdorf-Unternehmens sowie der Innovationsreichtum unterschiedlichster Produkte wird von der Autorin spannend mit in die Handlung eingewebt. Vorausschauende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die nicht nur die Messlatte für andere Unternehmen höher gelegt hat, sondern auch für Missgunst und Neid sorgten, sowie die gesellschaftlichen und politischen Zustände sind ebenfalls interessant mit der Geschichte verbunden, so dass der Leser während der Lektüre einen facettenreichen Rundumblick erhält. Die damalige Judenfeindlichkeit stößt einem dabei sauer auf, hat man doch vor Augen, was sich Jahre später daraus entwickelte.
    Ihren Charakteren hat die Autorin facettenreiche Gesichter verliehen, die den Leser mit ihren glaubwürdigen menschlichen Eigenheiten sofort einfangen und mit sich ziehen. Gerda ist eine warmherzige und vielseitig interessierte Frau. Mit Hilfsbereitschaft, Engagement und viel Liebe stärkt sie ihrem Mann den Rücken und lässt sich nicht so schnell aus der Bahn werfen. Oskar ist ein Mann mit innovativen und zukunftsorientierten Ideen, ein Tüftler und Erfinder für das Wohl der Menschen. Toni hat das Schicksal schon böse mitgespielt, doch sie lässt sich als Kämpfernatur nicht unterkriegen und besitzt ein helles Köpfchen. Irma hadert mit den gesellschaftlichen Frauenbild ihrer Zeit, dem fehlenden Respekt und der abschätzigen Behandlung. Als Künstlerin fühlt sie sich den Männern ebenbürtig, ist mutig und entschlossen, will sich beweisen.
    „Die Frauen vom Jungfernstieg – Gerdas Entscheidung“ ist ein rundum gelungener historischer Roman, der nicht nur die Anfänge eines Weltkonzerns Revue passieren lässt, sondern zusätzlich mit drei interessanten Frauentypen punkten kann. Unterhaltsame Lektüre, die einen regelrechten Sog entwickelt. Absolute Leseempfehlung!
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Ausgaben von Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung

E-Book

Seitenzahl: 394

Taschenbuch

Seitenzahl: 432

Besitzer des Buches 22

  • Mitglied seit 14. Juli 2022
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  • Mitglied seit 19. Mai 2010
Update:

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