Antifa: Der Comic

Buch von Gord Hill

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Antifa: Der Comic

Der Faschismus ist eine relativ neue politische Ideologie, aber in seiner 100-jährigen Geschichte wurden die größten Gräueltaten gegen die Menschheit verübt. Seine giftigen Wurzeln haben sich in jeder Region der Welt ausgebreitet, von den Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg in Italien, über Nazi-Deutschland, Franco-Spanien und den KKK in Amerika. Heute, ermutigt durch den amerikanischen Präsidenten und diverse «Rechtspopulisten» von Europa bis Asien, lebt der Faschismus erneut etwas auf. Gleichzeitig haben AntifaschistInnen im Laufe der Geschichte und auch gegenwärtig wieder bewiesen, dass der Geist des Widerstands lebendig, aktiv und notwendig ist. Gord Hill dokumentiert kraftvolle Momente des Widerstands und der Konfrontation aus den Blickwinkeln der ProtagonistInnen. So vermittelt er ein starkes Gefühl der Entschlossenheit und einen globalen Blick auf das Problem. Mit einem Vorwort von Mark Bray, Autor von Antifa: The Anti-fascist Handbook.
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Bewertungen

Antifa: Der Comic wurde bisher einmal bewertet.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Antifa: Der Comic

    Der Autor (Quelle: bahoe books): Gord Hill ist Autor und Comiczeichner und lebt in Kanada. Er ist Angehöriger der Kwakwaka'wakw und engagiert sich seit 1990 in der Indigenen- und der Antiglobalisierungsbewegung.
    Klappentext (Quelle: bahoe books): Der Faschismus ist eine relativ neue politische Ideologie, aber in seiner 100-jährigen Geschichte wurden die größten Gräueltaten gegen die Menschheit verübt. Seine giftigen Wurzeln haben sich in jeder Region der Welt ausgebreitet, von den Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg in Italien, über Nazi-Deutschland, Franco-Spanien und den KKK in Amerika. Heute, ermutigt durch den amerikanischen Präsidenten und diverse «Rechtspopulisten» von Europa bis Asien, lebt der Faschismus erneut etwas auf. Gleichzeitig haben AntifaschistInnen im Laufe der Geschichte und auch gegenwärtig wieder bewiesen, dass der Geist des Widerstands lebendig, aktiv und notwendig ist. Gord Hill dokumentiert kraftvolle Momente des Widerstands und der Konfrontation aus den Blickwinkeln der ProtagonistInnen. So vermittelt er ein starkes Gefühl der Entschlossenheit und einen globalen Blick auf das Problem. Mit einem Vorwort von Mark Bray, Autor von "Antifa: The Anti-fascist Handbook".
    Amerikanische und deutsche Ausgaben:
    Die amerikanische Originalausgabe erschien 2018 unter dem Titel „The Antifa Comic Book. 100 Years of Fascism and Antifa Movement“ im Verlag Arsenal Pulp Press in Vancouver.Die deutsche Übersetzung aus dem kanadischen Englischen stammt von Alexander Lippmann. Sie erschien im Mai 2020 unter dem Titel „Antifa. 100 Jahre Widerstand“ mit einem dreiseitigen Vorwort von Mark Bray im Verlag bahoe books in Wien (120 farbige Seiten im Format 22 x 30 Zentimeter). Die deutsche Ausgabe war einmal unter dem Titel "Antifa - Der Comic" angekündigt, ausgeliefert und auf der Verlags-Webseite geführt wird sie allerings unter dem Titel "Antifa: Hundert Jahre Widerstand". Inhalt:
    Vowort: Comics sind wie geschaffen dafür, Nazis zu boxen (3 Seiten)Was ist Faschismus? (2 Seiten)Was ist die Antifa? (1 Seite)Die römischen und italienischen Fasci (7 Seiten)Arditi del popolo (12 Seiten)Nazi-Deutschland (4 Seiten)Wer waren die Nazis? (3 Seiten)Antifa in Deutschland vor 1933 (1 Seite)Die Rotfront (2 Seiten)Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (4 Seiten)Die Konzentrationslager (2 Seiten)Antisemitismus in Europa (1 Seite)Antifa in NS-Deutschland (2 Seiten)Die Partisanen: Antifaschistischer Guerillakrieg gegen die Nazis (6 Seiten)Die deutsche Niederlage (1 Seite)Der spanische Bürgerkrieg: Anarchistische Revolution und Antifa-Widerstand 1936-39 (6 Seiten)Die britischen Schwarzhemden und die Schlacht in der Cable Street (2 Seiten)Anarchy in the U.K.: Die National Front, das Asian Youth Movement und die ANL (6 Seiten)Wir schlagen die Faschisten mit Englands Anti-Fascist Action (7 Seiten)Nach den Nazis: Antifa im „neuen Deutschland“ (8 Seiten)Resistenza continua: Die Fortsetzung des antifaschistischen Kampfes in Italien (4 Seiten)Antifaschismus in Griechenland (3 Seiten)Antifa in Russland (3 Seiten)Die Action Antifasciste in Frankfreich (2 Seiten)Der Nato-Putsch in der Ukraine: Faschisten und Neonazis in der ersten Reihe (3 Seiten)Due Allianz von Nazis und Islamisten und die Antifa in Syrien (1 Seite)Die schwedische Antifascistisk Aktion (2 Seiten)Der Ku-Klux-Klan (2 Seiten)Faschisten und Neonazis in den USA (3 Seiten)Anti-Rascist Action: Militanter Antifaschismus in den USA (2 Seiten)Der Ku-Klux-Klan in Kanada (1 Seite)Faschismus in Kanada: Eine kurze Geschichte von 1930 bis 1990 (2 Seiten)Ara-Toronto (2 Seiten)Aufstieg und Fall der „Alt-Right“ (6 Seiten) Meine Einschätzung:
    Sehr informativer Comic über den Antifaschismus in etlichen Ländern, der Geschichte gewissermaßen von unten erzählt. Man ist ja geneigt, nicht nur in der Rückschau, zuerst die Leuchttürme wahrzunehmen, all das Staatstragende, zum Symbol gewordene: also zum Beispiel die Stauffenberg-Attentäter oder der von Gerhard Schröder proklamierte „Aufstand der Anständigen“. Dabei meint Antifaschismus vor allem auch einen täglichen „Straßenkampf“ und kleinteilige „Vereinsarbeit“. Auch der Staatsfaschismus in Europa platzt nicht einfach so mit Hitler und Mussolini auf die Landkarte. Um ihn zu begreifen, ist es sinnvoller, Geschichte nicht als Abfolge von Verträgen, Kriegserklärungen und Schlachtenglück abzufassen, sondern mit dem Machtgerangel auf der Straße zu beginnen, mit Freischärlern, Sturmtruppen, sich radikalisierenden Gewerkschaften, mit Faschisten, die von der Wirtschaftselite hoffiert wurden, um den Bolschewismus einzudämmen. Und das tut dieser Comic, wenn er die Entwicklungen in unterschiedlichen Ländern nachzeichnet, wobei sich mehrfach die erschreckende Erkenntnis breitmacht, wie sehr die Vergangenheit die Blaupause unserer Gegenwart, wenn faschistische Kräfte eine allgemeine Beunruhigung schüren und ausnutzen, um den Staat und die Demokratie zum Wanken zu bringen, sich in staatlichen Institutionen faschistische Seilschaften verfestigen und ganze Regionen von einer faschistischen Reconquista überrollt werden.
    Nach einer kurzen Klärung von Begrifflichkeiten und einigen historischen Überblickskapiteln aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die zeigen, wie bereitwillig das Bürgertum und die kapitalistische Wirtschaftselite in das Horn der Faschisten und Neonazis bliesen, dokumentiert Hill die wichtigsten faschistischen Organisationen, Bands und Einzelpersonen nach 1945 in einer global aufgefächerten Perspektive, und stellt ihnen etliche Erfolge des militanten Kampfes der Antifa entgegen. Bei aller Bestürzung und Fassungslosigkeit liefert er so gewissermaßen den Trost, dass Widerstand und Solidarität gegen Menschenhass, Lebensvielfalt und Mordtaten hilft. Auch Antifaschismus braucht Erfolgsgeschichten, um die Aktionen am Laufen zu halten! Hills Einstellung zur Gewalt ist dabei recht offenherzig, da er davon ausgeht, dass physisches, gewaltsames Einschreiten gegen den Faschismus notwendig ist, um ihn zu stoppen. Mit Reden und Nachsicht kommt man nicht weit: Antifa ist nicht (nur) Kopfarbeit!
    Hills Geschichtscomic ist gut strukturiert und übersichtlich, blickt in unterschiedliche Länder und unterschiedliche Zeiten in Europa und Nordamerika, legt den Finger auf Ursachen und erhellt Strukturen, die den Faschismus in kapitalistischen Ländern am Laufen halten. Hill bietet eine leicht zugängliche, künstlerisch attraktive Einführung in den Antifaschismus, die an viele Begebenheiten und Vorfälle erinnert, die aus dem allgemeinen Geschichtsbewusstsein entweder verschwunden sind, oder niemals Teil davon waren – auch wenn sie es mehr als verdient hätten!
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