Die verstummte Frau

Buch von Karin Slaughter

  • Kurzmeinung

    Zesa2501
    Ein typischer, spannender Slaughter Roman mit viel Nostalgie und Einblick in die Vergangenheit. Großes Lesekino.
  • Kurzmeinung

    Jasminh86
    Ein spannender Thriller, der ab der Mitte richtig Fahrt aufnimmt!

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die verstummte Frau

Der neue Fall für Will Trent und Sara Linton! Atlanta, Georgia: Eine junge Frau wird brutal attackiert und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sande, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Staatsgefängnis. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können. Der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld. Will muss den ersten Fall lösen, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Doch fast ein Jahrzehnt ist vergangen – Erinnerungen sind verblasst, Zeugen unauffindbar, Beweise verschwunden. Nur eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel … »Jeder neue Thriller von Karin Slaughter ist ein Anlass zum Feiern!« Kathy Reichs »Slaughter weiß, wie sie auch Neueinsteiger mit ihrer Mischung aus knallharter Gewalt und Gefühlsverwirrungen bannen kann. Zudem blitzt immer wieder ihr unschlagbar trockener Humor auf, mit dem sie die expliziten Horrorszenarien der gekonnt hochdrehenden Thriller entschärft: ein albernes Codewort etwa, eine romantische Überraschung in einer Big-Mac-Schachtel oder die wirklich abgebrühteste Bestattung aller Zeiten.« kulturnews »Spannend!« Mein TV & Ich, 08.07.2021
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Serieninfos zu Die verstummte Frau

Die verstummte Frau ist der 10. Band der Will Trent & Sara Linton Reihe. Sie umfasst 13 Teile und startete im Jahr 2006. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2020.

Über Karin Slaughter

Nichts für schwache Nerven sind die packenden Thriller der amerikanischen Bestsellerautorin Karin Slaughter. Die Schriftstellerin wurde 1971 geboren und wuchs bei ihrem Vater und dessen zweiter Frau in einer Kleinstadt im Bundesstaat Georgia auf. Mehr zu Karin Slaughter

Bewertungen

Die verstummte Frau wurde insgesamt 24 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Meinungen

  • Ein typischer, spannender Slaughter Roman mit viel Nostalgie und Einblick in die Vergangenheit. Großes Lesekino.

    Zesa2501

  • Ein spannender Thriller, der ab der Mitte richtig Fahrt aufnimmt!

    Jasminh86

  • Auf Slaughter ist Verlass - wie gewohnt spannend und brutal

    EmilyE

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die verstummte Frau

    Die Auferstehung des Jeffrey Tolliver - Spoiler zum Inhalt
    Ich gehöre seit Erscheinen des 1. Bands 2002 der Grant County-Serie um Sara Linton und Jeffrey Tolliver zum Fan ihrer Geschichte. Ich hab alle 6 Bände mehrmals verschlungen und gehöre zu jenen, die Karin Slaughter niemals verzeihen konnten, Jeffrey sterben zu lassen. Ich habe es nie verwunden, dass die beiden nicht ihr hart verdientes gemeinsames Leben geniessen durften. Vielleicht hatte ich einfach das Pech, nicht erst mit der Will Trent-Reihe eingestiegen zu sein, sondern Sara in Grant County kennen und lieben zu lernen. Ich habe ein Jahrzehnt damit verbracht, mit Jeffrey und Sara mitzufiebern, an einen Will Trent oder einem Lebens Saras im mit ihrem Trauma verbundenen Atlanta war nicht zu denken. Als ich mit der Reihe begann, war ich 18 Jahre alt. Noch heute, 18 Jahre später, trauere ich um die Serie mit ihren ausgearbeiteten Charakteren und ihrem unverdienten Abschluss. Will Trent ist unheimlich sympathisch und ich mag ihn sehr, an Jeffrey wird er jedoch für mich niemals herankommen. Was er nicht müsste, wenn Karin Slaughter nicht selbst eine Konkurrenz geschaffen hätte.
    Genau deshalb hab ich mich gefreut, endlich (!) eine kleine Auferstehung von Jeffrey erleben zu dürfen und diese Ikone nicht mehr nur durch die trauernden Augen Saras zu sehen.
    Nun, das Buch an sich ist schön geschrieben und die Rückblende versetzte mich in die guten alten Zeiten von Grant County. Allerdings nerven mich als treuer Leser mehrere Kniffe, die sich Slaughter erlaubt hat, ungemein:
    Die neue Zeitspanne. Es ist ein Unterschied, ob (nach alter Zeitrechnung der Grant County-Reihe) eine mittlerweile 50jährige Frau ein neues Leben beginnt, nachdem sie ihren Mann verlor, der 19 Jahre in allen Situationen an ihrer Seite war oder, wie im neuen Buch geschildert, gerade mal 8 Jahre für eine 40jährige vorbeigezogen sind, inklusive 2 Ehen, Scheidung, Witwenschaft, neuer Liebe. Jeffrey und Sara haben lange an sich gearbeitet, viel erlebt, sind darüber gewachsen und hatten zum Schluss eine Beziehung, die in so einer Tiefe nur existieren kann, wenn man als Seelenverwandte durchs Leben geht. Genau deshalb ist Sara jahrelang so in Trauer, Jeffreys Verlust hat sie in ihren Grundfesten erschüttert, er war ein Teil von ihr. Für mich ändert der Zeittrick Saras Lebensgeschichte und Entwicklung. Wenn Slaughter von starken Frauen schreibt, warum muss Sara die ewige 40jährige sein? Damit sie irgendwann mit Will Kinder adoptieren kann? Das passt nicht in Slaughters selbst auferlegte Realitätsliebe. Die Beziehung Jeffreys und Saras wird umgeschrieben. In der Grant County-Reihe war es wichtig, dass er Sara in seiner Verzweiflung nur einmal betrog. Er hatte sich aufgrund seiner familiären Hintergründe nicht wichtig gefühlt und nicht geliebt. Es war kein feines Manöver aber man konnte ihm verzeihen und man verstand, warum Sara ihm verzieh. Das war grundlegend für ihre andauernden Gefühle füreinander. Selbst Tess redete in den alten Büchern immer davon dass - frei übersetzt - einmal keinmal wäre wenn es nie wieder vorkommt. In „Gottlos“ reden Jeff und Sara offen darüber, dass es nur ein einziges Mal des Treuebruchs gab, von Zweifeln daran oder in Jeffreys inneren Monolog ist nichts Gegenteiliges geschrieben. Nun soll Tess selbst Jeff Monate lang hinterher spioniert haben und Sara setzt voraus, dass er mehrere Frauen hatte, er lügt sie darüber an obwohl er in der Grant County-Reihe ausnahmslos ehrlich war, um sie zurückzugewinnen. Außerdem soll Sara Jeff plötzlich eine Ehetherapie angeboten haben, bevor sie am Folgetag seines Seitensprungs die Scheidung einreichte? Er lehnt sie ab und hatte dabei eine neue Frau in der Dusche stehen - auch dieser Umstand ist komplett neu erdacht und verändert die Intention Jeffreys. In den alten Büchern schämte er sich und Sara wechselte kein Wort mehr mit ihm, ließ eine Erklärung nicht zu. Jeffrey wird nun zum unerbittlichen Fremdgeher degradiert, der wütend auf sich ist, weil man ihn erwischt hat, nicht weil er seine Frau verletzt und verloren hat. Dabei war gerade das Schicksal, dass er in Sara entgegen seiner Verhaltensweisen die Eine gefunden und keine Geheimnisse vor ihr haben musste, elementar für seine Entwicklung. Der Charakter Jeff wird umgeschrieben. Von der neuen Fremdgeher-Masche abgesehen, wird dies auch in seinen Prinzipien deutlich. Er war in seiner Geschichte zu ungestüm, leidenschaftlich und hat Fehler gemacht. Aber er war integer, loyal und hätte nie jemanden ins Gefängnis gehen lassen, der zumindest an dieser Tat unschuldig war. Selbst Lena hat dies in ihren Gedanken in „Dreh dich nicht um“ bestätigt („...sie hatte noch nie erlebt, dass Jeff das Gesetz gebogen hätte um seine Ziele durchzusetzen.“). Hier ist das anders. Er nimmt in Kauf, dass jemand ins Gefängnis geht obwohl er keine Beweise hat und gibt sich die Zeit, noch welche zu finden. Den alten Jeff hätte dieser Fall nie losgelassen weil der wahre Täter noch auf freien Fuß gewesen wäre. Wäre Jeff so, wie nun beschrieben, wäre er in „Zerstört“ niemals so naiv Lena zu Hilfe geeilt und würde heute noch leben.Beide großen Lieben Saras werden sinngemäß damit verglichen, dass Jeff von hunderten Frauen tief geliebt hätte werden können, Will wird aber nur von Sara wirklich geliebt. Stimmt auch nicht: Jeff hatte sich nur Sara so geöffnet, mit ihr geredet, seine Vergangenheit gezeigt. Keine andere Frau hatte ihn so kennengelernt, jede kannte ihn nur als Charmeur, konnte ihn gar nicht so lieben wie Sara. Die Tatsache dass sie sich in einer Tiefe liebten, die fast schon ungesund war, waren sich Sara und Jeff beide bewusst, sowohl in ihren positiven als auch in ihren negativen Aspekten (sie waren abhängig voneinander). Auch hier stimmt wieder für mich die neue Denke Slaughters nicht mit der alten Geschichte überein.
    Karin Slaughter sagt selbst, sie schreibt eigentlich Liebesgeschichten. Diese nehmen in ihren Büchern und den Herzen der Leser verdammt viel Platz ein. Warum kann sie dann die Geschichte um Jeff und Sara nicht einfach das sein lassen, was sie war?
    Sara wurde in der ursprünglichen Reihe so angelegt, dass sie einen Mann brauche, der sie ständig herausfordert. Das wird ihr immer wieder von ihrer Familie gesagt. Mit Jeff hat sie gekabbelt, geflirtet, gestritten und sich geliebt und alles war auf Augenhöhe, sie hatten zum Schluss ein einmaliges Verständnis voneinander. Der Flow in der Beziehung zu Will ist ruhiger, man hat eher das Gefühl, dass sie sich intellektuell nahe stehen und sie gegenseitig das Pflaster für ihre inneren Dämonen sind. An der Art, wie sie nach wie vor aneinander leiden, erkennt man aber dass sie noch lange nicht so weit sind wie damals Jeff und Sara.
    Es fühlt sich falsch an dass alte, geliebte Geschichten verbogen werden, damit es in die aktuelle Reihe passt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl dass Jeff unsympathischer und seine Geschichte mit Sara nicht so tiefgründig dargestellt werden sollte damit die einst verletzte Leserschaft Will heute umso mehr akzeptiert. Das funktioniert für mich jedoch nicht, sondern löst noch mehr Verrat an den alten Büchern um Jeff in mir aus.
    Nach Abschluss von „Die verstummte Frau“ wünsche ich mir nun einmal mehr sehnlichst, dass Jeffrey und Sara damals hätten gemeinsam in die Großstadt ziehen und ihre Geschichte weiter erzählt oder Will Trent einfach eine neue Figur an die Seite geschrieben bekommen hätte. So lese ich die Georgia-Serie weiter als das, was sie für mich ist: Ein schwermütiger Ersatz, der niemals an die Erstlinge herankommen wird.
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  • Rezension zu Die verstummte Frau

    Für mich der beste Will-Trent Roman bisher! (Aber ich habe zugegebenermaßen erst 4 davon gelesen.) Das Buch beginnt etwas verwirrend, mit einer Gefängnisrevolte, einem toten Insassen, und dem Aufrollen eines sehr alten Falles. Und ab da an liest man im Grunde parallel zwei Bücher. Eines spielt in Grant Country - Slaughter-Stammlesern aus ihren früheren Büchern bekannt - und das zweite spielt im hier und jetzt in Atlanta mit Will, Sara, Faith und Amanda. Da Slaughter wahrscheinlich auch ganz bewusst darauf verzichtet hat, ihren Kapiteln eine Zeitangabe voranzustellen, musste man nochmal mehr aufpassen wo wir uns jetzt gerade befinden und wieso. Aber sobald wir das Gefängnis mal hinter uns gelassen hatten, war es schon deutlich einfacher, durchzublicken.
    Der grundlegende Fall - vergewaltigte und ermordete Frauen - ist zwar fast schon Standard in der einschlägigen Thrillerliteratur, wird hier aber doch in einer konstant spannend bleibenden Art & Weise bearbeitet. Recht ausführlich beschreibt Slaughter hier auch die Arbeit von Polizei und vor allem Leichenbeschauern, was nicht immer was für zartbesaitete LeserInnen ist. Ich fand es aber sehr interessant.
    Nur das Drama um die Beziehungsprobleme von Will & Sara fand ich übertrieben. Vielleicht kenne ich ihre Vorgeschichte zu wenig, aber mir waren die Erklärungen dafür zu fadenscheinig. Und es hat mich auf Dauer auch ein kleines bisschen genervt. Allerdings machen gerade diese persönlichen Geschichten die Ermittler in Krimibüchern auch immer ein Stück authentischer und individuell. Mir hat als Persönlichkeit in diesem Buch aber Faith am besten gefallen.
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  • Rezension zu Die verstummte Frau

    „Nichts war je Routine, aber manche Dinge waren einfacher als andere.“
    Als Will Trent mit seiner Partnerin Faith Mitchell ins Staatsgefängnis gerufen werden, weil eine Revolte ausgebrochen ist, ahnen sie nicht, in was für einen komplizierten Fall ist hineingeraten.
    Einer der Insassen, ein verurteilter Pädophiler, will einen Deal machen. Daryl Nesbitt ist ein schlimmer Finger, verurteilt wegen Kinderpornografie. Zwei Vergewaltigungen die ihm zur Last gelegt wurden, kamen aber nicht zur Verurteilung. Immer wieder hatte er seine Unschuld hierzu beteuert. Nun bietet er Will und Faith an, ihnen Material zu anderen Fällen zu geben. Beide sind nicht glücklich damit, denn diese Taten liegen 8 Jahre zurück und fanden im Grant County Bezirk statt. Faith spricht mit dem Verurteilten und kann sich kaum im Zaum halten. Faith sagt:
    „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karten sind sehr teuer.“ S. 59
    Aber sie können nicht umhin, dieser neuen Spur nachzugehen.
    Gleichzeitig wird in Atlanta eine junge Frau aufgefunden, die brutal attackiert und sterbend zurückgelassen wurde. Jetzt ergibt die Aussage von Nesbitt plötzlich Sinn.
    Kann es sein, dass die Ermittlungen vor 8 Jahren, die der damalige Polizeichef Jeffrey Tolliver durchführte, einem Fehler zugrunde lagen?
    Die Einzige, die Licht ins Dunkle bringen kann, ist die Gerichtsmedizinerin Dr. Sara Linton. Im Hier und Jetzt und auch damals hat sie an den Fällen mitgearbeitet.
    „Ich kenne diese Person nicht mehr. Ich weiß nicht mehr, wer sie war.“ S. 385
    Dies wird der schwerste Fall ihres Lebens werden, denn der getötete Polizeichef Jeffrey Tolliver war ihr Ehemann. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht auch für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel.
    Fazit:
    Die Autorin Karin Slaughter nimmt uns im neuen Fall von Dr. Sara Linton und Detective Will Trent mit in die Vergangenheit nach Grant County. Das gelingt ihr hervorragend und sofort tauche ich ein in die grauenvolle und brutale Welt eines Serientäters.
    Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm zu lesen und die Seiten fliegen nur so durch meine Finger, denn die Geschichte, die uns die Autorin hier erzählt ist an Dramatik, Besessenheit und Brutalität kaum zu überbieten. Sicher ist blutig und so detailreich nicht mein Ding, aber das weiß ich ja, wenn ich wieder einen Slaughter-Thriller zur Hand nehme.
    Der Spannungsaufbau ist von Anfang an auf sehr hohem Niveau. Keine Sekunde fällt er ab. Ich reise von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück. Gekonnt verknüpft Karin Slaugther diese beiden Teile miteinander. Ich habe nie das Gefühl, dass ist zu viel oder das ist zu wenig. Es ist alles perfekt dosiert. Ich bin wie paralysiert und kann nicht aufhören zu lesen. Die Gänsehaut nimmt kein Ende, denn ich habe sofort mein Kopfkino eingeschaltet. Manchmal will ich die Einzelheiten gar nicht wissen, aber um den Fall zu lösen brauche ich diese Informationen.
    Die Charaktere zeichnet die Autorin sehr feinfühlig. Ich habe sofort ein Bild von ihnen und kann fast spüren, was sie erleben. Auch die Person die hier so grausam zu Werke geht, bekommt ein Gesicht. Ich möchte sie auf der Stelle ausradieren, ich bin nah dran zu explodieren, wenn wieder von ihr erzählt wird.
    „So viele Leben, die durch eine Vielzahl von Wenns einen so unheilvoll anderen Verlauf genommen hätten.“ S. 382
    Alle Erzählstränge führen zum großen Showdown. Trotzdem hatte ich mir das Ende so niemals vorgestellt. Ich war ganz nah dran, aber doch so weit entfernt die wahre Person zu erkennen.
    Die Autorin hat es geschafft, einen Weltklasse-Thriller zu schreiben. Daher gibt es hier von mir eine absolute Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne. Aber Vorsicht, für schwache Nerven ist das nichts.
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  • Rezension zu Die verstummte Frau

    Auf Karin Slaughter kann man sich verlassen. Mit ihrem Thriller "Die verstummte Frau" hat sie wieder einen neuen spannenden Fall für Will Trent und Sara Linton vorgelegt.
    Atlanta, Georgia: Eine junge Frau wird brutal attackiert und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sande, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Staatsgefängnis. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können. Der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld.
    Will muss den ersten Fall lösen, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Doch fast ein Jahrzehnt ist vergangen – Erinnerungen sind verblasst, Zeugen unauffindbar, Beweise verschwunden. Nur eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel …
    Das interessant gestaltete Cover regt zum Nachdenken an. Denn es zeigt einen davonfliegenden Vogel, deren ausgebreitete Schwingen die Form eines Herzens bilden.
    Nachdem ich von dem Buch "Die letzte Witwe" etwas enttäuscht war, bin ich mit gemischten Gefühlen an diese Lektüre gegangen. Was soll ich sagen? Ich bin restlos begeistert. Karin Slaughter hat es einfach drauf!
    Dieser brutale, schockierende Thriller spielt nicht nur an zwei verschiedenen Schauplätzen, nämlich in Atlanta und Georgia, sondern auch auf zwei verschiedenen zeitlichen Ebenen, nämlich der aktuellen Gegenwart und der Vergangenheit (acht Jahre zuvor). Sein Plot ist interessant; die literarische Umsetzung überrascht mit vielen unerwarteten Wendungen, welche den Spannungsbogen auf einem konstant hohen Niveau halten. Im Mittelpunkt dieses brillanten Werks steht Sara Linton, welche die Fäden zur Lösung eines komplizierten Falles (und der Aufklärung von längst zurückliegenden Verbrechen) in ihren Händen hält. Für sie wird dieser Fall zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Vergangenheit. Denn sie muss sich an ihre komplizierte Zusammenarbeit mit ihrem verstorbenen Mann, Chief Jeffrey Tollive,r erinnern, von dem sie sich seinerzeit wegen seiner Affären getrennt hatte. Nun muss sie ihr gutes Gedächtnis bemühen. Längst verschüttete Erinnerungen könnten für die Ermittler, zu denen ihr Lebensgefährte (und künftiger Mann) Will Trent gehört, überlebenswichtig sein. Mich hat diese verzweifelte Spurensuche einige Tage lang in Atem gehalten. Die Lösung des Rätsels habe ich nicht vorausgesehen, sie ist eine wahre Überraschung. Deshalb gibt es von mir eine klare Lese-Empfehlung!
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  • Rezension zu Die verstummte Frau

    Zeitsprung Die verstummte Frau, Thriller von Karin Slaughter, Ebook, erschienen im HarperCollins-Verlag.
    Der 8. Teil der Georgia Reihe.
    Eine junge Frau wird brutal vergewaltigt und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sand, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Gefängnis. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können, denn der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld. Die Ermittlungen gehen weit in die Vergangenheit. Eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel.
    Dieser Teil um das Ermittlerteam Trent/Linton, ist ein gelungenes Gemisch aus den beiden großen Reihen der Autorin, 30 atmosphärisch dichte Kapitel handeln in zwei Zeitebenen. Durch die mit passenden Überschriften gekennzeichneten Kapitel ist es leicht möglich die verschiedenen Erzählstränge zu erkennen. Für die Fans von K.S. ist es sicher reizvoll, noch einmal zusammen mit Chief Tolliver und Sara zu ermitteln. Ich finde aber, hier hat die Autorin der abgeschlossenen Reihe und dem „Chief“ einen zu großen Part eingeräumt. 2/3 des Buches sind unbedingt ein Highlight für die Fans der Grant County-Reihe, bringt aber den Fall nicht weiter. Im letzten Drittel zieht die Spannungskurve steil an, unvorhergesehene Wendungen detaillierte Schilderungen und ein furioses Ende, hat mich hervorragend unterhalten, da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat mich wirklich überrascht.
    Slaughter ist eine hervorragende Erzählerin, bildhaft flüssig und nervenzerreißend ohne den Leser zu schonen schreibt sie im auktorialen Stil. Besonders einfühlsam fand ich wie sie die Nöte, Ängste und Gefühle von Vergewaltigungsopfern schildert. Sehr gut dargestellt, die Gegenüberstellung der beiden Partner von Sara Linton, einerseits der smarte Frauenheld Jeffrey und dagegen der unsichere Will. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, dass ich Trent gerade mit seinen Zweifeln und Unsicherheiten besonders menschlich und sympathisch finde. Die Figur Lena Adams konnte ich, wieder einmal, nicht leiden. Unprofessionell und menschlich abgründig, kann sie sich immer noch als Ermittlerin behaupten.
    Obwohl ich nicht alle Teile der beiden Serien kenne, konnte ich mich im Plot bestens zurechtfinden. Als Einzelband finde ich „die verstummte Frau“ jedoch nicht geeignet. Während der Lektüre habe ich mir des Öfteren über den Titel Gedanken gemacht, um wen es sich bei der verstummten Frau wohl handeln könnte, auch das wird zum Ende hin aufgeklärt und diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen.
    Insgesamt finde ich den Thriller wieder gut gelungen, habe aber schon bessere Bücher aus der Feder Slaughters gelesen. Eine Leseempfehlung und 4 von 5 möglichen Sternen.
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Die verstummte Frau

    🌟Ein spannender und brutaler Thriller, der erst ab der Mitte richtig Fahrt aufnimmt!🌟
    Zum Inhalt: Atlanta, Georgia: Eine junge Frau wird brutal attackiert und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sande, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Staatsgefängnis. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können. Der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld. Will muss den ersten Fall lösen, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Doch fast ein Jahrzehnt ist vergangen – Erinnerungen sind verblasst, Zeugen unauffindbar, Beweise verschwunden. Nur eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel …
    Das Hörbuch "Die verstummte Frau" (Georgia-Reihe, Band acht) von Karin Slaughter und dem Hörbuch-Verlag HarperAudio hat mir zum größten Teil gut gefallen. Der Inhalt des Thrillers ist brutal und verstörend, detaillierte Schilderungen sind typisch für die Autorin, sodass sie mich auch hier wieder in eine Welt menschlicher Abgründe entführt hat. Der Hauptkern der Geschichte ist rasant, fesselnd, gut durchdacht und spannend, den ich aber erst ab der Mitte richtig wahrgenommen habe. Vorher waren mir oft zu viele Längen enthalten, dadurch hat der Spannungsbogen sehr geschwankt. Aber als der Fall dann endlich Fahrt aufgenommen hat, war die hier beschriebene Brutalität nicht mehr zu stoppen.
    Ich kam gut in das Hörbuch rein, die häufigen Szenenwechsel haben für gute Abwechslung gesorgt. Die Probleme zwischen Sara und Will und die Konflikte zwischen den Protagonisten empfand ich oft als sehr langatmig. Dies hat mich teilweise gelangweilt und dieses Drumherumgerede hat den Hörfluss etwas gestört, für mich hätten diese Szenen nicht unbedingt sein müssen. Ich kenne zwar nicht alle Vorgängerbände der Reihe, jedoch konnte ich die Handlung hier problemlos mitverfolgen. Natürlich ist man im Vorteil, wenn man wenigstens Band 7, besser noch sechs, kennt. Die Aussprache der Protagonisten ist hier ab und zu sehr vulgär, auch das Wort "Scheiße" konnte ich irgendwann nicht mehr hören. Obwohl die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet sind, hat mir in diesem Band jedoch der Bezug zu Ihnen gefehlt. Saras' Art, die ich sonst als taff und eher dominant kenne, hat mich hier bitter enttäuscht. Auch auf das Liebesgeschwafel zwischendurch hätte ich gerne verzichtet, die Schilderungen aus dem Staatsgefängnis fand ich wiederum ganz interessant. Die Georgia-Reihe und die Grant County-Reihe werden miteinander verbunden, sodass ich manchmal den Faden verloren habe. Das Hörbuch dauert 20 Stunden und 45 Minuten, meiner Meinung hätte der spannende Plot schneller geschildert werden können.
    Das Hörbuch wird von der Sprecherin Nina Petri gesprochen, die mit ihrer Stimme für die perfekte Stimmung gesorgt hat. Sie hat jeden einzelnen Protagonisten wunderbar hervorgebracht, ihre Stimme hat das Hören zum Genuss gemacht. Die Sprecherin hat zur richtigen Zeit immer für die passende Atmosphäre gesorgt, ihre Stimme hat den blutigen, brutalen und emotionalen Plot gut zur Geltung gebracht. Mir hätte das Gesamtpaket besser gefallen, wenn ich weniger private Details der Protagonisten zu hören bekommen hätte. Der Anfang war wie gesagt etwas mühsam und langatmig, aber dann war ich voll und ganz mittendrin in einem gut durchdachten und spannenden Plot. Von mir 3,5 Sterne.
    Erscheinungsdatum: 28.07.2020
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Ausgaben von Die verstummte Frau

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 672

Taschenbuch

Seitenzahl: 672

E-Book

Seitenzahl: 572

Die verstummte Frau in anderen Sprachen

  • Deutsch: Die verstummte Frau (Details)
  • Englisch: The Silent Wife (Details)

Besitzer des Buches 46

Update:

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