Zauberwald & Zwergenkraft: Fantasiereisen und Meditationen für Kinder

Buch von Dirk Grosser

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Zauberwald & Zwergenkraft: Fantasiereisen und Meditationen für Kinder

Illustrierte und überarbeitete Neuausgabe des Bestsellers 'Du bist nie allein' mit zwei neuen Meditationen und integrierter CD mit fünf geführten Fantasiereisen. Auf Traumpfaden wandeln, mit der Bergziege zu Burg Krähenhall klettern, Drachen und weise Schildkröten treffen, oder Großmutter Mond, die Hüterin der Gefühle, kennenlernen: Jennie Appel und Dirk Grosser verstehen es auf wunderbare Weise, Kinder mit Fantasiereisen an Orte zu führen, an denen sie Geborgenheit und Kraft erfahren, ihre Ängste den Erdwichteln übergeben können und Gelegenheit haben, ganz bei sich anzukommen. Eltern und Bezugspersonen können durch diese einfühlsamen Geschichten auch in einem anforderungsreichen Alltag gemeinsame Ruhephasen schaffen und Kinder behutsam in ihr Inneres führen, sodass sie gestärkt, selbstbewusst und vertrauensvoll ihren eigenen Weg finden.
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Bewertungen

Zauberwald & Zwergenkraft: Fantasiereisen und Meditationen für Kinder wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 0,8 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Zauberwald & Zwergenkraft: Fantasiereisen und Meditationen für Kinder

    Zum Inhalt
    Illustrierte und überarbeitete Neuausgabe des Bestsellers "Du bist nie allein" mit zwei neuen Meditationen und integrierter CD mit fünf geführten Fantasiereisen.
    Auf Traumpfaden wandeln, mit der Bergziege zu Burg Krähenhall klettern, Drachen und weise Schildkröten treffen, oder Großmutter Mond, die Hüterin der Gefühle, kennenlernen: Jennie Appel und Dirk Grosser verstehen es auf wunderbare Weise, Kinder mit Fantasiereisen an Orte zu führen, an denen sie Geborgenheit und Kraft erfahren, ihre Ängste den Erdwichteln übergeben können und Gelegenheit haben, ganz bei sich anzukommen. Eltern und Bezugspersonen können durch diese einfühlsamen Geschichten auch in einem anforderungsreichen Alltag gemeinsame Ruhephasen schaffen und Kinder behutsam in ihr Inneres führen, sodass sie gestärkt, selbstbewusst und vertrauensvoll ihren eigenen Weg finden.(Quelle: amazon.de; identisch auch bei NetGalley)
    Meine Meinung
    Vorab: Ich liebe Fantasiereisen und habe schon oft welche mit Kindern gemacht. Es ist möglich und m.E. absolut ausreichend, diese ohne esoterische Elemente zu gestalten und allein mit Wahrnehmungsübungen für den Körper und die eigenen Befindlichkeiten zu arbeiten, entspannende Gedankenreisen in die Natur zu unternehmen und dabei ohne New-Age-Klänge auszukommen; Bach und Pachelbel oder geeignete Musikinstrumente tun es genauso gut.
    Da das Thema der Fantasiereisen jedoch stark von der esoterischen Richtung vereinnahmt wird, bin ich in der Regel vorsichtig und lese den Klappentext genau. Auch auf die Sternebewertungen bei amazon habe ich einen (leider zu kurzen) Blick geworfen. In diesem Fall hätte ich auch besser noch zum Verlag recherchieren sollen... Dann hätte ich wohl die Finger von diesem Buch gelassen.
    Den Klappentext fand ich zunächst unverfänglich. In Zeiten, wo gefühlt jedes zweite Kinderbuch das Wort "magisch" im Titel oder in der Inhaltsangabe trägt, können einen Erdwichtel und Drachen kaum überraschen. Auch die beiden Vorworte und die Einführung zu "Spiritualität und Meditation", die sich erklärend an die Eltern oder anderen erwachsenen Bezugspersonen richten, die mit den Kindern Fantasiereisen unternehmen wollen (daher hier auch nicht die Einordnung bei den Kinderbüchern), gehen nur kurz auf das Phänomen der in ziemlich allen Religionen anzutreffenden meditativen Praxis ein. Danach wird der Fokus schnell auf die in den Menschen und hier eben Kindern selbst ruhenden Kräfte und Weisheiten gelenkt, die durch die Fantasiereisen aktiviert werden sollen, wobei eine deutliche Abgrenzung von Religion stattfindet: "Im Grunde ist jede Form der Spiritualität ein Weg, uns zu erinnern. Alles ist schon in uns vorhanden, wir müssen nur Zugriff darauf bekommen. Dazu benötigen wir keinen Kult, keine Priester, keinen Guru, keine Kirche... Die Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen im Leben kann uns niemand außer uns selbst geben." (Seite 13 im eBook)
    Umso erstaunter war ich nach dieser deutlichen Ansage, dass ich nach der Lektüre von über einem Drittel des Buches keine Fantasiereise finden konnte, die auch mal ohne zaubermächtige Tiere oder andere magische Wesen (sogar traditionell religiös besetzte Engel!) auskommt, die dem Kind im Laufe der jeweiligen Reise etwas schenken, das ihm Kraft oder Weisheit gibt. Diese Eigenschaften oder auch heilenden Kräfte kommen also mitnichten aus den Kindern selbst - sie werden ihnen auch im Rahmen dieser Fantasiereisen von außen zugesprochen. Wenn das in einem Buch mit vielen verschiedenen Fantasiereisen mal vorkäme, fände ich es nicht so schlimm - aber die Reisen laufen, soweit ich sie gelesen habe, praktisch immer nach diesem Schema ab. Und damit meine ich nicht die Atemrituale am Anfang und am Ende, sondern die stets auftauchenden magischen Wesen, die dem Kind etwas schenken oder ihm einen angeblich magischen Ort zeigen. Dabei könnte einem doch auch mal die Natur selbst und ihre meditative Betrachtung oder ein anderes Kind etwas geben, falls man von der betroffenen Eigenschaft doch nicht genug in sich selbst findet. Spätestens beim Wort "Krafttier" hat es dann bei mir geklingelt und ich habe ein wenig gegoogelt: Man scrolle hier hinunter zu den Hauptkonzepten des Neoschamanismus und findet im Buch fast alles davon wieder: energiegeladene Geisthelfer, Krafttiere aus individuellen persönlichen Bildern und andere sinnliche Imaginationen auf der schamanischen Reise, das Erlangen von anderen Bewusstseinszuständen und transformativen Kräften mit dem Ziel der Heilung...
    All diese Dinge finde ich nicht furchtbar schlimm und kann den Schamanismus ebenso wie andere Religionen, die dem Menschen nicht schaden wollen, tolerieren, auch wenn ich persönlich über manche Aspekte davon vielleicht eher schmunzeln würde - aber was ich überhaupt nicht mag, ist, wenn mir (und noch schlimmer: Kindern) diese Art von Esoterik so untergeschoben wird wie in diesem Buch. Abgesehen von meinem Versäumnis, nicht zum Verlag recherchiert zu haben, finde ich nichts im Klappentext, was mich darauf vorbereitet hätte, dass ich es hier über das in Kinderbüchern derzeit übliche magische Maß hinaus mit einem Werk des Neoschamanismus oder New Age zu tun habe. Wenn die AutorInnen sich in der Einführung, siehe oben, von Religion abgrenzen, erwarte ich, dass mir dann nicht doch hintenherum religiöse Inhalte des New Age oder Neuheidentums untergejubelt werden. Nach knapp der Hälfte habe ich das Buch abgebrochen.
    Zur Ehrenrettung von amazon sei gesagt, dass sich dort ausführliche biografische Informationen zur Autorin finden, bei deren Lektüre einem eindeutig klarwerden kann, wohin das vorliegende Buch gehört - Jennie Appel ließ sich an einem schamanischen Institut zur Energieseherin ausbilden. Auf NetGalley, wo ich das Buch erhalten habe, fehlen diese Angaben.
    Da die Einführung einige sinnvolle Gedanken zur Achtsamkeit Kindern gegenüber enthält und einige von den Fantasiereisen bei Ausklammerung der esoterischen Elemente ganz nett sind, auch wenn sich dann Vieles wiederholt, gibt es gerade noch von mir. Mehr geht nicht, da ich mich hinsichtlich der religiösen Inhalte in diesem Buch getäuscht fühle und mir nur schwer vorstellen kann, dass dies nicht beabsichtigt sein soll. Es ist auch nicht mein erstes Buch mit neuheidnischen Bezügen, wo Verbindungen zu Religion strikt geleugnet werden, aber dann eben doch, wenn auch in anderer Form, vorhanden sind und auf diese Weise wohl unterschwellig an die LeserInnen gebracht werden sollen. Ich bin selbst religiös und halte deutlich mehr davon, offen und ehrlich damit umzugehen und nicht heimlich zu missionieren. Man sollte also auch bei diesem Buch bitte dazu stehen und bereits im Klappentext deutlich machen, dass es hier um neoschamanische Vorstellungen und Praktiken geht.
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