Schwarzer August

Buch von Gil Ribeiro

  • Kurzmeinung

    Hypocritia
    oft unlogisch, Plot insgesamt unglaubwürdig, der Asperger-Autist ist nicht wirklich einer ... -> eher ärgerliche Lektüre
  • Kurzmeinung

    mapefue
    Gil alias Holger Karsten ist ein wahrer Algarvefan

Anzeige

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Schwarzer August

Der vierte Fall für Leander Lost. Ganz Fuseta freut sich: Leander Lost, der so ungewöhnliche wie liebenswerte Austauschkommissar aus Deutschland, darf weiter in Diensten der portugiesischen Polícia Judicária ermitteln – und Soraia Rosado zieht zu Lost in die Villa Elias. Doch die sommerliche Idylle wird jäh gestört, als im Hinterland eine Autobombe explodiert und eine Filiale der Crédito Agrícola in die Luft jagt. Der Spanier im Team, Miguel Duarte, ist überzeugt: Nun ist der islamistische Terror auch in Portugal angekommen. Doch warum explodieren zwei Tage später drei Thunfisch-Trawler im Hafen von Olhão? Und was hat es mit den 40.000 US-Dollar einer Immobilienmaklerin aus Vale de Lobo auf sich, die bei der Explosion der Bankfiliale in die Landschaft flatterten? Graciana Rosado, Carlos Esteves und Leander Lost stehen vor einem Rätsel. Wer ist der raffiniert vorgehende Bombenleger, der mit verschlüsselten Bekennerschreiben Katz und Maus mit ihnen spielt? Zug um Zug kommen sie mit portugiesischer Menschenkenntnis und Leanders Kombinationsgabe dem Täter und dessen Motiven auf die Spur.
Weiterlesen

Serieninfos zu Schwarzer August

Schwarzer August ist der 4. Band der Kommissar Leander Lost / Lost in Fuseta Reihe. Sie umfasst 5 Teile und startete im Jahr 2017. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Bewertungen

Schwarzer August wurde insgesamt 27 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

(14)
(10)
(2)
(1)
(0)

Meinungen

  • oft unlogisch, Plot insgesamt unglaubwürdig, der Asperger-Autist ist nicht wirklich einer ... -> eher ärgerliche Lektüre

    Hypocritia

  • Gil alias Holger Karsten ist ein wahrer Algarvefan

    mapefue

  • Super spannend, mit viel Lokalkolorit; Liebesgeschichten und super Charakteren

    Lesezeichenfee

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Schwarzer August

    Vamos companheiro Senhor Lost.
    Die Lebens- und nun auch Liebesgeschichte des Senhor Leander Lost wird im vierten Band weitergesponnen, nebenbei gibt es aber auch um einen Kriminalfall, die acht Tage im August. Ribeiro nutzt jede Gelegenheit, um das Leben der Einheimischen mit all ihren portugiesischen Tugenden, die Küche, die Landschaft mit Flora und Fauna der südöstlichen Algarve Portugals anzupreisen. Inzwischen rufen die Einwohner, „die Gil rief, die Geister, werden wir nun nicht mehr los.“
    Die portugiesischen Polícia Judiciária in Fuseta hat den Austauschpolizisten aus Hamburg und Asperger Leander Lost als vollwertiges Mitglied akzeptiert und Soraia, die Schwester der Sub-Inspektorin Graciana noch mehr. Lost hat bezüglich Intuition, emotionaler Intelligenz und verbaler Kommunikation ein Handicap gegenüber seinen Mitmenschen. Nie ganz wie ein neurotypischer Mensch, er hat andere Qualitäten. Soraia, sie wäre mit ihm auf eine einsame Insel gezogen, um dort tagein, tagaus Sandkörner zu zählen. Eine Liebeserklärung der besonderen Art. Leander, der große Feuerwerker. Dank an Ribeiro, dass er daraus nicht eine romantische Krimikomödie werden lässt.
    Ganz und gar nicht schwulstig ist die kriminalistische Handlung: Man hört fiktiv die Polizeisirenen und sieht das blaue Signallicht an Losts Helm blinken.
    Die polizeilichen Ermittlungen sind flüssig und routiniert erzählt, gegen Ende spannend, mit kleinen Seitenhieben auf den großen Bruder Portugals und die Landsleute von Gil alias Holger Karsten.
    Das Cover zeigt Landschaft und Küste in der Stadt Santa Luzia an der Algarve im Süden von Portugal, 22 Autominuten von Fuseta entfern. Für alle, die sich auf die Spuren von Lost begeben wollen.
    Der Einstieg in diesen vierten Band gerät ohne Schwierigkeiten, die Rückblicke auf die und Ergänzungen von den ersten drei Bände sind dezent und halten sich in Grenzen.
    Kommt Lost wieder mit Kind und Kegel, das ist die Frage.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schwarzer August

    Leander Lost die Vierte: Verliebt und Bomben
    Fee zum Buchinhalt:
    Leander Lost ist endgültig in Fuseta angekommen. Soraia und er erleben den Traum des „Verliebtseins“. Was mit jemand der ein Asperger Syndrom hat, doch etwas anders ist und doch irgendwie gleich und ähnlich. Es könnte so schön sein, wenn da nicht plötzlich Auto- und Briefbomben explodieren würden. Leander, Duarte, Soraias Schwester und Carlos ermitteln.
    Fee´s Meinung:
    Krimi, Schreibstil:
    Der Krimi ist wieder sehr spannend und birgt mehrere Highlights. Außerdem ist es ab und an sehr lustig mit Leander Lost. Die vier Krimis sind jeweils abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
    Charaktere:
    Leander Lost ist auch in diesem Buch herausragend, witzig, kompetent und er sorgt für manches Highlight, vor allem am Schluss. Er löst den Fall raffiniert und kompetent. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Die anderen Charaktere sind auch sehr gut getroffen. Liebenswert sind vor allem Soraia, ihre Schwester und Carlos. Miguel Duarte ist auch witzig und lustig, fand ich dieses Mal. Nicht ganz so arrogant wie sonst. Dafür wird er dann aber auch verletzt und darf ins KH und er blamiert sich so herrlich im TV. Irgendwie unterhaltend war auch die Liebesgeschichte mit Soraias Schwester.
    Das Cover und der Lokalkolorit:
    Irgendwie gefallen mir die Cover total gut. Alle vier passen prima zusammen und machen sich gut im Regal. Auch wenn das Bild eher „einfach“ ist, ist es doch total raffiniert und dazu der Lokalkolorit im Buch, der einfach ein Urlaubsfeeling aufkommen lässt. Es ist wirklich eine tolle Kombi für Urlaubswerbung in Portugal.
    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Die 400 Seiten waren wieder so schnell ausgelesen, wie andere Bücher mit 250 Seiten. Es ist einfach die Geschichte, die Spannung, der Witz, die Liebe zum Land und zu den Charakteren, die einen im Bann hält und wo man das Buch einfach nicht weglegen möchte. Wieder ein perfektes Werk von Holger Karsten Schmidt unter seinem Pseudonym Gil Ribero. Weitere 20 Sterne für diese herausragende Serie.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schwarzer August

    Leander Lost hat sich inzwischen gut an der Algarve eingelebt, was auch an Soraia liegt. Doch dann wird die traute Zweisamkeit jäh unterbrochen, denn es hat einen Bombenanschlag auf eine Filiale der Crédito Agrícola gegeben. Seltsam ist allerdings, dass der Anschlag an einem Sonntag geschehen ist. Einen weiteren Anschlag gibt es zwei Tage später auf die Thunfisch-Trawler der Firma Tuna Sun im Hafen von Olhão. Dann meldet sich der Bombenleger und stellt Forderungen. Kommissarin Graciano Rosado und ihr Team stehen nun unter Zeitdruck, denn es dürfen keine Menschen in Gefahr geraten und außerdem besteht die Gefahr, dass man ihnen den Fall entzieht.
    Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Mir gefällt diese Reihe um das ungewöhnliche Team der Polícia Judicária in Faro.
    Zum Team von Graciano Rosado gehört natürlich ihr alter Freund, der immer hungrige Carlos Esteves, Miguel Duarte mit seinem überzogenen Ehrgeiz, der schöne, aber nicht besonders helle Rui Aviola, der aus Deutschland zurück ist, sowie Kriminaltechnikerin Isadora Jordão mit ihrer Mala mágica. Dann gibt es natürlich noch den Alemão Leander Lost, der im Austausch nach Portugal gekommen ist und nun bleiben will. Er hat das Asperger-Syndrom und seine Reaktionen sind oft gewöhnungsbedürftig, manchmal komisch. Mit Lügen hat er seine Probleme. Inzwischen haben sich die Kollegen an seine spezielle Art gewöhnt und sie schätzen sein fotografisches Gedächtnis und seine Logik. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Personen, die alle sehr individuell und vielschichtig sind.
    Gracianos Team hat es mit einem Täter zu tun, der seine Taten sehr präzise geplant hat und ihnen immer einen Schritt voraus ist.
    Der Fall ist spannend, aber vor allem lebt dieser Krimi von den besonderen Charakteren und dem Lebensgefühl an der Algarve.
    Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen – gerne mehr davon.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schwarzer August

    Der 4. Fall für Leander Lost
    Schwarzer August, Kriminalroman aus der Lost in Fuseta-Reihe von Gil Ribeiro, ebook, Kiepenheuer & Witsch.
    Bombenstimmung an der Algarve, Leander Lost ist in Fuseta angekommen.
    Leander Lost, Asperger und Austauschkommissar aus Deutschland hat es geschafft, seine Kollegen bei der Policia Judicária und auch die Bewohner von Fuseta sind von dem ungewöhnlichen wie auch liebenswerten Menschen begeistert. Soraia, die Schwester seiner Kollegin Graciana hat es ganz besonders erwischt. Sie folgt ihrem Herzen und zieht zu Lost in die Villa Elias. Doch schon bald wird die sommerliche Idylle gestört. Im Hinterland der Algarve explodiert eine Autobombe, zwei Tage später explodieren drei Thunfisch Trawler im Hafen von Olhao. Ist der islamistische Terror nun auch in Portugal angekommen? Graciana Rosado, Carlos Esteves, und Leander Lost stehen vor einem Rätsel. Wer ist der raffinierte Bombenleger der Katz und Maus mit den Ermittlern spielt? Mit portugiesischer Menschenkenntnis und Leanders Kombinationsgabe kommen sie dem Täter immer näher.
    Mit ein paar erläuternden Worten war es nicht schwierig schon ganz zu Beginn in Lesefluss zu kommen. Die Spannung beginnt mit einem (Bomben)Knall und zieht sich extrem hoch bis zum atemberaubenden Schluss. Man merkt dem Autor seine Liebe zu Portugal und der Algarve, durch seinem bildhaften und begeisterten Schreibstil an. Dem Leser ist zu jeder Zeit bewusst, wo sich die Handlung abspielt. Die Landschaft prägt den Charakter der handelnden Figuren. Eine Mischung aus Spannung, Situationskomik und eine gehörige Portion portugiesischer Lebensart, die Figuren, nicht nur die guten, sind sympathisch und handeln nachvollziehbar.
    Die Charaktere waren voller Leben und handelten zu jeder Zeit glaubwürdig. Mein besonderer Liebling, Leander Lost, der eine erstaunliche Entwicklung gemacht hat. Toll, wie es Ribeiro schafft, die Stimmungen und Eindrücke eines Menschen mit Asperger Syndrom zu beschreiben. Natürlich trägt Lost, mit seinen besonderen Fähigkeiten wieder entscheidend zur Lösung des Falles bei. Er ist eine Bereicherung für die Kollegen und wird deshalb auch ganz besonders von ihnen geschätzt. Portugiesische Phrasen und Palindrome sind in kursiver Schrift gekennzeichnet. Der Handlungszeitraum von 8 Tagen ist in 30 Kapitel aufgeteilt, alle in idealer Leselänge. Der Autor hat den auktorialen Erzählstil gewählt, deshalb ist der Überblick über das Geschehen zu jeder Zeit umfassend möglich.
    Mittlerweile bin ich ein Fan der Fuseta-Reihe geworden. Bei den abendlichen Treffen auf der Dachterrasse der Rosados wäre ich auch gerne dabei, gerade da kommt das portugiesische Lebensgefühl sehr gut zur Geltung. Der Fall hat wieder Tiefe und macht Sinn, genau das schätze ich bei den Krimis dieser Reihe. Voller Vorfreude warte ich auf eine weitere Fortsetzung und bin auf alle Fälle wieder dabei, wenn Lost und Co. wieder in Fuseta ermitteln. Deshalb von mir 5 von 5 möglichen Sternen.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schwarzer August

    Obrigado, Senhor Lost!
    Ich hatte zuerst Bedenken, mich an dieses Buch zu trauen, da ich die drei Vorgängerbände noch nicht kenne. Aber die Bedenken waren unbegründet. Das Buch ließ sich auch als Neueinsteiger gut lesen und verstehen. Ich vermute nur, dass einem die Entwicklung im Team, die Leander Lost wohl durchmacht, als Dauerleser noch mehr Spaß machen würde. Aber auch so wurde ich bestens unterhalten – nach einem eher verhaltenen Anfang wurde ich so richtig in das Buch „hineingezogen“, und hatte es in zwei Tagen durch.
    Ein anderer Grund für Skepsis war für mich das Thema Autismus. Es scheint eine kleine Mode geworden zu sein, Autisten in den Medien als Serienhelden darzustellen. Oft aber gerät das nur zu einer Art allgemeinen Belustigung, ohne dem wirklichen Charakter dieser Menschen Rechnung zu tragen. Ich kenne eigentlich bisher nur ein Buch, in dem ein Autist realistisch und packend dargestellt wird – nämlich in „The curious incident of the dog in the night-time“ von Mark Haddon (ich glaube, auf Deutsch heißt das „Supergute Tage“). Doch ich war positiv überrascht. Leander Lost ist in diesem Buch ein vollwertiger Charakter, über den niemand lacht – auch der Leser nicht. Geschmunzelt habe ich hingegen schon das eine oder andere Mal; wie die Portugiesen sicher auch. Aber Leander hat mich auch unglaublich beeindruckt. Gleich zwei Mal riskiert er in diesem Buch haarscharf sein Leben – weil er als Einziger die logischen Konsequenzen sachlich bedenkt. Er hat mich ein wenig an Spock aus „Raumschiff Enterprise“ erinnert.
    Positive Erwartungen hatte ich durchaus – und zwar an den Autor. Ich kenne ihn aus „Die Toten von Marnow“, und weiß ausserdem, dass er Drehbuchautor ist. Das merkt man auch hier wieder sehr deutlich. Die Szenen sind sehr gut proportioniert, die Perspektiven wechseln sich ab. Es geht eben nicht nur um Leander Lost! Sondern um ein echtes Team. Die Handlung empfand ich als ziemlich realistische Polizeiarbeit. Zuerst ein wenig zäh, doch dann sich beinahe überschlagend, mit einem rasanten Ende, das jedem Fernsehkrimi Ehre macht.
    Zur Handlung habe ich bisher gar nichts gesagt, wobei ich auch sagen muss, dass ich sie als für diese Rezension nebensächlich empfinde. Es ist ein wirklich guter Krimi, mit einem überzeugenden Motiv, und nur wenigen falschen Fährten. Das halb offene Ende hat mir auch gut gefallen! Eine Winzigkeit könnte man als unlogisch anmerken – dass nämlich Leander Lost als Einziger die versteckten Palindrome in den Briefen des Bombenlegers entziffert. Nur, die sind auf Deutsch! Und das Ganze spielt in Portugal… Kurz, es ist schon seltsam, warum in einem portugiesischen Erpresserbrief ausgerechnet das deutsche Wort „Gier“ verschlüsselt sein soll. Aber vielleicht bin ich da überkritisch.
    Hingegen haben mir wirklich viele Dinge wirklich gut gefallen! Es ist nämlich auch kein überbetonter Regionalkrimi. Land und Leute kommen vor, ebenso die (köstlichen!) portugiesischen Essgewohnheiten. Aber eben nicht übertrieben, sondern dezent am Rande. Die Spanier bekommen als Volk ordentlich ihr Fett weg, nämlich in der Figur des einzigen Spaniers im Team, Miguel Duarte! Hier habe ich schon sehr gelacht. Es gibt eine offene und eine versteckte Beziehung im Team – beides fand ich schön geschildert. Überhaupt, wie mit der Liebe umgegangen wird. Auch die Struktur des Buches war gut durchdacht – nach „Tagen“ eingeteilt, und innerhalb dieser wiederum nach Kapiteln. Das hat für einen guten Lesefluss gesorgt.
    Kurzum, ich bin so ziemlich begeistert von diesem Buch, und kann es nur empfehlen. Mit dem Hinweis, dass sich sicher auch die ersten drei Bände (und alle weiteren) lohnen!
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schwarzer August

    Leander Lost und Soraia Rosado verbringen gerade traumhafte Urlaubstage, doch Graciana Rosado und Carlos Esteves von der Policia Judiciaria müssen die Zweisamkeit stören. Vor einer Bankfiliale mitten im Nirgendwo ist ein Auto explodiert und hat die vier vorhandenen Schließfächer zerstört, Verletzte gab es keine, aber es fliegen Geldscheine durch die Gegend. Es war mit Sicherheit kein Zufall, daß mitten in dieser Einsamkeit das Auto ausgerechnet hier geparkt wurde. Herbeigeführt wurde die Explosion durch eine Zündkapsel, die bei einem Diebstahl Anfang des Jahres zusammen mit 46 anderen gestohlen wurde. Wegen des Bankgeheimnisses gestaltet es sich schwierig, die Inhaber der Schließfächer zu befragen, vor allem auch, wem gehört das Geld? Es handelt sich immerhin um 40.000 $ und niemand erstattet Anzeige, womöglich zweifelhaften Ursprungs? Was wurde mit diesem Anschlag bezweckt? Abgesetzt wurde der Notruf von Julio Moreno, einem Journalisten, der angeblich rein zufällig in der Gegend war. Seltsam ist nur, daß er bereits vor 2 Wochen die Bankfiliale fotografiert und das Bild von der Speicherkarte gelöscht hat. Ebenfalls fragwürdig ist, weshalb ausgerechnet er Bekennerschreiben vom Bombenleger erhält. Er hat für alles eine Erklärung, aber ist das auch die Wahrheit?
    Aber das soll nicht das einzige Attentat bleiben und der Druck wächst, denn es wurden ja insgesamt 47 Zündkapseln entwendet. Die Beamten kommen mit den Ermittlungen nicht recht voran. Aber dann meldet sich der Bombenleger telefonisch, will aber nur mit Leander sprechen, weil er als einziger die Palidrome entdeckt hat und er ihn deshalb als ebenbürtig ansieht. Jetzt wird es sehr eng und prekär, denn Leander und Carlos müssen sich persönlich in ernsthafte Gefahr begeben.
    Auch mit dem vierten Band hat der Autor bewiesen, daß er spannend und packend schreiben kann. Dies vor allem ohne viel Action und
    Blutvergießen. Der Plot und das Motiv sind nicht 08/15 und konnten mich voll überzeugen. Die Figuren waren mir aus den Vorgängerbänden schon bekannt, vertraut und sind durchwegs sympathisch. Leander ist aus Fuseta nicht mehr wegzudenken und auch beruflich voll integriert. Soraia lebt nunmehr mit ihm zusammen - eine nicht ganz einfache Aufgabe, da er als Asperger ein Pragmatiker ist und immer wieder viel Verständnis in der Partnerschaft braucht, das ihm Soraia auch entgegenbringt. Auch beruflich ist es immer wieder interessant, seinen Gedanken und Überlegungen zu folgen. Seine Kollegen nutzen mittlerweile sein Defizit, um bei Befragungen die Ehrlichkeit der Zeugen zu testen – denn Leander kann ja bekanntlich nicht lügen und enttarnt auch Lügner sofort. Nicht nur wegen Leander hatte man als Leser einige Male ein Schmunzeln auf den Lippen. Nein auch der unvergleichlich schöne, verträumte Pfau und Wichtigtuer Miguel Duarte ergänzte die Truppe herrlich. Die Atmosphäre in Portugal wurde besonders durch die abendlichen Zusammentreffen der Familie Rosado sehr bildhaft und gut beschrieben. Graciana ist tough, wenngleich bei ihr in Sachen Liebe noch einiges geklärt werden muß.
    Man merkt auch diesem Regionalkrimi an, daß der Autor Portugal liebt. Ich denke aus diesem Grunde kann er auch die Menschen und die
    Atmosphäre derart authentisch beschreiben. In diesem Band spielte das Privatleben eine größere Rolle als in den Vorgängern, mich persönlich hat es nicht gestört, sondern mir die Figuren noch näher gebracht.
    Alles in allem fühlte ich mich bestens unterhalten, empfehle diesen Krimi gerne und warte was der Autor mit Leander und seinem Umfeld weiter plant. Ich bin bestimmt wieder mit von der Partie!
    Weiterlesen

Ausgaben von Schwarzer August

Taschenbuch

Seitenzahl: 400

E-Book

Seitenzahl: 378

Besitzer des Buches 40

Update:

Anzeige