Nebel

Buch von Ragnar Jonasson

  • Kurzmeinung

    Marie
    beklemmend, düster, gut = lesenswert
  • Kurzmeinung

    drawe
    Perspektivenwechsel macht die Geschichte spannend

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Nebel

Ein einsames Bauernhaus - und ein verhängnisvoller Besuch. Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?
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Serieninfos zu Nebel

Nebel ist der 3. Band der Kommissarin Hulda Hermannsdottir Reihe. Sie umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Bewertungen

Nebel wurde insgesamt 21 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Meinungen

  • beklemmend, düster, gut = lesenswert

    Marie

  • Perspektivenwechsel macht die Geschichte spannend

    drawe

  • Hochspannung nur bis zur Mitte, danach zwar interessant aber sehr vorhersehbar.

    Annabell95

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Nebel

    Teil 3 einer wirklich in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Trilogie über Hulda und der Mordkommission Reykjavik.
    Hulda erlebt Ihr persönliches Desaster als sie Ihre Tochter verliert und in einem Tief landet. Mit schlechtem Gewissen, da sie vorher einen Fall von einem vermissten Mädchen nicht abschließen konnte, will Sie trotzdem nicht zu Hause bleiben und bekommt einen Fall zugewiesen, der im abgeschiedenen Teil Islands liegt. Eine einsame Farm, die im Winter von allem abgeschnitten ist und auf der die örtliche Polizei ein entsetzliches Drama entdeckt hat, wird Hulda aus Ihrer Lethargie herauslösen ?
    Nach einem Anfang und einem Ende, erleben wir Hulda in der Mitte Ihres Lebens. Nachdem bereits in den ersten beiden Teilen die Stimmung düsterer nicht sein kann, habe ich den Eindruck dass hier noch weiter die Atmosphäre in den Keller gerutscht ist. Dunkler geht es kaum. Absolute Trostlosigkeit, verbunden mit einem Schreibstil der einen nicht aufhören lässt, zu lesen und einfach nur Grandios ist. Es ist so schwer zu beschreiben, aber diese Reihe ist besonders und hinterlässt eine Traurigkeit die Ihresgleichen sucht.
    Für Island kann man nur hoffen, dass diese Stimmung eher die Ausnahme ist, sonst müsste da die größte Depression herrschen. Vor allem klingt hier oft die Gesellschaftskritik durch, dass Frauen wesentlich mehr machen müssen um anerkannt zu werden und trotz der besseren Ausbildung, werde sie anscheinend in der Reihenfolge hinten angestellt. So auch Hulda, die immer länger arbeitet als die anderen und immer auch an Feiertagen die Drecksarbeit macht , während Ihre Kollegen das nicht mal respektieren. Echte Freundschaft oder Ehrlichkeit sind hier Fehlanzeige genau wie Kollegialität Mangelware ist.
    Ihr Mann ist ebenfalls ein Beispiel dafür, wie eine Ehe aus dem Ruder läuft, aber keiner die Ruder wieder an sich ziehen kann. Es gibt eigentlich keinen Grund sich so ein Buch anzutun und doch ist es mit das Beste was ich aus Island gelesen habe. Diese Trilogie und dieser Abschluss haben Suchtcharakter ! 5 Sterne , darunter geht gar nichts...
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  • Rezension zu Nebel

    Ich habe dieses Buch in der englischen Übersetzung gelesen und bin restlos begeistert.
    Wie schon in den beiden anderen Bänden der Hulda-Trilogie gelingt es dem Autor, mehrere, scheinbar völlig zusammenhanglose, Handlungsstränge nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zu verknüpfen. Dabei ist der gesamte Romanverlauf von einer unterschwelligen psychologischen Spannung ohne Schilderung brutaler Szenen geprägt. Durch den Perspektivwechsel und Cliffhanger am Ende diverser Kapitel gestaltet sich die Lektüre sehr kurzweilig, ich konnte das Buch, bzw. den Reader kaum aus der Hand legen.
    Auch der Erzählstil mit seiner anschaulichen Schilderung der kargen und kalten isländischen Landschaft sowie die eindringliche Darstellung der bedrückenden Atmosphäre auf der abgelegenen Farm haben mir sehr zugesagt, auch wenn diese Schilderungen nicht gerade stimmungshebend sind.
    Die Charaktere der Hauptfiguren sind differenziert ausgestaltet und enthüllen sich dem Leser erst allmählich, nichts ist so wie es scheint.
    Ich vergebe und eine uneingeschränkte Leseempfehlung - man sollte sich allerdings an die Reihenfolge "Dunkel" - "Insel" - "Nebel" halten.
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  • Rezension zu Nebel

    Das Ende ist der Anfang Nach einem harten Schicksalsschlag kehrt die sympathische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir in ihren Dienst bei der isländischen Polizei zurück. Sie wird auch gleich von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut. Weit im Osten Islands wurden auf einem abgelegenen Bauernhof mehrere Leichen gefunden und diese scheinen schon etwas länger dort zu liegen.Während der Weihnachtsfeiertage hat ein Schneesturm dort gewütet. Was ist da passiert? Hulda macht sich auf den Weg um das Geheimnis zu lüften.
    "Nebel" ist der 3. und letzte Teil der außergewöhnlichen Trilogie um Kommissarin Hulda Hermannsdóttir. Die Idee einer rückwärtserzählenden Trilogie find ich zwar ganz interessant aber auch sehr gewagt. Da ich auch bereits den ersten und zweiten Band gelesen habe, kannte ich bereits alle Details um Hulda, sodass mich an diesem Buch eigentlich nur noch der Kriminalfall interessiert hat und nicht mehr die persönliche Geschichte Hulda.
    Neulesern dieser Trilogie würde ich sogar empfehlen mit diesem Band zu starten, denn das hebt die Spannung enorm.
    Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt - Prolog, Teil 1 und Teil 2. Während der Prolog mit vielen Cliffhängern an den Kapitelenden fesselnd und spannend war und es zum Schluss noch einen richtigen Spannungshöhepunkt gab, war Teil 2 zwar interessant, aber vorhersehbar und dadurch etwas langatmig.
    In den Teilen gab es zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die sehr gut mit einander verwoben worden sind. Durch den Schreibtstil und die gewählten Worte war die Atmosphäre düster und unheimlich. Manches Mal hat es mich sogar gefröstelt. Die isländische Natur und Gegebenheiten konnte ich mir auch sehr bildlich vorstellen durch die detaillierten Beschreibungen.
    Die Charaktere sind geheimnisvoll und es trägt jeder sein persönliches Päckchen mit sich.
    Mein Fazit:
    Ein schöner Thriller mit einer düsteren Atmosphäre. Würde ich die Trilogie nochmals lesen, würde ich mit diesem Buch starten, da es dann spannender ist, so habe ich nur den Kriminalfall verfolgt.
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  • Rezension zu Nebel

    Klappentext/Verlagstext
    Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?
    Der Autor
    Ragnar Jónasson, 1976 in Reykjavík geboren, ist Mitglied der britischen Crime Writers‘ Association und Mitbegründer des »Iceland Noir«, dem Reykjavík International Crime Writing Festival. Seine Bücher werden in 21 Sprachen in über 30 Ländern veröffentlicht. Ragnar Jónasson lebt und arbeitet als Schriftsteller und Investmentbanker in der isländischen Hauptstadt. An der Universität Reykjavík lehrt er außerdem Rechtswissenschaften.
    Die Serie
    Die Hulda-Trilogie beginnt im ersten Band kurz vor Hulda Hermannsdóttirs Pensionierung, die sie noch nicht wahrhaben will, und wirft die Frage auf, wie die Kommissarin beruflich und privat derart vereinsamen konnte. Huldas Vorgeschichte und die ihrer Kleinfamilie wird in diesem dritten Band aufgelöst, darum sollte dieser Band als letzter gelesen werden.
    Inhalt
    Kurz vor Weihnachten 1987 warten Erla und Einar auf einem abgelegenen Bauernhof im einsamen Osten Islands auf Weihnachten. Die Straße ist bereits unpassierbar und es wird weiter schneien. Für Einar war immer klar gewesen, dass er die Schafzucht seiner Familie fortführen würde, nur Erla wusste damals noch nicht, auf was sie sich mit ihrer Heirat einlässt. Inzwischen haben viele Bauern aufgegeben und sind fortgezogen und Erla denkt oft daran, wieder in der Stadt zu leben. Obwohl Geld knapp ist, hat das ältere Paar die Feiertage vorbereitet, die letzten Besorgungen erledigt Einar auf Skiern. Als Leser ahnt man, wie abhängig beide voneinander sind, wenn weit und breit kein Nachbar mehr wohnt und der Radioempfang schlecht ist. Die Landkarte vorn im Buch vermittelt diese Einsamkeit eindrucksvoll. Als ein Fremder vor der Tür steht und behauptet, seine Jagdgenossen verloren zu haben, glaubt Erla ihm kein Wort und kann auch Einar überzeugen, dass der Mann gefährlich sein muss. Warum wird im Radio keine Vermisstenmeldung gesendet, wenn eine Gruppe einen Teilnehmer verliert?, fragt sich Erla. Sie hat so viel geschluckt all die Jahre - und nun bringt dieser Léo das Fass zum Überlaufen.
    Kurz vor Weihnachten eskalieren die Dinge auch bei Hulda Hermannsdóttir in Reykjavik. Der Umzug in eine Randgemeinde hatte Huldas Familie wohl doch nicht die erhoffte Ruhe gebracht. Hulda grübelt über den ungelösten Fall einer jungen Frau, die auf einer Reise durch Island in der Nähe von Selfoss verschwand. Weihnachten sieht die Kommissarin mit unguten Gefühlen entgegen, weil sie als Kleinkind ins Heim gegeben wurde und keine Bindung zu ihrer Mutter entwickeln konnte. Huldas Tochter Dimma hat sich in letzter Zeit völlig zurückgezogen und Huldas Mann Jón verhält sich, als wäre er frisch aus einer anderen Galaxie gelandet. Erlas und Huldas Unbehagen scheinen sich erstaunlich zu ähneln.
    Zwei Monate später ist Hulda mit zwei Kriminaltechnikern unterwegs zu einem abgelegenen Haus im Osten Islands. Der Ortspolizist hatte dort nach dem Rechten gesehen, nachdem die Bewohner wochenlang nicht zu erreichen waren. Für Hulda und ihre Kollegen ist noch unklar, was dort passierte. Ein unbehagliches Gefühl …
    Fazit
    Wie ein Fremder kurz vor Weihnachten die Ruhe auf einem einsamen Bauernhof stört, beschreibt Ragnar Jónasson atmosphärisch dicht und überzeugend. In Erlas Welt konnte ich mich sofort versetzen, auch wenn mir die Vorstellung der völligen Abgeschnittenheit schwer fiel. Irgendwo müsste doch jemand sein, dem auffällt, wenn kein Rauch mehr aus dem Schornstein steigt, dachte ich. Am Ende kehrt Hulda, so wie wir sie aus dem ersten (chronologisch späteren) Band kennen, nach Reykjavik zurück: immer die Fassade wahren …
    Ein starker Abschlussband als Anti-Weihnachtsgeschichte, in dem kurze Kapitel beim Lesen vorwärts treiben und wachsende Zweifel säen an dem Blick, mit dem Erla im fernen Osten ihre Welt sah, aber auch an dem Huldas in Alfanes.
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Ausgaben von Nebel

Taschenbuch

Seitenzahl: 352

E-Book

Seitenzahl: 353

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 320

Nebel in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 42

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Update:

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