Café Engel: Töchter der Hoffnung

Buch von Marie Lamballe

  • Kurzmeinung

    ManuH
    Verschiedene Perspektiven - Ehekonzepte, -Probleme, Erziehung Identität, Ende 50er Jahre

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Café Engel: Töchter der Hoffnung

Wiesbaden, 1959. Hilde Koch, die neue Chefin des Café Engel, kämpft tapfer gegen einen Konkurrenten, der mit Tanzabenden immer mehr Gäste anlockt. Ihr Ehemann Jean-Jacques ist ihr dabei keine große Stütze, seit er seinen Traum vom eigenen Weingut wahrgemacht hat. Als der neue Konditor des Cafés Hilde heftig umwirbt, wird ihre Ehe auf eine harte Probe gestellt. Für Hildes Bruder Wilhelm eröffnen sich derweil ganz neue Horizonte, denn die boomende Filmindustrie lockt mit verführerischen Angeboten ...
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Serieninfos zu Café Engel: Töchter der Hoffnung

Café Engel: Töchter der Hoffnung ist der 3. Band der Café Engel Reihe. Diese umfasst 6 Teile und startete im Jahr 2019. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2024.

Bewertungen

Café Engel: Töchter der Hoffnung wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Meinungen

  • Verschiedene Perspektiven - Ehekonzepte, -Probleme, Erziehung Identität, Ende 50er Jahre

    ManuH

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Café Engel: Töchter der Hoffnung

    Seit den Geschehnissen im Vorgängerband sind 8 Jahre vergangen, wir schreiben nunmehr das Jahr 1959, und wieder steht das Café Engel vor Veränderungen, denn Else und Heinz Koch sind schon im Rentenalter, Hilde hat kein gutes Händchen für feines Gebäck und macht sich auf die Suche nach einem Konditor. Auch das neu eröffnete Café Blum in der Nachbarschaft ärgert die Engel-Crew sehr.
    Zwischen Hilde und Jean-Jacques steht es mal wieder nicht zum Besten, nachdem er sich seinen Traum vom eigenen Weingut nun doch erfüllt hat und mehr Zeit zwischen Weinberg und Gutsschänke in Eltville verbringt als in der gemeinsamen Wohnung in Wiesbaden. Als dann auch noch Jean-Jacques' Schwägerin Simone aus Frankreich aufkreuzt, die in einer tiefen Ehekrise steckt, klingeln bei Hilde sämtliche Alarmglocken.
    Ihr Bruder August hat seine Swetlana geheiratet und mit ihr eine Tochter bekommen. Sina ist ein Bücherwurm und sehr gescheit, doch Swetlanas größte Zuneigung gilt immer noch Sinas Halbbruder Mischa. Der macht keinerlei Anstalten, sich um eine Lehrstelle zu kümmern und ist auch sonst ein ziemlicher Hallodri, aber das scheint August mehr zu stören als Mischas Mutter. Dass Mischa plötzlich unbedingt seine Großeltern väterlicherseits kennenlernen will, stößt bei Swetlana nicht auf Begeisterung, weil sie ihm nie alles über seinen Vater erzählt hat.
    Hildes Cousine Luisa hat nach langem Warten die ersehnten Töchter bekommen, sorgt sich aber sehr um ihren inzwischen fast blinden Ehemann und das ewig knappe Budget. Als ihre jüngste Tochter sich als musikalisch hochtalentiert erweist, ist Luisa gar nicht so begeistert - wer soll das denn alles bezahlen, wenn wegen Fritz' Augenproblemen auch noch dessen Anstellung als Orchestermusiker in Gefahr ist?
    Der dritte Band der Trilogie um das Wiesbadener Café knüpft trotz des Zeitsprungs ziemlich nahtlos an den Vorgänger an und bietet auch sonst genau das, was man nach der Lektüre des zweiten Teils erwartet hat: nette, leichte Unterhaltung vor der Kulisse der Nachkriegszeit und des beginnenden Wirtschaftswunders. Die Figurenzeichnung bleibt größtenteils schwarzweiß und etwas flach und die Charaktere entwickeln sich wenig weiter oder tun das auf nicht wirklich überraschende Weise, aber trotzdem sind mir genügend Sympathieträger so weit ans Herz gewachsen, dass ich doch neugierig war, wie es mit ihnen weitergeht.
    Genervt haben mich ein paar peinliche Fehler im Französischen, das gelegentlich mal eingestreut wird, und ein paar Klischees sowie Entwicklungen, die ich meilenweit im voraus gerochen habe. Und die ewig bockige Hilde, die sich sehr oft ihren Kummer selber zuzuschreiben hat, ging mir diesmal noch mehr auf den Keks als sonst.
    Ansonsten dasselbe Fazit wie bei Band 2: leichte, seichte, durchaus unterhaltsame Familiengeschichte, die man nicht zwingend gelesen haben muss.
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  • Rezension zu Café Engel: Töchter der Hoffnung

    1959 Wiesbaden. Man sollte meinen, dass im Café Engel nun langsam etwas Ruhe einkehrt, doch weit gefehlt. Während Konkurrenten sich neue Geschäftsstrategien überlegen, um die Gästezahl zu erhöhen und ihre Umsätze zu steigern, machen die Kochs einfach so weiter wie bisher, weil Mutter Else das so will. Hilde aber weiß, wenn nicht bald frischer Wind ins „Engel“ hineinweht, müssen sie das Café schließen. Von ihrem Ehemann Jean-Jacques kann sie sich keine Unterstützung erhoffen, der verbringt seine Zeit lieber auf dem Weingut und lässt sich kaum noch blicken. So stellt Hilde eigenhändig einen neuen Konditor ein, der sich bald nicht nur um Kuchen und Törtchen bemüht, sondern auch Hilde den Hof macht. Das sorgt bald für reichlich Zündstoff im Hause Koch…
    Marie Lamballe hat mit „Töchter der Hoffnung“ den dritten und finalen Band ihrer Café Engel-Saga vorgelegt, der das Leben der Familie Koch noch einmal gehörig auf den Kopf stellt, bevor der Leser Abschied von den inzwischen liebgewonnenen Protagonisten nehmen muss. Die Reihe sollte unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, damit man die einzelnen Charaktere und die Entwicklung des Cafés im Laufe der Jahre mitverfolgen kann. Der Erzählstil ist flüssig, gefühlvoll und bildintensiv, der Leser darf sich erneut an einem Tisch im Café Engel niederlassen und bei wunderbarem Duft von Gebäck und Kaffee die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder für eine Weile begleiten. Wechselnde Perspektiven geben dem Leser nicht nur einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere, sondern steigern unterschwellig auch die Spannung. Nachdem die Kriegsjahre überstanden sind, darf der Leser nun in die Jahre des Wirtschaftswunders eintauchen. Die Autorin versteht es sehr geschickt, dem Leser mit farbenprächtigen Beschreibungen vom Wiesbaden der damaligen Zeit sowie der Kaffeehausatmosphäre Bilder heraufzubeschwören, die einen während der Lektüre begleiten.
    Die Charaktere sind dem Leser schon in den ersten beiden Bänden ans Herz gewachsen, so dass sich nach den ersten Seiten sofort wieder ein Gefühl der Vertrautheit einstellt. Die Personen sind wieder einige Jahre älter und gereifter, wirken in ihrem Handeln und Tun lebendig und authentisch. Else hat ihre herrische Art nicht abgelegt und will weiterhin über die Belange des Cafés bestimmen. Sie macht es ihrer Tochter schwer, ihre eigenen Ideen einzubringen. Hilde ist zu einem Leben als Strohwitwe verdammt, die ihre Zeit sinnvoll nutzen will, um das Café auf Vordermann zu bringen und vor dem Untergang bewahren will. Das ständige Alleinsein lässt sie mit dem Feuer spielen, was sich alsbald zu einem Flächenbrand entwickeln könnte. Jean-Jacques lässt seine Frau in Wiesbaden schalten und walten, er beschäftigt sich lieber mit seinem Weinberg und vergisst dabei fast seine Ehe. Ebenso tragen weitere Protagonisten mit ihren Auftritten zur Handlung bei und hinterlassen beim Leser ein Gefühl von Vertrautheit in der Kaffeehausatmosphäre.
    „Töchter der Hoffnung“ ist ein gelungener Abschluss der Geschichte um das Café Engel und der Familie Koch, die einem mittlerweile ans Herz gewachsen ist. Unterhaltsam und kurzweilig erzählt, muss der Leser nun Abschied nehmen. Verdiente Leseempfehlung!
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Ausgaben von Café Engel: Töchter der Hoffnung

Taschenbuch

Seitenzahl: 496

E-Book

Seitenzahl: 497

Hörbuch

Laufzeit: 00:07:30h

Besitzer des Buches 20

Update: