Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

Buch von Jens Böttcher

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

Der Musiker Leon befindet sich nicht gerade in einer Hochphase seines Lebens. Nicht nur die Lebensfreude, auch der Sinn des Ganzen ist ihm abhandengekommen. Was für ein Glück, dass Gott Lust hat, mal wieder auf die Erde zu reisen und sich höchst persönlich um den völlig verdutzten Leon zu kümmern. Leon erhält das beste Geschenk seines Lebens - eine Gesprächstherapie mit dem Schöpfer des Universums. Doch auch Gott hat ein Anliegen: Er ist es leid, mit dem sperrigen Namen 'Gott' angespro- chen zu werden. Leon soll dabei behilflich sein, dass die Menschen endlich seinen wahren Namen erfahren ... Eine warmherzige Erzählung über die wunderbare Kraft der Liebe und des heilsamen Glaubens an etwas, das viel größer ist als wir.
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Bewertungen

Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 5 Sternen.

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Meinungen

  • Humorvolle Story, die sehr zum Nachdenken anregt.

    SaintGermain

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

    Eine Geschichte zum Weiterspinnen
    Dies ist ein ganz außergewöhnliches Buch. Jawohl, ich sage nur „Buch“, nicht „Roman“. Auf dem Einband steht, „Erzählung“. Und genau das finde ich richtig. Dies ist eine gefühlvolle Geschichte, eben eine „Erzählung“, die handelsübliche Erwartungen an einen Roman weder erfüllen kann noch will.
    Obwohl das Buch natürlich eine Handlung hat, geht es nicht in erster Linie darum. Es geht nicht um einen Plot, einen Handlungsverlauf, eine Steigerung oder Lösung. Es geht um alles dazwischen. Um den Musiker Leon, der in einer tiefen Sinnkrise steckt. Und um Gott, der auf Leon aufmerksam wird, und beschließt, ihm zu erscheinen, und ihm zu helfen. Und sich auch ein wenig von ihm helfen zu lassen.
    Die Geschichte wird auch von genau diesen beiden erzählt. In zwei verschiedenen, wunderschönen gedeckten Grüntönen werden die „Tagebucheinträge“ von Gott und von Leon dem Leser vorgestellt. Beide berichten von ihren Begegnungen, von ihren Plänen und Gedanken. Leon berichtet von seiner Ziellosigkeit, und diesem wunderbar netten und oft auch komischen Herrn, dem er eines Tages begegnet. Der ihn zum Lachen bringt, und der ihn wieder ermutigt, er selbst zu sein. Und der ihm den Glauben an die Liebe vermittelt. Gott wiederum bewundert Leons Fantasie, sein gutes Herz. Und er beschließt, Leon eine Aufgabe anzuvertrauen – Gott ist nämlich seinen Namen leid. „Gott“ hat nur Angst, Ärger und Kummer in der Welt verursacht. Doch ein reines Herz wie Leon ist sicherlich in der Lage, seinen wahren Namen zu finden…
    Mehr vom Inhalt zu erzählen, ist sperrig und höchst unwichtig. Es ist eben eine gefühlvolle „Erzählung“, die ganz von der poetischen Sprache des Autors getragen wird. Da gibt es Abschnitte, die auch mal ein wenig länger sind als „eigentlich“ nötig, wie das gemeinsame Frühstück von Gott und Leon. Es gibt Passagen, die muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dementsprechend habe ich das „Ende“ des Buches auch nicht wirklich als Ende empfunden. Die Geschichte soll im Kopf des Lesers weitergehen.
    Habe ich kritische Aspekte gefunden…? Nein, nur Dinge, die mir aufgefallen sind. Das Buch ist eben eine Geschichte über Leon. Leon brauchte jemanden, der aufmuntert und nett zu ihm ist. Also hat er das bekommen. Aber natürlich ist „Gott“ noch viel mehr. Das wird im Buch hier und da angedeutet. Es kommen Aspekte vor, die größer und übergreifender sind als Leons Schicksal. Zum Beispiel die Gleichwertigkeit oder zumindest Verwandtschaft aller Religionen. Die Rolle der Musik. Dass alle Menschen eine solche Begegnung mit Gott haben könnten. Die Rolle von Schuld und Ungerechtigkeit. Das meinte ich damit, als ich sagte, dass die Geschichte im Kopf des Leser weitergeht…!
    Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Allerdings, wer mit „Die Hütte“ schon so seine Schwierigkeiten hatte, ist mit diesem Buch wohl nicht so gut beraten. Die Darstellung von „Gott“ ist schon unkonventionell! Falschen Respekt darf man jedenfalls nicht haben, wenn man dieses Buch genießen möchte. Und Fundamentalist sollte man auch nicht gerade sein. Dann ist dieses Buch allerdings wunderschön.
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  • Rezension zu Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

    Gott beschließt wieder einmal auf die Erde kommen. Er besucht über mehrere Tage Leon. Leon ist Klavierspieler, geschieden, hat eine drogensüchtige Tochter und den Glauben an das Leben verloren und ist nicht religiös. Gott will Leon helfen, aber auch Gott selbst hat einen besonderen Wunsch - er möchte einen anderen Namen.
    Das Cover des Buches ist zwar relativ einfach gemacht, aber trotzdem nicht nur sehr passend, sondern auch absolut gut geworden, ebenso wie die gesamte Aufmachung des Buches, denn jedes Kapitel beginnt färbig.
    Der Schreibstil des Autors ist phänomenal. Zugegeben: Ein paar Seiten benötigte ich, um dem Wortakrobaten im Autor wirklich folgen zu können. Auch danach benötigte ich manchmal ein zweites Lesen von Sätzen um den Sinn 100%ig zu verstehen, aber es ist eben nicht die leichteste Lektüre. Man kann seinen Schreibstil teilweise richtig poetisch nennen.
    Und trotzdem lebt das Buch von seiner Leichtigkeit. Humor wird präzise eingesetzt, um das Buch gekonnt zu würzen und aufzulockern.
    Auch der Aufbau des Buches gefiel mir: Abwechselnde Passagen von Leon und Gott in Tagebuchform (also Ich-Form), die dem ganzen noch den letzten Kick gaben.
    Das Buch erinnerte mich nicht nur an den Song von Joan Osboarn, sondern auch an den Buchklassiker "Der kleine Prinz", denn auch in diesem Buch stecken sehr viele Weisheiten in besonderer Form. Der Unterschied zu Saint-Exupéry liegt aber im Humor, der dieses Buch gekonnt nochmals erhebt.
    Fazit: Humorvolle Story, die sehr zum Nachdenken anregt. 5 von 5 Sternen
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Ausgaben von Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 288

E-Book

Seitenzahl: 289

Besitzer des Buches 3

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