Warum normal sein gar nicht so normal ist: ... Und warum reden hilft

Buch von Dominique de Marné

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Warum normal sein gar nicht so normal ist: ... Und warum reden hilft

»Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, in den Kopf einer Gestörten zu schauen? Ich öffne mit meinem Buch mein Leben für alle. Ich möchte anderen einen Eindruck davon geben, wie es ist, mit einem Knacks im Kopf durch die Welt zu gehen. Und zeigen, dass wir uns in vielen Dingen gar nicht so sehr unterscheiden. Nur ist so manches bei mir einfach ein wenig stärker vorhanden als bei anderen sogenannten Gesunden.« Dominique de Marné entspricht nicht dem Bild, das viele von psychisch kranken Personen haben – und das nutzt sie. Denn sie ist davon überzeugt, dass sich an unserem Umgang mit psychischen Problemen – nicht nur Krankheiten – etwas ändern muss. Alle 53 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben. Alle 5 Minuten versucht es jemand. Jeder kennt jemanden, der schon mal »verrückt« war – aber keiner redet darüber. Außer, einer fängt an. Oder eine.
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Bewertungen

Warum normal sein gar nicht so normal ist: ... Und warum reden hilft wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Warum normal sein gar nicht so normal ist: ... Und warum reden hilft

    Über das Buch: (Klappentext)
    Bei einer Grippe bleiben wir im Bett, bei Zahnschmerzen gehen wir zum Zahnarzt, bricht sich ein Kollege das Bein, unterschreibt das gesamte Team auf dem Gips. Anders sieht es aus, wenn die Krankheit im Kopf sitzt. Wenn die Gedanken nicht mehr so wollen, wie wir es gerne hätten.
    Um diesen Teil unserer Gesundheit kümmern wir uns kaum. Betreiben keine Vorsorge, ignorieren Warnsignale, regieren mit Scham und Schweigen, damit "bloß keiner etwas mitbekommt".
    Aber psychische Probleme zu haben ist normaler, als wir denken. Und normal zu sein ist nicht so normal.
    Dominique de Marné war lange überzeugt davon, "es alleine schaffen zu müssen, keine Hilfe zu brauchen", - und hat dadurch wertvolle Lebenszeit verloren. Vertuschen und Nichtzeigen, was wirklich mit ihr los war, hat sie lange Jahre enorm viel Kraft gekostet. Heute weiß sie, wie "normal" vieles von dem ist, was ihr das Leben so schwer gemacht hat. Daher hat sie es sich zum Anliegen gemacht, das Thema Mental Health aus der Tabuecke herauszuholen. Denn aus eigener Erfahrung kann sie sagen: Reden hilft – zuhören auch.
    Über die Autorin: (Angaben im Buch)
    Dominique de Marné, geb. 1986, litt 15 Jahre unter psychischen Problemen. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und Psychologie, ist erfolgreiche Bloggerin und als Mental Health Advocate – als Botschafterin für seelische Gesundheit – unterwegs.
    Meine Meinung:
    Dominique de Marné hat die Gabe, schwierige und komplexe Sachverhalte so in Worte zu packen und zu erklären, dass auch ein Laie die Thematik sehr gut verstehen kann. Ebensogut gelingt es ihr dabei, dem Leser sehr einprägsam und eindrücklich ihre persönlichen Erfahrungen und den ganz eigenen Leidensdruck zu vermitteln.
    Sie hat es über viele Jahre hinweg geschafft, ihrem direkten Umfeld erschreckend erfolgreich ihre psychischen Probleme (Borderline, Depressionen, Alkoholsucht) und ihre Seelenqualen zu vertuschen, bis sie sich dann doch irgendwann professionelle Hilfe gesucht und diese erfolgreich annehmen und umsetzen konnte.
    In ihrem Buch berichtet sie nicht nur über ihre eigenen Erfahrungen, sondern geht auch auf alle anderen psychischen Erkrankungen ein, die in den beiden gängigen Klassifikationssystemen (ICD-10 und DSM) gelistet sind. Die dazu notwendigen Fachausdrücke werden von ihr sehr gut in eine für Nicht-Fachleute verständliche Sprache übersetzt und erklärt.
    Ein großes Anliegen ist es der Autorin, psychische Erkrankungen und das Sprechen darüber in der breiten Öffentlichkeit gesellschaftsfähig zu machen. Die Erkrankungen und die davon Betroffenen (und das sind gar nicht mal so wenige) endlich aus der Tabu-Ecke zu holen und damit ein klares Statement zu setzen. Alleine dass darüber öffentlich gesprochen werden, und das allgegenwärtige Totschweigen beendet werden würde, wäre bereits eine große Entlastung und Hilfe für alle Erkrankten und deren Angehörigen. Würde es ihnen doch das ebenso wichtige wie richtige Signal senden: Ihr seid nicht unnormal!
    Hier mal ein Zitat aus dem Buch, um aufzuzeigen welch großen Stellenwert diese Thematik wirklich hat:
    […]
    Wenn man nun diese Zahlen betrachtet, macht der Titel des Buchs (Warum normal sein gar nicht so normal ist) absolut Sinn.
    Dominique de Marné will allen Betroffenen Mut machen und ich meine, mit ihrer positiven Botschaft – die sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch ihr Buch zieht – gelingt ihr dies auch.
    Wer ihren Weg als Mental Health Botschafterin mitverfolgen möchte, dem sei noch ihr Blog ans Herz gelegt.
    Ich vergebe
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Ausgaben von Warum normal sein gar nicht so normal ist: ... Und warum reden hilft

Taschenbuch

Seitenzahl: 240

Besitzer des Buches 1

  • Mitglied seit 21. Juni 2010
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