Washington Black

Buch von Esi Edugyan

  • Kurzmeinung

    Sarange
    Sehr gute, überraschungsreiche Passagen wechseln sich mit unnötigen Längen ab; den Schluss fand ich unausgegoren.
  • Kurzmeinung

    Pasghetti
    Der Rückentext enttäuscht arg und ist eine absolute Fehlinformation. Leider gerät die Geschichte in den Hintergrund

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Washington Black

Barbados, 1830: Der Sklavenjunge Washington Black lebt und arbeitet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar flieht von der Plantage in einem selbst gebauten Heißluftballon. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.
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Bewertungen

Washington Black wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,5 Sternen.

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Meinungen

  • Sehr gute, überraschungsreiche Passagen wechseln sich mit unnötigen Längen ab; den Schluss fand ich unausgegoren.

    Sarange

  • Der Rückentext enttäuscht arg und ist eine absolute Fehlinformation. Leider gerät die Geschichte in den Hintergrund

    Pasghetti

  • Eine literarisch und bildhaft gute Abenteuergeschichte, auch wenn der Klappentext etwas anderes verspricht.

    claudi-1963

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Washington Black

    Man sollte den Klappentext wohl nicht so genau betrachten, denn sonst ist man eventuell nachher enttäuscht. Meine Erwartungen waren jedenfalls ganz anders. Dennoch ist es eine interessante Geschichte.
    Der 11-jährige Washington Black ist Sklave auf einer Plantage auf Barbados. Dann wird er vom Bruder seines Masters, Christopher Wilde (genannt Titch), ausgewählt, ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen. Christopher ist Wissenschaftler und er entdeckt die besonderen Fähigkeiten von Washington Black, der sehr naturgetreu zeichnen kann. Die Bedingungen auf der Plantage sind grausam und unmenschlich. Da geschieht etwas Schreckliches auf der Plantage und Wash wird zum Sündenbock. Die beiden fliehen in einem selbst gebauten Luftschiff. Washington Black wird zum Gejagten.
    Der Schreibstil der Autorin Esi Edugyan hat mir gut gefallen, die Geschichte allerdings hat mich nicht wirklich gepackt und ich habe lange gebraucht, das Buch zu beenden. Mein Interesse ließ immer mehr nach.
    Washington hat immer nur die Bedingungen auf der Plantage erlebt, die wirklich grausam und abstoßend waren. Titch behandelt die Sklaven nicht so schlimm wie sein Bruder, der Master. Aber auch er sieht in Washington erst einmal Ballast für sein Luftschiff, bis er erkennt, dass ihm der Junge auch anderweitig nützlich sein kann. Die Flucht bringt sie nicht sehr weit. Washington wird zum Gejagten und kommt in der Welt herum. Sein Verhalten kommt mir manchmal nicht schlüssig vor aufgrund seiner Vorgeschichte. Auch wenn er auf dem Papier frei ist, muss er erkennen, dass er in Wahrheit weiter unfrei bleibt. Titch verändert sich, er wird seinem Bruder ähnlicher. Viele Figuren tauchen auf und verschwinden genauso schnell auch wieder. Es wird so viel angerissen und geh nicht in die Tiefe. Wirklich überzeugen konnten mich die Charaktere nicht.
    Es gibt einige unerwartete Wendungen, aber mir erschien nicht immer alles realistisch. Auch das Ende kam für mich ziemlich abrupt und es blieben eine Menge Fragen offen.
    Das ist nicht die Abenteuergeschichte, die ich aufgrund der Beschreibung erwartet hatte und vieles konnte mich nicht überzeugen. Schade!
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  • Rezension zu Washington Black

    4 Sterne
    Besonderer Schreibstil mit Sogwirkung
    Das Buch zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Zum einen ist es um den Sklavenjungen Washington Black eine spannende Geschichte. Auf der Zuckerrohrplantage herrschen unmenschliche Bedingungen, die jegliche Aspekte des Lebens betreffen. Die Autorin schildert, wie Washington aufwuchs, wie die Sklaven sich untereinander verhalten, wie der Master der Plantage mit Angst und Schrecken über die Sklaven herrscht. Als Washington von Christopher Wildes, dem Bruder des Plantagenbesitzers, ausgewählt wird, um ihm beim Bau seines Luftschiffs zu helfen, verändert sich zum ersten Mal sein Leben umfassend.
    Zum anderen ist die Geschichte unglaublich gut und eindrucksvoll geschrieben. Der besondere Schreibstil Esi Edugyans ist mit seinen vielen Vergleichen klar und anschaulich. Nicht nur die Bilder sind klar umrissen, sondern auch was Washington hört und riecht. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild der Situation und ich tauchte völlig in die lebendig wirkende Geschichte ein. Oft hatte ich das Gefühl, ich wäre direkt hinter Washington und begleitete ihn als stiller Beobachter. Als Leser befindet man sich mit allen Sinnen mitten in der Geschichte und fühlt die Atmosphäre, die Angst der Sklaven und die Faszination für die Natur und das Abenteuer.
    In den jungen Washington konnte ich mich gut hineinversetzen und seine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Aber nicht nur er, sondern auch die anderen Charaktere und sogar die Nebenfiguren sind tiefergehend ausgearbeitet und lebendig. Es gibt die verschiedensten Personen, die jede für sich interessant ist und ein Leben zu erzählen hat.
    Mir gefällt auch der Mix aus dem ernsten Thema der Sklaverei sowie dem aufregenden Abenteuer um den Bau und der Fahrt mit dem Wolkenkutter. Der Schreibstil ist von Anfang bis Ende außergewöhnlich gut und eine ganz besondere Art, Washingtons Kindheit und Jugend zu erzählen. Kurzzeitig dachte ich, dass dieses Buch mein Jahreshighlight werden wird, weil ich so begeistert war. Aber nach der Hälfte lässt die Geschichte leider nach. Die Handlung wird dürftiger, die Verhaltensweisen von Charakteren sind nicht immer nachvollziehbar. Das letzte Viertel wird wieder besser, wenn auch nicht mehr so gut wie der Beginn.
    Auch vom Ende bin ich enttäuscht. Es kam mir so vor, als ob die Autorin einfach zwischen zwei Kapiteln aufgehört hat. Es fühlt sich nicht so an, als ob Washingtons Geschichte zu Ende erzählt ist. Ich würde gerne noch mehr über ihn lesen und erfahren, wie sein weiteres Leben verlaufen ist.
    Fazit:
    Von der Erzählweise und der Schreibtechnik ist dieses Buch außergewöhnlich und lässt den Leser fasziniert mit jeder Faser in die Geschichte eintauchen. Von Anfang bis Ende macht es das Buch besonders. Leider lässt der Roman nach der Hälfte nach, was die Handlung und die Charaktere betrifft. Das Ende ist für mich nicht zufriedenstellend.
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  • Rezension zu Washington Black

    Die Autorin
    Esi Edugyan lebt im kanadischen Victoria. "Washington Black", Lieblingslektüre von Barack Obama, ist ihr dritter Roman und war 2018 eines der erfolgreichsten Bücher weltweit. Nominiert für den BOOKER PRIZE, die CARNEGIE MEDAL, den PEN-PREIS und viele mehr. Ausgezeichnet mit dem GILLER-PREIS, dem wichtigsten kanadischen Literaturpreis.
    Inhalt
    Washington Black kommt um 1820 auf der Zuckerrohr-Plantage „Faith“ auf Barbados zur Welt und wird mit 2 Jahren zum ersten Mal als „Feldnigger“ zur Arbeit mit aufs Feld genommen. Aufgezogen wird „Wash“ von Big Kit, von der die Schwarzen glauben, sie wäre eine Wasserhexe aus Dahomey. Kit kann Geschichten erzählen, als hätte sie schon drei Leben gelebt. Wash vergöttert sie dafür, dass sie ihm aus der Hand liest. Seit er 9 ist, arbeitet er wie ein Erwachsener. Kurze Zeit darauf stirbt der betagte Master. Für die Sklaven auf Faith bedeutet der folgende Besitzerwechsel ein unvorstellbares Maß an Gewalt und Grausamkeit. Auf Wash scheint ein gütiges Schicksal zu warten, denn Christopher Wilde, der Bruder des neuen Masters, reist mitsamt seinem selbst konstruierten Wolkenkutter zu Besuch auf die Plantage, einem Ballon mit darunter hängendem Boot. „Titch“ trotzt seinem Bruder den kleinen Jungen ab, weil er meint, der hätte gerade das richtige Gewicht, um als Ballast mit ihm gemeinsam im Ballon den Atlantik zu überqueren. Eher zufällig entdeckt Titch, dass der Junge ein begnadeter Zeichner ist, wie ihn sich jeder Tüftler und Forscher als Assistenten wünschen würde. Kit ist alles andere als begeistert von Washs neuer Rolle, sie ahnt, dass der Junge durch die Sonderbehandlung entwurzelt wird und fürchtet, dass Titch ihn ebenso missbrauchen wird, wie andere Weiße ihre Sklavenkinder. Der überraschende Besuch von Cousin Philip zitiert Erasmus zurück nach England, Titch soll stattdessen die Plantage führen, was ziemlich sicher die ganze Familie in den Bankrott führen wird. Doch zunächst müssen Titch und Wash vor einem Kopfgeldjäger flüchten. Ihre abenteuerliche Flucht per Ballon, Schiff und Hundeschlitten führt Master und Diener auf einen Handelsposten an der Hudson Bay, Wash allein weiter nach Nova Scotia im Osten Kanadas und schließlich nach England. Am Ende wird er elternlose Wash vielleicht begreifen, dass er auf der Suche nach einer Person gewesen ist, die ihn um seiner selbst liebt – und dabei stets Weißen gefolgt ist.
    Das Buchcover mit dem Wolkenkutter lässt an einen fantastischen Abenteuerroman à la Jules Verne zwischen Karibik und Kanadas hohem Norden denken. Washington Black erzählt 1836 im Alter von 18 Jahren sein abenteuerliches Leben im Rückblick auf den 10-jährigen und den 13-jährigen Wash. Die Handlung schlägt einige unbegründete Haken, die für einen elternlosen Jungen auf der Suche nach einer Identifikationsfigur verständlich sein mögen, die jedoch ratlose Leser zurücklassen könnten. Als Titch in seinem Leben auftaucht, hat Wash außer Big Kit und der Plantage noch nichts kennengelernt. Sein Heranreifen und seine wachsende Menschenkenntnis werden behauptet, spiegeln sich jedoch nicht im Erzählton, der auf mich den gesamten Roman über gleichbleibend klingt. Wie „gedruckt“ sich ein elternloser entlaufener Sklave in der Geschichte ausdrückt, fand ich so wenig überzeugend wie die Erzählperspektive, die nicht immer konsequent beim Erleben eines Kindes bleibt, das nie eine Schule besucht hat.
    Fazit
    Washington Black folgt einer abenteuerlichen Reiseroute. Seine Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen und auch als Icherzähler fand ich ihn nicht immer konsequent. Wer sich für das Thema Sklaverei interessiert und Abenteuerromane mag, kann hier zugreifen.
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  • Rezension zu Washington Black

    "Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert." (Nelson Mandela)
    Barbados, 1830:
    Der ca. 10 bis 11-jährige Sklavenjunge Washington Black (Wash) wächst in einer Zuckerrohrplantage auf. Dort arbeitet er unter schwerste unmenschlichen Bedingungen in den Plantagen und wächst bei Big Kit auf. Als der Plantagenbesitzer stirbt, übernimmt der Engländer Erasmus Wilde die Plantage. Unter ihm werden die Bedingungen noch grausamer und brutaler. Eines Tages kommt sein Bruder Christopher (Titch) auf die Plantage. Der Wissenschaftler, Erfinder und Entdecker, ist ein Verfechter des Sklavenhandels, deshalb nimmt er Wash als Leibdiener. Von ihm lernt Wash lesen und wird in seine Wissenschaften und Entdeckungen eingeweiht. Außerdem entdeckt er eine Liebe zum Malen, das Titch weiter fördert. Ein Versuch den Wolkenkutter, mit dem Titch die Weltmeere erobern möchte verläuft für Wash nicht gut, den hierbei verletzt er sich schwer. Nach einem weiteren Ereignis müssen die beiden dann jedoch erneut mit dem Wolkenkutter starten und dies ist Fahrt in Washs Freiheit.
    Meine Meinung:
    Das Abbild eines Wolkenkutters ziert das Cover dieses Buches, jedoch der Klappentext verspricht mehr Abenteuer, das diese Geschichte nicht ganz halten konnte. Der Schreibstil jedoch ist der Autorin literarisch und bildhaft sehr gut gelungen, so das ich mir oft durch die jeweiligen Beschreibungen sehr gut vorstellen konnte. Leider hatte ich manchmal das Gefühl, das dieser Geschichte der rote Faden abhandenkam und es eher wie ein aneinanderreihen von Ereignissen und Begebenheiten auf mich wirkte. Mitunter kamen deshalb dann die Protagonisten zu kurz, besonders von Titch, Big Kit, Tanna, Erasmus und selbst von anderen Nebenfiguren hätte ich gerne mehr aus ihrer Vergangenheit oder dem Leben erfahren. Im Grunde drehte sich alles um Wash, doch selbst bei ihm blieb die Vergangenheit und mitunter auch sein Leben recht offen. Im großen ganzen ging es um Washs Abenteuer in die Freiheit, die jedoch mit weiteren Ängsten verbunden war, da hinter ihnen der Sklavenfänger John Willard her war. Dabei nimmt mich die Autorin auf die Reise auf einem Schiff mitten ins Meer, zur Antarktis mit seiner Kälte und Gefahren, des weiteren nach Nova Scotia einer rauen Gegend, wo er auf Tanna Goff der Tochter eines Meeresbiologen trifft. Hier entdeckt er auch wieder seine Leidenschaft zum Malen, hat jedoch immer noch Angst seine Freiheit zu verlieren. Mit Tanna und ihrem Vater reist er dann weiter nach Europa, wo er ebenfalls nicht frei ist und selbst bei seiner Erfindung dem Ozeanhaus wird er nie erwähnt werden. Auf der Suche nach Titch begibt er sich dann erneut mit Tanna auf Reisen, in der Hoffnung seine Fragen beantwortet zu bekommen und Ruhe zu finden. Besonders bei einem Zeitraum von 1830 bis 1836 die diese Geschichte umfasst, wirkte auf mich Wash oft viel zu reif und erfahren und nicht altersentsprechend. Auch das Ende war mir zu abrupt und ließ einige Fragen offen bei mir. Ebenso die Nebencharaktere wie Titch, Big Kit, Tanna, Erasmus waren mir viel zu oberflächlich, viel zu wenig habe ich aus ihrer Vergangenheit oder ihrem Leben erfahren. Selbst Washs Vergangenheit und mitunter auch sein Leben waren mir nicht tief genug um ihn kennenzulernen. Lediglich die Beschreibung der Bilder oder der Meerestiere waren sehr gut dargestellt. Doch selbst die anderen Abenteuer wurden nur angerissen und nicht richtig vertieft. Trotz allem konnte die literarische und bildhafte Sprache ein wenig wettmachen und ich gebe deshalb diesem Buch 4 von 5 Sterne.
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Ausgaben von Washington Black

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 512

Taschenbuch

Seitenzahl: 512

E-Book

Seitenzahl: 512

Hörbuch

Laufzeit: 00:12:33h

Washington Black in anderen Sprachen

  • Deutsch: Washington Black (Details)
  • Englisch: Washington Black (Details)

Besitzer des Buches 11

Update:

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