Auf Erden sind wir kurz grandios

Buch von Ocean Vuong, Anne-Kristin Mittag

  • Kurzmeinung

    Abroxas
    Ergreifend und poetisches Debüt
  • Kurzmeinung

    hennie
    Das Debüt ist ihm gelungen. Er erzielte meine Aufmerksamkeit.

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Auf Erden sind wir kurz grandios

Ein Roman, der die amerikanische Identität neu definiert. Und der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird: Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Krankheit der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Ocean Vuong schreibt mit traumhafter Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen.
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Bewertungen

Auf Erden sind wir kurz grandios wurde insgesamt 23 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

  • Ergreifend und poetisches Debüt

    Abroxas

  • Das Debüt ist ihm gelungen. Er erzielte meine Aufmerksamkeit.

    hennie

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    Ich wusste wohl garnicht so recht, was mich erwarten würde. So genau hatte ich die Besprechungen mal lieber nicht gelesen, um mich überraschen zu lassen.
    Den Anfang, den ersten Teil bis circa zur Arbeit bei der Tabakernte fand ich sehr interessant, trotz einiger mechanistischen, rhetorischen Wiederholungen am Anfang: “Das Mal, wo… “ Ich erkannte – bei gleichzeitiger Lektüre von Ogettes Buch zum rassismuskritischen Denken – manche Mechanismen, die den Ich-Erzähler als Dunkelhäutigeren ausgrenzen. Ich stellte mir vor, dass das Buch in dieser (alleinigen) Richtung weitergehen würde und uns eventuell einen Ausweg zeigen könnte. Der Ausweg ist wohl die Bejahung in einer Beziehung,
    Doch nun schliesse ich mich @drawe und @Marie an: dieses und jenes muss ich nicht unbedingt so ausführlich geschildert haben. Und: ob es sich nun um einen tatsächlichen Brief an die anaphabetische Mutter handelt oder es nur eine Ansprache ist – ich glaube nicht, dass man “all das” in aller Ausführlichkeit der eigenen Mutter erzählt. Schreiben also als Befreiungsschlag?
    Das “Kurze” im Titel verdankt sich der Unermesslichkeit des Universums, aber uns grandios zu nennen und gleichzeitig in Vielem so Dunkles zu schildern… Ich fand das Buch oft grausam: das betrifft nicht etwas nur quasi alle Tiere und ihr Schicksal, sondern natürlich auch die Menschen, angefangen von innerfamiliären Gewaltausbrüchen, Napalmangriffen, Erniedrigungen der Grossmutter, bis hin zur sehr deutlich beschriebenen Abtreibung. Da braucht es einen immensen Glauben, oder eine immense Liebe, um überleben zu können.
    Sicher findet man sich mit ein bisschen Willen in den einzelnen Abschnitten zurecht. Dennoch wirkt es auf mich zu zusammengewürfelt und zerschnitten. Vielleicht hätte eine grössere Klarheit in der erzählerischen Linie nicht schlecht getan?
    Ich denke, ich gebe dem Buch drei Sterne.
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  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    LEBEN ZWISCHEN DEN WELTEN
    „Ich schreibe dir, weil ich nicht derjenige bin, der geht, sondern jener, der mit leeren Händen wiederkommt.“
    Das sind einige der Worte, die der vietnamesische junge Mann – im Roman als „Little dog“ bezeichnet - an seine Mutter formuliert, die der englischen Sprache nur bruchstückhaft mächtig und außerdem Analphabetin ist. Er schildert seine Gedankenwelt in chronologischer Unordnung zu allen denkbar möglichen Themen meistens in der Ich-Form. Dadurch ergibt sich für mich ein fragmentarisches Gesamtbild, dem ich oft nur schwer folgen konnte und das ich erst zum Ende des Buches in seiner ganzen Tragweite erfaßte und zusammensetzen konnte. Es macht Mühe diesen Roman zu lesen, aber es lohnt sich. Da ich dieses Buch als ebook las, fiel es mir außerdem schwerer als sonst der Geschichte zu folgen.
    Nur langsam entwickeln sich die Zusammenhänge, die im wesentlichen die Lebensgeschichten von Mutter Rose, Großmutter Lan sowie die des Jungen abbilden. Die Mutter ist das Produkt eines vergessenen Krieges, die Großmutter wurde krank an Körper und Geist über die Jahre und der Junge versucht seine Rolle in dem Chaos zu finden. Er schreibt auch, um seine eigenen traurigen, schlimmen Erlebnisse für sich zu verstehen. Zum Beispiel sterben viele seiner Freunde an den Folgen der Drogensucht. Besonders tragisch schildert "Little dog" immer wieder den Tod seines Freundes, mit dem ihm eine innige, intime Liebe verband.
    „Man sagt nichts hält ewig, dabei hat man nur Angst, dass es länger hält, als man es lieben kann.“
    Ich erfuhr hier eine Geschichte, die sich zwischen den Welten von Amerika und Vietnam bewegte, in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Es wird philosophiert, analysiert, nach Erklärungen gesucht, vieles angerissen, aber in der Schwebe gehalten, mal laut und gewaltig, mal leise und voller Harmonie... Zuviel für dieses eine Buch? Meine Antwort lautet: Ja! Ich hätte definitiv mehr Zeit gebraucht, um alles zu verstehen. Doch ich hatte mir das ebook nur ausgeliehen in der Bibliothek.
    Der Roman wird erzählt mit einer unglaublichen, literarischen Wucht. Ocean Vuong beschreibt das Leben des vietnamesischen jungen Mannes und das Drumrum in einer erzählerischen Dichte, mit unglaublicher Poesie und Empfindsamkeit und einer Wortwahl zwischen zart und brutal. Da sind plötzlich Gedichte, wie aus dem Zusammenhang gerissen und immer wieder spielen Monarchfalter eine sinnbildliche Rolle für verschiedene Attribute im menschlichen Leben.
    Einen Bezug zum Titel „Auf Erden sind wir nur kurz grandios“ lieferte der Autor über den gesamten Roman. Das Cover mit dem Reh ist sehr passend.
    Fazit:
    Wenn es Vuong gelingt mehr Struktur in seine künftigen Erzählungen zu bringen, kann er ein großer Schriftsteller werden.
    Das Debüt ist ihm gelungen. Er erzielte meine Aufmerksamkeit.
    Ich bewerte mit vier von fünf Sternen!
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  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    Ocean Vuong - Auf Erden sind wir kurz grandios
    Ich glaube, ich war am Ertrinken.
    Ein wirklich interessantes Buch! Ein biographisches Buch. Ein berührendes Buch. Und ebenso ein manchmal erschreckendes Buch. Die Hauptfiguren sind drei vietnamesische Personen, die Großmutter Lan, die Mutter Rose und der Sohn, die Erzählstimme, alle drei sind aus Vietnam in die USA emigriert. Die Emigration und daraus resultierende Probleme sind hier aber nicht das Hauptthema. Das Hauptthema ist das Menschsein und die damit einhergehende Unvollkommenheit, wie die Protagonisten mit ihrer Unvollkommenheit und der, der anderen Mitmenschen leben und umgehen. Die Großmutter Lan, die der Krieg und die folgenden Ereignisse in Vietnam krank gemacht haben, die Mutter Rose, die durch das Erleben um ihre Mutter und ebenso durch das Erleben Vietnams und der Gewalt in diesem Land und ebenso das Erleben einer neuen Welt, der sie ausgeliefert scheint, auch weil sie zu keiner/wenig Kommunikation durch mangelnde Sprachkenntnisse fähig ist, eine Veränderung erfährt, der Sohn, der seine Verwandten erlebt, um seine Herkunft weiß und sich einen Platz im neuen Land sucht und schließlich die Liebe findet, eine homoerotische Liebe, eine besonders für Vietnamesen stigmatisierte Liebe. Ein Buch der leisen Töne, aber manchmal auch mit einer wortgewaltigen Kraft, die den Leser schier umhaut. Chronologisch nicht geordnet, springen die Gedankengänge des Sohnes hin und her, er schreibt einen Brief an seine englisch nicht beherrschende Mutter und schildert seine Gedanken zu Familie, Leben und Liebe, Gedanken, die er ihr verbal schlecht mitteilen kann und nach und nach, in verschiedenen Fetzen, entsteht die Lebensgeschichte der drei tragenden Personen. Und damit auch die Lebensgeschichte Ocean Vuongs, den Autobiographisches trägt dieses Buch ungemein und ich finde auch die Namensgebung des Autors sehr aussagekräftig. Für diese Geschichte gebührt dem Autor und seiner Familie tosender Beifall. Dieses teilweise sehr unzusammenhängende hat mir das Lesen etwas schwer gemacht, aber die lyrische Kraft in den Worten von Ocean Vuong, die immer wieder durchschimmert und auflodert, entschädigt ungemein und spricht von einem äußerst interessanten Autor. Bisher hat der Autor nur Poesie herausgebracht, "Auf Erden sind wir kurz grandios" ist sein erster Roman. Ein interessantes Werk! Wenn er es in meinen Augen in der Zukunft schafft, seine Geschichte etwas mehr zu bündeln, mehr einen Erzählfluss zu erschaffen, wird er noch ein ganz Großer werden. Aber auch jetzt ist dieses Buch ein sehr lesenswertes. Und auch hier kann ich nur sagen: Lesen!, aber durch die sehr fragmentarische Schreibweise polarisiert dieses Buch seine Leser und diesen Sachverhalt sollte der geneigte Leser sich vor Augen führen.
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  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    Ich habe das Buch gestern beendet und mir fällt es schwer, mich abschließend zu äußern...
    […]
    Ja, stimmt, kann man so sehen - ich hatte eine andere Vorstellung. An einer Stelle heißt es: "Wie nennt man das Tier, das auf den Jäger trifft und von sich aus anerbietet, gefressen zu werden. Einen Märtyrer? Einen Schwächling?"
    Ich habe das Bild auf den Erzähler bezogen und seine von Gewalt geprägte Beziehung zu seiner Mutter und auch zu Trevor; diese merkwürdige Mischung aus Gewalt, Zärtlichkeit und Zuwendung...!
    Vieles an dem Buch begeistert mich: die wunderschönen Bilder, die der Erzähler erfindet, das Titelbild vorneweg und dann vor allem das Bild vom Monarch-Falter, diesem Wanderfalter, der offenbar ein Bewusstsein von der Gefahr des Winters in sich trägt - so wie der Erzähler auch generationenübergreifend durch die Kriegserlebnisse seiner Mutter und Großmutter traumatisiert ist und sich ebenfalls als "wandernd" begreift. Eher grausig ist das Bildsymbol des Makaken-Affen...
    Mir gefällt auch, wie der Erzähler die Gattungsgrenzen sprengt: da schreibt ein Lyriker, das merkt man auf jeder Seite, aber dann kommen auch essay-artige Einschübe und erzählende Passagen. Gelegentlich war mir das aber zuviel des Guten. Sätze wie "Das erste Mal, als ich einen nackten Mann sah, wirkte er ewig" oder "Die Wahrheit ist, dass wir unser Leben überleben können, nicht aber unsere Haut" (S. 198 und 199) lassen mich, bei aller Liebe zu Lyrik, leicht irritiert zurück.
    Irritiert haben mich auf die genauen Beschreibungen in den Sexszenen, da geht es mir wie @Marie : so genau muss ich das alles nicht wissen. Und Trevors Schicksal ist auch ohne diese Szenen sehr anrührend - immerhin hat er dem Erzähler das Gefühl geschenkt, auf Erden kurz grandios zu sein.
    Der Grundton des Romans hat mich fasziniert: diese Mischung aus Liebe (vor allem zu seiner Großmutter, eine tatsächlich erstaunliche Frau), aus Gewalt, aus sozialer Anklage und Trauer. Wunderbar gelungen.
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  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    „Boatpeople“ nannte man in den 1970er Jahren die Leute, die auf einmal in unsern Städten, an unsern Schulen und in den Läden auftauchten. Es waren ausschließlich asiatisch aussehende Leute, manchmal merkwürdig gekleidet und sehr leise. Wir wussten schon als Kinder und Jugendliche: Man muss liebevoll mit ihnen umgehen, denn sie sind aus einem furchtbaren Krieg geflohen. Die zweite Generation sieht man heute asiatische Restaurants, Nagelstudios und Asia Im-und Exportfirmen betreiben. Ob sie tatsächlich in den Ländern angekommen sind, in denen sie seit Jahrzehnten leben und deren Sprache sie besser verstehen und sprechen als die ihres Herkunftslandes? – Ocean Vuong stößt diese Frage neu an, eine Antwort gibt er nicht.
    Das kann er nicht, ist nicht seine Absicht. Im Fokus seines Buches steht eine individuelle Geschichte, die sich nicht exemplarisch auf andere vietnamesische Flüchtlinge übertragen lässt. Er erzählt diese Geschichte in poetischen Worten, und man spürt den lyrischen Klang seiner Sätze sogar in der deutschen Übersetzung – ein besonderer Applaus für Anne-Kristin Mittag.
    Ocean Vuong erzählt nicht chronologisch, er wechselt Schauplätze und Zeiten, dennoch findet man sich als Leser gut zurecht, vor allem wenn man den historischen Hintergrund des Vietnamkrieges noch irgendwo im Gedächtnis hat. Nicht mehr detailliert, aber einige Fernsehbilder und Zeitungsfotos tauchen im Kopf wieder auf.
    Krieg, das erbärmliche Zusammenleben mit der Großmutter, die Schläge der Mutter und Mobbingerfahrungen in der Schule erzählt der Autor in seiner bildhaften und einfühlsamen Sprache, aus der trotz allem eine tiefe Verbundenheit spricht.
    Dann kommt erste Liebe. Thema Sex. Aus mit Poesie. Egal, ob hetero- oder wie hier homosexuelle Praktiken: Muss ich wirklich genau wissen, welcher Körperteil wohin unterwegs ist und welche Wirkung er erzielt? Shits happens, und ich wills so haarklein gar nicht wissen.
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  • Rezension zu Auf Erden sind wir kurz grandios

    "Auf Erden sind wir kurz grandios" ist ein einziger, langer Brief an die Mutter unseres Protagonisten, der von allen nur "Little Dog" genannt wird. Seine Mutter Rose ist vieles: Tochter, Schwester, Nageldesignerin, Analphabetin, geschieden - aber vor allem ist sie eines: traumatisiert von den Erlebnissen des Vietnamkrieges. Wie ihre Mutter Lan schreckt sie nachts oft von unerwarteten Geräuschen auf und versteckt sich dann mit ihrer Familie vor dem vermeintlichen feindlichen Angriff. Als Little Dog noch ein kleiner Junge war, floh er mit Großmutter, Mutter und Tante in die USA; ein Erlebnis, das keiner von ihnen abschütteln kann. Und so leben sie zusammen in einer Wohnung: die schizophrene Großmutter, die Mutter, die ihren Sohn verprügelt und schließlich der Erzähler, ein schmächtiger, unsicherer Junge - das perfekte Opfer für die Kinder der Nachbarschaft.
    Es fällt mir unglaublich schwer, dieses Buch zu bewerten. Dass Ocean Vuong schreiben kann, steht vollkommen außer Frage. Seine Worte sind poetisch und voller Kraft und treffen immer mit schmerzhafter Genauigkeit den Kern einer Sache. Vor allem die problematische Liebe zu einer Mutter, die ihm Gewalt antut, bis er eines Tages alt genug ist, sich zu widersetzen, ist treffend geschildert. Dennoch ist diese künstlerische Schreibe auch das, was den Text manchmal spröde macht. Was wie eine literarisierte autobiografische Familiengeschichte beginnt, zerfasert nach und nach bis am Ende nur noch einzelne Sätze übrig sind.
    Auch thematisch ist das Buch nur schwer einzuordnen. Es wirkt, als würde der Erzähler in einem Gedankenstrom einfach alles zu Papier bringen, was ihm durch den Kopf geht. Ungeschönt und ungeordnet. So geht es mal um die Vergangenheit der Familie in Vietnam, mal um die erste Liebe des Protagonisten zu einem Jungen, der alles repräsentiert, was er nicht ist: stark, weiß, männlich, Amerikaner - anstatt sich mehr an diesem inneren Konflikt festzuhalten und näher zu beleuchten, was es für Little Dog bedeutet, mit dieser Hautfarbe und diesem zarten Körper aufzuwachsen, ergeht sich der Autor in zahlreichen Sexszenen. Die haben zwar für die Handlung eine Bedeutung, da sie die Gefühlswelt des Erzählers offen legen, nehmen aber - meiner Meinung nach - zu viel Raum ein.
    Und genau da kommen wir zu einer weiteren Schwierigkeit des Romans: Wie viel Little Dog steckt in Ocean Vuong? Wie viel Autobiografie in "Auf Erden sind wir kurz grandios"? Dass vieles auf einer wahren Grundlage fußt, daraus hat der Autor kein Geheimnis gemacht - die Einreise in die USA, sein Großvater Paul, seine Liebe zu Männern, das alles ist real. Und sollte auch alles weitere in seinem Roman real sein, wie könnte ich dann kritisieren, welche Schwerpunkte das Buch setzt?
    Recht weit am Ende beschreibt er zum Beispiel eine Szene bei einer vietnamesischen Beerdigung. Wenn dort ein Mensch mitten in der Nacht stirbt, ist oft kein Bestatter im Dienst, da diese sehr schlecht bezahlt werden. Also versammeln sich spontan die Nachbarn, sammeln Geld und engagieren einige Drag-Künstler, die mit ihrer Performance die Trauer "verschieben", bis der Verstorbene abgeholt werden kann. Solche kulturellen Hintergründe hätte ich mir verstärkt gewünscht - für meinen Geschmack rücken die vietnamesische Herkunft und die Erlebnisse des Krieges irgendwann hinter Drogen und Sexualität zu weit aus dem Fokus. Durch die Zerfaserung des Textes bleiben zudem so viele, sicherlich gewollte Lücken: Wie verläuft Little Dogs Schulzeit? Wie sein Studium? Wie gehen Mutter und Großmutter damit um, wenn der Sohn das Haus verlässt? Und wie geht es dem Protagonisten nach seinem Outing in seinem weiteren Umfeld? Alles das bleibt offen, aber vielleicht ist es genau das, was der Leser akzeptieren muss, um die Poesie des Romans genießen zu können.
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Ausgaben von Auf Erden sind wir kurz grandios

Hardcover

Seitenzahl: 272

Taschenbuch

Seitenzahl: 272

E-Book

Seitenzahl: 273

Auf Erden sind wir kurz grandios in anderen Sprachen

  • Deutsch: Auf Erden sind wir kurz grandios (Details)
  • Englisch: On Earth We're Briefly Gorgeous (Details)

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