Die Frau im Musée d'Orsay

Buch von David Foenkinos

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Frau im Musée d'Orsay

Wenn das Leben einen zu Umwegen zwingt und daraus ein neues Glück erwächst Völlig unerwartet kündigt Antoine Duris seine Professorenstelle an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht mit nur einem Koffer nach Paris. Im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, bewirbt er sich als Museumswärter. Doch warum flieht er Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben …
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Bewertungen

Die Frau im Musée d'Orsay wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Frau im Musée d'Orsay

    Verlagstext
    Warum nur flieht Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben …
    Ein kluger, feinfühliger Roman, der vom Mut erzählt, dem Leben eine neue Wendung zu geben – und eine Liebesgeschichte voller Momente der Schönheit.
    Der Autor
    David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt.
    Inhalt
    Antoine Duris, Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon, will bei seiner Bewerbung einen guten Eindruck hinterlassen. Antoine bewirbt sich in Paris als Museumswärter – er will nur noch „von schönen Bildern umgeben sein“. Der Mann von rund 40 Jahren wirkt unkonzentriert, am Ende seiner Kräfte. Falls Antoine untertauchen, sich von Menschen zurückziehen wollte, ist das Musée d‘Orsay sicher der falsche Ort, in dem täglich Massen von Touristen an den Gemälden vorbeiziehen. Antoine und auch die Personalchefin Mathilde sollten eigentlich wissen, dass es nicht ohne Konflikte abgehen wird, wenn ein Modigliani-Spezialist bescheiden als Aufseher im Hintergrund bleiben muss. Antoine hat sich die Tätigkeit selbst als Wiedereingliederungsmaßnahme verordnet. Hat er gesundheitliche Probleme – vielleicht Depressionen? Warum will er unbedingt in der Masse verschwinden? Beruflich war er erfolgreich und bei seinen Studenten angesehen. Schneidet er sich durch sein Untertauchen in der Großstadt nicht sogar von Erlebnissen oder Kontakten ab, die ihn stützen und ermutigen würden? Offenbar soll ich als Leser in Antoine Duris Verhalten etwas erkennen, was ihm selbst noch unbewusst sein könnte.
    Das Museum in Paris bedeutete Camille viel, einer Studentin aus Antoines Hochschule, es stellt die Verbindung dar zwischen Hochschullehrer und Studentin. Eine Rückblende gibt Einblick in Antoines zerbrochene Ehe und zeigt weniger liebenswerte Seiten an ihm. Doch was Antoine schließlich an seinen Platz im Museum brachte, ist ein Erlebnis Camilles, das auf den ersten Blick nichts mit der Hochschule zu tun zu haben scheint. David Foenkinos beschreibt feinfühlig den Zusammenbruch eines Mannes u. a. durch ein unerhörtes Ereignis, auf das er persönlich keinen Einfluss hatte. Den Begriff Schicksal dafür im Klappentext finde ich unpassend; denn Camille wird Opfer von Strukturen in der Kunst- und Kulturszene, die Gewalt gegen Frauen dulden und verharmlosen. Antoine als Professor ist eine der der tragenden Säulen dieses Systems – das sollte ihm inzwischen klar geworden sein.
    Fazit
    Foenkinos feinfühlige Schilderungen scheinen die Realität zunächst zu verbergen und zu beschönigen. Doch seine harmlos wirkenden Sätze zwingen geradezu, im Text genauer nach Verschwiegenem, Verharmlostem zu suchen. Sein Roman ist alles andere als eine harmlose Liebesgeschichte. Am Ende habe ich mich gefragt, ob nicht Camille die eigentliche Hauptfigur des Romans sein müsste. Sie zwingt mich zur Auseinandersetzung mit unerhörten Ereignissen - gerade in den Schönen Künsten.
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Ausgaben von Die Frau im Musée d'Orsay

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 240

E-Book

Seitenzahl: 241

Taschenbuch

Seitenzahl: 256

Hörbuch

Laufzeit: 00:05:53h

Besitzer des Buches 8

Update: