Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

Buch von Gabriel García Márquez, Curt Meyer-Clason

Cover zum Buch Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

Titel: Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

, (Übersetzer)

4 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

80% Zufriedenheit

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 124

ISBN: 9783596162598

Termin: April 2004

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

56 Jahre lang wartet der Oberst auf einen Brief, in dem die Regierung ihm seine Veteranenpension bestätigt. Doch der Brief kommt nicht. In einer Sprache, »so klar, so knapp und knochendürr wie die Gestalt seines Helden«, erzählt Gabriel García Márquez die Geschichte des Oberst, der mit seiner Frau in tiefer Armut lebt und dessen einziger Besitz ein Kampfhahn ist. Doch nicht einmal der Hunger bringt den Oberst dazu, den Hahn zu verkaufen.
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Bewertungen

Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

    • 10. Oktober 2016 um 14:25
    Autor: Gabriel García Márquez
    Titel: Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt, aus dem Spanischen übersetzt von Curt Meyer-Clason
    Originaltitel: El coronel no tiene quien le escriba, erschien erstmals 1961
    Seiten: 128
    Verlag: Fischer Taschenbuch
    ISBN: 9783596162598
    Der Autor: (von der Verlagsseite)
    Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, gilt als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seine Werke, »in denen sich das Phantastische und das Realistische […] vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln«. Gabriel García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Er starb am 17. April 2014 in Mexiko City.
    Inhalt: (Klappentext)
    Seit Jahrzehnten wartet der Oberst auf einen Brief der Regierung. Er hat bei einem Militärputsch auf der falschen, der republikanischen Seite gestanden, und seitdem müssen er und seine Frau hungern. In dem namenlosen kolumbianischen Dorf herrscht der Ausnahmezustand der Militärdiktatur, der als Normalzustand gilt. Das Leben stagniert, dennoch warten die Menschen, hoffen auf Veränderung, auf Befreiung, die meisten passiv, wenige aktiv. Schliesslich ist der Oberst am Ende. Das Postauto, auf das er jeden Freitag wartet, bringt keinen Brief, keine Bestätigung der erhofften Veteranenpension. Der letzte Besitz des alten Mannes und seiner kranken Frau ist ein Kampfhahn, das einzige Andenken an den Sohn, den die Polizei erschossen hat, weil er Flugblätter verteilte. Der Hahn muss verkauft werden, der reiche Nachbar wartet schon darauf. Der Oberst zögert, das Tier in fremde Hände zu geben. Aber erst beim Hahnenkampf in der Arena, als die jungen Leute des Dorfes ihm zujubeln, wird dem Oberst bewußt, daß sein Hahn das Symbol der Hoffnung und des Widerstands ist.
    Meinung:
    Mein erstes Buch von dem Autor und ein gelungener Einstieg, auch wenn dieses Frühwerk wohl untypisch für seine spätere Schreibweise ist.
    In dieser Erzählung erschafft Marquez mit seinen kargen, klaren, präzisen Formulierungen eine triste Stimmung, die die Einsamkeit und Entbehrungen der Protagonisten hervorragend abbildet. Trotz der wenigen Seiten wird viel erzählt: der Stillstand im Dorf, das Warten auf irgendeine Meldung und sei es anhand von Zeitungsartikeln aus Europa, die Tristesse in der Ehe des Oberst und seiner Frau, der Verlust des Sohnes, die Armut – nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch gesellschaftlich. Durch das jahrelange Warten ist das Leben „verschwunden“. Der Oberst hofft von Woche zu Woche auf eine Meldung, die nicht kommt. Und doch wird er am Ende die Hoffnung nicht aufgeben und dem Hungertod trotzend an seinen Idealen festhalten – ob aus Starrsinn, Hochmut, Aufopferung – dem Leser bieten sich mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Ein netter, kurzer Roman der Lust auf mehr macht.
    Allgemeines:
    1999 verfilmte Arturo Ripstein die Geschichte unter anderem mit Salma Hayek. (deutscher Filmtitel: Keine Post für den Oberst).
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Ausgaben von Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

Taschenbuch

Cover zum Buch Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt

Seitenzahl: 124

Hardcover

Cover zum Buch El Coronel No Tiene Quien Le Escriba

Seitenzahl: 96

Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt (Details)
  • Spanisch: El coronel no tiene quien le escriba (Details)

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Update: 22. November 2025 um 17:35