Der Gesang des Nordlichts

Buch von Heike Fröhling

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Gesang des Nordlichts

Der neue Roman von Bestsellerautorin Heike Fröhling über lang gehütete Geheimnisse vor der überwältigenden Naturkulisse Schwedens. Claudia hat sich endlich ihren Traum vom eigenen Verlag erfüllt und kann durchstarten. Da erfährt sie, dass sie wieder schwanger ist. Mitten in ihr Gefühlschaos platzt die Einladung ihres Vaters Gerhard zu einem Familienurlaub mit ihren Schwestern in sein Haus in Schweden. Obwohl ihr der Sinn gar nicht nach Schlittschuhlaufen und gemeinsamen Abenden steht, will Claudia ihm diesen Herzenswunsch nicht abschlagen. Als sich schließlich alle in Schweden versammeln, stellt sich heraus, dass nicht nur Claudia etwas zu verbergen hat. In der Vergangenheit ihres Vaters gibt es ein Geheimnis, das ihn auf schmerzvolle Weise an dieses Haus bindet. Bald wird klar, dass keiner unverändert zurückkehren wird.
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Bewertungen

Der Gesang des Nordlichts wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Gesang des Nordlichts

    Bei Claudia herrscht momentan das Gefühlschaos schlechthin, hat sie doch soeben erfahren, dass sie nochmals schwanger ist, dabei sind ihre beiden Kinder Antonia und Niklas fast aus dem Gröbsten raus, so dass sie endlich mit ihrem eigenen Verlag Vollgas geben kann. Ohne ihrem Mann Holger etwas zu erzählen, folgt die gesamte Familie der Einladung von Claudias Vater Gerhard, das Weihnachtsfest und seinen 79. Geburtstag in seinem Haus in Schweden zu verbringen. Auch Claudias Schwestern Simone und Alexandra finden sich dort ein. In der eingeschneiten Wildnis von Schweden hocken sie nun alle aufeinander, was nicht ohne Meinungsverschiedenheiten und Streitereien bleibt. Vater Gerhard schlägt ein Geschenkewichteln vor, das für allerlei Unruhe sorgt. Gleichzeitig wirkt er seltsam entrückt, als wenn ihn etwas bedrücken würde. Als er dann auf Wunsch der Kinder und Enkel beginnt, von seiner Vergangenheit zu sprechen, wird der Familie erst bewusst, wie wenig sie eigentlich voneinander weiß. Es treten Geheimnisse und Wünsche zutage, die niemand geahnt hat…
    Heike Fröhling hat mit ihrem Buch „Der Gesang des Nordlichts“ einen sehr unterhaltsamen und leicht melancholischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt den Leser an einer interessanten Schwedenreise zur Weihnachtszeit teilhaben, wo er als unsichtbarer Gast mehr oder weniger gut sämtliche Familienmitglieder kennenlernt und an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben darf. Deutlich wird auch, wie wenig die einzelnen Protagonisten eigentlich miteinander reden, denn keiner weiß über den anderen wirklich Bescheid. Anstatt offen und ehrlich zu sein, bleibt vieles ungesagt, was zu Spannungen und Unverständnis führt. Einzig die Kinder sagen laut, was sie denken und halten den Erwachsenen den Spiegel vor, denn denen wird klar, wie wenig sie ihre eigenen Kinder eigentlich wahrnehmen. Die Autorin erzählt die Geschichte hauptsächlich in der Gegenwart und dem Familienaufenthalt im schwedischen Haus, wobei sich nach einer Weile die Gegenwart mit der Vergangenheit Gerhards ab 1945 abwechselt, wo er erstmals in Schweden war. Der Wechsel zwischen den Zeiten gibt dem Leser nicht nur eine Atempause von den familiären Meinungsverschiedenheiten, sondern lässt ihn auch nach und nach ein Geheimnis von Gerhard aufdecken, das die Familie bis dato nicht kannte. Der Perspektivwechsel tut der Handlung gut, denn so gewinnt der Leser immer wieder etwas Abstand, gleichzeitig sorgt er unterschwellig für Spannung. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildreich und lassen vor dem inneren Auge eine zauberhafte Schneelandschaft mit vereisten Seen und funkelnden Nordlichtern am Abendhimmel entstehen.
    Die Charaktere sind gut ausgestaltet und mit individuellen Eigenschaften versehen, die sie authentisch und lebensecht wirken lassen. Claudia ist eine Frau in mittleren Jahren, die zwei Kinder großgezogen hat und nun endlich mit ihrem eigenen Verlag Karriere machen will. Die ungeplante Schwangerschaft stürzt sie in ein Dilemma, denn sie weiß nicht, was sie fühlen und wie sie sich entscheiden soll. Durch ihre Arbeit ist das Verhältnis zu ihren Kindern etwas angespannt, ebenso zu ihrem Ehemann. Vater Gerhard trägt nicht nur ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit mit sich herum, sondern auch eines, was ihm in der Gegenwart zu schaffen macht, weshalb er auch gern mit der Familie zusammen sein will. Alexandra ist mit einem Unternehmer zusammen, sie wünscht sich sehnlichst ein Kind. Simone ist Lehrerin und geht anderen mit ihrer Besserwisserei oft auf die Nerven, vor allem Niklas. Antonia ist ein Teenager, immer mürrisch, genervt und voller Geltungsdrang. Weitere Protagonisten wie Mats und Sessa spielen eine nicht unerhebliche Rolle in Gerhards Leben und geben der Handlung zusätzliche Spannung.
    „Der Gesang des Nordlichts“ ist ein unterhaltsamer Roman über einen Familienurlaub in der Abgeschiedenheit Schwedens, der so einige Geheimnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart offenlegt. Schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt und eine Leseempfehlung verdient.
    Schöne
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Ausgaben von Der Gesang des Nordlichts

E-Book

Seitenzahl: 234

Taschenbuch

Seitenzahl: 234

Besitzer des Buches 7

Update: